Berichte

Daniela und Julia, Juli-August 2017 (K25)

Hallo!

Uns geht es super und wir sind gesund und mit einem weinenden und einem lachenden Auge wieder daheim angekommen .. 

Unsere Zeit in Likoni war perfekt und es hat eigentlich alles gepasst!

Wir haben neben der Zeit mit den Kindern (vormittags in der Nachbarschaft mit den Kleineren, zirka im Babyclass Alter, weil sie nirgends zur Schule gingen, Unterricht gemacht, in dem wir sie mit dem ABC, Zahlen, basteln, spielen, singen, rechnen, malen, der englischen Sprache .. vertraut gemacht haben; nachmittags waren wir im Waisenhaus und haben mit den dortigen Kids schöne Stunden verbracht) auch noch so viel von Kenia und den Kenianern kennen gelernt. 

Swaleh und das Team planen das von uns begonnen Projekt in der Nachbarschaft fortzuführen und unter anderem mit Spendengeldern die wir gesammelt haben, ein wirkliches Klassenzimmer einzurichten. Das freut uns richtig!!

Unsre Unterkunft war super und das enge Zusammenleben und Arbeiten mit den Boys und auch Mädels war ein riesengroßer Pluspunkt am gesamten Aufenthalt, kenianisches Essen, viele, viele Geschichten zu den Unterschiedlichsten Themen, ... wirklich nur positive Dinge.

Wir haben uns die ganze Zeit über sicher gefühlt. 

Das Praktikum war die ideale Art Kenia und seine Leute kennen zu lernen - ohne die vielen Infos von Swaleh & Co hätten wir die ganzen Eindrücke wahrscheinlich nicht so gut aufnehmen und verarbeiten können .. es ist einfach ganz vieles, ganz anders als in Europa.

Liebe Grüße, Daniela und Julia

Theresia, Juli 2017 (K27)

Jambo!

 

Bin wieder gut zurück in Österreich nach einem sehr spannenden Monat in Kenia.

Die Zeit dort ist echt schnell vergangen, man erlebt jeden Tag so viel und bekommt neue Eindrücke von einem Leben das sich sehr von unserem hier in Europa unterscheidet. Es gibt Dinge auf die muss man sich einlassen und akzeptieren, beispielsweise wenn es mal zwei Tage kein fließendes Wasser gibt. Wenn man sich darauf einstellt, ist aber alles halb so schlimm. 

Die Kinder sind unglaublich herzig, so zutraulich und lieb, dass man sich gleich wohl und herzlich Willkommen fühlt. Sie sind auch unglaublich brav, für sie ist es selbstverständlich dass alle zusammenhelfen und anpacken. 

Gewohnt habe ich in einem Zimmer im Kinderheim, das mit Moskitonetz, Dusche und WC ausgestattet war. Wäsche gewaschen wird mit der Hand, ich habe mir von den Kids zeigen lassen wie sie das machen, dann hat es auch ganz gut geklappt. Außerdem haben sie sich gefreut dass sie mir etwas beibringen konnten. Das Essen ist einfach aber wirklich gut gekocht, und es gibt reichlich - hungrig bleibt man also bestimmt nicht :) 

Über Spielzeug freuen sich die Kinder sehr, allerdings musste ich alle mitgebrachten Sachen abgeben und jedesmal extra fragen wenn ich zum Beispiel einen Ball oder Luftballons für die Kids haben wollte. Grundsätzlich habe ich mit den Kindern gespielt, gemalt, und vor allem den ganz Kleinen beim Essen geholfen, sie gewaschen und gepflegt. Ansonsten habe ich hauptsächlich in der Küche geholfen, also Gemüse schneiden, Kartoffel putzen, Spinat waschen, beim Abwasch helfen,...

Das Kinderheim liegt in einem kleinen Dorf - Msabaha - mit dem Matatu ist man allerdings in ca 20 Minuten in Malindi, eine etwas größere Stadt mit Märkten, Supermarkt und allem was man sonst noch braucht. Und auch der Strand ist nicht allzu weit vom Kinderheim entfernt. 

Es war wirklich eine aufregende Erfahrung und eine wunderschöne Zeit!!  

 

Danke und schöne Grüße,

Theresia

 

 

Elisabeth, Mai- Juli 2017 (K25)

Mittlerweile bin ich schon wieder zwei Wochen in Deutschland zurück und hinter mir liegen zwei wunderschöne, erlebnis- und erfahrungsreiche Monate in Mombasa, in denen ich unglaublich nette Menschen kennengelernt habe und mich sozial engagieren konnte.

 

Zur Unterkunft:

Gewohnt habe ich bei Swaleh und Felix in Likoni und habe mich dort rundum wohl und vor allem gut aufgehoben gefühlt. Ich hatte ein eigenes Zimmer, eine europäische Toilette und eine Dusche – alles für uns Westeuropäer anfangs wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig, aber weit über dem kenianischen Standard. Ich wurde mindestens zweimal am Tag fürstlich bekocht und manchmal durfte ich sogar mithelfen, denn Swaleh ist schon ein ziemlich guter Koch. Auch wenn die meisten Kenianer nicht verstehen können, vegetarisch zu leben, war es überhaupt kein Problem für mich, dort vegetarisch zu essen, sowohl in Restaurants als auch bei Swaleh und Felix. Swaleh war sogar sehr froh drüber vegetarisch kochen zu können, da Fleisch in Kenia teuer ist und er es meistens nur für die Volontäre kocht.

In meinen zwei Monaten in Kenia war ich quasi nie alleine, da immer einige Leute zu Besuch sind. Da ich aber mein Zimmer für mich alleine hatte, konnte ich mich bei Bedarf nach Ruhe auch einfach mal zurück ziehen. Insgesamt habe ich mich bei Swaleh und Felix aber wirklich sicher und sehr wohl gefühlt!

 

Mein Projekt:

Während meiner zwei Monate habe ich eine Woche im Kinderheim  gearbeitet und anschließend zusammen mit Swaleh, Felix und anderen Helfern ein Büro komplett renoviert. Das Geld dafür hatten wir aus einem Spendenaufruf in meinen Freundes- und Bekanntenkreis. Im Rahmen des Büroprojekts haben wir den zur Verfügung stehenden Raum völlig umgestaltet (Fenster- und Türdurchbruch, Decke eingezogen, Strom verlegt, Wände gestrichen, Büromöbel gekauft, etc.) und auch fertig stellen können, was toll war, da ich so die Beendung meines Projekt auch mitansehen konnte. Die tolle Nachricht ist, dass das Büro von nachfolgenden Volontärinnen bereits fleißig für ihr Projekt genutzt wird!

Mit dem restlichen Geld der gesammelten Spenden konnte ich drei Waisenhäuser mit großen Essensspenden (Reis, Kartoffeln, Maismehl, Weizenmehl, Waschmittel, Zwiebeln, Seife, Zahnpasta, Pflanzenöl, Zucker, Salz, Obst u.v.m.) versorgen, die dringend benötigt wurden.

Schön an Stelle K25 ist, dass man in mehrere Einrichtungen Einblicke haben kann – jeder kann so sein eigenes Projekt für sich finden.

 

Land und Leute:

In meinen ersten beiden Wochen in Kenia bin ich gereist um Land und Leute kennen zu lernen: So besuchte ich mit Alexandra von mylabadi, ihrem Freund, Swaleh und Felix ein Konzert in Nairobi, machte ein Safari nach Tsavo East und übernachtete drei Nächte im Mida Creek Eco Camp in Kilifi. Gegen Ende meiner Zeit in Kenia besuchte ich außerdem die Shimba Hills und machte eine Bootstour zu Wasini Island. Die kenianischen Landschaften, die ich so sehen konnte, waren einfach wunderschön – von weißen Stränden mit türkisfarbenem Wasser, roter Erde im Safaripark und

richtigem Dschungel in den Shimba Hills war alles dabei. Leider war die Zeit zu kurz, um noch mehr zu sehen.

Die Kenianer selbst waren alle sehr freundlich und heißen einen überall willkommen. Bis auf ein paar Korruptionsvorfälle (selbst bei denen wird man freundlich behandelt ;)) und ein paar zu aufdringlichen Verkäufern, sind die Kenianer, die ich kennen lernen durfte, ein sehr herzliches und vor allem hilfsbereites Volk. Was mir jedoch nicht so bewusst war, dass man tatsächlich und vor allem in Likoni von Kindern und Erwachsenen als Weiße so oft angesprochen oder auch mal angefasst wird, man ist leider noch für viele eine „Besonderheit“, was mich, als jemanden der nicht gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, gestört hat. Aber auch daran gewöhnt man sich wie an so Vieles und lernt damit umzugehen!

Kurz gesagt: am Ende meiner zwei Monate war ich wirklich traurig, dass die Zeit vorüber war und wäre gerne noch etwas länger geblieben!

Johanna, Juni - Juli 2017 (K19)

Ich bin seit gestern morgen in Kilifi und es gefällt mir echt gut... Ich kann die Stelle nur empfehlen! 
Besonders für Leute die nach dem Großstadtdschungel von Nairobi und Mombasa mal ein bisschen Lust auf Natur und Ruhe haben. Hier braucht man auf jeden Fall auch viel eigene Ideen und Motivation, aber die Kinder, Mattoh und die Umgebung machen einem das meiner Meinung nach echt leicht. 

Ich würde mich echt freuen, wenn ihr das Projekt in Zukunft weiter empfehlt, denn ich finde es hat echt viel Potential :) 
 Liebe Grüße,  Johanna 

Alina, Februar - April 2017 (K43)

Ein kleiner Bericht von drei phantastischen Monaten in Kenia...

 

Unterkunft:

Ich habe in einem netten Dorf namens Mweiga bei einer katholischen Bruderschaft gewohnt. Obwohl ich selbst mit Religion nichts am Hut habe, habe ich mich dort wie zuhause gefühlt. Dem deutschen Klischeebild von zurückgezogenen Mönchen entsprechen die Brothers überhaupt nicht. Sie sind ganz offen und humorvoll – und sehr um ihre Gäste bemüht. Geschlafen habe ich in einem einfachen, aber netten Zimmer, das ich für mich alleine hatte. Gegessen habe ich immer gemeinsam mit den Brothers. Abends saß ich meistens noch lange mit ihnen zusammen, wir haben Tee getrunken und eine mexikanische Soap angeschaut, für die die Brothers eine echt süße Leidenschaft hatten ;-)

 

Arbeit:

Am Anfang war ich im VCT-Center, das gleich neben meiner Unterkunft lag. Dort gab es allerdings nur sehr wenig zu tun. Dank tatkräftiger Unterstützung durch Klemens und Hannah konnte ich dann aber ins Mweiga Health Center wechseln, ein kleines Krankenhaus, 25 Gehminuten entfernt. Dort war immer was los, und die Angestellten waren unglaublich nett und entgegenkommend. Ich habe fast immer beim HIV-Testen geholfen, weil mich das am meisten interessiert hat, aber ich hätte genauso gut in allen anderen Abteilungen (Apotheke, Labor, normaler Allgemeinarzt, Entbindungsstation...) mithelfen können. Die spannendsten Tage waren die, an denen wir mit der „mobilen Klinik“ raus in abgelegene Dörfer gefahren sind und dort eine provisorische Arztpraxis aufgebaut haben, damit die Menschen einmal Zugang zu medizinischer Grundversorgung hatten. Das war eine so spannende und exotische Erfahrung!

 

Freizeit:

Nach der Arbeit habe ich oft noch kenianische Freunde besucht oder bin mit ihnen zum Kaffee trinken und Bummeln nach Nyeri gefahren. Oft saß ich auch zuhause mit den Brothers zusammen, habe mit ihnen Tee getrunken und geredet, oder der Köchin beim Kochen geholfen. Manchmal habe ich mit einigen Novizen (angehenden Brothers) Volleyball gespielt – das hat immer viel Spaß gemacht, auch wenn ich wirklich keine gute Volleyballspielerin bin! An den Wochenenden war ich fast immer unterwegs und habe mir Städte und Nationalparks angeschaut. Es fand sich immer ein Brother, der mich begleitet hat, und es gab überall Freunde von Freunden, bei denen wir übernachten konnten. Schon deshalb waren die Ausflüge immer toll, und umso mehr durch die beeindruckenden Orte! Vor allem Mombasa und den Ol Pejeta Nationalpark kann ich nur empfehlen!

 

Land und Leute:

Phantastisch. Kenia ist wunderschön, die Natur, die vielen Nationalparks mit tausend exotischen Tieren, die Strände an der Ostküste, die Stadt Mombasa... Und die Menschen sind wahnsinnig offen und gastfreundlich und voller Lebensfreude. Man kann unglaublich gut mit ihnen diskutieren, herumalbern und sich ganz offen austauschen. Trotzdem sollte man eine gewisse Geduld und Flexibilität mitbringen, weil so manches für uns Europäer erst einmal seltsam ist: Wenn man z. B. im Matatu (Minibus) so eingequetscht sitzt, dass man sich kaum noch rühren kann, oder wenn die Straßenhändler überaus wortreich versuchen, einem alle möglichen Waren anzudrehen. Bringt man allerdings ein bisschen Humor mit, sind genau das die lustigsten Erlebnisse ;-)

 

Geld, Sicherheit, medizinische Versorgung:

Macht euch nicht verrückt! Es ist viel einfacher, als man denkt. Meine Wertsachen habe ich immer in einem Hüftbeutel verstaut und mich damit kein einziges Mal unsicher gefühlt. Die Sicherheitslage in Kenia kam mir generell sehr gut vor. Klar, man sollte im Dunkeln nicht alleine draußen herumlaufen – aber daran habe ich mich eben konsequent gehalten, und so war alles völlig unproblematisch. Tagsüber bin ich bedenkenlos alleine durchs Land gereist. Auch die medizinische Versorgung ist ziemlich gut. Ich musste einmal nachts ins Krankenhaus, weil sich in meinem Rücken ein Nerv eingeklemmt hatte, und das lief genauso reibungslos ab wie in deutschen Krankenhäusern.

 

Alles in allem:

 

Eine super, super Zeit. Ich kann jedem, der offen für eine neue Kultur ist, nur wärmstens empfehlen, hier ein Praktikum zu machen! Es ist nicht nur eine unglaublich bereichernde Erfahrung, sondern macht auch einfach so viel Spaß!

 

Niklas, März - Mai 2017 (K47)

Ich, Student, männlich, 23 Jahre, habe oben beschriebene Stelle von März bis Anfang Mai 2017, also für gute 8 Wochen besucht. Dabei konnte ich viele positive und tolle Eindrücke sammeln, an denen ich Euch gerne teilnehmen lassen möchte.

Ich studiere ein Thema mit Afrikabezug und war vor Kenia bereits für kurze Zeit, damals im Rahmen einer Uniexkursion, in Rwanda und der D.R. Kongo, außerdem ein paar mal touristisch in Marokko unterwegs. Kenia sollte aber mein erster "richtiger", längerer Aufenthalt in Subsahara-Afrika werden. Vor dem Praktikum war ich ein bisschen aufgeregt, sowohl positiv auf die Dinge blickend, die mich erwarten würden, als auch ein bisschen verunsichert. Schließlich war Kenia nicht nur mein erster längerer Aufenthalt in Afrika, sondern auch mein bisher längster Aufenthalt im Ausland überhaupt. Wer gerade sein Praktikum oder generell einen Aufenthalt in einem afrikanischen Land plant, kann das vielleicht nachvollziehen. Ich kann euch jedoch beruhigen, Gründe für Angst oder schlaflose Nächte gibt es keine – statt dessen war mein Praktikum und der Aufenthalt in Kenia eine der schönsten, lehrreichsten und faszinierensten Erfahrungen meines Lebens. Im Folgenden unterteile ich meinen kurzen Bericht der Übersichtlichkeit wegen in einzelne Bereiche:

 

Land und Leute

Ich habe die Kenianer als extrem nett, hilfsbereit und freundlich kennengelernt. Daswar eines der Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben. Kenia ist kein reiches Land, zumindest sind es die meisten der hier lebenden Menschen nicht.

Was sehr beeindruckend war, war die Lebensfreude der Menschen, die (im Gegensatz zu Deutschland...) überall zu spüren war. Die Menschen singen und tanzen gerne und sind insgesamt meistens ein bisschen besser gelaunt als hierzulande, obwohl sie an Materiellem oft nicht so viel besitzen wie wir. Geteilt wird auch gerne, das gemeinsame Abendessen gehört zu den schönen Erinnerungen, die ich an Kenia behalten werde.

Das Land, zumindest der kleine Teil, den ich davon gesehen habe, ist auch wunderschön, weiße Strände, Palmen und natürlich viel Sonne, abseits der Küste auch hügelige, grüne, bergige Landschaften. Viele Pullis muss man (außer vielleicht in der Regenzeit) für die Region um Mombasa nicht einpacken, hatte immer mindestens 30 Grad, auch wenn´s mal kurz geregnet hat, schien gleich darauf wieder die Sonne.

Der Arbeitsort selbst liegt etwa 40 Minuten von Mombasa entfernt an der Nordküste. Es handelt sich um eine kleine Vorstadt, die insbesondere für ihr Nachtleben bekannt ist und mir persönlich sehr ans Herz gewachsen ist.

Ein besonderer Dank geht an die Chefin des Reisebüros, ihre Familie und Mitarbeiterinnen, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Man arbeitet und lebt auch zusammen und bekommt so viele Einblicke in die kenianische Kultur. Bei Problemen oder Fragen wird man immer sehr gut betreut, mit viel menschlicher Nähe und Unkompliziertheit. Aus Kollegen wurden schnell Freunde, die ich sicherlich wieder besuchen werde.

 

Die Arbeit

Ich habe die Stelle in der "Off-Season", also der eher touristenschwachen Phase besucht. Dementsprechend gab es manchmal wenig zu tun, bzw. musste man sich eigenständig Arbeitsfelder suchen. Die Arbeit findet vor Allem am Computer statt, hier stellt man Rechnungen aus, entwirft und sendet Safariangebote und geht auf die Wünsche der Kunden ein. Manchmal kommen auch Interessierte direkt im Office vorbei, dann kann man sich in direktem Umgang üben. Da man Safariprogramme verkauft, ist es sinnvoll, selber an einer teilzunehmen, wenn man die Möglichkeit hat. Die Chefin des Büros kann einem dazu vergünstigte Preise anbieten. Außerdem macht man eine Erfahrung, an die man sich sicher ein ganzes Leben lang erinnern wird.

 

Geld

Die 200 Euro schließen Miete und große Teile der Essensversorgung mit ein, ich wurde so gut und ausgiebig bekocht, dass eigentlich nie Bedarf bestand, außerhalb Geld für Essen oder Trinken auszugeben. Ansonsten fallen Transportkosten an, die man sich eventuell mit Angestellten des Büros teilen kann, 1 Euro (wenn man sich nicht über´s Ohr hauen lässt ;)) pro Wegstrecke, also hin und zurück 2 Euro. Von A nach B zu kommen, ist in Kenia relativ billig und einfach, Matatus, Motorradtaxis und Tuktuks stehen jederzeit bereit, auch Überlandbusse, z.B. nach Nairobi, sind erschwinglich. Geld für Souvenirs, persönlichen Luxus, Essen im Restaurant, Freizeitgestaltung etc. muss jeder für sich selbst entscheiden, man kann sehr günstig leben, es fällt aber auch leicht (zu) viel Geld auszugeben, wenn man anders leben möchte, als die Einheimischen. Auch ist die Gefahr gegeben, eigene Ausgaben zu unterschätzen, weil viele Preise alleinstehend betrachtet günstiger sind als hier, man sich aber in der Folge auch viel mehr leistet. Kräftig handeln ist oftmals wichtig, für Transport und die meisten Einkäufe außerhalb von Supermärkten und co. Weiß heißt für viele Kenianer wohlhabend, darum wird oft versucht, einem deutlich überhöhte Preise schmackhaft zu machen, einfach mal bei einem Drittel oder der Hälfte des genannten Preises ansetzen und schauen, wie das Gegenüber reagiert. Swahilikenntnisse helfen, nach einer gewissen Zeit kann man das Preisniveau aber auch so ungefähr abschätzen und bekommt "gerechtere" Preise ;).

 

Freizeitmöglichkeiten

– Safari, von Mombasa oder Nairobi aus

– Schnorcheln und Tauchen im klaren und warmen Wasser des indischen Ozeans (Tipp: Tagestrip Wasini Island)

– Leckeres Swahili-Food genießen, frischer gegrillter Fisch beispielsweise oder Kokosnuss-Reis...

– Trip nach Mombasa Town, Stadtführung oder kulturelles Leben

– Ausflug an die wunderschönen Strände der Südküste (Gegend um Diani)

– Abends feiern gehen und die ausgelassene Stimmung genießen

 

Das sind natürlich nicht alle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, sondern nur die, die ich selber wahrgenommen habe. Von Kartbahnen über Museen und Krokodilfarmen gibt es keinen Grund, sich zu langweilen.

 

Was man nicht machen sollte

– Auf Leute hereinfallen, die einen lediglich als Geldquelle sehen. Dabei darf man aber auch nicht zu misstrauisch sein, viele Menschen haben ehrliches Interesse abseits von Geld, manche aber eben auch nicht. Das lernt man nach einer gewissen Zeit, anfangs schadet ein wenig Misstrauen nicht, den Menschen aber trotzdem offen begegnen und freundlich bleiben

– Dokumente wie Pass, Bankkarten usw. Aus der Hand geben

– Die Menschen unfreundlich oder herablassend behandeln, Freundlich- und Höflichkeit sind wichtig in Kenia

– Kenia mit Deutschland vergleichen, vieles ist grundsätzlich verschieden, einfach versuchen, das Land so anzunehmen, wie es ist

 

Wer gerade dabei ist, sein Praktikum bei K47 zu planen, dem kann ich versichern, dass er oder sie eine super Zeit haben wird. Ein bisschen Offenheit für kulturelle und ökonomische Unterschiede sollte man mitbringen, dann macht es einem Kenia sehr

leicht, das Land und seine Menschen lieben zu lernen. Ich danke Mylabadi für die gute Betreung, für mich wird es sicherlich nicht der letzte Aufenthalt in Kenia gewesen sein.

Fuer Fragen und Tips stehe ich euch gerne zur Seite, Klemens hat meine Kontaktdaten.

Kila la heri, tutaonana Kenya!

Natascha, Februar - April 2017 (K18 und K28)

Liebes MyLabadi-Team, 

 

Wie gebeten, möchte auch ich einen abschließenden Bericht über mein vergangenes Praktikum abgeben. 

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich sehr zufrieden war und auf jeden Fall sehr dankbar dafür bin, dass ich diese unglaubliche Erfahrungen machen durfte. 

Sowohl bei der Vorbereitung, als auch bei der Durchführung fühlte ich mich unterstützt und beraten.

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal dafür bedanken, dass ich spontan meine Stelle wechseln konnte, während ich mich schon in Afrika befand. Das war für mich eine angenehme Bereicherung, die mir noch einmal sehr viele schöne und interessante Eindrücke erbracht hat.

Positiv war auch die Kontaktherstellung der Freiwilligen untereinander. Es war gut Anschluss zu finden, gerade wenn man alleine an einer Stelle untergebracht war. Dadurch ergaben sich viele Möglichkeiten, gemeinsam Ausflüge zu unternehmen und sich auszutauschen. 

 

Nun möchte ich noch etwas genauer auf meine Stellen eingehen. Zuerst war ich 7 Wochen bei K18, ein Kinderheim in Likoni. Meine Gastmutter war nett und schien mir modern/ erfahren im Umgang mit Freiwilligen. Bei Problemen konnte ich zu ihr gehen und auch sonst hatte sie meistens ein offenes Ohr für mich.

Das Essen und die Unterkunft waren für mich zufriedenstellend. Die Menschen, mit denen ich in Kontakt kam waren alle nett und der Alltag verlief problemfrei.

Die freie Freizeitgestaltung hat mir auch zugesagt.



Bei meiner zweiten Stelle in Nairobi K28 war ich auch zufrieden. Peter und seine Familie waren sehr nett und das Essen war lecker.

Ich war in einem spannenden Projekt eingeteilt, wodurch ich einen interessanten Eindruck von den Slums bekommen habe.

Auch das Zusammenleben mit meiner Mitbewohnerin war absolut problemfrei. Wir waren frei in der Freizeitgestaltung und konnten uns bei Problemen an Peter und seine Frau wenden.



Zum Schluss möchte ich mich noch einmal offiziell für alles bedanken und hoffe auf eine weitere gute Zukunft für MyLabadi! 

Schöne Grüße,

 

Natascha

André, Februar - März 2017 (K41)

Mein Praktikum habe ich in der Zeit vom 02. Februar 2017 bis 31.03.2017 absolviert.

In der Praktikumsstelle habe ich die Primary School unterstützt. Die Primary School hat eine Baby Class, Middle Class und Top Class mit Kindern bis 6 Jahren. Außerdem gehören die Klassen 1 bis 8 zur Primary School. Ich habe dort die Fächer Mathe, Englisch, Sport, Kunst und Sachkunde unterrichtet, Die Fächer durfte ich mir mehr oder weniger selber „aussuchen“ – also zumindest all das ausprobieren, das ich mir zutraue. Das Vertrauen, das die Lehrer mir entgegen gebracht haben, war sehr groß.

In der Schule wurde ich bereits am ersten Tag sehr herzlich begrüßt: Die Kinder haben Tänze vorgeführt und Reden gehalten. In meiner Zeit in der Schule wurde ich sehr gut von Direktorin und Lehrer(innen) unterstützt. Ich habe mich von Anfang an als ein Teil des Teams verstanden. Und die Kinder sind unbeschreiblich: Fröhlich, interessiert und manchmal auch sehr laut ;-) Sie sind aber (und das auch nach vielen Wochen meiner Anwesenheit) stets begeistert, wenn man als Musungu (weißer Europäer) in ihre Klasse zum Unterricht kommt. Diese Begeisterung gibt einem sehr viel!

Gelebt habe ich auf der Farm der Direktorin. Auch dort wurde ich sehr herzlich empfangen. Auf der Farm hatte ich einen eigenen Raum mit eigenem Bad. Die Farm ist mit einem Haupthaus und einem Gästehaus vergleichsweise sehr gut ausgestattet. Die Farm beherbergt allerdings auch viele Bewohner: Den Sohn der Direktorin mit Frau und Kind, zwei Neffen der Direktorin und der ein oder andere Schüler, den die Direktorin mit „durchfüttert“). Auf der Farm wird vor allem Mais angebaut. Es gibt aber auch Bananen- und Mangobäume, die zur Eigenversorgung genutzt werden. Tiere gibt es auch: Kühe, Hühner und Ziegen. Das Farmleben ist eher ruhig und gemächlich.

Die Farm liegt ca. 15-20 Minuten Fußweg von der Schule. Die Gegend an sich ist sehr ländlich. Wenn man Ruhe sucht und sich auf das Schulleben und den Unterricht konzentrieren möchte, genau das Richtige! Viel Unterhaltung und Programm abseits der Schule sucht man hier vergeblich. Auch am Wochenende bietet die Region wenig Unterhaltung bzw. Sehenswertes: Größere Städte sind etwa 45 Minuten Autofahrt entfernt – der nächst gelegene Nationalpark etwa 3-4 Stunden. 

Alles in allem war die Zeit in Kenia indes eine tolle Erfahrung und Bereicherung, die ich nicht missen möchte und immer wieder wiederholen würde. Die Menschen, vor allem die Kinder, sind (trotz der Lebensumstände) immer freundlich, sehr nett und glücklich … das wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Charlotte, März - April 2017 (K30)

Hallo,
tut mir leid ich hatte erst Geburtstag und bin mitten im Umzugsstress!
ich versuche es bis in 2 wochen fertigzustellen aber momentan ist bei mir Land unter!
schön wäre es noch wenn wir telefonieren könnten?!
Was ich bis jetzt sagen ist, dass ich mit euch absolut zufrieden bin!
ich bin schon einmal mit einer Organisation ins Ausland geflogen deshalb habe ich einen direkten vergleich.
Aber ich finde wie Ihr das macht wirklich klasse, och habe mich sehr gut beraten gefühlt und gut aufgehoben!
 
LG Charlotte

Pia, Februar - März 2017 (K2)

Ich war von Anfang Februar bis Ende März in Kombani und hatte wirklich eine wundervolle Zeit.

Banzi, der Heimleiter und Elena haben mich am Flughafen empfangen und mich dann zum Volunteer House begleitet.

Von den Kindern, Bibi (Hausmutter) und Banzi wurde ich sehr herzlich empfangen und ich habe mich von Anfang an bei ihnen wohl gefühlt. Unter der Woche hatten die Kinder leider nicht so viel Zeit, da sie sehr lange in der Schule sind und danach eben noch anderen Pflichten nachgehen müssen.

Trotzdem hatten wir viele schöne Tage und Abende mit den Kindern. Egal ob Strandtag, Stockbrotabend, Tanzabend oder gemeinsames Kochen, wir hatten immer sehr viel Spaß zusammen. Aber auch unter der Woche hat uns der gemeinsame Unterricht, „Games time“ und das gemeinsame Abendessen viel Freude bereitet.

Unter der Woche haben wir in der Früh das Kinderheim gefegt und danach durchgewischt, anschließend haben wir Deutschunterricht in der 1.-6. Klasse gegeben. Mittags haben wir bei der Essensausgabe geholfen und danach alle Teller der Schulkinder abgespült. Nachmittags haben wir an zwei Tagen Nachhilfe gegeben und in der „Games time“ Spiele mit den Kindern gespielt. Anfangs haben wir abends noch den Garten bewässert, später jedoch wegen der Wasserknappheit nicht mehr. Am Wochenende hatten wir frei und auch unter der Woche war es kein Problem sich mal frei zu nehmen. Natürlich sollte man das mit Banzi UND Bibi abklären.

Kombani ist wirklich ein sehr schönes Dorf. An der Straße kann man so gut wie alles kaufen was man im Alltag so braucht. Die Menschen sind total aufgeschlossen und nett und man wird an jeder Ecke mit „Jambo“ begrüßt. In ca. 20 Minuten ist man mit dem tuktuk oder matatu in der Stadt Ukunda in der es einen großen Supermarkt gibt (hier bekommt man wirklich alles) und hier ist auch der berühmte „Diani Beach“ mit vielen Hotels und Restaurants.

Banzi kann man wirklich vertrauen und wenn es Probleme gibt kann man sie bei ihm sehr gut ansprechen. Er gibt immer sein Bestes um Missstände zu beseitigen.

Wenn man über längere Zeit kein Wasser oder Strom hat, sollte man sich an Banzi wenden, weil er sich so schnell wie möglich darum kümmert.

Man kann auch sehr viele Ausflüge machen, z.B. Schnorcheln, Safari, Shimba Hills und Motorrad touren.

 

Ich kann nur jedem empfehlen dieses Praktikum zu machen. Man muss sich aber bewusst sein, dass man in einem komplett anderen Land ist und  muss akzeptieren, dass man nicht alles verbessern bzw. verändern kann. 

Annette, Januar - März 2017 (I1)

1 Land, 12 Wochen, 1000 Erinnerungen

Von Januar bis Ende März war ich im wunderschönen Indien, davon insgesamt circa 6 Wochen in Mysore. Als ich dort ankam, hat mich die Mutter Oberin vom Bahnhof abgeholt und mich direkt sehr nett willkommen geheißen. Als wir auf dem Klostergelände ankamen, war ich von dem paradiesischen Ort total beeindruckt: ein riesiges Grundstück mit allen erdenklichen Gemüse- und Obstsorten, Kühen, Kaninchen, Hunden, Fischen und einer einfach absolut himmlischen Atmosphäre. Mein Zimmer hatte ich mir im Vorhinein auch rustikaler vorgestellt, aber ich hatte mein eigenes Bad, einen großen Schrank, ein Doppelbett mit Moskitonetz und einen Schreibtisch. Die anderen Mädels und auch die paar wenigen Jungs im Kloster haben mich auch sehr freundlich aufgenommen und waren sehr neugierig. Öfters mal habe ich mit ihnen etwas unternommen, sie haben mir Mysore gezeigt, mich zu sich nach Hause eingeladen und mir bei vielen Dingen geholfen. Durch sie konnte ich das typische Studenten- und auch das Familienleben von jungen Inderinnen und Indern kennenlernen.

… Das Essen im Kloster war absolut in Ordnung und für mich als Person, die gerne scharf isst, auch nie zu stark gewürzt – eher im Gegenteil. Morgens gab es eine der typischen indischen Frühstücksspeisen, mittags und abends Reis mit Gemüse und wenn man möchte auch Fleisch oder Fisch. Nachmittags gab es immer Tee und etwas Kleines zu Essen. Was ich super fand ist, dass sich die Nonnen zum größten Teil selbst versorgen, also kommt fast alles, was auf dem Tisch landet, von der eigenen Farm. Ansonsten war das Klosterleben sehr entspannt…

Die Arbeit im Kindergarten begann jeden Morgen gegen neun Uhr, wenn dann die Kinder so langsam nach und nach ankamen. Von Beginn an sagten mir die Schwestern, ich müsse wirklich nur arbeiten, wenn ich möchte, es geschah also alles auf absolut freiwilliger Basis. Das war dann auch der Grund dafür, dass sich meine Eigenverantwortung und Eigenständigkeit bei der Arbeit in Grenzen hielt, weil ich zwischendurch eben auch mal wieder für ein paar Wochen gereist bin, also war ich keine wirklich zuverlässige Arbeitskraft. … Gut gefallen hat mir immer die Assembly um kurz vor elf, wo sich alle Kinder des Kindergartens treffen, ein paar Reime aufsagen und Lieder singen. Mittags kurz vor Schulschluss habe ich dann meistens auch noch ein paar Lieder mit ihnen gesungen und ihnen versucht kleine Bewegungslieder beizubringen. Insgesamt war die Arbeit ganz spaßig, vor allem die Kinder haben sich immer super gefreut, wenn ich da war und ein paar von Ihnen sind mir auch ganz schön ans Herz gewachsen. Wenn ich nun aber auf die Zeit in Indien zurückblicke, denke ich eher weniger an die Arbeit, da es erstens nur circa drei einhalb Stunden am Tag waren und es auch wirklich oft ausgefallen ist. Die Inder haben sehr gerne frei und lieben Feiertage und Festivals!

... Mysore und die Umgebung bieten wirklich viele Sehenswürdigkeiten und Beschäftigungsmöglichkeiten, es wird einem also nicht schnell langweilig dort! Nicht nur der Palast (der aber auf jeden Fall auch sonntags abends sehr sehenswert ist, wenn er in knapp 100.000 Lichtern erstrahlt), sondern auch Chamundi Hill (am besten bei Sonnenuntergang), der Jaganmohan Palace (mit einer schönen Ausstellung), die Balmuri Falls (je nach Jahreszeit), der Devaraja Market (der als einer der buntesten und schönsten Märkte in Südindien gilt) und vieles mehr gibt es dort zu besuchen. Was sich außerdem besonders lohnt sind Ausflüge nach Srirangapatnam, wo es einen Hindutempel, ein sehr schönes Mausoleum und einen Sommerpalast gibt, und nach Somnathpur, dort ist ein Hindutempel, der sich allerdings durch den sternförmigen Sockel, auf dem er erbaut ist, stark von den ‘gewöhnlichen‘ hinduistischen Tempeln unterscheidet. Beide Orte liegen circa ein einhalb Stunden von Mysore entfernt und sind einfach mit dem Bus zu erreichen. … Und jetzt zu meinen Reisen: die ersten zwei Wochen in Indien war ich in Kottayam in Kerala bei einer Familie, die ich aus Deutschland bereits kannte. … Nach meiner Zeit in Kerala habe ich einen Bekannten in Bangalore besucht, der mir die Stadt gezeigt hat. … Von dort ging es dann nach Mysore und nach drei Wochen dort habe ich mich dann auf meine zweite Reise gemacht. Zuerst ging es mit dem Nachtzug nach Hampi, was ich jedem (und wirklich jedem!) Reisenden im indischen Süden nur empfehlen kann! ... In Mumbai war ich bei zwei super coolen Couchsurfern, die mir am ersten Abend schon viel zeigten und mich mit dem Bahnverkehr in Mumbai vertraut machten. … Am nächsten Tag ging es dann mit dem Nachtbus weiter an den Kudlee Beach nach Gokarna, wo ich Freunde zu einem Festival dort treffen wollte. Gokarna ist ein kleines Städtchen an der Westküste und ist um einiges weniger touristisch als das nahegelegene Goa. Dort habe ich die meiste Zeit in einer Hängematte am Strand gelegen, war im Meer schwimmen, habe Kokosnuss getrunken und einfach die Zeit dort genossen. Die unschlagbar günstigen Hütten (200 Rupien!) liegen wirklich direkt am Strand und sind natürlich nicht besonders komfortabel, aber absolut ausreichend für ein paar Tage!

… Die Tage dort waren super schön, das lag aber am meisten daran, dass er mir seine Hotspots zeigen konnte, die für Touristen eher unbekannt sind, und dass ich Zeit mit ihm und seinen Freunden verbringen konnte… Nach dieser Nacht ging es dann endlich wieder zurück in mein indisches ‚Zuhause‘. Insgesamt habe ich in Indien das Reisen als junge blonde Frau als total angenehm empfunden. Besonders die (Nacht-)Züge habe ich sehr gemocht, denn auch dort lernt man immer nette Leute kennen und ich finde sie auch vergleichsweise komfortabel. Wenn man mal nicht weiterweiß oder keine Ahnung hat, wo man ist, kann man immer Leute fragen, man darf sich nur nicht scheuen. Oft kommen die Leute auch auf einen zu, wenn sie sehen, dass man gerade etwas auf dem Schlauch steht.

Als ich dann wieder nach Mysore kam, freuten sich wieder alle, dass ich zurück war und ich freute mich auf die letzten 10 Tage dort. Diese nutzte ich vor allem, um mich im Kindergarten zu verabschieden, den Kindern meine Mitbringsel wie Bleistifte, Kreide und Süßigkeiten zu geben und einfach die Zeit im Kloster und bei Adil zu genießen. Als ich Mysore dann verlassen musste, war ich wirklich traurig, ich wäre gerne noch ein paar Wochen länger geblieben. Von Bangalore nahm ich den Flieger nach Dubai, wo ich auch nochmal ein paar sehr schöne Tage verbrachte.

Insgesamt blicke ich auf die Zeit in Indien jetzt, wo ich seit circa 3 Wochen wieder zu Hause bin, absolut positiv zurück, denn in der ganzen Zeit ist mir nie irgendetwas auch nur ansatzweise Schlimmes passiert (was auch damit zusammenhängen könnte, dass ich ein absoluter Glücksmensch bin). Ich habe noch nie ein Volk kennengelernt, dass sich durch so eine grenzenlose Gastfreundschaft und bedingungslose Hilfsbereitschaft auszeichnet! Ich habe so viele nette Leute kennengelernt, von denen ich viele gerne wiedersehen möchte, weshalb ich schon meine nächste Indienreise plane!

 

Abschließend möchte ich mich deshalb vor allem bei Klemens, Hannah, Alexandra und Michaela ganz herzlich für die super Zusammenarbeit bedanken! Egal, was ich gerade brauchte, wissen wollte oder was gerade los war, sie waren immer erreichbar und haben meistens innerhalb einiger weniger Stunden geantwortet. Dafür, dass mir diese wundervollen Erfahrungen ermöglicht wurden, bin ich mehr als dankbar und plane darum ja auch schon meine nächste Reise mit mylabadi!

Lisa-Marie, Februar - April 2017 (K14)

Alles im Allem war mein Praktikum sehr schön und interessant. Ich habe tolle Leute kennen gelernt, war auf Safari, habe viele neue Erfahrungen gemacht, viel vom Land entdeckt und viele neue lebenspraktische Dinge gelernt.
Die Mitarbeiterinnen und die Chefin waren stets freundlich und hilfsbereicht. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich hatte eine eigene Wohnung mit fliesend Wasser, Küche, Bad und sauberem Trinkwasser. Am Wochenende hatte ich immer Zeit zur freien Verfügung und die Arbeitszeit während der Woche war auch angemessen. Die Arbeit mit den Kindern hat total viel Spaß gemacht und ich durfte überall mal helfen bzw. rein schnuppern. Ich war auch 6 Tage in Malindi am Strand und habe dort in dem Waisenhaus gearbeitet. Alle waren froh, dass ich da war und haben mich sofort mit offenen Armen emfangen. Ich habe am Wochenende viele Ausflüge gemacht und somit Kenia erlebt. Es war ein wunderschönes Abendteuer !
Immer wieder würde ich dort hin :)

Edith, Februar 2017 (K36)

 Vom 3. Februar bis 6. März 2017 war ich in Mambrui an der Nordküste Kenias.

Ich wurde von dem Ehepaar Müller, den Gründern des Vereins … eingeladen um ihnen bei der Fertigstellung des Kinderheimes in Mkondoni zu helfen.

Dabei lernte ich die Heimleiterin Lucy zuerst kennen. Sie ist eine sehr nette, 43 jährige Frau aus Nairobi, die von dem Gründer des Heimes Pater Michael angestellt wurde. Sie ist unglaublich engagiert und tut ihr Möglichstes, um den Kindern zu helfen und das Heim am Laufen zu halten.

In der Zeit, in der ich dort war, merkte ich erst wie schwierig das eigentlich ist. Die Regierung Kenias gibt den Kinderheimen immer wieder Vorgaben, die sie einhalten müssen. Meistens kostet das viel Geld, was für so ein Heim wirklich kaum erschwinglich ist. Außerdem kosten die Schulen in Kenia, obwohl Schulpflicht besteht, Geld, je höher die Schule, desto mehr. Ohne Schulbildung haben die Kinder später wenig Chancen auf ein besseres Leben. Außerdem muss immer für genug Essen gesorgt, trotz eines Brunnens noch Wasser gekauft  und die Angestellten bezahlt werden. Keine leichte Aufgabe für Lucy, die von dem Verein … unterstützt wird, was aber nicht für alles ausreicht.

Im Heim wohnen zurzeit 25 Kinder und 6 Kinder gehen in Nairobi auf eine weiterführende Schule mit Internat.

13 Mädchen und 12 Jungs, die so unglaublich nett und gut erzogen sind. Sie gehen tagsüber in die Schule, 3 davon im Heim. Dort gibt es einen Kindergarten und eine erste Klasse, die von einer Montessori Lehrerin und einem Lehrer gehalten werden. In diesen Klassen werden auch die Kinder aus dem Dorf aufgenommen. Das Dorf ist sehr arm und die Kinder dürfen umsonst an der Schule teilnehmen und zu Mittag  essen. Im Kindergarten und auch in der ersten Klasse freuen sich alle über Unterstützung. Ihr könnt den Kindern bei den Aufgaben helfen und auch am Abend für alle Deutschunterricht geben.

Mittags kommen auch die anderen Schulkinder zum Essen zurück, gehen dann aber wieder zum Nachmittagsunterricht zurück.

Erst am Abend ab ca 17:00 sind alle daheim, machen Hausaufgaben, helfen beim Waschen, räumen auf oder singen, tanzen und spielen.

Als ich das erste Mal ins Heim gekommen bin, haben mir die Kinder zuerst einen Begrüßungssong vorgesungen und dann noch getanzt. Das können sie wirklich besonders gut. Darauf legt auch Lucy sehr viel Wert. Sie meint durch das Singen und Tanzen können die Kinder ihre schrecklichen Erlebnisse besser verarbeiten.

Ich hatte wirklich besonders viel Spaß mit den Kindern. Sie freuen sich über jede Kleinigkeit.   Besonders Spielsachen, wie Spielautos, Puppen, Barbies oder Legosteine, Puzzle und andere Kartenspiele sind der Renner.

Auch Kleidung ist für die Kinder was Besonderes! Also wer dort hinfliegt, könnte vorher ein wenig sammeln und den Kindern was mitbringen.

Auch für die Schule werden immer wieder Sachen benötigt, wie Kreiden für die Tafel, andere Stifte, Papier, falls möglich, Montessorimaterial oder Plakate usw.

Einmal haben wir am Wochenende zusammen was Besonderes gekocht. Der Manager Emanuel, der den Kindern wie ein Vater ist und Joseph, der Aufpasser haben 2 Ziegen geschlachtet, die dann auch von den Jungs mit ausgenommen, gehäutet und zum Grillen hergerichtet wurden. 2 Frauen aus dem Dorf haben bei den Vorbereitungen und beim Kochen geholfen. Das Hat alles sehr viel Spaß gemacht und das Essen war richtig lecker!

Für Volontäre  gibt es einen Raum mit 2 Betten, neu hergerichtet. In dem angrenzenden Raum ist sogar ein Waschbecken. Für die Betten solltet ihr ein Moskitonetz mitbringen. Taschenlampe ist auch sehr wichtig, da immer wieder der Strom ausfällt.

Eine Toilette wurde extra für Besucher als Sitztoilette gebaut. Zum Nachspülen müsst ihr aber einen Eimer Wasser mitnehmen.

Duschen sind vorhanden.

Tagsüber kann man auch der Köchin beim Kochen helfen und später beim Abwasch.

Jederzeit ist Lucy bei der Planung eines Ausflugs behilflich. Mit dem Tuk Tuk oder dem Motorrad kommt man leicht in das nächste Dorf, Mambrui, das am Meer liegt und auch Hotelanlagen mit Restaurants hat.

Auch Malindi ist nicht weit. Dort könnt ihr alles finden. Cafes, Restaurants, Supermärkte und viele andere Einkaufsmöglichkeiten.

Vom Heim aus gehen die Kinder am Wochenende auch mal an den Strand. Das dauert ca 20-30 Minuten.

Ich hab auch eine Safari gemacht! Man kommt von Malindi aus leicht in den Nationalpark Tsavo East und Tsavo West. Das war ein richtig tolles Erlebnis.

Also falls ihr etwas über das Kinderheim, die Stelle oder sonst was wissen wollt, dann habt keine Scheu mich zu kontaktieren. Ich helfe euch so gut es geht weiter.

Ach ja, also unter 4 Wochen würde ich das Praktikum nicht empfehlen, da ihr auch ein bisschen Zeit braucht, euch einzuleben.

 

Viel Spaß!

Bernadette, Februar 2017 (K20)

Jambo,
habe leider eure Email erst zuhause gelesen, daher erst die verspätete Antwort.
Aber wir hatten eine sehr lehrreiche Zeit in Kenia. Wir haben viele Erfahrungen gemacht, schöne wie auch nicht so schöne. Mein Erleben hab ich kurz mal zusammengefasst.
Vor allem die Zeit im Krankenhaus war sehr fordernd ... Wir hatten leider das Pech dass seit Dezember die Ärzte streiken und wir somit kaum Geburten hatten, und die zumeist in der Nacht. Auch die Versorgung war dadurch vermutlich noch eingeschränkter.
Aber wir hatten auch das Glück tolle Krankenschwestern kennen zu lernen, von denen wir viel über ihre Arbeit, Ausbildung, Bezahlung etc. erfahren durften und mit denen wir auch weiterhin in Kontakt stehen werden.
Die Schule war eine schönere Erfahrung. Die Kids waren total begeistert, auch nach zwei Wochen noch ;) und ich ebenso. Ich durfte sie unterrichten, ihre Aufgaben korrigieren und einzelne Lernschwächere unterstützen. Es war wirklich lehrreich, besonders da ich im Kindergarten war, wo bei uns ja die Kids noch spielen und machen dürfen was sie wollen, während in Kenia alle schon lernen düfen/müssen und somit schon schreiben, tlw. lesen und rechnen können. Das war erstaunlich und gibt den Kindern vor allem eine Zukunft!
Mit Bina in Likoni zu leben war ebenfalls spannend. Anfangs waren wir total überrumpelt, von all dem Dreck, dem Lärm, der ganzen "Aufmerksamkeit" rund um die Uhr, die Hitze und hatten dauernd das Gefühl als wäre man in Gefahr. Einfach ein absoluter Kulturschock. Nach zwei Tagen war das aber so gut wie überwunden und wir konnten endlich alles voll und ganz erleben. Die Freundlichkeit der Menschen, ihre Zufriedenheit trotz ihrer Lebensumstände und einfach die Mentalität mit ihrem Hakuna Matata.
Bina und Anna waren echt toll, sie haben sich super um uns gekümmert und uns versorgt. Ich habe sie echt ins Herz geschlossen.
...
Nach 4 Wochen sind wir dann ja nach Diani Beach ins Hotel wo wir 2 Wochen Urlaub gebucht haben und der war ebenso wunderbar, weil er einem nicht nur das "Slum" zeigt sondern auch die Schönheit Kenias, mit dem Strand und der Safari in der Masai Mara. Man sieht dann finde ich mehr von Afrika und sieht auch das "Urlaubsland" und den Tourismus den es ja ebenso braucht.
 
Alles in Allem war es ein Abenteuer dass ich nicht missen möchte und das mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat.
Ich bin jetzt den zweiten Tag zurück und ich werde wohl noch eine Weile brauchen um alles zu verarbeiten. Aber es war ein Wahnsinnserlebnis und kann ich nur jedem empfehlen.
Irgendwie müsste ich noch so viel mehr schreiben aber im Moment bin ich noch dabei mich wieder in den Alltag einzufinden, so leicht lässt mich Afrika nicht los.
 
lg Bernadette

Annelies, Dezember 2016 - Februar 2017 (BF1)

Mein Praktikum in Afrika

Kaya - Burkina Faso

 

Angekommen in Ouagadougou wurde ich von Rasmane abgeholt. Er ist der Bruder von Fatime, welche mir die Familie und den Praktikumsplatz vermittelt hat. Wir verstanden uns kaum, obwohl wir beide gut Französisch sprechen. Es macht nichts, bin sowieso vor allem am Staunen. Es ist spät am Abend. Ich kann die Umgebung nur erahnen. Doch der rote Sand, die blauen Wände der Shops und Häuser, die vollkommene Dunkelheit, die vielen Sterne, der riesige Mond; einfach unfassbar.

Wir kommen bei seinem Zuhause an. Dort empfängt uns Asseta, das Hausmädchen. Sie ist völlig verschlafen. Wir gehen sofort alle schlafen. Am nächsten Morgen ist Rasmane schon weg. Asseta und ich machen Frühstück für die beiden Töchter von Rasmane und Nafissatou.

Sie zeigt mir, wie man Wäsche wischt, wie sie Feuer machen zum Kochen, wir gehen auf dem Markt einkaufen, verbrennen am Nachmittag den Müll... Ich komme an. Spiele mit den Mädchen. Ich verbringe die erste Woche mit der kleinen Familie in Ouaga. Wir feiner ein tolles Silvesterfest. Mit den Frauen von Quartier bereite ich mehrere Stunden ein leckeres Menü zu. Wir tanzen bis ich fast im Stehen einschlafe.

 

Dann reisen wir als ganze Familie im Auto nach Kaya. Dort leben die Grosseltern mit allen Kindern. In Kaya hat es gute Schulen für die Kinder.

Ich habe mein eigenes Zimmer, im ganzen Court sind wir jedoch meist zwischen 17 bis 20 Personen. Von Tag zu Tag lerne ich die Familie besser kennen. Ich schliesse sie sofort in mein Herz. Wir lachen viel. Unser Französisch gleicht sich an, wir verstehen uns von Tag zu Tag besser. Sie lernen mir Ausdrücke in Morée, der Sprache welche man in dieser Region von Burkina spricht.

Mit einem Sohn von der Familie lerne ich den Chef vom Zentrum Nord von Burkina Faso kennen.

Gemeinsam gehen wir am ersten Tag zur Schule. Mir wird alles gezeigt.

Ich habe ein Motivationsgespräch zum Anfang mit dem Schuldirektor.

Am nächsten Tag fange ich an. Ich mache am ersten Tag nur was man mir sagt. Ich staune viel, stelle viele Fragen. Versuche zu verstehen, welche Regeln gelten, welche Abläufe sie im Unterricht haben. Ich leihe mir den Lehrplan aus, kaufe mir schon in den ersten Tagen eigene Schulbücher, damit ich mich auf den Unterricht vorbereiten kann. Ab dem dritten Tag übernehme ich die Hälfte der Tage zum Vorbereiten und durchführen. Ich bereite am Abend vor, lasse mir von den Lehrern in der Pause helfen, Sätze zu übersetzten und Fehler in Texten zu finden.

Der Schuldirektor erklärt sich dazu bereit, mir jeden Nachmittag in der letzten Stunde Unterricht zu geben in der Zeichensprache für die taubstummen Kinder. So kann ich jeden Abend auch in Zeichensprache die wichtigsten Dinge auswendig lernen, welche ich im Unterricht für den nächsten Tag brauche. Ich darf meine ganze Kreativität ausleben, um mit den wenigen Mitteln, die in der Schule zur Verfügung stehen, einen Unterricht zu gestalten, hinter dem ich stehen kann, der aber dennoch den Gewohnheiten und Anforderungen der Lehrer und Lehrerinnen entspricht.

Ich erlebe es als grosse Herausforderung aber unendlich dankbare Erfahrung. Denn die Kinder sind extrem wissbegierig. Sie wollen lernen und saugen alles auf, was man mit ihnen macht. Jeden Tag vertrauen wir uns gegenseitig mehr.

 

Auch mit dem Lehrerteam macht es grossen Spass. Es war überhaupt nicht so, dass wir uns immer einig waren. Zum Beispiel hatte ich grosse Mühe damit umzugehen, dass sie die Kinder regelmässig schlagen und eigentlich für alles, mit Gewalt bestrafen, anschreien und beleidigen. Nachdem ich in der ersten Woche manchmal vor Entsetzten auf dem Heimweg angefangen habe zu weinen, fing ich an, das Thema anzusprechen. Dieses offene miteinander reden hat so viel ermöglicht. Ich konnte ihr Verhalten bis zum Schluss nicht gut heissen, aber ich habe erkannt, dass man erst zusammen Methoden entdecken muss, wie man im Unterricht ohne Gewalt auskommt. Und vor allem waren die Lehrer und Lehrerinnen sehr neugierig. Wir fingen an, mit viel Humor unsere Unterschiede zu entdecken. Wir zogen einander gegenseitig auf, machte Spässe aber diskutierten auch ganz ernsthaft.

Über die ungerechte Verteilung von Geld, über Vorurteile von Schwarz und Weiß, über den Kolonialismus, über die Rechte der Frauen, über Hunger, über Luxus, über Geld, über Einkommen, über die Bedeutung von Glück, über den Wert der Familie und wie man Freundschaften pflegt. Aber auch über Sexualität, Verhütung, Partnerschaften, Polygamie, Liebe, Bildung, Hoffnung, Politik... und so vieles mehr.

Wir teilten unser Essen zusammen, sie zeigten mir den Markt, luden mich zu sich und ihren Familien ein, wir machten gemeinsame Fahrradtouren und machten uns gegenseitig Geschenke. Auch ich stellte meiner Lehrerinnenfreundin meine Familie in Kaya vor.

 

Oft besuchten mich meine Kinder aus der Klasse auch zu Hause. Sie wollten sehen wie ich lebe, ob ich das selbe esse wie sie, wo ich schlafe usw.

 

Ich arbeitete jeden Tag von 07.30 bis 12.00 danach von 13.30 bis 16.00 Uhr.

Danach kehrte ich in die Familie zurück. Da machte ich jeden Tag den Geschirrabwasch.

Half die kleinen Kinder zu baden, Wasser holen, Essen zubereiten, den Boden wischen, Holz holen, Feuer machen oder einfach das Baby auf den Armen zu halten.

Ich erzählte der Madame (Grossmutter) was ich den Tag hindurch erlebt hatte. Vor dem Abendessen bereitete ich dann noch die Unterrichtsstunden für den nächsten Tag vor.

Ich liebte das Zusammensein mit der Familie. Während dem Arbeiten haben sie oft gesungen und getanzt.

Nach dem Abendessen schauten wir immer gemeinsam die Telenovela von Burkina Faso im Fernsehen. Niemand wollte sie jeweils verpassen. Danach trafen sich alle Kinder und Jugendlichen zum Aufgaben machen unter der Lampe im Hof. Über uns funkelten die Sterne. Ich setzte mich jede Abend zu den Kindern und las meine Bücher für die Bachelorthesis und schrieb Zusammenfassungen für mein Studium in der Schweiz.

Um 21.30 Uhr gingen wir dann jeweils ins Bett.

05.00 war meine gewohnte Zeit zum Aufstehen. Die Mädchen waren um diese Zeit meist schon am Arbeiten. Sie wischten den Hof, und wuschen Wäsche. Ich durfte immer mithelfen. Kurz vor sieben ass ich Brot zum Frühstück und trank heissen Tee. Danach ab in die Schule.

 

Die Wochenenden hatte ich keine Schule. Gleich in den ersten Tagen hatte ich mir ein neues Fahrrad gekauft. Ich ging damit zur Schule und am Wochenende unternahm ich lange Velotouren. Ich entdeckte kleine Dörfer, lernte viele Leute kennen, wurde zum Tee trinken eingeladen, sie zeigten mir ihre Pumpen zum Wasser holen, zeigten mir, wie man das Getreide sortiert und lagert. Ich brachte das Mais mit ihnen zur Mühle, konnte es selbst mahlen. Wir trockneten es an der Sonne auf Plastik. Ich durfte helfen Erdnüsse zu schälen, zu zerstossen, und damit Sauce über dem Feuer zu kochen.

Ich sprach mit Familien, die Tag für Tag im Sand Gold suchen. Sie erzählten mir, wie sie unter Hunger leiden, dass ihre Kinder nicht in die Schule gehen, dass eingie Geschwister schon gestorben sind, dass sie oft kein Geld haben für Medikamente. Sie zeigten mir, wie hart das Leben sein kann in Burkina Faso.

 

Ich arbeitete einen Tag bei einem Gemüsebauer mit. Wasser tragen in Kesseln. Sie zeigten mir, wie sie Setzlinge ziehen, wie sie den Salat absamen lassen, wie sie Tomaten trockenen, wo sie das Gemüse auf dem Markt verkaufen, wie man die Chilis bearbeitet. Sie lernten mir, wie mach die Gartenbeete anlegen muss, damit möglichst wenig Wasser verloren geht.

 

Die Velotouren waren immer durch den Sand und über Steine. Weil um Kaya herum hat es nicht viele Strassen. Oft ging am Fahrrad was kaputt. Ein Fahrradmechaniker lernte mir, wie ich unterwegs mit meinem Sackmesser die Probleme beheben kann und wie ich einen kaputten Schlauch flicke.

Ich war sehr froh um dieses Wissen!

 

Oft fuhr ich auch am Abend zum Sonnenuntergang an den Stadtrand von Kaya. Um die riesige, rote, runde Sonne am Horizont verschwinden zu sehen. Manchmal liess mir die Schönheit dieses Landes die Tränen in die Augen treiben.

Die Leute begegneten mir immer wieder mit so viel Offenheit und Liebenswürdigkeit.

Sie wollten mir ihr Land, ihre Kultur zeigen. Sie waren sehr ehrlich was die schwierigen und traurigen Seiten des Landes anging. Aber sie waren auch stolz. Sie zeigten mir ihre traditionellen Tänze, erzählten mir von den verschiedenen Stämmen, den Touareg. Gaben mit alles Essen zum probieren, lernten mir mit den Händen zu essen, das traditionelle Essen selbst über dem Feuer zuzubereiten. Sie sagten mir, wenn ich in Fettnäpfchen trat. Halfen mir es besser zu machen.

Sie interessierten sich für meine Ansichten. Auch wenn sie oft nicht gut fanden was ich sagte, oder nicht verstehen konnte von was ich rede. Da sie Europa nicht kennen. Ich zeichntete dann Bilder, leiss mich von meiner Familie in der Schweiz Fotos schicken, damit ich ihnen den Schnee, die Berge, eine Badezimmer, eine Waschmaschine, meinen Computer usw. zeigen konnte. Ich zeigte ihnen meine ganze Familie, mein Freundeskreis, spielte Musik ab. Kochte typische Schweizergerichte über dem Feuer oder Gaskocher. Sie probierten alles aus.

 

Als der Bus mich von Kaya wegbrachte weinte ich. Ich war da wie zu Hause gewesen.

Sie waren für mich wie eine neue Familie. Ich habe nicht nur ein Praktikum gemacht, sondern Freunde gefunden.

 

Ich habe viel gelernt. Gelernt fürs Leben. Meine Persönlichkeit hat sich während der Zeit in Afrika verändert. Ich habe vieles neu verstanden. Jetzt, zurück in meinem Alltag, lebe ich bewusster. Ich bin unendlich glücklich und dankbar.  Und habe jeden Tag Kontakt mit dem Menschen in Ouaga und Kaya. 

Werner, Januar - Februar 2017 (K44)

Das Medical Centre im  „Herzen“ Nakurus  entspricht einer Praxis für Allgemeinmedizin. Dr.Gideon gehört diese Praxis.
In den Praxisräumen sind ein Labor, ein Zahnarzt und zeitweise ein Augenarzt untergebracht.
Die Apotheke befindet sich nebenan.
Die apparative Ausstattung der Praxis ist eher bescheiden und kann nicht mit der einer deutschen Praxis für Allgemeinmedizin verglichen werden.Geräte wie  z.B. EKG, Sonographie,Spirometer etc. sind nicht vorhanden, so daß die diagnostischen Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Möglicherweise wird sich dies in nächster Zeit ändern, zumindest wird der Erwerb eines Ultraschallgerätes erwogen. 
 
Auffällig und sehr beeindruckend ist der empathische , warmherzige Umgang mit den Patienten.
Dr.Gideon und seine Angestellten verstehen es trotz der beschränkten Möglichkeiten ausgezeichnet, eine angenehme, ruhige Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
 
Im Vordergrund stehen bei allen diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen die ökonomischen Sorgen und Probleme.Sie überlagern alle medizinischenProzesse.Zahlreiche Untersuchungen, die klar indiziert und notwendig sind, können nicht durchgeführt werden, da die Patienten diese nicht bezahlen können.
Verstärkt wurde die prekäre ökonomische Situation der Praxis noch durch den anhaltenden Streik der Ärzte in den städtischen Krankenhäusern.Die Aufnahme und Behandlung von Patienten wurde verweigert.
Dr.Gideon ist ständig bemüht, neue finanzielle Quellen zu finden. Staatliche Unterstützungen sind selten, unsicher und erfolgen unregelmäßig.
Die Praxis unterhält auch eine kleine „Klinik“ in Ndondori.In diesem Hospital können bis auf einige Laboruntersuchungen keine diagnostischen Maßnahmen  getroffen werden.
 
Was konnte ich tun ?
Zunächst habe ich gelernt, daß Krankheiten wie Malaria (Malaria tropica), Ämobiasis, Brucellose und typhoides Fieber eine zentrale Rolle in der täglichen Praxis spielen.Nahezu jeder 2 oder 3. Patient litt unter diesen Erkrankungen.Vor allem die Malaria ist das beherrschende Thema und die Malariaprophylaxe sollte nicht bagatellisiert werden.
Man hat mich in die medizinischen Entscheidungen eingebunden und oft auf meine Ratschläge und Empfehlungen großen Wert gelegt. Ich mußte jedoch rasch erkennen, daß viele Vorschläge nicht umgesetzt werden konnten, da der finanzielle Rahmen dies nicht zuließ.Als sehr positive Erfahrung nehme ich mit, daß trotz der beschränkten Möglichkeiten, menschliche Zuwendung  und Hilfe möglich sind. Ich habe Gideon versprochen, ihm zukünftig zu helfen, soweit es meine Möglichkeiten zulassen.
Ich werde versuchen, ihm beim Erwerb eines Ultraschallgerätes finanziell zu unterstützen.Natürlich würde ich dann  wieder gern nach Nakuru fahren, um ihn bei den sonographischen Gehversuchen beiseite zu stehen.
Leider  ist die eigentliche ärztliche Tätigkeit wegen der „Sprachbarriere“ eingeschränkt.
 
Es sei erwähnt, daß Dr.Gideon ein engagierter Christ ist, der auch als Prediger tätig ist.Daher ist er nicht immer in der Praxis  erreichbar. Zwei nette Kolleginnen, Dr.Mary und  Dr.Deborah, betreuen dann die Patienten.Auch die Zusammenarbeit mit diesen Kolleginnen war ausgezeichnet 
Falls Ihr Rückfragen habt, stehe ich gern zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Werner

Amra, Januar - Februar 2017 (K30)

Ich weiss gar nicht wo anfangen. Ich beginne mal von vorne..
Melisa und ich haben uns sehr gut in der Familie eingelebt. Sie sind wirklich sehr nett, obwohl sie auch sehr konservativ sind, haben wir uns super mit ihnen verstanden. Auch in der Organisation sind wir recht gut klar gekommen. Ich habe viele Schulmaterialien mitgenommen, um auch mit den Kinder zu malen oder die Zahlen zu üben. Leider sind uns nach einer Woche dieses Materialien schon ausgegangen und es war sehr schwierig, sich in den Unterricht einzubringen. Die Kinder hatten sehr oft mühe überhaupt zu zeichnen, da sie sonst nie einen Stift in die Hand nehmen. Wir haben auch gemerkt, dass der Unterricht in Kenia total anders durchgeführt wird, als wie in der Schweiz. Es ist wirklich ein drastischer Unterschied zu unserem Verständnis von Kindern und Bildung. Die Kinder sind von 3 bis 7 Jahre alt und oft können die Kleinen schon bis 20 zählen. Dies ist ja bei uns nicht so..
Manchmal hatte die Organisation kein Geld um den Kindern das Mittagessen zu bezahlen, dann haben wir geholfen. Wir sind aber sehr dankbar dafür, dass wir mit der Stelle zusammenarbeiten durften. Maurice und seine Freunde haben uns die schöne Natur Kenias gezeigt. Sie sind so super und auch sehr hilfsbereit und wirklich tolle Persönlichkeiten. Uns ging es dort super, auch weil wir so viel erleben durften.
Wir waren in Mombasa, an einer Hochzeit und in vielen Tierpärken und auch oft in Clubs und Bars. Es war eine tolle Zeit und ich würde die Stelle wirklich jedem empfehlen.

Hanna, Oktober-November 2016 (K27)

2 Monate in Afrika

Am 1. Oktober begann ich meine Reise nach Kenia (Malindi), um dort mein Praktikum in einem Kinderheim zu absolvieren. Obwohl ich mich von Anfang an auf die Zeit freute, war ich (vor allem die letzte Woche vor Abreise) extrem aufgeregt und gespannt was mich erwarten würde. Am Flughafen Mombasa angekommen, wurde ich in Empfang genommen und mit dem Auto zu meiner Stelle gefahren, wo ich die nächsten 2 Monate auch wohnen sollte. Durch die herzliche Begrüßung der Kinder und der Tanten die dort arbeiten, fiel mir das Ankommen extrem leicht und die wenigen Bedenken die ich hatte, waren mit einem Mal verschwunden. Zu meinen Tätigkeiten zählte es vorwiegend, mich um eine 8 - köpfige Gruppe (2-4 jähriger) Kinder zu kümmern. Das hieß ihnen beim Waschen/Anziehen zu helfen, sie beim Essen beaufsichtigen, ihnen erste englische Wörter zu lernen und natürlich Spiel, Spaß und Action :) Zusätzlich half ich dann noch bei anfallenden Aufgaben im Haushalt: Geschirr spülen, Gemüse schneiden, Haare flechten, oder gab den älteren Kindern Nachhilfe. Meine Freizeit verbrachte ich meist an den umliegenden Stränden oder in den Städten Malindi und Watamu mit den unzähligen Märkten und kleinen Cafés. Auch mein persönliches Highlight, eine Safari in den Tsavo Nationalpark und Amboseli Nationalpark, prägen meine durchwegs positiven Erinnerungen an meine Zeit in Afrika. Ich hoffe, dass ich bald wieder die Gelegenheit habe eine solche Reise zu erleben und all die Leute wieder zu sehen, die ich im Laufe der letzten Monate kennen lernen durfte. Danke an Mylabadi, dass ihr mir diese Zeit ermöglicht habt! Liebes Mylabadi - Team!

Melissa, August-Dezember 2016 (K24)

Hallo liebes Maylabadi Team,
ich bin gesund und glücklich wieder in Deutschland gelandet. Leider gab es einige Probleme mit meinem Rückflug wegen des Pilotenstreiks aber das betraf ja viele an dem Tag. Ich bin sehr traurig dass meine Zeit in Kenia schon vorbei ist. Es war wirklich die beste Zeit meines Lebens und ich bin dankbar über alle Erfahrungen die ich machen durfte. Mit meiner Stelle war ich total zufrieden und auch mit den anderen Praktikantinnen sind tiefe Freundschaften entstanden. ... Wir sind alle richtig gute Freundinnen geworden und der Abschied von ihnen viel mehr als schwer. Vielen Dank dass ihr mir das Praktikum ermöglicht habt. ...
Liebe Grüße
Melissa

Nikolas, September-Oktober 2016 (K45)

Nach der Ankunft am Flughafen Mombasa (der Flug ging über Addis Abeba) wurde ich direkt von der betreuenden Fachkraft abgeholt. Am Flughafen befindet sich unmittelbar ein Bankautomat, so dass für das erste ‚Brot-Geld‘ gesorgt ist. Wir fuhren dann mit einem Taxi zu der Unterkunft in Likoni (siehe Bilder). Likoni machte auf mich im Vergleich zu den davor durchfahrenen Bezirken den glücklichsten Eindruck. Nach dem Beziehen meines Zimmers ging es auch schon mit Lehrern und Schülern nach Nairobi um an einem national anerkannten Gesangswettbewerb teilzunehmen. Nach unserer Rückkehr fanden sich weitere Praktikanten(innen) ein mit denen die Unterkunft geteilt wurde.

Ich fing an bei der Organisation zu arbeiten. Dabei handelt es sich um eine Wohltätigkeitsorganisation mit Fokus auf das Lösen sozialer und umweltbedingter Probleme.

Neben dem Säubern von Stränden hatte auch das Beseitigen von Müll eine große Bedeutung, weiterhin wurde mir die Gelegenheit gegeben einen Blick in das Pflanzen und Verwalten von Mangrovenbäumen zu gewinnen.

Kosten fielen insgesamt mit Flug und Wohnen einschließlich Lebenserhaltung etc. in Höhe von ca. 2000€ für 7 Wochen an.

Ich kann jedem Interessierten ein Praktikum in Afrika nur empfehlen, da die Erfahrung und das Erleben des zwischenmenschlichen Umgangs innerhalb einer eng verbunden Gemeinschaft aus Einheimischen die eigene Perspektive auf viele Dinge der Westlichen Welt stark verändern kann.

Bei weiteren Fragen bezüglich des Praktikums bei der Stelle K45 stehe ich gerne zur Verfügung.

Viel Glück beim Planen und Erleben eures Praktikums.

 

Nikolas Tölle 

 

Charline, August - Oktober 2016 (K2)


Ich weiß gar nicht wo ich beginnen soll.. Kenia ist ein wundervolles Land mit super freundlichen Menschen! Egal wo man ist, man wird immer familiär empfangen und behandelt. 
Mein erster Monat war eine riesen Umstellung für mich.  Ich hab mich kaum getraut englisch zu reden oder das Dorf zu verlassen. Der Heimleiter und die Heimmutti waren von anfang an sehr nrtt zu mir. Ich konnte mit beiden auch immer über meine Probleme reden. Auch die Kinder waren sehr offen und es hat mir viel Freude bereitet sie zu unterrichten,  mit ihnen zu spielen oder spazieren zu gehen. Nach einem Monat kam dann noch eine Praktikantin in meine Stelle und zusammen haben wir uns dann immer mit anderen Mädels getroffen die in anderen Stellen waren. Alle zusammen hatten wir eine unvergessliche Zeit und haben viel vom Land gesehen. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und würde es jedem empfehlen!!! 

 

Sarah, April-September 2016 (K29)

Mein 6-monatiges Abenteuer in Nairobi, genauer Kahawa West, war wohl das Beste, aufregendste und interessanteste meines Lebens. Zusammen mit einer anderen deutschen Praktikantin lebte ich in einer Gastfamilie in Kamuthi. Kamuthi ist ein Teil von Kahawa West. Von dort aus lassen sich alle Stellen, Supermärkte, Beautystudios (Pediküre für 500Schilling ;)), Busse/Matatus in die Stadt, Bars/Clubs usw. fußläufig erreichen. Wir hatten beide ein eigenes Zimmer mit Toilette und „Dusche“. Wasser ist leider immer noch ein großes Problem in Kenia. Das Wasser wurde öfter mal nicht bezahlt und dann abgestellt. Meistens war dann zum Glück im Gartentank noch etwas Wasser. Fließendes Wasser gab es zu Beginn, dann ist allerdings eine Wasserleitung gebrochen, weshalb wir dann immer Wasser aus dem Tank geholt haben, woran man sich aber auch gewöhnt. Die Gastfamilie hat uns super aufgenommen, uns wie die eigenen Kinder behandelt, überall mit hingenommen und mit den Gastschwestern hatten wir den einen oder anderen spaßigen Abend in einem Club. Jeden Montagmorgen war ich in dem Jugendgefängnis Nairobis. Dort habe ich einen Sozialarbeiter begleitet. Er unterrichtete „Education for life“. Es geht darum Zukunftsperspektiven mit den Jugendlichen zu schaffen, also nach einer Ausbildungsstelle oder einem Schulplatz zu suchen. Außerdem werden Einzelgespräche mit den Eltern geführt, sowie mit den Jugendlichen. Außerdem gibt es Aufklärung zu Themen wie Drogen, falscher Freundeskreis usw. Auch wenn ich meistens nur dabei war, war es wirklich super interessant. Montagmittags besuchte ich David im Slum „Soweto“, einem kleinen, sehr friedlichen Slum direkt neben Kamuthi. David ist ein sehr intelligenter, körperbehinderter Mann, der gerade sein zweites Buch fertig geschrieben hat. Da er kaum raus kommt und alleine in einem Zimmer lebt, freut er sich unheimlich über jede Abwechslung. Ich half ihm beim Tippen, bei Computerproblemen, Emails checken und war auch einfach da um ein bisschen zu plaudern. Dienstags war ich dann in einem Kinderheim. Dort habe ich schnell enge Bindungen aufgebaut. Der Leiter des Kinderheims Pst. Samuel ist ein sehr engagierter Mann, der sich sehr um seine Volunteers kümmert und sie gerne mal auf einen Ausflug mitnimmt. Mittwochs besuchte ich ein riesiges Kinderheim mit 170 Kindern. Da schlichtweg Personal fehlt, hatte ich mit den Kleinsten immer alle Hände voll zu tun. Auch hier gibt es eine super Leitung, die ständig für mich gekocht haben, mich eingeladen haben usw. Donnerstags half ich im Behindertenheim  aus, dort habe ich gerne Spaziergänge mit den Bewohnern gemacht, Massagen gegeben oder dort geholfen wo es ging. Freitags war ich dann noch in einem anderen Kinderheim  wo ich meistens in der Küche geholfen habe. Insgesamt war es super ein so abwechslungsreiches Programm zu haben. Jedes Kinderheim war ganz anders und überall wurde man woanders gebraucht. Deshalb fiel der Abschied nach sechs Monaten auch ganz schön schwer und es ist gar nicht so leicht gleich wieder in Deutschland Fuß zu fassen. Ich hätte mir tatsächlich keine bessere Stelle vorstellen können- definitiv eine Empfehlung für alle, die mit vielen Geschichten und neuen Freunden wieder nach Hause kommen wollen. :)

Johanna & Katharina, August 2016 (K24)

Im August waren meine Schwester und ich zusammen in einem Kinderheim in der Nähe von Mombasa in Diani Beach. Die Umgebung war perfekt, wir waren eine kurze Tuktuk-Fahrt vom Meer entfernt und konnten den unglaublichen Strand genießen. Aber Vorsicht mit den Affen, die hätten uns fast unsere Kekse geklaut…  An die Beach Boys gewöhnt man sich auch relativ schnell und merkt bald, wie man am besten damit umgeht. Unsere Unterkunft war einfach aber für afrikanische Verhältnisse sehr gut und unsere Gastmutter war sehr fürsorglich. Die Praktikumsstelle war sehr interessant. Dreimal am Tag wird gebetet, es ist aber nicht verpflichtend mit zu beten, denn das Beten dauert manchmal auch bis zu zwei Stunden. Allgemein sind in diesem Bereich sehr viele christliche Gläubige, wie auch unsere Gastmutter und ein Gottesdienst mitzuerleben ist auf jeden Fall auch eine Erfahrung. Die Kinder sind an Freiwillige schon sehr gewöhnt und sind sehr lieb und offen und haben Spaß an allen möglichen Spielen, die man vorschlägt. Unsere Aufgaben waren, neben dem Spielen mit den Kindern, die Wäsche zusammenlegen, was sich bei 60 Kindern schon anhäuft und das Geschirr spülen. Wir waren zur Ferienzeit da, ansonsten hätten wir noch bei Hausaufgaben helfen können. Einen Strandausflug haben wir auch gemacht, worüber sich die Kinder sehr gefreut haben. Es gibt immer Projekte, die das Kinderheim gerade am Laufen hat, das waren bei uns das Bauen eines weiteren Freiwilligenhauses sowie ein Hühnergehege. Mithelfen kann aber nur wer auch gleichzeitig die Materialkosten bezahlen kann, ansonsten hat das Kinderheim dafür kein Geld übrig. Insgesamt sind uns die Kinder und Mitarbeiter sehr ans Herz gewachsen und wir wären gerne noch länger dort geblieben, umso schwieriger war dann der Abschied.

Die Afrikaner sind meistens sehr freundlich, grüßen dich und plaudern sehr gerne eine bisschen mit dir. Auch sind sie nie in Eile. „Pole pole“ ist das Motto, was so viel wie „langsam, langsam“ bedeutet, also immer mit der Ruhe. Deshalb nehmen sie Zeiten auch nicht so genau. 

Zwischendurch oder an Wochenenden bleibt immer Zeit etwas auf Entdeckungstour zu gehen und eine Runde schnorcheln zu gehen oder Buschbabys zu füttern.

Im Anschluss unserer Praktikumszeit waren wir noch auf Safari und haben unglaubliche Erinnerungen gesammelt und tolle Einblicke in das afrikanische Leben bekommen. Zu den Big Five fehlt uns nur noch das Nashorn. Also wir werden mit Sicherheit noch einmal zurückkehren um zu sehen, was aus den Kindern geworden ist und natürlich um das letzte Big Five noch zu entdecken!

Elisabeth, Juli - August 2016 (K21)

 

Ich habe wirklich mit Vielem gerechnet, aber all meine Vorstellungen und Erwartungen wurden übertroffen.

 

An einem Mittwochmorgen bin ich im Kinderheim angekommen. Irgendwie hab ich mich total verloren gefühlt, alle Tanten waren bei der Hausarbeit, der Manager hat noch dies und das organisiert und ich stand mitten auf dem Platz und wusste nicht so genau was ich hier eigentlich mache. Schon kurze Zeit später hab ich mit den Tanten über meinen ersten – unsicheren – Auftritt lachen können xD

 

Dank der offenen Art der Kinder hab ich mich innerhalb weniger Tage wie zu Hause gefühlt. Am Vormittag hab ich den Tanten bei der Hausarbeit geholfen (putzen, kochen). Am Nachmittag wurde dann gespielt und es gab immer volles Programm. An den Wochenenden und in den Ferien haben wir gemeinsam Ausflüge zum Strand oder in die Stadt gemacht.

 

Einmal sind wir zum Haller Park (Tierpark) nach Mombasa gefahren – ein echtes Abenteuer in einem Matatu und den kenianischen Straßenverhältnissen ;) Einen weiteren Ausflug haben wir nach Mida Creek (Mangrovenwald, kleine Inseln, Bootstour) gemacht – was ich wirklich seeeehr weiterempfehlen kann.

 

 

Die Freizeit kann man sich selber einteilen – wobei ich nicht wirklich viel hatte, da ich die meiste Zeit mit den Kindern verbracht habe. Der Abschied ist mir sehr schwer gefallen und obwohl ich schon einige Wochen zu Hause bin muss ich wirklich jeden Tag an meine watotos denken. Es war eine unglaubliche Zeit und ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte Mal war, dass ich sie besucht habe 

Annika, Juli - September 2016 (K12)

Für einen knappen Monat konnte ich in Mtwapa, in der Nähe von Mombasa in Kenia meinen Praktikumsaufenthalt genießen.

Zu Beginn habe ich mir etwas Sorgen gemacht, da ich noch nie so weit alleine gereist bin. Erst recht nicht bis nach Afrika. Als ich jedoch den Flug überstanden hatte und in Mombasa am Flughafen abgeholt worden bin, stellte sich heraus, dass alles rückblickend viel einfacher war, als erwartet. 

Die Gastfamilie hat mich sofort willkommen geheißen. Sie haben für mich gekocht und ich hatte ein eigenes Zimmer. Ich habe mich schnell wohl gefühlt in der Wohnung, in der es immer fließend Wasser und fast immer Strom gab. Es war absolut nicht schwer mit ihnen Freundschaft zu schließen. Und so ist es auch außerhalb der Gastfamilie: Die Einheimischen sind freundlich, heißen einen vielfach willkommen und man findet schnell Anschluss. Wenn ich zum Beispiel aus dem Haus gegangen bin, kamen beinahe immer ca. 5 Kinder, die mich alle mit einem aufgeweckten "Jambo!" begrüßten.

 

Die meiste Zeit habe ich in Mtwapa verbracht. Hier gibt es viele bildschöne Strände mit fast weißem Sand. Die Strände sind in der Regel sauber, auf den Feldern und Wiesen liegt jedoch recht viel Müll herum.

Es hat dort viele exotische Tiere und Pflanzen (allerdings keine gefährlichen, die frei herumlaufen), aber auch Hühner, Ziegen und Kühe.

Ich war oft beim Baden im Meer, in Tierparks oder auch beim Einkaufen auf den Märkten.

Abends konnte ich in Clubs zum Tanzen gehen und einmal haben mich Freunde zu einem Live-Konzert mitgenommen.

 

Ich entschied mich auch zur Hauptstadt Nairobi zu gehen. Dort gibt es unter anderem den bunten Massaimarkt, das Nationalmuseum, ein Schlangenhaus und den Safariwalk. Eine tolle Stadtansicht von oben konnte man vom KICC, einem hohen Gebäude, aus bewundern.

Nairobi ist sehenswert und kann ich empfehlen. 

 

Meine Soziale Arbeit sollte ich in einer Schule leisten. Leider waren zu Beginn noch Ferien und ich hatte nicht viele Tage, in denen ich unterrichten konnte. Das Unterrichten selbst ist eine spannende Erfahrung. Die Kinder und Jugendlichen sind freundlich und machen gut mit, wenn man sie entsprechend fördert. Allerdings ist die Arbeitsmoral in der Schule anders als in Deutschland: Ich musste oft lange warten zwischen den Stunden und manchmal hatte ich einen Termin mit jemandem, der dann einfach nicht erschienen ist. Ansonsten heißen einen die Lehrer dort aber sehr willkommen und freuen sich über Freiwillige.

 

Es ist gut möglich auch alleine nach Afrika zu reisen und die vielen kleinen Hürden, die man vor der Reise erwartet, stellen sich als kleine, leichte Schritte heraus im Vergleich zum unglaublich schönen Afrikaerlebnis.

 

Abschließend kann ich diese Stelle und Mylabadi allgemein sehr gut weiterempfehlen, denn ich hatte dort ein paar der schönsten Wochen meines Lebens.

Michaela, Juli - September 2016 (I1)

10 Wochen in Indien – um zahlreiche Erfahrungen reicher

Über meine Zeit bei der Stelle I1

 

Von Mitte Juli bis Ende September 2016 habe ich ein Praktikum in bei Stelle I1 in Mysore, Südindien absolviert. Mysore liegt in Karnataka und ist zum Leben wirklich angenehm. Die Stadt ist – für indische Verhältnisse ;) - relativ sauber und wohlhabend und mit ihrem Palast auch touristisch nicht uninteressant. Auch die Infrastruktur ist für Reisefreudige nicht schlecht: Es gibt eine Bahnlinie nach Osten in Richtung Bangalore (die Hauptstadt von Karnataka), eine nach Norden in Richtung Hassan (von hier aus kann man dann entweder an die Küste weiter oder weiter in den Norden nach Hampi) und eine nach Südosten in Richtung Chennai, Tamil Nadu. Dazu kommen zahlreiche Busverbindungen in nahezu alle Richtungen :) Der nächste internationale Flughafen von Mysore aus ist Bangalore. Er ist mit einem Flybus in 4 Stunden zu erreichen, was für Menschen, die Indien per Flugzeug erkunden wollen, natürlich nicht so angenehm ist, aber so ab und an kann man diese Fahrt schon einmal auf sich nehmen! Überhaupt muss man in Indien immer viel Zeit einplanen, wenn man irgendwohin möchte. Hier ist man nicht mal schnell an der Küste oder im nächsten Bundesstaat – die Wege sind weit und der Verkehr eher langsam (aber dafür auch günstig!).

 

Nun aber zu meinem Praktikum und dem Leben im Kloster. So ganz viel Zeit habe ich ehrlich gesagt gar nicht hier verbracht. Als ich in Mysore im Juli ankam, hat mich die Mutter Oberin zu ihrer Familie im Norden des Bundesstaates eingeladen. Wir haben dort 2 Wochen verbracht, ich konnte Einblick in das indische Familienleben gewinnen und die Kids haben mir viel über die Schule berichtet. Zurück im Kloster habe ich mein eigentliches Praktikum begonnen. Es gibt hier auf dem Gelände drei Vorschul-Gruppen: Die Babies, die Midis und die Großen. Insgesamt sind es rund 120 Kinder aus ärmeren Verhältnissen und mit verschiedenen Religionen (vor allem Muslime und Hindus). Zu Beginn habe ich bei den Mittleren mitgeholfen. Ich habe sie bei ihren Schreibübungen in Englisch unterstützt und mit ihnen englische Reime geübt. Generell gibt es in Indien keinen Kindergarten, wie wir ihn in Deutschland kennen (mit Spielen, Ausflügen und so). Bei einer so großen Bevölkerung kann man sich nur mit Bildung durchsetzen und daher lernen bereits die 3-Jährigen Englisch, Schreiben und Lesen. Um 9 Uhr beginnt der „Unterricht“: Dann heißt es 2 Stunden lang Schreiben üben, dann gibt es eine Lunchpause und danach geht es weiter mit dem Alphabet in Englisch und Kannada, englischen Songs und dem 1x1. Wer mir den Bildern eines deutschen Kindergartens im Kopf hierher kommt, bekommt erst einmal einen Schock. Disziplin und Fleiß sind hier die höchsten Gebote und Zeit zum Spielen und Spaß haben bleibt da kaum. Auch fehlt dazu das nötige Material sowie Personal. 40 Kinder pro Klasse sind durchaus eine Herausforderung... Auch sind die Erziehungsmethoden strenger als in Deutschland. Doch Indien ist nun einmal noch ein Entwicklungsland und man kann natürlich nicht erwarten, dass ihre Schulen und Vorschulen so sind wie in Europa. An sich hat die Arbeit mit den Kids aber viel Spaß gemacht. Die Verständigung war natürlich schwierig – ihr Englisch steckt ja noch in den Kinderschuhen (wortwörtlich) und mein Kannada beläuft sich auf etwa 2 Wörter :D Doch mit Kindern kann man sich auch immer ohne Worte verständigen und man hat ihnen angemerkt, dass sie happy sind, eine weiße Lehrerin zu haben ;) Nach einiger Zeit bin ich in die „Baby-Class“ gewechselt. Hier wird auch schon fleißig geübt, aber das Klima ist lockerer als bei den Midis, was mir eher zugesagt hat.

 

Ich habe mir während meiner Zeit in Mysore immer mal wieder einige Tage freigenommen, um zu reisen. Ja, ich bin in Indien als Frau alleine gereist und es war völlig problemlos (solange man sich nicht an Anstarren stört). Es gibt so viel zu sehen und zu erleben in diesem Land, aber man muss sich auf die indische Lebensart einlassen :) Für die Nonnen war es völlig okay, wenn ich gereist bin, sie haben mich auch immer gerne in meiner Planung unterstützt und mir Tipps gegeben. Generell sind sie wirklich alle sehr herzlich, die eine mehr, die andere weniger – aber das Leben im Kloster war immer angenehm. Nach den Reisen hatte ich immer das Gefühl, nach Hause zu kommen :) Ich hatte mein eigenes Zimmer, spärlich eingerichtet, aber mit allem, was nötig ist. Durch den WLAN-Anschluss und den PC im Hauptgebäude konnte ich immer „vernetzt“ bleiben und das Essen wurde für mich immer extra „weniger scharf“ zubereitet. Ich habe das Wäschewaschen per Hand erlernt und das Duschen aus einem Eimer. Und noch viele weitere 

Nichanthi, August 2016 (K32)

Mein Praktikum habe ich in Ruiru bei Stelle K32 absolviert. Einen knappen Monat lang arbeitete ich im Kinderheim und habe nebenbei an den Wochenenden Ausflüge gemacht. Beim Aufenthalt in Kenia habe ich viel gelernt. ...  Die meisten Bewohner in Ruiru sind arm und versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Das Kinderheim wurde von einem Amerikaner namens Scott aufgebaut, der nun das Kinderheim an einige Kenianer übergeben hat, weiter zu führen. Den Kindern wird das Essen, die Schuluniform und -gebühren sowie Medikamente vom Kinderheim bezahlt. Ich habe während meinem Aufenthalt mit den Kindern verschiedene Spiele ausprobiert, gekocht und unterschiedliche Themen, wie zum Beispiel Selbstvertrauen, besprochen. Sie waren immer sehr interessiert und haben aufmerksam zugehört. Auch waren sie immer herzlich und offen mir gegenüber. Meine Gastfamilie hat mich ebenfalls sehr herzlich aufgenommen. Manchmal habe ich zu Hause beim Kochen mitgeholfen und bin mit der Familie in die Kirche mitgegangen. Besonders gefallen haben mir die Ausflüge zum Hellsgate Nationalpark und die Safari nach Maasai Mara. Es war eine einzigartiges Erlebnis, all diese Tiere von der Nähe zu sehen.

Insgesamt war es eine sehr lehrreiche Zeit. Nicht nur die Kinder, sondern auch ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Diese Stelle ist wirklich jedem zu empfehlen, der sehr kreativ und spielerisch ist, da die Kinder vom Spielen nie genug kriegen.

 

Asante sana an Mylabadi, dass sie mir dies ermöglicht haben.

Theresa, August - September 2016 (K27)

Mein Praktikum in Kenia!
Die Zeit im ... Kinderheim war wohl mit sicherheit eine der Besten meines Lebens. 
Immer wenn ich in Erinnerungen an die Kids schwelge werde ich ganz nastolgisch. 
Vermissen tue ich sie schon sehr. Die Sind nämlich ganz anders wie die Kids bei uns. Erstens total hilfsbereit und zuvorkommend, und total dankbar wenn man ihnen nur ein Fünkchen Aufmerksamkeit schenkt, und ihnen z.B. beim "Rad-schlagen" zuschaut. DIe Kinder dort unten arbeiten wirklich hart, dort ist es ganz normal, dass jeder mitanpacken muss, sogar die ganz kleinen schon. Dementsprechend wird auch viel gegessen. Das Essen das die Kids bekommen ist größtenteils vegan und besteht hauptsächlich aus Bohnen/linsen, Spinat (anderer Spinat wie bei uns) und Ugali (Pampe aus Mais). Wir praktikanten haben Abends eigentlich fast immer was anderes wie die Kids zum essen bekommen und fast jeden Abend Fleisch. Wir sind dort drüber wirklich gut verköstigt worden und jeder von uns hatte sein eigenes Zimmer. In meinem passte das Moskitonetz einwand frei, in dem meiner Freundin befanden sich allerdings ein Haufen Löcher. 
Unser Manager, der jetzt leider nicht mehr dort Arbeitet hat uns wirklich bei jedem Problem weitergeholfen und sich für uns ziemlich den Arsch aufgerissen. 
Zwar regnete es jeden Tag, davor nur sehr kurz aber intensiv und innerhalb weniger Minuten schien daraufhin wieder die Sonne. 
Es war wirklich schön zu sehen wie sehr die Kids sich für kleine Dinge begeistern konnten und wie schnell man ihnen eigentlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. 
Würde mich sehr darüber freuen von zukünftigen Praktikantinnen kontaktiert zu werden, hilf gern wo ich kann und wenn ich durch diese vil in Kontakt zu "meinen" Kindern stehen kann, die kleinen Engalen fehlen mir nämlich ziemlich. 
Liebste Grüße sendet Theresa 

Sarah, Mai - Juli 2016 (K17)

Hallo,
ich habe drei Monate bei Stelle K17 gelebt und dabei wunderschöne Erfahrungen gemacht.
Für mich war es meine erste Reise alleine und ich glaube, dass es mich in meiner Persönlichkeit sehr gestärkt und geprägt hat.
Anfangs hatte ich das Glück, dass weitere Praktikanten bereits einige Zeit hier waren und mir alles gezeigt und mich super unterstützt und inspiriert haben. 
Ich habe während meines Aufenthaltes einige Projekte gestaltet, diverse Spielgeräte für die Kinder gebaut, den Arbeitern viel im Haushalt und beim Kochen geholfen und war einige Male mit in der Schule. Außerdem konnte ich Spendengelder sammeln und das Kinderheim finanziell bei einem Wasserprojekt, sowie mit dem Kauf von neuen Schuhen für die Schule unterstützen. Am meisten habe ich die gemeinsamen Ausflüge zum Strand, am Wochenende, genossen.  
Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass ich direkt im Waisenhaus gelebt habe, und somit das tägliche Leben, die Kultur und die Lebensweise direkt miterleben konnte. Die Unterkunft ist super eingerichtet, es ist sogar Wlan, eine europäische Toilette und eine Küchennische vorhanden. 
Der Abschied ist mir sehr schwer gefallen, da ich alle sehr ins Herz geschlossen habe und sie für mich wie eine zweite Familie geworden sind. 

Ich habe dann noch zwei Wochen mit Reisen verbracht, bevor ich mich wieder auf den Heimweg gemacht habe und hierbei auch fantastische Erfahrungen gemacht.
Ich hoffe ich kann das Kinderheim eines Tages wieder besuchen und kann diese Stelle nur weiter empfehlen.
Liebe Grüße und vielen Dank an alle, die mir diese unvergessliche Zeit ermöglicht haben!

Vanessa&Sandra, Juli-August 2016 (K25)

Hallo,
uns geht es gut :) Wir sind problemlos nach Deutschland zurückgekehrt. Es war eine sehr, sehr schöne Zeit...
Hier mein persönliches zusammenfassendes Feedback zum Aufenthalt:
 
Zeit bei der Stelle
Die Zeit bei den verschiedenen Stellen (Schule, zwei Kinderheime) war sehr interessant und schön. In der Schule haben wir verschiedene Malvorlagen mit den Kindern von Klasse 1 bis 7 ausgemalt. In einem Kinderheim mit 33 Kindern sehr unterschiedlichen Alters haben wir ein Zahnputz Projekt durchgeführt und im anderen Kinderheim für kleinere Kinder in der Küche geholfen, Wäsche gefaltet, mit den Kindern gespielt und getobt. Es war eine sehr schöne Zeit in der wir tolle Erfahrungen gemacht haben, wir wurden immer sehr herzlich von den Erwachsenen und Kindern aufgenommen.
 
Unterkunft
Unsere Gastgeber waren sehr aufgeschlossen, humorvoll, herzlich und vertrauenswürdig. Wir wurden bei unseren Wegen immer begleitet und unterstützt. Die Verköstigung war sehr gut und lag meiner Auffassung zufolge über dem kenianischen Standard. Dusche, Strom, Betten, europäische Toilette ... alles tipptopp
 
Land und Leben
Kenia hat wundervolle Landschaften zu bieten und der Umgang miteinander ist sehr herzlich und respektvoll. Dennoch sticht man durch sein Muzungu Dasein manchmal stark hervor und fremde Kinder und Erwachsene wollen die Hand schütteln oder gemeinsame Erinnerungsfotos machen. Etwas anstrengender ist das Muzungu Dasein allerdings insbesondere dort wo Menschen etwas verkaufen wollen. Aber mit etwas Swaheli und einem freundlichen Umgang ist auch das kein Problem.
 

 

Abschließende Bewertung: Unbedingt empfehlenswert!!!

Nicole, Juni-Juli 2016 (GA1)

Ich kam über den Landweg von Senegal  nach Gambia.  Pa holte mich in Gambia  bei der Petrol Station Galp ab. Pa und Claudia haben ein superschönes Haus mit ganz vielen Bäumen, Pflanzen und Tieren.  Alles ist sehr liebevoll gestaltet.  In den zwei Monaten war ich mit Pa gemeinsam im Haus, Claudia war zu der Zeit in Europa. Pa kochte ausgezeichnet und hatte immer ein offenes Ohr für mich. Er unterstützte mich bei all meinen Vorhaben und wir hatten viele interessante Gespräche. Ich fühlte mich sehr wohl. Ich arbeitete in einer Nursery School in Ebo Town.  Durch die weite Entfernung von Bijilo nach Ebo Town konnte ich die Umgebung  ausgezeichnet kennenlernen und mich gut orientieren. In der  Schule unterstützte ich die Lehrer beim Unterrichten und organisierte  Schulmaterial für die Kinder. Vor allem kümmerte ich mich um die Kinder,  die im Unterricht nur schwer folgen konnten.  Die Klassen haben meist 40 Kinder und es sind drei Klassen Nursery 1, 2, 3. Mit den Kollegen verstand ich mich sehr gut und wir konnten uns gut austauschen.  In meiner Freizeit widmete ich dem Weben und dem Reisen. Ich war oft im Tanji Village Museum und webte. Dort lernte ich die Mitarbeiter vom Museum kennen. Ich  fühlte mich als würde auch ich zum Museum gehören, da die mir die Mitarbeiter mit großem Interesse für meine Webarbeit begegneten. Die Menschen in Gambia sind ausgesprochen freundlich.  Es passierte mir immer wieder, dass die Leute für mich in dem öffentlichen Verkehrsmittel bezahlten.  Auch in der Nachbarschaft waren die Menschen supernett, freundlich und interessiert.  Auch kulturell hat Gambia so viel zu bieten, bildende Künstler, Musiker ,… Eine Woche bin ich nach Ziguinchor in den Südsenegal und nach Guinea Bissau gereist.  In Ziguinchor konnte ich bei Verwandten von Pa wohnen, die mich  herzlich empfingen. In Bissao hatte ich einen Kontakt von einer  Kollegin in der Schule. Die Familie war auch unglaublich freundlich. Es war Regenzeit und auf der Reise so schön zu sehen, wie sich landschaftlich alles verändert hat und ergrünte.

 

Ich hatte in Gambia so viele gute und interessante Gespräche, die Menschen nehmen sich noch Zeit für ein Gespräch und ich vermisse die offene und interessierte Art der Mensch. Mir fehlt das lebhafte Treiben, das Lachen und die Freundlichkeit der Menschen!


Alexander, Mai-August 2016 (K25)

Mambo,

ich habe drei Monate in der Stelle K 25 gelebt und ich wäre gerne noch was länger hier geblieben aber jeder Abschied ist schwer.

Man lebt hier mit drei jungen Kenianern zusammen, die aber dafür schon viel Erfahrungen mit Volontären haben. Ich habe mich schnell an die Jungs gewöhnt und Sie auch an mich. Das schöne an dieser Stelle ist, dass man sehr frei ist und nicht an etwas gebunden ist. Man kann in einer Schule unterrichten, im Waisenhaus arbeiten oder unterschiedlichste Projekte errichten. Es ist wirklich sehr vielfältig. Ich zum Beispiel habe in einer Schule unterrichtet. Am Anfang habe ich Deutsch unterrichtet, da sich das aber nicht richtig lohnt für 3 Monate habe ich dann angefangen über Globalisierung, Erderwärmung, und Recycling zu unterrichten. Es hat große Freude bereitet den Kindern etwas vermitteln zu können, sie waren alle sehr interessiert und es war ein sehr einfaches Unterrichten. Zusätzlich habe ich auch mit den Jungs von meiner Stelle mit Spendengeldern, die ich gesammelt habe, ein Wasserprojekt direkt in der Nähe der Stelle errichtet. Es war wirklich harte Arbeit aber die Jungs haben sich mit mir in das Projekt rein gekniet und nach vielen Diskussionen mit Arbeitern,Firmen und andere Menschen hat es geklappt. Das Projekt ist ein voller Erfolg und Swaleh berichtet mir immer noch wie das Projekt läuft. Die Stelle K 25 wurde ein Zuhause für mich und die Jungs fast wie eine Familie. Man erlebt hier vieles gemeinsam und teilt viele wundervolle Erfahrungen. 

 

Ich kann diese Stelle wirklich jedem Empfehlen. Ich finde es ist eine super Erfahrung mit jungen Kenianern zusammen zu leben. Man bekommt so, viel mehr vom kenianischen Leben mit und einen besseren Eindruck über die nächste Generation die kommen wird. Außerdem empfehle ich diese Stelle jeden der Fußball begeistert ist. Ich habe hier 3 Monate lang in einem kenianischen Fußballteam gespielt und später sogar in der Bezirksauswahl. Es war eine unglaublich Erfahrungen ! 

Ich möchte hier nochmal dem Team Mylabadi danken und natürlich der Stelle K 25 für diese besondere Zeit, die Sie mir ermöglicht haben. 

Asante sana 

 

 

Alexander


Nicole, Mai 2016 (S2)

Wie alles begann: Demba, mein Gastbruder holte mich vom Flughafen ab und ich hatte Glück, da Demba auch gut Englisch spricht. Mit dem Rest der Familie konnte ich mit ein klein wenig Französisch und mit Händen und Füßen kommunizieren, da mein Französisch  ganz schlecht ist. Wir haben uns eigentlich bei wichtigen Dingen immer verständigen können.  Die Kinder brachten mir ein bisschen Wolof bei. Das Essen war hervorragend. Meine Familie achtete immer, dass ich auch genug zu essen bekomme.  Nachdem ich mich sehr selbstständig bewegte, hatte meine Familie anfangs Angst, dass ich in Dakar City verloren gehe.  Nachdem gerade Biennale in Dakar war und fast jeden Tag Ausstellungen und Konzerte stattfanden lernte ich sofort Einheimische kennen. Sie halfen mir bei der  Orientierung in der City.  Ich fand sehr schnell Freunde und konnte mich gut selbstständig in Dakar und in Cambérène bewegen.  Meine Gastmutter war dann auch beruhigt und ich konnte mir immer alles mit Demba ausmachen.  Ich fuhr ganz viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt und hatte dabei großen Spaß.  Dakar ist eine superspannende  und große Stadt, ein riesiges Angebot an Kultur, Street Art und unglaublich viele nette Menschen.  Zwei Freundinnen die mich besuchten wurden in der Familie herzlichst aufgenommen und konnten  ein paar Tage bei mir bleiben. Es wurde ein Matratze organisiert und  schon hatten die beiden einen Schlafplatz.  Die Gastfreundschaft in Wolof Teranga ist unglaublich schön, man fühlt sich immer willkommen.  Arbeitstechnisch war ich in einer Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Grand Yoff Dakar. Dort war ich in einer Klasse mit dreißig  Kindern mit geistiger Behinderung. In der Klasse versuchte ich  mit einer zweiten Volontärin aus Kanada durch kreative Ansätze wie großflächiges Malen, Schneiden und Kleben, sowie das Arbeiten mit Knetmasse Impulse zu geben. Die Kinder wurden an der Schule auf sehr strenge, angst-und gewaltvolle  Art und Weise unterrichtet. Für mich war es schwierig zu sehen unter welchen pädagogischen Ansichten unterrichtet wurde und wie stark segregiert wurde. Ich versuchte auf diplomatischem Weg meine pädagogischen Ansichten zu erklären und zu vermitteln.  Mein Monat in Dakar war sehr ereignisreich und schön, eine supernette Familie,  tolle Kinder in der Schule, eine äußerst kulturelle Stadt (alle 2 Jahre im Mai Biennale!) und gute Freunde. Ich vermisse Dakar, die Menschen und die Zeit die ich dort verbringen durfte!

 


Judith, Februar-August 2016 (K29)

Also, bin jetzt seit ein paar Tagen wieder zurück aber richtig wohl fühlen tu ich mich nicht,.. das zurück kommen nach Deutschland war um einiges schlimmer als das ankommen in Kenya.. ich habe mich seit dem ersten Tag richtig wohl gefühlt und gleich eingelebt.
Kenya ist wunderschön, obwohl es wirklich der totale Gegensatz zu Deutschland ist.. Die Gastfamilie ist super lieb obwohl sie am Anfang ziemlich streng war und einem Dinge einreden wie z.b. vertraue keinem, jeder will nur Geld, jeder will nur nach Deutschland und eigentlich ist auch jeder schlecht..  na klar gibts solche auch, aber die gibts überall.. Sie wollen nur das beste für einen aber ich habe solche Aussagen einfach überhört und meine eigenen Erfahrungen gesammelt..  die Menschen dort waren für mich alle richtig lieb, offen und freundlich da können die spießigen und verklemmten Deutschen nicht mithalten.. Man lernt sehr schnell neue Leute kennen weil man einfach überall auffällt und jeder gerne mit den Mzungus (Weißer Mensch) redet.
In der Familie leben die Mama und der Papa obwohl die Mama des öfteren für ein paar Tage nicht da ist um auf ihr Land zu gehen. In den Ferien sind dann meistens noch drei andere Gast Geschwister der Familie da, mit denen wird es auch wirklich nie langweilig und man hat immer Spaß. Die anderen 3 Kinder sind bereits verheiratet und eine schwester ist im Ausland. In der Familie ist so gut wie immer Besuch da. Am Anbau ist noch eine Mädelsschule die, die Mama leitet. Die Mädels freuen sich immer rießig wenn man vorbei schaut und mit ihnen erzählt.Für mich war es perfekt in eine Gastfamilie gekommen zu sein und in kein Praktikanten-Haus weil man das ganze Leben und Miteinander kennenlernt und das war mir auch sehr wichtig.
Das Essen war richtig gut aber ziemlich deftig. Ich bin vegetarierin aber selbst das war kein Problem du wirst zwar von jedem belächelt weil es keiner verstehen kann aber es gibt reichlich Essen ohne Fleisch.
Das Wetter war in meinen paar Monaten wo ich dort war ziemlich Abwechslungsreich weil ich im März gekommen bin da war es dann richtig heiß das ging dann bis Anfang-Mitte April und dann ging die Regenzeit los, es regnet wirklich viel aber meistens Nachts es ist dann alles matschig und dreckig weil viele Straßen nicht betoniert sind aber das ist eigentlich auch kein Problem. Nach der Regenzeit wurde es dann Winter, keine Winter wie bei uns in Europa aber teilweise war es dann schon recht frisch vorallem nachts.. und es ist auch wenig Sonne da aber wenn die Äquator Sonne sich doch mal blicken lässt ist es auch gleich wieder angenehm.
Gewaschen wird mit der Hand und kaltem Wasser was für mich persönlich aber auch kein Problem war, die Gastmama hat zwar angeboten für mich zu waschen das kam für mich aber nicht in Frage.
Ich habe in verschiedenen Kinderheimen in einem Behindertenheim und im Jugendgefängnis gearbeitet. Das hat total viel Spaß gemacht und ich fands auch gut jeden Tag an einer anderen Stelle zu sein. So bekommt man richtig viel mit und hat auch abwechslung.. Trotzdem hat man dann seine Stellen wo man lieber hingeht. Der Abschied von den Kindern ist mir total schwer gefallen weil man echt schnell einen gute Bindung aufbaut.. Viele Kinder haben keine Familien und das Personal ist nicht ausreichend um jedem Kind soviel Zuneigung und Liebe zu geben was es eigentlich benötigt.. Man merkt das die Kinder sehr dankbar und liebesbedürftig sind sie kuscheln gerne und genießen es richtig wenn man sie einfach nur streichelt oder umarmt.
Wasser gibt es teilweise in der Familie,.. also manchmal kommt fließen wasser aus der Leitung aber manchmal auch nicht, dann gibt es aber einen Tank im Hof wo man dann auch gut zurecht kommt. Meistens gibts Strom aber es kann schon auch passieren das es mal für ein paar Stunden oder nen Tag keinen Strom gibt..
Von Kahawa West aus kann man die Innenstadt von Nairobi mit Bussen oder Kleinbussen gut erreichen. Aber Nairobi war für mich viel zu groß, zu viele Leute, verwirrend und echt stressig da war ich jedes mal wieder froh zurück in Kahawa West zu sein..
Das Nachtleben in Kenya ist auch sehr cool und du findest überall gute clubs oder Bars. 
Ständig und überall angesprochen... zu werden kann manchmal anstrengend sein aber viele Menschen dort hatten noch nicht all zu viel Kontakt mit weißen da ist das dann etwas besonderes. An der Küste ist das zwar anderst weil dort viel mehr weiße leben und auch mehr touristen sind aber ich bereue es keines Falls nach Nairobi gegangen zu sein. ich kann mir keine bessere Stelle vorstellen und würde auch auf jeden Fall wieder zurück gehen.

Ich vermisse jetzt schon das Afrikanische Leben, die Kinder, meine Gastfamilie und meine Freunde.. es war eine wundervolle Erfahrung die ich nur jedem raten kann.


Vanessa, Februar - April 2016 (K17)

Mein dreimonatiges Praktikum im COMOC war eine sehr prägende Erfahrung für mich. Ich möchte später in der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Projektplanung und -durchführung arbeiten und konnte durch meine Projekte im Waisenhaus einige Erfahrungen sammeln. Das beste daran war, dass ich Eigeninitiative und Kreativität im Praktikum einsetzen konnte, eigene Projektideen entwickeln und umsetzen konnte und dadurch die Lebensqualität der Kinder verbessern konnte. Wer nicht so lange Praktikum machen möchte oder generell noch unsicher hinsichtlich eigener Projekte ist, kann auch im Haushalt mithelfen und lustige Aktivitäten mit den Kindern machen! Meine Projektideen habe ich auch erst während des Aufenthalts entwickelt und ich habe nebenbei ebenfalls im Haushalt geholfen, mich mit den Kindern beschäftigt und in der nahe gelegenen Schule die Baby-Class/erste Klasse unterrichtet. Es war mein erster Auslandsaufenthalt und ich kann sagen, dass sich besonders diese Einrichtung gut für einen ersten Aufenthalt eignet. Die Kulturunterschiede sind nicht so groß, da so ziemlich alle gut Englisch verstehen, die Volunteer-Etage mit Kühlschrank, Herd und europäischen Toiletten ausgestattet ist und das Waisenhaus auch Wlan hat. Ein Tipp zum Schluss: Es ist sehr wichtig, dass man einen offenen Umgang mit Menschen hat und auf die Menschen vor Ort zugeht und nicht wartet, dass die Menschen kommen und Erwartungen aussprechen. Man kann prinzipiell arbeiten, wie man möchte und kann dadurch eigene Interessen gut mit einbeziehen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass man dort ist, um zu helfen und nicht um Urlaub zu machen.

Anna, März - Mai 2016 (GH1)

Ich war 3 Monate bei Father Dente in Ghana.
Es war die wohl aufregendste Zeit in meinem Leben. Daher ist es etwas schwer für mich, meine Zeit dort in ein paar Sätzen zusammenzufassen. Ich könnte wahrscheinlich ein ganzes Buch mit Geschichten füllen.

Ich habe dort an einer Grundschule unterrichtet, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.Anfangs war ich ziemlich aufgeregt, da ich noch nie unterrichtet habe und ich es inder Schule und auch während dem Studium immer gehasst habe, wenn ich etwas vortragen musste. Meine Angst ist aber nach den ersten Tagen verflogen und ich hatte wirklich Freude daran, den Kindern etwas beizubringen.
Schule in Ghana kann man allerdings nicht mit den Schulen in Deutschland vergleichen. Keine „richtigen“ Klassenzimmer und kaum Unterrichtsmaterialen, das hat mich am Anfang etwas geschockt, wenn man im Hinterkopf hat was die Kinder bei uns alles haben. Aber ich habe nirgendwo sonst so lebensfrohe und aufgeweckte Kinder und Menschen getroffen wie in Ghana.
Ich habe dort Freunde fürs Leben gefunden und wurde so herzlich aufgenommen. Es war anfangs oft schwer für mich, die Menschen dort zu verstehen. Aber da Father Dente selbst einige Jahre in Deutschland gelebt hat, konnte er mir sehr viel „aus deutscher Sicht“ erklären. Er hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und ich habe noch nie so einen beeindruckenden Menschen kennengelernt.
Ich glaube der Kulturschock war schlimmer, als ich wieder zurück nach Deutschland kam. Die Menschen dort sind so gastfreundlich und egal wo ich hinkam fiel der Satz„You´re Welcome“.
Und obwohl ich in Deutschland so gut wie nie in die Kirche gehe, bin ich dort gerne in die Gottesdienste. Ich habe in der Kirche zwar nichts verstanden, aber es wird viel gesungen und getanzt und so ich habe mich immer wohl gefühlt.
Man muss sich wirklich auf das Leben dort einlassen und es war auch nicht immer einfach, aber ich kann jedem nur empfehlen dort hinzufliegen. Ich habe so viel von der Zeit dort mitgenommen und es war sicherlich nicht mein einziger Besuch in Ghana.

 

Jana & Sarah, März - April 2016 (K25)

Halli hallo ihr Lieben,

hach uns geht es einfach traumhaft gut hier! Wir haben uns richtig eingelebt und sind an dem Punkt, dass wir nicht mehr weg wollen :(

Die Kids habe ich so unglaublich in mein Herz geschlossen, die Menschen sind alle einfach unglaublich nett und ja, wir leben unser leben :)

Jetzt gerade sind wir auf Safari im Tsavo National Park! So amazing! Am Wochenende machen wir dann nochmal einen Trip nach Nairobi und Mittwoch gehts dann für mich auch schon weiter!

Danke danke, aber im Moment haben wir keine Anliegen, es sei denn ihr könnt die Zeit zurück drehen ^^

Lena, Januar - März 2016 (K25)

Der Aufenthalt in Kenia war rundum super und ein voller Erfolg. Die Unterkunft und das Essen waren mehr als gut und übertraf unsere Vorstellungen bei weitem. Die Gastgeber haben sich sehr führsorglich um uns gekümmert und waren rund um die Uhr für uns da. Ich habe mich bei ihnen sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt.
 
Noch bevor wir unsere Arbeit im Kinderheim antraten, nahmen wir an einem Vortrag des kenianischen Jugendamts teil. Dabei wurde uns, durch einen Mitarbeiter des Jugendamts, die Struktur des Kinder- und Jugendschutzes in Kenia nähergebracht, was sehr aufschlussreich war.
Die Aufgabenbereiche im Kinderheim waren breit gefächert und alltagsgesteuert.
Im Bereich der Kinderbetreuung und -förderung war Begleitung im Alltag und Handeln in Krisen- oder Streitsituationen ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Auch das motivieren zur Eigeninitiative während der Hausaufgabenbetreuung und im Alltag, das füllen von Wissenslücken und das Aufzeigen von Alternativen war im täglichen Umgang mit den Kindern gefordert. Zusätzlich spielte die Sauberkeitserziehung, sowie das Erlernen des selbständigen Essens eine große Rolle.
Durch das Anbringen von z.B. dem englischen Alphabet und Tierbildern mit dazugehörigem Namen, konnten wir uns an der Gestaltung der Gruppenräume mit Lernmaterial beteiligen und dadurch die Frühförderung in der Einrichtung unterstützen.
Auch Angebote wie z.B. einen gemeinsamen Strandbesuch durften wir planen und durchführen.
Die Unterstützung der Betreuerinnen in Haushaltsangelegenheiten gehörte neben der Kinderbetreuung zu unseren Hauptaufgaben. Dazu gehörte u.a. die Mithilfe bei der mehrmals täglichen Essenszubereitung in der Küche, Unterstützung bei der Reinigung und Instanthaltung der gesamten Einrichtung sowie der Reinigung der Kinderbekleidung.
 
Im letzten Monat unseres Aufenhalts begannen wir damit, die Spenden umzusetzen. Zu Beginn wurde zusammen mit der Managerin des Kinderheims eine Bestandsaufnahme durchgeführt, um zu prüfen was benötigt wird. Durch eine entworfene Rangliste der benötigten Gegenstände, erfolgte dann die Beschaffung. Wir konnten das Kinderheim mit neuen Betten, Matratzen, unzähligen Haushaltsutensilien, Schuluniformen und Förderutensilien für die Kinder ausstatten.
Im Rahmen der Spendenaktion konnten wir zusätzlich eine Anti-Jigger-Aktion starten. Dabei behandelten wir, mit Unterstützung von Fachpersonal, Kinder und Erwachsene die von Sandflöhen betroffen waren. Wir reinigten und desinfizierten die betroffenen Stellen, entfernten die abgestorbene Haut und rieben sie anschließend mit einer speziellen Medizin ein. Die Aktion war ein voller Erfolg!
 
Während unseres gesamten Aufhenthalts hatten wir regelmäßigen Kontakt zum Mylabadi-Team. Wir fühlten uns super betreut und unterstützt, da wir uns jederzeit mit Fragen und Anregungen an das Team wenden konnten. Die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Mylabadi, dem Praktikumsplatz und uns verlief reibungslos und zuverlässig.
 
Ich würde jederzeit wieder ein Praktikum in Afrika über Mylabadi machen und jedem weiterempfehlen!!!
Vielen herzlichen Danke für eure tolle Untersützung, was ihr leistet ist unbeschreiblich. DANKE!
 
 
Ganz liebe Grüße, Lena :)

Andy, September 2015 - Februar 2016 (K47)

Ich habe als Student, 25 Jahre maennl. oben beschriebene Stelle fuer 5 Monate besucht.

Dabei bin ich dankbar fuer meine Erlebnisse und Erfahrungen und kann die Stelle nur empfehlen.

 

Das Leben

Ich habe mir die ersten beiden Wochen etwas hart getan. Mein erstes Mal in Afrika und jetzt weiss ich auch was ein Kulturschock ist. Aufgrund der komplett anderen politischen Struktur und Gegebenheiten ist das taegliche Leben und die Einstellung der Menschen sehr unterschiedlich zu Europa. Das laesst sich schlecht erklaeren, man muss es einfach selbst mitmachen. In jedem Fall ist es eine Bereicherung und Erweiterung des persoenlichen Horizonts.

Die Familie ist sehr nett und interessiert, hier findet wirklich kultureller Austausch statt.

 

Die Arbeit

Die taegliche Mitarbeit im Office ist gern gesehen, allerdings ist man absolut frei. Auch wird gerne mal von daheim aus gearbeitet oder mitten in der Nacht, dagegen wird auf Ausschlafen wertgelegt. Da der Toursimus etwas schwaechelt, werden Safaris in aller Regel online “verkauft“, damit ist die Mithilfe fuer den Praktikanten reine Computerarbeit. Zur taeglichen Taetigkeit gehoert vor allem das Ueberwachen und Ueberarbeiten von Online-Angeboten, Email Kommunikation, Safari Angebote erstellen und Rechnungen schreiben. Darueber hinaus ist Raum fuer Verbesserungen und Kreativitaet. Ich habe mich viel selbstaendig eingebracht, das macht Spass und ich war denke ich relativ erfolgreich damit.

 

Das Geld

Von den 200 Euro sind Grundkosten abgedeckt und der Rest ist eine Unterstuetzung der ganzen Familie, zumal es mehr ist als so mancher Monatslohn. Damit muss man im Vorfeld zufrieden sein, wie es Klemens auch empfielt. Etwas Taschengeld solltet ihr allerdings auf alle Faelle einplanen. Ihr muesst taeglich Bus oder Taxi fahren, um von A nach B zu kommen. Auch zu anfangs emfehle ich jedem, eine Safari mit zu machen, damit man weiss wovon man spricht.

... 

Vieles ist hier nicht teuer, aber laeppert sich. Jeder Neuling sollte sich dringend ueber uebliche Preise schlau zu machen und anfangs kein Trinkgeld zu geben. Hier habe ich anfangs viele Fehler gemacht. Besonders hier in der Umgebung ist es als Weisser leider nicht immer einfach. Aber mit der Zeit versteht man wie der Hase laeuft.

...

Ihr lernt hier mit Geld umzugehen und Kosten abzuwaegen.

Fuer Fragen und weitere Tips stehe ich euch gerne zur Seite, Klemens hat meine Kontaktdaten.

 

Egal fuer welche Stelle ihr euch entscheidet, wuensche ich euch viel Spass und eine schoene Zeit in Afrika.

Vanessa, März 2015 (BR1)

Gemeinsam mit einer Bekannten reiste ich im März 2015 für 4 Wochen nach Florianopolis um für eine kirchliche NGO ein Mundhygieneprojekt mit sozial benachteiligten Kindern durchzuführen. Es war eine wundervolle Erfahrung die ich niemals missen möchte.

Wir wurden vom Flughafen abgeholt und zu unserer Host-Mummy gefahren, die in unserem Alter gewesen ist. Dort hatte ich, gemeinsam mit meiner Bekannten, ein separates Zimmer.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus – es gibt ein ausgezeichnetes Busnetz in Florianopolis - zur „Zentrale“ der NGO. Dort haben wir verschiedene Mitarbeiter getroffen, die in den unterschiedlichen Schulen arbeiteten und unser Projekt vorbereitet. Wir haben aus Styropor einen großen Mund mit Zähnen, Handpuppen und Plakate gebastelt auf denen dargestellt wurde was gut und was schlecht für die Zähne ist. Bei der Vorbereitung wurden wir von den Mitarbeitern unterstützt, was sehr gut war, denn wir hatten erst ein paar Monate vor Beginn unserer Reise angefangen portugiesisch zu lernen. In den kommenden drei Wochen besuchten wir jede Woche eine andere Schule, in einem anderen Gebiet und stellten unser „Programm“ vor. Unser „Programm“ bestand darin mit den Kindern über Gesundheit im Mund und das richtige Zähneputzen zu reden und dies plastisch an unserem Styropor-Mund zu zeigen. Außerdem haben wir aus alten Plastikflaschen Zähne gebastelt und gemeinsam Zähne geputzt. Wir hatten Zahnbürsten und Kinderzahnputz-Creme mitgebracht und die Kinder haben sich sehr darüber gefreut.

Die Kinder waren sehr aufgeschlossen und neugierig, wir haben gemeinsam Fußball gespielt und wurden in zwei Schulen gebeten etwas Englisch  zu lehren. Unsere Arbeit hat uns in allen drei Schulen viel Spaß gemacht und die drei Tage, die wir pro Woche arbeiteten, gingen sehr schnell vorbei. In der übrigen Zeit erkundeten wir die wundervollen Strände und Wälder von Florianopolis und  hatten eine wundervolle gemeinsame Zeit mit unserer Host-Mummy und ihren Feunden.

Brigitta, November 2015 - Mai 2016 (GA1)

A lot of greetings from the “smiling coast“ of the Gambia.

Hier ist alles in bester Ordnung.

Ich bin jeden Tag immer wieder aufs Neue beeindruckt von dem afrikanischen Leben, dem bunten Treiben und der Offenherzigkeit der Menschen hier.

Ich empfinde wirklich einen inneren Frieden und eine tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich hier sein kann.

Es sieht jetzt so aus, dass ich ausschließlich im Kinderheim in der Nachmittagsbetreuung der Kinder tätig sein werde. Habe Mittwoch und Donnerstag in der Schule hospitiert, wo die Kinder vormittags unterrichtet werden. Von der Schulleitung wurde mir mitgeteilt, dass ich dort auch weiter willkommen wäre. Am Donnerstagnachmittag musste ich aber dann plötzlich und unerwartet eine Entscheidung fällen. Und zwar hat sich eine Praktikantin aus Holland für die Stelle interessiert und sollte jetzt ins Kinderheim vermittelt werden. Da ich “meine Bewährungsprobe“ wohl bestanden habe, bin ich von der Managerin des Heims gefragt worden, ob ich es mir vorstellen könne, die gesamten 6 Monate dort zu verbringen, so dass die Bewerberin aus Holland erst Ende Juni dann dort anfangen kann, zu hospitieren, wenn meine Zeit dann vorbei ist . Da es mir dort sehr gut gefällt, habe ich “vom Bauch heraus“ direkt zugesagt.

Somit ergibt sich dann die Mithilfe in der Schule, als auch das Hospitieren in einem anderen Kindergarten, den Claudia hier für mich noch ausfindig gemacht hat. Ich finde ihr Engagement sehr gut und finde es bemerkenswert, dass sie das so alles macht, ohne finanzielle Mitbeteiligung.

Ich danke euch nochmal für alles.

Viele sonnige und liebe Grüße aus Gambia

Hannah, September-Oktober 2015 (K27)

Hallo Klemens. Ich bin gut zu Hause angekommen mit mehr Kulturschock als in Afrika! Es war die wohl schönste und aufregenste Zeit in meinem Leben. Danke für alles!
Lg Hannah

Moritz, April-September 2015 (K2)

Ich habe von April bis September 2015 fuenf Monate bei “Stelle K2”verbracht und es war eine ausgesprochen schoene, lehrreiche aber auch anspruchsvolle Zeit.

Zu Beginn, das heist ca. die ersten zehn Tage nach meiner Ankunft, habe ich wohl das erlebt was man einen Kulturschock nennt. Das Leben in Kenia ist unvergleichlich anders als dasjenige in Deutschland und sowohl mein Koerper als auch meinVerstand haben ein wenig gebraucht um die ganzen neuen Eindruecke zu verarbeiten.            Von Banzi, Bibi und vor allem den Kindern wurde ich aber  vom ersten Tag an sehr freundlich und offen empfangen, was mir das Einleben sehr erleichtert hat.

In dem ersten Monat meines Aufenthaltes waren dann gluecklicherweise auch gleich Schulferien, weswegen ich, neben ein wenig Mithilfe in Kueche und Haushalt, total viel Zeit mit den Kids verbringen konnte. Dies war Ideal um alle ein bischen besser kennen lernen zu koennen, wobei ich sehr viel Spass und viele schoene Stunden mit ihnen hatte.

Als nach gut einem Monat die Schule wieder los ging, began ich auch mit den Deutschstunden, welche sowohl mir als auch den Schuelern grosse Freude bereiteten.  Darueber hinaus hatte ich aber nur recht wenig Zeit mich auch mit den anderen Schulfaechern und der allgemeinen Bildungsqualitaet so ausfuehrlich zu beschaeftigen wie ich es gerne getan haette. Der Hauptgrund dafuer war gerade im Mai und Juni, dass es zu dieser Zeit keinen Gaertner/Hausmeister gab, der sich um die Tiere, das Grundstueck und vor allem die Felder kuemmern konnte obwohl gerade letztere im Fruehjahr, waehrend der Regenzeit einen grossen Arbeitsaufwand erzeugen. Ausserdem war ich die meiste Zeit meines Praktikums der einzige Voluntaer, wodurch sich weder die anfallenden Arbeiten noch die nimmermueden Kids auf mehrere Schultern verteilen liesen. Aber all dies hatte zweifelsohne auch seine guten Seiten: Ich habe viel gelernt und vor allem hat mir die taegliche harte Arbeit sehr dabei geholfen ein sehr echtes Gefuehl fuer den kenianischen Alltag und das Denken und Handeln der Menschen zu bekommen.

Die zweite Haelfte meiner Zeit in Kombani hingegen war (nachdem ich meine Taetigkeit als “Farmer” aufgrund von Trockenheitniedergelegt hatte) gepraegt von dem zeit- und aufmerksamkeitsaufwendigen Schul- und Brunnenbau und der damit zusammenhaengenden Herausforderungen und Probleme. Vor allem der Brunnen bereitete nicht nur Banzi und mir grosse Sorgen – ein Problem nach dem anderen trat auf und er wollte einfach nicht fertig warden, Insgesamt habe ich aber auch beim “Begleiten” dieser Projekte sehr viel Interresantes lernen duerfen und weiss nun sogar schon wie ich, wenn ich denn mal mal erwachsen werde, mein Haus bauen werde.

Zum Abschluss moechte ich jetzt aber zum absoluten Highlight meines Voluntariats  kommen: Die Zeit die ich mit den Kids des “Kinderheims” und zu einem kleineren Teil auch mit den Schul- und Nachbarskindern verbringen durfte!! Egal ob es das einfache taegliche Miteinander, das Ballspielen, das Schaukeln im Garten, das naechtliche Feuerspringen, die Strandtage oder auch Projekte wie ein Pausenladen ode rein grosses Fussballtuernier, es war einfach toll mit diesen kleinen Engeln (und manchmal auch Teufeln) Spass zu haben und jeden Tag das Leuchten in ihren Augen zu sehen!

Das “Kinderheim” ist noch lange kein perfekter Ort und neben all dem Schoenen gibt es auch genauso viele Missstaende; aber es ist ein Ort in den viele gute Menschen mit viel Herzblut involviert sind und der sich hoffentlich immer weiter entwickelt.


Beat, Oktober 2015 (K28)

Am 10. Oktober begann ich meine Reise ins Ungewisse mit einem gewissen Gefühl der Unsicherheit. Aber alles funktionierte ohne Probleme. Ich wurde in Nairobi abgeholt und bei Peter im gleichen Mehrfamilienhaus einquartiert. Die Mahlzeiten habe ich immer mit der Familie eingenommen, sodass ich einen tiefen Einblick ins Familienleben erhielt. Für mich war das ein super Erlebnis und viel interessanter als in einem anonymen Hotelzimmer. Durch die Besuche der Familienmitglieder hatte ich auch Gelegenheit viel mit anderen Leuten zu sprechen. Die Zeit verlief wie im Flug. Mit Peter zusammen besuchten wir die verschiedenen Projekte die am Laufen sind. Es ist schon ganz erstaunlich was da mit wenig Mitteln geleistet wurde und wird. Im Mediacenter haben wir dann gefunden, dass ich  mich hier verwirklichen kann. Ich habe den Studenten in einigen Lektionen etwas über Computer und den Unterhalt derselben beibringen können. Neben der Arbeit hatte ich auch immer wieder Gelegenheit an irgendwelchen Anlässen (private Feiern, öffentliche Events,...) teilzunehmen. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich 2 grossartige Wochen mit Peter und seiner Familie verbringen durfte. Ich bin immer noch voll von Eindrücken aus einem Land das vielleicht arm an Geld ist aber doch reich an Menschlichkeit.

Elena & Marco, Juli-August 2015 (K26)

Hallo zu euch,
Uns geht es sehr gut und wir sind nach3 Monaten in Afrika gesund in Deutschland angekommen.
Zusammenfassend hat uns das Praktikum sehr gut gefallen! Wir hatten 3 aufregende und berührende Monate in Kenia, obwohl wir auch ehrlich sagen müssen, dass es auch manchmal nervenaufreibend und anstrengend war. Wichtig ist, dass man die "deutsche Brille" ablegt (wie Klemens so schön in seinem Onlineseminar sagt) und nicht zu hohe Erwartungen an sich selbst und an die Afrikaner vor Ort hat. Wenn man versuchen will alles den europäischen Standards anzupassen, wird man erstens scheitern und zweitens sollte man sich überlegen, ob denn alles wie wir es machen, zugleich besser ist. 

Die Betreuung eurerseits war super, jedoch teilweise für uns manchmal zu "elterlich fürsorglich" (da wir auch schon sehr viel im Ausland unterwegs waren), aber lieber zu viel als zu wenig, da ihr ja nur sichergehen wolltet, ob alles bei uns passt! :) Also "Daumen hoch" für eure vorbildliche Betreuung und Vorbereitung! Wir haben euch bereits bei Freunden und Unis weiterempfohlen.
 
Das Leben vor Ort ist logischerweise eine große Umstellung im Vergleich zum westlichen Standard, was manchmal nervenraubend und andererseits wieder lustig und abenteuerlich war - zum Beispiel Matatu fahren ohne längere Wartezeiten, was wir zurück in Deutschland sehr vermissen! 
Die Menschen und ihre Offenheit und Freundlichkeit haben uns begeistert und berührt, auch wenn manche Beachboys recht anstrengend werden können. Viele Dinge, die bei uns selbstverständlich sind, sind in Kenia nicht selbstverständlich und man lernt auch wieder das mitteleuropäische Leben zu schätzen. Die einfachsten Dinge, wie Schulschuhe für die Kids zu kaufen oder Duschvorhänge und Moskitonetze anzubringen, werden zur Herausforderung, da viele Produkte nur in Nairobi erhältlich sind oder die Qualität so miserabel ist, dass wir dafür kein Geld ausgeben wollten. 

Paul (unser Betreuer vor Ort und Mitarbeiter im Waisenhaus) und Sussy  (die Direktorin und Gründerin des Waisenhauses) taten wirklich alles in ihrer Macht stehende um es uns so schön und angenehm wie möglich zu machen. Sie suchten immer unser Feedback und Verbesserungsvorschläge, und Anmerkungen von unserer Seite wurden mit offenen Ohren aufgenommen und auch angenommen - "im Reden kommen eben die Menschen zusammen"! Also keine fremde Scheu, jedoch immer mit dem gebührenden Respekt. Die Afrikaner haben eine andere und faszinierende Lebensweise und diese sollte man akzeptieren, ansonsten steht man schnell vor verschlossenen Türen. Das Praktikum ist definitiv eine Bereicherung für jeden mit einer sozialen Ader und (wenn möglich) sollte man sich und auch den Kindern die nötige Zeit geben - wir empfehlen mindestens 3 Monate vor Ort zu bleiben, um eine Bindung aufzubauen und keinen "Besuchereindruck" zu bekommen.
 
 
Liebe Grüße und noch einmal ein DANKESCHÖN an das ganze mylabadi- TEAM
Elena und Marco

Junis, April 2015 (S2)

Abschließend hat mir mein Praktikum auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Die Zeit im Krankenhaus war wirklich sehr interessant, ich konnte überall zuschauen und Hand anlegen und war immer willkommen. Das Personal dort war immer sehr freundlich und auch interessiert. Zwar gab es auch mal den ein oder anderen Tag der vielleicht etwas langweilig war, und manchmal habe ich mir etwas Sorgen um meine Gesundheit gemacht, da Hygiene dort natürlich nicht die selbe Rolle spielt wie bei uns spielt. Aber das waren nur Kleinigkeiten und letztendlich ist ja auch nichts passiert.

 

Ansonsten habe ich mich, wie ich zwischendurch schon berichtet habe, in der Familie sehr wohlgefühlt. Die Wohnumstände waren sehr gut und man hat sich immer sehr gut um mich gekümmert. (...)


Auch die Lage nah am Meer ist schön und Cambérène auf jeden Fall ein Viertel in dem man sich sehr sicher fühlt. Und es ist natürlich nett und interessant, dass man wirklich der einzige Weiße ist, und es alles andere als touristisch ist.

Svea, Februar - März 2015 (S1)

„Ich gehe bald für sechs Wochen nach Afrika, genauer gesagt in den Senegal.“ Ein Satz der bei meinen Mitmenschen ganz unterschiedliche Reaktionen ausgelöst hat. Von „Oh mein Gott, bist du verrückt?“ bis „Cool, ich will mit!“ war eigentlich alles dabei. Diese Reaktionen haben auch meine Gefühlswelt recht gut dargestellt. Einerseits habe ich mich riesig auf das Abenteuer gefreut, andererseits hatte ich auch ziemlichen Bammel. Aber um es mal vorweg zu nehmen: Ich habe meine Entscheidung in keinster Weise bereut und hatte eine supertolle Zeit. Organisatorisch hat alles reibungslos geklappt (also Abholung, Unterkunft und das Bringen zum Flughafen) und selbst bei kleineren bis mittelgroßen Katastrophen wurde ich jederzeit unterstützt.


Ankunft

Am 13.Februar ging es mit recht gemischten Gefühlen von Frankfurt nach Banjul in Gambia. Dort wurde ich dann abgeholt und nach Ziguinchor im Senegal gebracht. (...)


Unterkunft

Mit einigen Tagen Verspätung kam ich dann an meiner Unterkunft an. Untergebracht war ich einer Gastfamilie mit 23 Personen – typisch afrikanisch! Es war anfangs sehr kompliziert sich alle Namen und den Verwandtschaftsgrad zu merken. Am besten macht man sich eine Liste, sonst kommt man komplett durcheinander. Ich wurde sehr herzlich von der Familie aufgenommen, sie waren jederzeit sehr besorgt um mich und wollten dass ich eine tolle Zeit habe. Auch war ich jederzeit eingeladen bei gemeinsamen Aktivitäten mitzumachen, aber sie haben es auch akzeptiert und verstanden wenn man mal ein wenig Zeit für sich braucht. Man hat sein eigenes Zimmer mit eigenem Bad, von daher ist es gar kein Problem sich mal für eine Stunde zurückzuziehen ;)

Obwohl S., meine Gastmutter (ich nenne sie einfach mal so, weil ich bei ihr im Haus untergebracht war), einen Tag vor meiner Ankunft ein Baby bekommen hat und eigentlich genug mit sich selbst zu tun hatte, hat sie sich immer Zeit genommen mit mir zu reden und mich zu fragen ob alles okay ist.

Besonders genossen habe ich das gemeinsame Mittagessen. Auch wenn es für mich anfangs ein wenig befremdlich war dass alle von einem Teller gegessen haben, aber man gewöhnt sich daran. Das Essen war wirklich sehr lecker und man sollte auch einfach alles probieren, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht wie in Europa. An und für sich gab es jeden Tag das gleiche (Reis mit Fisch und Gemüse), aber immer mit anderen Soßen wodurch es recht abwechslungsreich war.

Auch sollte man sich darauf einstellen dass es mit so vielen Personen und einigen Kindern eigentlich nie richtig ruhig ist. Es ist immer was los. Da ich mittlerweile alleine wohne war das eine ziemliche Umstellung. Vor allem die Kinder haben überhaupt keine Berührungsängste und haben sich eigentlich schon an meinem ersten Tag mit mir angefreundet, ich glaube die vermisse ich fast am meisten...


Praktikum

Meine Praktikumsstelle war eine öffentliche Schule. Dort war ich eigentlich die ganze Zeit in einer Klasse, in der ich anfangs nur hospitiert und später auch geholfen habe. Zweimal habe ich sogar selbst versucht zu unterrichten (Betonung liegt hier wirklich auf versucht). Der Unterricht oder allgemein das Schulleben ist kaum zu vergleichen mit dem in Deutschland. In meiner Klasse waren 42 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren und war somit sogar eine recht kleine Klasse. Auch das Klassenzimmer war natürlich viel einfacher ausgestattet. Der größte Schock für mich war allerdings dass die Kinder zur Bestrafung von der Lehrkraft geschlagen wurden. Deswegen sind meine eigenen Unterrichtsversuche ein wenig in die Hose gegangen, da ich die Kinder nicht schlagen wollte/konnte. Leider haben die Lehrkräfte recht häufig gestreikt, weswegen mein Praktikum unterbrochen wurde. An diesen Tagen bin ich dann in den Kindergarten gegangen und habe da ein wenig mitgeholfen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Trotzdem war das Praktikum eine sehr wertvolle Erfahrung für mich. (...)


Leben

Das Leben war so anders als hier in Deutschland, ich habe wirklich Schwierigkeiten das in Worte zu fassen. Ich möchte eigentlich auch gar nicht so viel davon schreiben, da ich anderen nichts vorweg nehmen möchte, deswegen werde ich nur einige wirklich große Unterschiede nennen.

Die Menschen in Afrika sind sehr viel entspannter, alles hat seine Zeit. Sich beeilen oder Stress machen um pünktlich zu kommen ist völlig unüblich. Da bin ich mit meiner deutschen Pünktlichkeit schon manchmal angeeckt. Vor allem wenn ich bei Spaziergängen mein recht zügiges Tempo beibehalten habe – das wurde mir dann recht schnell abgewöhnt. Ich habe auch nie gehört dass sich jemand wegen etwas beschwert hat oder sich Sorgen um etwas gemacht hat. Alles was passiert wird halt so hingenommen. Ich habe bemerkt wie sich diese entspannte Art ein wenig auf mich übertragen hat.

Außerdem sind alle sehr viel freundlicher und offen. Ich kann mich nicht erinnern auch nur einmal aus dem Haus gegangen zu sein ohne dass ich angesprochen wurde. Da muss man sich gerade als weiße Frau echt gewöhnen. Es klingt vielleicht übertrieben, aber ich wurde wirklich am Tag von 3 bis 4 Männern angesprochen und eine der ersten Fragen war meistens die Frage ob ich verheiratet bin. Gerade am Ende war das recht anstrengend, aber man sollte sich nicht darüber ärgern sondern das Ganze mit Humor nehmen ;) Kinder gucken einen sowieso die ganze Zeit mit großen Augen an. Teilweise habe ich mich wirklich wie eine Prominente gefühlt weil mir einfach alle die Hand geben und mich begrüßen wollten.

Des Weiteren fällt einem sofort die unglaubliche Großzügigkeit auf. Egal wo ich hingekommen bin, mir wurde sofort angeboten mich dazu zu setzen, einen Tee zu trinken oder etwas zu essen. Alles wird geteilt. Sogar die Kinder teilen ihre wertvollen Süßigkeiten miteinander. Auch mit dieser Großzügigkeit war ich anfangs überfordert. Einen Satz habe ich fast täglich gehört „Hier teilt man alles“ - und es stimmt einfach.


Sprache

Auf der Straße wird eigentlich nur Wolof gesprochen, aber man hat auch keine Probleme wenn man nur Französisch spricht. Allerdings muss man dann bei Kindern auf seine Hände und Füße zurückgreifen, da diese in der Regel wirklich nur Wolof sprechen, aber selbst das ist kein Problem. Bei einem Aufenthalt von gerade mal sechs Wochen ist es natürlich unmöglich die Sprache zu lernen. Einige wenige Brocken kann ich, manchmal habe ich sogar Gesprächsinhalte verstanden. Das erste Wort was man lernen wird ist „Toubab“ (keine Garantie für die richtige Schreibweise). Das bedeutet Weiße/r und man wird auf der Straße immer so gerufen. Das darf man den Menschen nicht böse nehmen, das ist auch überhaupt nicht negativ gemeint. Nach zwei Wochen hatte ich sogar das Gefühl so zu heißen :D

S. spricht kein Französisch aber dafür Englisch. War manchmal ein wenig anstrengend in den Sprachen zu wechseln, aber auch das bekommt man hin.


Zusammenfassend kann ich nur sagen dass ich eine wunderbare Zeit hatte und ich auf jeden Fall noch einmal meine Gastfamilie besuchen möchte. Der Abschied ist mir nämlich unglaublich schwer gefallen.

Wenn man bereit ist sich auf ein komplett anderes Leben einzustellen kann man eine ganz tolle Zeit haben, ich würde es jedem empfehlen.

Vanessa, Februar - März 2015 (K30)

Im Zeitraum zwischen Februar und März 2015 habe ich ein vierwöchiges Praktikum bei Stelle K30 gemacht. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass diese Zeit für mich zu den schönsten und unbeschwertesten Wochen zählt, die ich bisher erleben konnte. Von Anfang an habe ich mich sowohl bei meiner Gastmutter Jedidah (der Gründerin der Einrichtung) als auch bei den Mitarbeitern, mit denen ich zusammengearbeitet habe, sehr wohl gefühlt. Ein Praktikum in Afrika ist eine völlig andere Erfahrung als die Schüler- und Studentenpraktika, die man aus Deutschland oder generell aus Europa kennt. Ich wurde von Anfang an in die Gruppe integriert und habe mich in keiner Situation als Praktikantin gefühlt. Bei Diskussionen wurde auch nach meiner Meinung gefragt und das Verhältnis zu den Mitarbeitern war sehr freundschaftlich. Natürlich muss man sich darauf einstellen, dass vieles anders läuft, als man es vielleicht zu Beginn erwartet. In Kenia läuft alles langsamer und spontaner, es gibt auch keinen Praktikumsplan oder Praktikumsbetreuer, sondern man muss sich einfach selbst die verschiedenen Tätigkeiten der Organisation anschauen und Initiative zeigen, wo man mitarbeiten möchte. Die Stelle ist eine Organisation, die sich mit verschiedenen Projekten für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt. Hierzu zählen beispielsweise Kinder aus armen Verhältnissen aus der Nachbarschaft, für die die Organisation eine Babyclass, Pre-unit Class und Nursery Class eingerichtet hat, um sie auf die Primary School vorzubereiten. Ferner werden den Kindern täglich zwei Mahlzeiten angeboten. Ein anderes Beispiel für die Zielgruppe, die die Stelle unterstützt, ist das Teen Mum Projekt, in dessen Rahmen junge Mütter sowohl materiell als auch psychisch mit ihren Babys unterstützt werden. Während meines Aufenthalts habe ich in erster Linie bei organisatorischen Sachen mitgearbeitet als auch die Lehrerinnen beim Kreativunterricht der Kinder unterstützt. Das war für mich eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung. In meinen ersten beiden Wochen war ich gemeinsam mit einer anderen Praktikantin dort, aber ansonsten hatte ich ausschließlich mit Kenianern zu tun, was ich als sehr schön und interessant empfand, da ich dadurch Land und Menschen wirklich gut kennenlernen konnte. Ich habe viel von den Problemen der Menschen mitbekommen, die teilweise wirklich in schweren finanziellen Nöten sind, andererseits war ich aber immer wieder beeindruckt von ihrer Lebenseinstellung, die so ganz anders ist als unsere in Deutschland. In Kenia ist man größtenteils gelassener und fröhlicher und vor allem haben die Menschen ein unerschütterliches Vertrauen in Gott, was dazu führt, dass sie meistens unbesorgter und zuversichtlicher an ihre Probleme herangehen, als man es von hier kennt. Ich habe diese Einstellung immer wieder bewundert und mir vorgenommen, zumindest ein bisschen etwas davon zurück nach Deutschland mitzunehmen. Zudem habe ich immer eine sehr große Hilfsbereitschaft erfahren, sowohl von meiner Gastfamilie und der Gruppe als auch von fremden Menschen. Das alles mag klischeehaft klingen, aber es sind wirklich die Erfahrungen, die ich dort fast ausnahmslos erlebt habe. Ich habe mein Praktikum sehr genossen, wenn man sich ein bisschen auf die anderen Gegebenheiten einlässt, ist es für einen selbst eine sehr bereichernde Erfahrung und auch die Stelle freut sich immer über jegliche Unterstützung, sowohl in persönlicher als auch in finanzieller Form. Daher kann ich jedem Interessenten nur empfehlen, ein Praktikum bei dieser Stelle zu machen - für mich war es jeden Cent und jede Mühe wert. 

Christina & Dominik, Februar 2015 (T1)

Mit Ethiopian Airline begann unsere (Christina und Dominik) Reise zum Kilimanjaro Airport. Von diesem kleinen Flughafen wurden wir wie vereinbart von Father B. abgeholt. Mit einem großen Geländewagen ging es für uns direkt aufs Land, wo wir herzlichst begrüßt wurden. Den ersten Abend genossen wir gleich auf einer Feier der Kirchengemeinde, bei dieser ausgiebig gefeiert wurde. Auch der nächste Tag wurde kein Ruhetag, auf der Bischofsfeier wurde Essen und Trinken zur Verfügung gestellt und unsere afrikanischen Gastgeber waren sichtlich in Feierlaune. Am ersten Montag zogen wir dann ins Kinderheim, wo wir die nächsten zwei Wochen verbrachten. Die Unterkunft bei den Schwestern war äußerst sauber und das Essen abwechslungsreich und gut. Zu unseren Aufgaben im Kinderheim zählten (gruppenabhängig) Windel wechseln, Füttern, Spielen, Spazierengehen, Anziehen etc. Obwohl die Zeit im Kinderheim sehr anstrengend war genossen wir jede Sekunde und saugten die neuen Erfahrungen nur so auf. Das Kinderheim liegt nur 45 Gehminuten vom Stadtzentrum Moshi entfernt, wo sich Internetcafés etc befinden. Die Fahrt zurück zum Kinderheim kostete mit einem Motoradtaxi 50 Cent bis 1 Euro. Nach unserem Aufenthalt im Kinderheim ging es für uns auf Safari, vorher verglichen wir zahlreiche Angebote in den Büros in Moshi (150 Dollar pro Tag sind ein guter Preis bei Gruppensafari mit Camping). 4 Tage Safari waren für uns völlig ausreichend und wirklich eindrucksvoll. Diese Erfahrung würden wir allen, in dieses Gebiet Reisenden, empfehlen. Durch den Tarangiri, Serengeti und Ngorongoro Nationalpark lag der Fokus jeden Tag auf anderen seltenen Tieren. Oben genannte Nationalparks sind unbedingt zu empfehlen. 4 Tage später begann dann, für die restlichen 2 Wochen unser Aufenthalt in der Priesterschule St. James an dieser unterrichtete ich (Christina) angehende Priester (12 - 19 Jahre) Economics und Englisch. Eine herausfordernde, sowie lehrreiche Zeit zugleich. Die Wohnmöglichkeit war circa 30 Gehminuten von St. James entfernt und befand sich in dem Haus der Priester von Mandala. Moshi ist ungefähr 1 bis 1,5 Autostunden von Mandaka\St. James entfernt, kann aber meistens mit Mitfahrgelegenheiten, notfalls mit Minibustaxi, erreicht werden. Dominik nahm sich in dieser Zeit eine Woche, um den Kilimandscharo zu besteigen. Die Besteigung wurde bereits von Österreich  aus gebucht. Nach der erfolgreichen Besteigung verbrachte Dominik die restliche Zeit mit mir gemeinsam im Unterricht. Father Bahati stand uns stets mit Rat und  Tat zur Seite. Da er der Direktor der Priesterschule ist, konnte man ihn jeden Tag sprechen und etwaige Fragen klären. Jedes Wochenende unternahm er auch Ausflüge mit uns. Wasserfälle, Kikuletwa Hot Springs, Kaffeeplantage etc.

Alles in einem kann man unsere Reise nach Tansania  als sehr abwechslungsreich und aufregend beschreiben, der Mix aus Reise und Mithilfe war ideal, um das Land besser kennen zu lernen.

Alexandra, Januar - März 2015 (K25)

Ich war drei Monate mit zwei weiteren Praktikanten in Kenia, Mombasa, Likoni bei der Organisation (Stelle K25). Die Unterkunft und die Anleitung war top! Ich war rundum zufrieden!

 

Im ersten Monat haben wir ein Kinderheim, zu dem auch eine Schule gehört, auf Vordermann gebracht. Das heißt wir haben von außen und innen gestrichen und neue Tafeln organisiert.

 

Im zweiten Monat haben wir in einem anderen Waisenhaus ausgeholfen. Da die Kinder tagsüber alle in der Schule waren, erledigten wir dann zusammen mit dem Personal Hausarbeiten wie bspw. Wäschewaschen, Essen vorbereiten, Zimmer putzen und aufräumen, Betten beziehen, Kleiderschränke aussortieren, den Hof reinigen, Geschirr spülen. An Wochenenden unternahmen wir dann mit den Kindern unterschiedliche Freizeitaktivitäten wie z.B. gemeinsam an den Strand gehen.

 

Im dritten Monat hatten wir die Ehre an einer Schule Deutschunterricht zu geben.

 

Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Praktikum mehr als zufrieden und würde es jeder Zeit wieder tun!

Die Stelle K25 kann ich nur weiterempfehlen!!!! Super Leute, super Essen, super Unterkunft, super Arbeit und vor allem super viel Spaß!

Andre, August 2014 - Februar 2015 (K7)

Das einzige was ich sagen kann: Es war es absolut wert! Die Kultur und Menschen hier sind grossartig und ich komme super mit allem und jedem klar. Klar ist auch, dass man sich etwas integrieren muss wenn man wirklich eine schöne Zeit haben will. Das ist vielleicht auch das Problem von manchen, dass sie das nicht verstehen. Aber mir macht hier alles super viel Spass.

Pia, September 2014 - Februar 2015 (K24)

Ich war für ein halbes Jahr in Ukunda, direkt am Indischen Ozean. Untergebracht war ich bei einer Gastfamilie und hatte ein kleines Zimmer mit Dusche und Toilette. Frühstück und Abendessen gab es dort, Mittagessen im Jojoanca Star Kindergarten and Academy, wo ich von Montag bis Freitag arbeitete. Ich wurde sehr gut aufgenommen und konnte bei vielen kenianischen Traditionen dabei sein. 

P., meine Gastmama, suchte aus in welchen Kindergarten ich gehe, da es verschiedene Einrichtungen in Ukunda gibt. Ich arbeitete also in einem Kindergarten mit "reichen" Eltern. Zu erst in KG1 und dann in der Baby Class und durfte so gut wie alles mitmachen und hatte viele Freiheiten. 

In den Ferien durfte ich dann mit zu zwei Familien auf dem Land und war dort jeweils die erste Weiße im Dorf. Es war unglaublich toll an so verschiedene Lebensweisen teilzuhaben und die unterschiedlichen Regionen Kenias auf diese Weise kennenzulernen.

Auch wenn es nicht immer leicht ist und die kenianische Mentalität es einem nicht immer einfach macht sich dazugehörig zu fühlen, war es eine unfassbar erlebnisreiche und spannende Zeit. 

Liebe Grüße

Pia

Kimberley, November-Dezember 2014 (K10)

Die Brothers haben mich direkt sehr herzlich empfangen und die Kinder waren total neugierig und haben sich über „Besuch“ gefreut. Auch die Nachbarn (es gibt nicht viele) waren sehr offen und gastfreundlich, sodass man sich sehr schnell wohl fühlt. Die Stelle liegt sehr ländlich, in Endarasha gibt es zwar Geschäfte, allerdings mit sehr wenig Auswahl (Wasser kann schon ein Problem sein). Grundsätzlich sollte man eher nach Mweiga fahren und dafür Zeit einplanen J, da nicht besonders viele Matatus fahren und die Fahrt auch ca 1 Stunde dauert.
Die Natur in der Gegend vom Kinderheim ist sehr schön und grün. Man kann an vielen Stellen unheimlich weit sehen und vorallem der Blick auf den Mount Kenya ist etwas besonderes.  Absolut einmalig ist wahrscheinlich, dass man fast neben dem Aberdare Nationalpark wohnt und nur über die Straße zum Zaun gehen muss, um mit etwas Glück sogar Elefanten zusehen.
Das Zimmer liegt im Haus der Brothers, die Kinder sind in einem anderen Gebäude untergebracht, aber trotzdem halten sie sich auch im Haus auf, wo das Zimmer liegt. Da man das Zimmer nur mit einem Vorhängeschloss abschließen kann, empfehle ich jedem, eines mitzubringen. In dem Haus ist oft viel los und so hat man ein besseres Gefühl.
Da ich in den Ferien bei der Stelle war, hat kein Unterricht statt gefunden und somit habe ich hauptsächlich mit den Kindern gespielt. Es gibt eigene Tiere (Kühe, Hasen und Hühner), um die man sich kümmern kann und beim Kochen und Abwaschen ist man auch immer eine willkomene Unterstützung.

Kimberley, November - Dezember 2014 (K34)


Br J.hat mich pünktlich vom Flughafen abgeholt und sehr herzlich begrüßt. Mein erster Eindruck war direkt sehr gut und freundlich. Ich bin abends in Kandongu angekommen und wurde auch hier sehr herzlich mit einem Essen willkommen geheissen. Am nächsten Morgen ging es direkt in die Schule und die Brothers sind mit mir in jede Klasse gegangen. Die jüngsten Kinder sind 3 Jahre alt, die ältesten ca 14 Jahre. Die Kinder haben sich total gefreut und ein Begrüßungslied gesungen, wodurch ich mich sehr schnell wohl gefühlt habe. Auch die anderen Lehrer der Schule waren super nett. Grundsätzlich muss man aber viel selber in die Hand nehmen und offen und direkt sagen, was man gerne in der Schule / mit den Kindern machen möchte. Ich habe teilweise den Unterricht nur besucht und zugeschaut, wie der Unterricht normalerweise in Kenia abläuft, aber auch selber unterrichtet. Gerade die älteren Klassen wollten viel über Deutschland wissen und auch Deutsch lernen. Hier ist dann etwas Kreativität und auch Spontanität gefragt, da dann plötzlich jede Klasse von mir unterrichtet werden wollte und ich auch in jeder Klasse mehrmals war und ich immer neue Themen / Wörter und Spielideen gebraucht habe. Die Kinder freuen sich aber über alles, was man vorschlägt ;) Als ich dort war, gab es Wasserfarben von vorherigen Volunteers, was wir dann als Schminke benutzt haben und was der absolute Renner unter den Kids war. So ab der 1. Klasse ist auch Englisch kein Problem bei den Kindern, bei den jüngeren Klasse ist es aber etwas schwierig. Aber auch hier kann man nicht Händen und Füßen viel erreichen. die Schule beginnt übrigens für alle Kinder bereits um 8 Uhr morgens, da es aber nur 1 Bus gibt, der dann mehrmals fährt, sind die ersten Kinder bereits um ca 06:30 Uhr auf dem Schulgelände.

In dem Dorf kann man nicht viel machen oder kaufen, aber man wird überall sehr herzlich aufgenommen und eingeladen. Für alles andere kann man aber super einfach mit einem "Motorrad-Taxi" nach Kagio fahren. Hier gibt es einen verhältnismäßig großen Supermarkt mit einer kleinen Auswahl an Getränken, Gebäck usw und sehr viel sehr leckeres Obst und ein Internetcafe. Auch ein Besuch auf dem Markt in Kagio kann ich nur wärmstens empfehlen.

Wir hatten mind. 1x in der Woche Stromausfall, womit man aber überall rechnen muss, vondaher kann ich nur empfehlen eine Taschenlampe mitzubringen. Ansonsten sollte man sich auch auf sehr einfache Verhältnisse einstellen, da es kein fließend Wasser gibt (Plumsklo und "bucket showers"). Das Zimmer ist aber ganz gut, mit einem Bett, was vollkommen in Ordnung ist, einem Regal und einem Schreibtisch ausgestattet und auch ein Moskitonetz ist bereits angebracht, ich hatte aber trotzdem auch nochmal ein eigenes dabei. Es ist normal, dass Spinnen, Eidechsen usw in allen Räumen sind, aber man gewöhnt sich an alles.

Die 3 Brothers, die auf dem Schulgelände leben sind super nett, offen und hilfsbereit. Es gibt einen Koch, der traditionelles Essen kocht und sich größtenteils um die Tiere kümmert. Hier kann man aber auch jeder Zeit mithelfen, genauso, wie auf dem eigenen Feld. 

Ich bin nicht sehr gläubisch erzogen worden, was aber absolut kein Problem war und man kann es auch offen sagen. Ich bin trotzdem Sonntags mit in die Kirche gegangen und fand es interessant, da der Gottesdienst ganz anders, als in Deutschland gestaltet ist.

Ich kann jedem diese Stelle nur ans Herz legen, da man mitten in Kenia und im kenianischen Leben ist. Man lernt sehr viel über die Menschen, deren Kultur und Alltag und ich habe mich sehr schnell, sehr wohl und wie zu Hause gefühlt.


Isabel, Juni - September 2014 (K2)

Mein Praktikum im Kinderheim in Kombani begann am 16.07.2014 und endete am 05.09.2014. Gemeinsam mit meiner 5 Jahre alten Tochter verbrachte ich acht aufregende, bereichernde und glückliche Wochen dort. Wir wurden sehr herzlich empfangen und vor allem um das Wohlergehen meiner Tochter waren alle bemüht, auch die Kinder! Sowohl wir als auch die Menschen mit denen wir vermehrt Kontakt hatten, hauptsächlich die Kinder, haben von diesem Praktikum profitiert. Ich fasse mich absichtlich so kurz bei der Beschreibung unserer Erlebnisse, weil ich eine andere Komponente viel wichtiger finde.

Entscheidend für einen zufrieden stellenden Aufenthalt ist die innere Haltung mit der ihr ein solches Praktikum anfangt. Macht euch genau klar worum es euch geht, was ihr erwartet und was ihr erreichen wollt. Es sind Kinder die dort wohnen und sie werden euch nicht vor Dankbarkeit um den Hals fallen und als Retter/in aus der Not betrachten. Sie freuen sich über jede/n Praktikant/in und sind höflich, darauf wird geachtet. Aber es sind dennoch Kinder und sie kennen nur ihr Leben in Kenia, vor allem aber haben sie keine Ahnung aus welchem Grund ihr das Praktikum macht. Sie haben keinen Vergleich und fühlen sich im Childrenshome sehr wohl. Deshalb, startet offen in das Praktikum. Seid offen dafür euch das Leben von den dort lebenden Menschen zeigen zu lassen, nehmt am Alltag teil und gebt euch Zeit. In den ersten zwei Wochen werden euch viele, viele Dinge auffallen, die nicht in das deutsche/europäische Bild von Kindererziehung, Leben mit Kindern, Umgang mit Gegenständen, Gestaltung von Wohnraum, usw. passen. Vielleicht fühlt ihr euch schlecht damit und denkt ihr müsst sofort etwas ändern. Bitte prüft genau woher die Veränderungswünsche kommen, denn das Leben in Kenia ist komplett anders als in Deutschland und um das ganze komplexe System zu verstehen müsste man vermutlich mehr als ein Jahr dort verbringen und sehr intensiv am Leben der Einheimischen teil haben. Schaut euch alles in Ruhe an und versucht die Perspektive der Einheimischen einzunehmen, das braucht Zeit. Erst zum Ende meines Praktikums habe ich langsam angefangen zu verstehen und meine ersten Eindrücke dessen was ich am liebsten sofort verändert hätte, haben sich umgewandelt in das Wissen, dass es so wie es dort gehandhabt wird in den Lebenszusammenhang der Menschen passt. Mir wäre es im Namen der Kinder wichtig, dass ihr Veränderungswünsche die ihr für das Childrenshome habt, genau auf deren Sinnhaftigkeit prüft und zwar die Sinnhaftigkeit aus einer kenianischen Perspektive. Überlegt euch genau, was euer Handeln für die Kinder dort bedeuten kann/wird. Mit welchen Folgen die Kinder eventuell konfrontiert werden, wenn ihr schon lange wieder zurück in Deutschland seid und nur noch eine Erinnerung an die Zeit geblieben ist. Das Leben der Kinder dort geht weiter und sie brauchen alles was sie dort haben! Es ist ihr Zuhause!

Mirko, August 2014 - Oktober 2014 (K40)

Nach Salawa war ich noch zwei Wochen in Kipsaraman, und am Ende mit meiner Freundin noch einmal eine knappe Woche. Kipsaraman liegt auf den Tugen Bergen, es regnet häufiger, es gibt mehr Christen und insgesamt ist mehr los. Es gibt eine Primary und eine Secondary Schule. Fr Kamau wohnt in einem relativ großen Haus, das theoretisch drei Gästezimmer hat. Selten funktioniert der Wasserhahn. meistens die Toilettenspülung und nie die Dusche. Im Haushalt gibt es noch einen Koch (Peter), die Katechistin (Gladys), einen Jungen für alles (Manyar), und einer der die Tiere beaufsichtigt (Wilson). Es ist sehr familiär und ich/wir haben uns sehr wohl bzw wie zuhause gefühlt. Wir bleiben auch nach unserer Abreise in Kontakt, wenn jemand dorthin gehen sollte, wäre es schön, wenn er sich vorher bei mir melden würde. Ich hatte beiden Schulen einen Leder-Fußball mitgebracht, meine Freundin hat dann noch Seifenblasen, Luftballons und einen Stift für jeden Schüler mitgebracht. Darüber freuen sich die Kinder sehr. Einige von Ihnen haben noch nie einen Weißen gesehen! Die Stelle kann ich jedem empfehlen.  An der Primary Schule habe ich die Pausenbetreuung übernommen, und meistens mit  den Kindern das Fußballspielen organisiert. Später mit meiner Freundin haben wir auch vermehrt andere Spiele gemacht. Gleichzeitig habe ich in der Secondary Schule einige Stunden einfach besucht, oft musste ich aber Teile selber unterrichten. In Geschichte habe ich dann einige Stunden ganz übernommen (Weltkriege, Industrialisierung). Die Priester freuen sich über andere Einflüsse und sind stolz, wenn sie einen Weißen als Lehrer haben. Dann spricht das ganze Dorf drüber und sie stehen besser da, als die staatlichen Schulen.   Ich danke euch für eure Unterstützung, und wie gesagt, auch wenn alles anders lief als gedacht - das ist eben Afrika. Alle waren hilfsbereit und ich hatte eine tolle Zeit."

Felix, Juli - August 2014 (K12)

Im  Zeitraum  Ende Juli bis Ende August dieses Jahres habe ich in einem Waisenhaus in Mtwapa, Kenya  in dem sich derzeit 20 Kinder befinden, ein Praktikum  absolviert. Dies war ein schönes Erlebnis, welches auch gleichzeitig  eine gute Erfahrung fürs Leben gewesen  war. In dem Kinderheim  hat man mit den Kindern meistens  gespielt.  Oft konnte man ihnen auch nur zuschauen, bei dem was sie gerade machten, da sie beispielsweise oft die Dinge wie z. B  den Ball oder die Tischtennisschläger die sie eigentlich zur Verfügung hatten, nicht immer bekommen haben. Manchmal konnte man  auch zusammen mit den Kindern, die 8 Jahre und älter waren an den Strand gehen. Ab und zu gab es auch Aufgaben außerhalb vom Kinderheim zu tun. Dies spielte sich fast immer in dem Garten neben dem Kinderheim ab. Meistens waren dies dann handwerkliche Dinge, wie z. B das Errichten von einem Zaun für ein Beet in dem Gemüse wächst. An einigen Tagen war man auch damit beschäftigt, einen Zaun für einen Tierstall zu errichten, in dem sich Hühner und Hasen befinden. Dies war nicht immer so ganz einfach, da oft kein  geeignetes Werkzeug vorhanden war. Man hat es nicht immer besonders leicht gehabt sich in den umliegenden Gegenden  von Mtwapa zurecht zu finden, da es selten oder fast keine Ausschilderungen in den Ortschaften gibt. Auch bei jedem Spaziergang oder  Ausflug musste man damit rechnen, dass man auf der Straße angesprochen, und  oft auch in ein nettes Gespräch verwickelt wird.  Bei  kleineren Einkäufen ist es meistens ratsam, möglichst kleine Scheine mit sich zuführen, da öfter kein Wechselgeld vorhanden ist.  Der Ort Mtwapa zählt auf alle Fälle zu den Gegenden, in denen man sich sicher fühlen kann. Der Ort Mtwapa ist eine sehr belebte Gegend. Nachts kann es auch öfter mal laut sein, weil man so etwas wie eine Nachtruhe in Kenya nicht kennt Jedenfalls war mein Praktikum eine tolle Erfahrung und ich kann es nur allen empfehlen, die auch mal gerne ins Ausland möchten. Es ist besonders für diejenigen interessant, die neue Kulturen und andere Lebensweisen kennenlernen möchten.

Rebecca, Juni - Juli 2014 (K6)

Ich heiße Rebecca Rinkl und durfte durch die Organisation Mylabadi zwei Monate in einem Slum in Afrika verbringen. In meinen zwei Monaten hatte ich die Möglichkeit in Kibera an einer Schule mit Kindern zu arbeiten. Auch nach der Schule arbeitete ich im Rescue Center mit dort lebenden Waisen oder Kinder die Zuhause geschlagen und misshandelt wurden. 

Ich hatte die Gelegenheit bei Mama L., der Koordinatoren des Projektes, für zwei Monate unterzukommen. Ich vermisse alle sehr und freue mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen. Während meiner zeit dort hat sich Mylabadi bestens um mich gekümmert: ich wurde informiert über mögliche Gefahren in der Nähe meines Aufenthalts aber auch würde mir immer wieder Hilfe bei möglichen Problemen angeboten.

Alles in allem bin und war ich Sehr zufrieden bei der Zusammenarbeit mit Mylabadi.


Liebe Grüße, Rebecca

David, Mai - Juli 2014 (K8)

Ich war von Mai bis Juli 2014 im Kinderheim in Limuru. Dies ist ein christliches Waisenhaus fuer etwa 30 Jungen, von denen jedoch die Hälfte auf ein Internat geht und nur in den Ferien anzutreffen ist.Meine Taetigkeiten im Heim waren das Unterrichten und Spielen mit den Jungs, sowie die Mithilfe im Haushalt. Es sollte einem aber klar sein, dass Einheimische diese Aufgaben weitaus besser erledigen koennten als ein Fremder, der nicht einmal Swahili beherrscht. Es geht vielmehr darum, den Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass sich jemand aus einem so fernen Land um sie kuemmert und ihre Sorgen versteht.Außerdem handelt es sich um keinen Job, zu dem man morgens hingeht und mit dem man abends fertig ist. Ich war 24 Stunden unter Strom und musste ständig aufpassen, dass keine Sachen verschwinden oder meine eigene Kleidung angefackelt wird. Da ich im Schlafsaal der Rasselbande untergebracht war, habe ich noch bis abends mit den Jungen herumgetobt und bin morgens um 5:30 Uhr wieder mit ihnen aufgestanden.Trotzdem hatte ich sehr viel Freizeit, vor allem morgens während der Schulzeit. Dann gab es nicht viel zu tun, außer der Hausmutter zu helfen, Gemüse zu schneiden.Ich habe diese Zeit sinnvoll genutzt, indem ich mich der örtlichen Laufgruppe um Nairobimarathon-Sieger Kenneth Mungara angeschlossen habe. Zum Abschluss meines Aufenthaltes war die Gruppe schliesslich zu Besuch im Heim. Wir haben aus der Vereinskasse dringend benötigte Grundnahrungsmittel finanziert und einige Läufer haben Vorträge zur Einstellung im Leben gehalten.Später hat mir ein Junge gesagt, es wären die besten Besucher gewesen, die jemals da waren. Wir hätten zwar keine Kekse oder Limonade mitgebracht, ihnen mit den mutmachenden Worten aber wirklich geholfen. Falls ihr einen Aufenthalt in Limuru plant, habt keine Scheu mich zu kontaktieren, ich helfe gerne weiter!

Celina, Juni - Juli 2014 (T1)

Praktikum 

Vom 30. Mai bis 3. Juli 2014 habe ich mein Praktikum bei Stelle T1 in Moshi, Tansania gemacht. Eigentlich war das Ende meines Praktikums für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. Meine insgesamt vier Wochen Praktikumszeit sollten auf eine kurze Zeit vor und eine längere Zeit nach den Schulferien im Juni aufgeteilt werden, um in der Schule und insbesondere beim Englischunterricht mitarbeiten zu können. Leider musste ich aus dringenden persönlichen Gründen drei Wochen früher als geplant nach Deutschland zurückkehren, sodass ausgerechnet der Großteil der für die Schularbeit vorgesehenen Zeitspanne weggefallen ist. Meine Praktikumszeit hat sich dadurch also genau auf die Schulferien verschoben. Da fast alle Schüler über die Ferien zu ihren weiter entfernt lebenden Familien gefahren sind, konnte auch im Bereich der Freizeitgestaltung kaum etwas unternommen werden. Deshalb habe ich, auf meinen Wunsch hin, jeden Tag in der Küche von St. J. beim Kochen mitgeholfen. Das hat mir sehr großen Spaß gemacht, da die in der Küche arbeitenden Frauen und Mädchen sehr nett waren und mir extra ganz genau gezeigt haben, wie man verschiedene tansanische Gerichte zubereitet. Da sie grundsätzlich nur Suaheli mit mir gesprochen haben, konnte ich so auch Stück für Stück meine eigenen Suaheli-Kenntnisse ein bisschen ausbauen. Außerdem habe ich den Priestern bei ihrer Gemeindearbeit über die Schulter geschaut und war oft bei organisatorischen Treffen und verschiedenen Veranstaltungen dabei. Father B. hat außerdem sehr darauf geachtet, mir möglichst viel von der Umgebung und den dort lebenden Menschen zu zeigen. Deshalb hat er mich oft mitgenommen, wenn er außerhalb von St. J. arbeiten musste oder  irgendwo eingeladen war. So hatte ich die Möglichkeit, an verschiedenen Familienfeierlichkeiten, wie z.B. einer tansanischen Hochzeit und einem Wochenamt, an einem Gemeindefest für Kinder, sowie an der Eröffnungsfeier des Kilimanjaro Marathon teilzunehmen. Letztendlich hatte ich also leider nicht die Gelegenheit, meiner eigentlichen Praktikumstätigkeit nachzugehen, ich habe mich aber sicher nicht gelangweilt und viel gesehen und kennen gelernt. 

 

An- und Einreise nach Tansania 

Am einfachsten und günstigsten ist es, zum Kilimanjaro Airport zu fliegen. Dort wurde ich von Father B. abgeholt. Ethiopian Airlines bietet z.B. recht kostengünstige Flüge an, die meistens einen Zwischenstopp in Addis Abeba einlegen (nicht zu sehr über Verspätungen ärgern, die sind anscheinend an der Tagesordnung J ). Es gibt aber auch KLM-Flüge über Amsterdam und verschiedene Flüge über Kenia. Für Tansania brauchen deutsche Staatsbürger ein Touristenvisum. Das kann entweder vorher beantragt oder einfach bei der Ankunft am Flughafen besorgt werden. Es kostet 50 US$ oder 50 EUR, die auf jedem Fall im Handgepäck dabei sein sollten! Vor der Abreise sollte man sich aber bei der tansanischen Botschaft in Berlin oder beim Auswärtigen Amt nochmal darüber informieren, ob die Einreisebestimmungen sich geändert haben. Außerdem wird direkt bei Verlassen des Flugzeuges der Impfausweis kontrolliert. Der muss also auch unbedingt im Handgepäck dabei sein! Soweit ich weiß, geht es dabei um Gelbfieberimpfungen. Falls man nicht sowieso schon eine hat, sollte man sich vorher vielleicht nochmal darüber informieren, wie strikt die Vorgaben sind.

 

Unterbringung 

Gewohnt habe ich bei den beiden Gemeindepriestern von Mandaka - Father Ms. und Father M.. Dort hatte ich mein eigenes Zimmer mit zwei Betten (+Moskitonetzen) und eigenem Bad mit Warmwasserdusche. Zudem gibt es im Haus ein weiteres Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche und eine Vorratskammer. Die beiden Priester haben ihre Zimmer im angebauten Gebäude. Ansonsten gibt es in der unmittelbaren Nähe noch das Haus der vier Schwestern, das der Hausmädchen und die Kirche. Beide Priester sind wirklich nett und haben mich sehr herzlich aufgenommen, sodass ich mich sehr wohl dort gefühlt habe. Wir haben fast immer zusammen gegessen und haben uns abends öfters lange unterhalten oder gemeinsam Fußball geschaut. Über Essen und Trinkwasser muss man sich in Mandaka keine Sorgen machen, ich hatte während der gesamten Zeit keine Probleme und habe alles gut vertragen. 

 

Sprache 

Gesprochen wird im Alltag Suaheli. Die Priester sprechen alle sehr gut Englisch und auch die meisten Schwestern können sich gut auf Englisch unterhalten. Insgesamt sind gute Englischkenntnisse jedoch nicht sehr weit verbreitet, gerade in wenig touristischen Gebieten und bei kleinen Kindern stößt man damit sehr schnell an seine Grenzen. Grundkenntnisse in Suaheli sind also sehr praktisch und auch nicht allzu schwer zu erlernen. Auf dem deutschen Markt gibt es leider nur wenige Suaheli-Lehrbücher - aber es gibt sie! Allein über ein paar einfache Begrüßungsfloskeln auf Suaheli freuen sich die meisten Tansanier sehr - notfalls kann man immer noch zu Englisch wechseln.  

 

Soziale Kontakte 

Wie bereits erwähnt, haben Father M, und Father M, mich sehr herzlich aufgenommen. Auch die Priester aus St. J, waren außerordentlich nett, hilfsbereit und engagiert - sie alle engagieren sich in verschiedenen Gemeinden, Schulen und Projekten und kennen so ziemlich Jeden in Moshi und Umgebung. Oft wurde ich nach St. J. zum Essen eingeladen oder wir haben abends zusammengesessen, ein Glas Bier getrunken, die WM-Spiele geschaut und viel gelacht. Besonders viel Zeit habe ich mit Father B. verbracht, der mich auch oft mitgenommen hat, wenn er außerhalb von St. James arbeiten musste, irgendwo eingeladen war, oder etwas in Moshi zu erledigen hatte, und der mir wirklich sehr mit ein paar persönlichen Schwierigkeiten geholfen hat. Auch seine Familie und verschiedene Freunde von ihm habe ich kennengelernt. An den wenigen Tagen, an denen wir uns nicht persönlich gesehen haben, hat er sich telefonisch oder per SMS bei mir gemeldet, um sich nach meinem Befinden und meinen Tagesplänen zu erkunden. Er hat sich unglaublich darum gekümmert, meinen Aufenthalt so schön und interessant wie möglich zu machen, was ihm auch gelungen ist! Auch die Schwestern in Mandaka und St. J. sind außerordentlich nett und herzlich. Sie freuen sich immer über einen kleinen Plausch - v.a. auf lustigem, gebrochenem Suaheli - und überhäufen einen nur so mit Leckereien und Freundlichkeiten. In Mandaka und St. J. gibt es außerdem einige Mädchen, die bei der Hausarbeit helfen und die sich immer freuen, neben der Arbeit ihr Englisch zu üben oder einem Wörter auf Suaheli beizubringen. Insgesamt hatte ich persönlich den Eindruck, dass die Menschen in Tansania sehr freundlich und hilfsbereit sind. Man sollte sich auch möglichst nicht daran stören, auf der Straße ständig "Mzungu" ("Weißer") genannt und angesprochen zu werden. Nett und höflich bleiben, ein paar Brocken Suaheli auspacken und ein paar Sätze wechseln, damit habe ich selbst sehr gute Erfahrungen gemacht und wurde immer sehr freundlich behandelt. 

 

Mobilität 

Das Haus der Gemeindepriester in Mandaka ist ein wenig abgelegen, man kann jedoch zu Fuß ein paar Häuser erreichen, in denen Handyguthaben, Süßigkeiten und Getränke verkauft werden. Auch St. J. liegt nur ca. 20 Gehminuten entfernt.  Mandaka und St. J. liegen mit dem Auto ca. 1 - 1,5 Stunden von Moshi entfernt. Mit Mitfahrgelegenheit, Moto-Taxi oder Bus dauert es hingegen deutlich länger. Aus der nächstgelegenen Stadt Himo fahren etwas öfter Busse nach Moshi. Dorthin gelangt man entweder per Mitfahrgelegenheit oder per Moto-Taxi. Möglichst sollte das Ganze aber vorher mit Father B. oder einem der Gemeindepriester besprochen und deren Ratschläge ernst genommen werden, allein schon um ihnen Sorgen zu ersparen. Da die Priester sich sehr für die Sicherheit der Praktikanten verantwortlich fühlen, ist es sicher nur fair, sie ausreichend über Unternehmungen zu informieren, die einen ein Stück weiter weg führen. Generell sollte man immer einfach kurz Bescheid sagen, wohin man geht. 

 

Kommunikation (Handy, Internet) 

Am besten kauft man sich eine tansanische SIM-Karte, sonst wird die Rechnung ganz schnell ziemlich hoch (außerhalb der EU!). Airtel und Vodacom sind am Verbreitesten. Ich habe mir von beiden Anbietern eine SIM-Karte gekauft und gewechselt, je nachdem welche gerade Empfang hatte, habe aber fast nur Vodacom benutzt. Anrufe nach Deutschland sind ziemlich teuer, Anrufe aus Deutschland für einen selbst aber recht günstig (dafür muss der Anrufer aus Deutschland ordentlich blechen!). Wenn man ein Smartphone hat, kann man über mobile Daten auch in Mandaka ins Internet. Die Verbindung ist zwar recht instabil und langsam, mit etwas Geduld lassen sich aber zumindest Emails schreiben. Ansonsten liegt das nächste Internet-Café in Moshi.   

 

Gesundheit 

Mit den entsprechenden Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen, dürfte es nicht allzu viele gesundheitliche Probleme geben, da die hygienischen Bedingungen in Mandaka sehr gut sind. Eine normale Reiseapotheke war für mich persönlich völlig ausreichend. Unbedingt aber rechtzeitig vorher einen Termin beim Tropeninstitut o.ä. ausmachen und sich beraten lassen!!! Neben den gängigen Impfungen (Hepatitis A+B, Tetanus etc.) fallen nämlich eventuell noch weitere notwendige Impfungen an! 

Der Impfausweis muss auch nach Tansania mitgenommen werden! Am Flughafen Kilimanjaro werden die Impfausweise nämlich noch vor der Einreise kontrolliert. Außerdem sollte man mit seinem Arzt besprechen, ob man ein Malariamittel als Prophylaxe oder Stand-by mitnimmt (trotzdem Moskitospray und -netz nicht vergessen!). In der Nähe von Mandaka gibt es aber auch Krankenhäuser, sodass dort eine ausreichende medizinische Versorgung besteht. Also, keine Panik, aber Achtsamkeit und rechtzeitiges Handeln sind schon geboten. 

Letztendlich sind das hier alles bloß meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke, die bei Jedem anders aussehen können und sollten. Ich hoffe aber, dass sich hierdurch ein paar offene Fragen geklärt und Unsicherheiten gelegt haben. Sehr hilfreich und wirklich empfehlenswert für einen Überblick über verschiedene Themen (z.B. medizinische Hinweise, Einreisebestimmungen, Sicherheitshinweise, generelle Reiseinformationen etc.) sind übrigens die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. 

 

Viel Spaß dabei, Eure eigenen Erfahrungen zu machen!

 

Johanna, Mai - Dezember 2014 (K2)

Ich war fast 5 Monate "bei Stelle K2" in Kombani und es war eine unfassbar schöne Zeit, die leider auch viel zu schnell wieder vorbei war. Als ich angekommen bin war es natürlich so, dass man sich erst einmal Zeit lassen musste anzukommen und alles neue auf sich wirken zu lassen. 

Ich wurde aber von den 12 Kindern, Banzi und Bibi sehr herzlich aufgenommen und fühlte mich sehr schnell wohl. Die Kinder sind sehr, sehr offen für neue Menschen und sind bei beinahe jeder Aktivität alle dabei. Mit den Kindern waren die anderen Praktikanten und ich oft am Strand, haben größere und kleinere Ausflüge gemacht, sie bei den Hausaufgaben unterstützt, zusammen gekocht, Projekte zusammen geplant, beim Unterrichten den Lehrern geholfen und und und... 

Eine Herausforderung war dabei, dass man komplett selbst dafür verantwortlich ist wie viel, was und wann man etwas mit den Kindern unternimmt. Das fiel mir vor allem anfangs nicht immer leicht, da mir ja das Land, die Kultur und die Umgebung noch unbekannt waren. Ohne eine große Eigeninitiative kann man sich, denke ich, auch schnell überflüssig vorkommen. Deshalb war es immer wichtig zusammen mit den Kindern selbst kreativ zu werden um neue Aktionen starten zu können. Natürlich, trotz der vielen Freiräume die wir hatten, war es immer wichtig mit Bibi und Banzi alles abzusprechen und nach ihrer Meinung zu den Ideen zu fragen.

 Es blieb auch in den 5 Monaten nicht aus, dass es ab und zu Missverständnisse, die vor allem wegen der sprachlichen Barriere entstanden, gab. Meine Erfahrung war, dass die Schwierigkeiten dann gelöst werden konnten, wenn alles offen angesprochen wurde. Im Team wurde eigentlich alles immer gut geklärt und jeder konnte seine Sichtweisen schildern. 

Ich hatte auch die Möglichkeit über einen Lehrer an der Grundschule zusammen mit einem anderen Praktikanten Swahili-Unterricht zu nehmen. Das hat sich gerade weil ich 5 Monate in Kenia war echt gelohnt. Ich konnte nach der Zeit zwar nicht wirklich gut sprechen aber verstehen dafür sehr vieles. :)

 Übers Wochenende konnten wir, mussten wir aber nicht im Childrens Home sein. So stand auch größeren Ausflügen übers Wochenende nichts im Weg. Auch wenn ein Ausflug mal schon am Freitag begann, konnten wir immer die Arbeitszeiten mit Banzi und Bibi absprechen ohne dass es irgendwelche Probleme gegeben hätte. Auch Kombani und die Umgebung sind sehr schön und die Menschen in Kombani sind alle supernett und aufgeschlossen. Ich habe mich auch sehr schnell in der Umgebung um das Childrens Home herum gut zurecht gefunden und bei Fragen waren Bibi und Banzi auch immer hilfsbereit. Kombani ist ein sehr idyllisches Dorf und trotzdem besteht die Möglichkeit schnell in Ukunda oder Mombasa zu sein, was ich als eine perfekte Mischung empfand.

Das Praktikantenhaus ist auch echt sehr schön und auch recht groß. Wir haben oft schöne Koch- und Spieleabende zusammen verbracht oder abends gemütlich zusammen draußen gesessen.

Als es dem Ende der 5 Monate zu ging, waren mir die Kinder wirklich schon sehr ans Herz gewachsen und es fiel mir wahnsinnig schwer wieder nach Hause zugehen.

Das war eine wunderbare Erfahrung die ich auf jeden Fall nie mehr vergessen werde!

Janine, März 2014 (BR1)

Im März '14 habe ich ein Praktikum in einer Kindertagesstätte für Kinder zw. 6 - 16 in Florianopolis machen dürfen.

Wem die Arbeit mit Kindern Spaß macht, hat hier viel Raum zur Selbstinitiative für Spiele und Projekte, soweit man ein paar Portugiesisch-Kenntnisse hat, da man sich hier kaum bis gar nicht mit Englisch verständigen kann. Die Halbinsel ist ein Traum von Landschaft, viele Strände, bewaldete Berge, kleine Städtchen...

Meine Unterkunft befand sich auf dem Festland (Sao Jose) bei einer ganz lieben, hippen Gastmutti.

Jeden Morgen um 7 bin ich mit dem Bus Richtung Insel gestartet. Der Busverkehr ist allerdings etwas schwierig zu Anfang, da nicht so einfach organisiert wie in Deutschland (versch. Gesellschaften, keine genauen Zeitpläne, ungenaue Haltestellen...), aber machbar. Nach einer Stunde in der Tagesstätte in der Favela angekommen, hat man bis Mittag Zeit, um mit den Kindern zu spielen, zu lernen und zu lehren. Nach dem Mittag kommt die nächste Gruppe, die man bis 17Uhr zusammen mit ein, zwei Lehrerinnen betreut. Mittagessen nimmt man sich mit und kann es in der kleinen Küche erwärmen und sich nach dem Essen notwendigerweise etwas entspannen bis die nächste Gruppe kommt. Das Wunderbare an der Arbeit ist, dass man sie gar nicht als solche bezeichnen kann... die Kinder reißen sich förmlich, um mehr von dir zu erfahren. Allerdings kann der Lautstärkepegel auch sehr hoch sein und etwas Durchsetzungsvermögen kann nicht schaden.

Die Wochenenden habe ich genutzt, um die Insel zu erkunden. Es gibt nur einfach zu viel Sehenswertes zu finden, dass ich nur eine Auswahl besuchen konnte...jedoch dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Einzig die unerwarteten Regenfälle könnten den Tag unangenehm machen, wenn man gerade unterwegs ist. Alles in allem, viele schöne, wertvolle Momente, die die lange Reise und die Vorbereitung absolut wert war.

Regina, Februar - März 2014 (K43)

Von Mitte Februar bis Mitte März 2014 durfte ich ein Praktikum ... in der HIV/AIDS Self Help Group machen. Als besonders reizvoll empfand ich die Möglichkeit, nahezu jeden Tag etwas Neues ausprobieren zu können, sodass fast kein Tag einem anderen ähnelte. Die Brothers arbeiten nämlich nicht nur mit HIV positiven Menschen, sondern sie haben auch Projekte für Straßenkinder, Orphans und Sex workers aus dem Slum von Mweiga.

 Zudem sind die Brothers auch noch mit verschiedenen Schulen in der Umgebung vernetzt, sodass die Brothers meine Besuche dorthin auch jederzeit unterstützten. Zumindest mir war es möglich, in jedem dieser Bereiche hineinzuschnuppern, wobei jedes Gebiet wiederum vielfältige Tätigkeiten umfasst. Schwerpunktmäßig arbeitete ich jedoch mit den HIV positiven Menschen zusammen und konnte hier nicht nur bei mobilen HIV-Testungen auf der Straße dabei sein, sondern auch bei den folgenden Beratungsstunden im Falle eines positiven Ergebnisses sowie bei Hausbesuchen oder bei  einer Spieltherapie von HIV-positiven Kindern.

Außerdem verfügen die Brothers über eine große Farm mit vielen Feldern, Plantagen und Tieren, wo man sich zur Abwechslung auch einmal in die organische Landwirtschaft einarbeiten lassen konnte. Die Wochenenden kann man nutzen, um das Land zu erkunden und es stört auch wirklich niemanden, wenn man etwas überzieht und 4-tägige Ausflüge unternimmt. Zumindest für Mount Kenya, Massai Mara oder Mombasa - alles sehr empfehlenswert - ist das eigentlich auch das Minimum an einzuplanender Zeit.

 Alles in allem empfand ich meinen Aufenthalt als besonders interessant und lehrreich. Man taucht einfach in eine ganz andere Welt ein und schon allein die Fahrt vom Flughafen zur Stelle wird ein unvergessliches Erlebnis. Die vielen Eindrücke, die man gewinnen muss, Erfahrungen, die man machen muss und die vielen kulturellen Eigenarten, die man kennen lernen kann, waren für mich schlicht zu umfangreich, um in den 5 Wochen auch nur einen Hauch von Langeweile zu verspüren.

 

Ein Praktikum hier ist daher absolut empfehlenswert!

 

Laura, Februar - März 2014 (K7)

Afrika ist eine andere Welt. Alles ist anders: die Kultur, die Sitten, der Verkehr, das Essen, der Lebensstil. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man nach Kenia kommt!

Wir waren zu zweit bei Stelle K7, in Kiembeni. Die Kirche und die Schule sind eher wohlhabend und gut organisiert. Es gibt ausreichend Lehrkräfte und relativ kleine Klassen (30-40 Kinder). 

Alle dort sind sehr freundlich und offen. Allerdings bedarf es einer gewissen Selbstständigkeit und Eigeninitiative, um dort selbst aktiv werden zu können. Um das, was du dort machen willst oder was du unterrichten willst, musst du dich selbst kümmern, was dir aber auch gewisse Freiheiten lässt. Da wir allerdings nur 4 Wochen bei der Stelle waren, können wir nichts über längere Aufenthalte und Arbeiten bei dieser Schule sagen. Bei uns hat aber alles einwandfrei geklappt.    

Auch das Leben in der Gastfamilie war ein Abenteuer. Mal keinen Strom, mal kein Wasser, Schlafen unterm Moskitonetz und überall Insektendas war am Anfang schon eine Umstellung, aber man gewöhnt sich relativ schnell an die neuen Gegebenheiten. Auch der Trubel, die hupenden Matatus, der singende Muezzin und viele andere Geräusche lassen die ersten Nächte in Bamburi endlos erscheinenalso meine Empfehlung: Ohrenstöpsel mitnehmen.    

Das Wetter dort war schon der Hammer: strahlender Sonnenschein, 38-40 Grad und zur Abkühlung nur eine kühle Meeresbrise. Was dabei leider ein bisschen schade war, ist die Tatsache, dass Hot Pants und Miniröcke dort nicht gern gesehen werden - also am besten Hosen/ Röcke bis zu den Knien oder lange, luftige Hosen einpacken, in langer Jeans hältst du es keine 5 Minuten aus. 

Ein Besuch am Strand ist auch ein absolutes ,Muss'! Ein toller weißer Sandstrand und türkisblaues Meer laden zum Entspannen ein. Aufpassen muss man allerdings mit den Beach Boys, die einem "mzungu" ganz schnell was verkaufen und die weißen Frauen am liebsten gleich heiraten wollen. Zusätzlich würde ich noch Ausflüge auf die Wasini Islands zum Schnorcheln und Delfine gucken, in den Haller Park, einem zooähnlichen Naturpark, und eine Safari empfehlen. Wir waren 3 Tage auf Safari im Tsavo East Nationalpark und im Amboseli Nationalpark und das war echt ein Traum!

Nelli, Februar 2014 (Stelle K12 und K20)

Meine Zeit in Kenia war wunderschön und vielseitig. Konnte das Land kennen lernen, die Leute, den kenianischen Alltag erleben und auch die Touristengegend erkunden und genießen.

Ich habe zwei Stellen besucht, bei der Stelle 19 ein Kinderheim und bei der Stelle 36 die Primary school.

Ich persönlich fand es in dem Kinderheim interessanter und man hat sich dort mehr gebraucht gefühlt. Die Unterkunft bei Jacki (Stelle K12) war auch sehr gut und ab und zu wurde auch mal was zusammen unternommen, zb verschiedene schöne Strände aufgesucht oder ein lustiger Karaokeabend mit einer Live-Band... Auch das Essen war sehr lecker und man wurde immer satt. 

Bei Bilibina (Stelle K20) "..." aber im laufe der Tage haben wir dann doch das gesunde Mittelmaß gefunden und letzt endlich eine schöne Zeit gehabt. Die Unterkunft bei B. war sehr gut und das Essen ebenso sehr lecker. Man hat in dieser kurzen Zeit sehr schnell die Kinder in das Herz geschlossen und wird sie nicht so schnell wieder vergessen, ebenso die viele verschiedene und tolle Eindrücke und Erlebnisse. 

Ich kann ein Praktikum in Kenia nur weiter empfehlen und will es auch gerne wiederholen.

Luisa, Januar - März 2014 (K12)

Fast zwei Wochen ist es jetzt her, dass ich wieder in Deutschland angekommen bin.

Auf dem Rückweg im Auto habe ich über meine eigene Familie lachen müssen, weil sie, nachdem wir uns mit dem Auto verfahren haben, wahnsinnig aufgewühlt waren.

Das hat mir gezeigt, dass ich die Frage, die ich mir selbst so oft gestellt habe - ob mich der Aufenthalt irgendwie verändert hat - mit "Ja" beantworten kann! Die Sichtweise auf die Deutschen (und deren niedliche Spießigkeit) hat sich verändert. Zumindest in den ersten Tagen nach Ankunft. Allein der Blick aus dem Fenster im Flugzeug: überall akkurat angeordnete Siedlungen, dazwischen Felder, kein Fleck, der keinen Sinn und Zweck hat.

Leider ist man sehr schnell wieder Teil des Ganzen, aber ich bin mir sicher, dass es mich irgendwann wieder zurück nach Afrika ziehen wird. Vielleicht Tansania, vielleicht ein anderer Ort in Kenia. Ein ländlicherer. Mtwapa bietet zwar viele Möglichkeiten (Supermarkt, Bars etc.), aber ich würde nächstes Mal einen traditionelleren Ort bevorzugen. Ich bin aber auf keinen Fall enttäuscht! Ich habe oft nach Mombasa fahren können, was jedes Mal Spaß gemacht hat, ich habe nette Menschen kennengelernt, mit denen ich mir kleinere und ruhigere Orte angeschaut habe und ich habe alles gesehen, was mir wichtig war!

Auch wenn man die ersten Tage in dem Chaos das Gefühl hatte, man würde sich nie so gut an alles gewöhnen, wie die anderen Freiwilligen daran gewöhnt sind - man tut es doch! Irgendwann kommen einem die am Anfang so witzigen schäbigen und lauten Matatus (Minibusse) ganz normal vor und auch ständig laut mit "Mzungu" (weißer Mensch) gerufen zu werden, ist schnell nicht mehr seltsam. Ist ja nicht böse gemeint. Sie sind da nicht so übervorsichtig wie wir.

Am schönsten fand ich es, sich auf Gespräche mit Kenianern einzulassen, ihnen einfach offen zu sagen, warum man gerade abweisend ist, oder was man nicht gewohnt ist und auf der anderen Seite Interesse zu zeigen und Fragen zu stellen. Daraus ergeben sich die interessantesten Erfahrungen und sehr witzige Momente, in denen man mehr und mehr die Unterschiede der Kulturen kennenlernt! Was das angeht, bin ich einfach der Ansicht, dass jedes Land seine Vor- und Nachteile hat. Ich bin mit der Erwartung nach Kenia gefahren, vor allem arme, aber dafür besonders glückliche und liebevolle Menschen zu treffen. Das war etwas naiv, denn natürlich macht erstens Armut die Menschen auch oft egoistisch und zweitens merkt man absolut, dass es in Kenia so etwas wie das Zeitalter der Aufklärung nicht gegeben hat. In Gesprächen habe ich oft feststellen müssen, dass viele Menschen recht "flach" denken und die Kinder nicht dazu erzogen werden, Dinge zu hinterfragen, sondern einfach nur zu wiederholen, was der Lehrer sagt. Außerdem sind viele Ansichten noch für unsere Verhältnisse mittelalterlich (Stellung von Mann und Frau, Homosexualität, Behinderungen etc.). Das ist denke ich völlig normal und hoffentlich wird sich auch das irgendwann weiterentwickeln und gerade solche Ansichten in Gesprächen mitzuerleben fand ich wahnsinnig spannend! Was mir erst in Deutschland aufgefallen ist: Die Leute regen sich nicht über so unnötige Dinge auf, was sehr angenehm war!

An meinem letzten Tag hier habe ich hohes Fieber bekommen. (Man sollte sein Gemüse wohl doch lieber abwaschen :D). Jacque ist mit mir nach Mombasa in ein besseres Krankenhaus gefahren, wo ich ein Antibiotikum bekommen habe, sodass ich wie geplant fliegen konnte. Auch die anderen Freiwilligen und unser Stamm Boda-Boda-Fahrer (Motorrad-Taxi) haben sich lieb um mich gekümmert. Und Apotheken gibt es zum Glück in Mtwapa genug!

Trotz des doofen letzten Tages war es eine sehr gute Entscheidung, nach Kenia zu fliegen. Ich hatte eine tolle Zeit. Morgens zusammen Mangos zu frühstücken, mit den Kindern im Kinderheim zu singen, zu unserer Lieblingsschneiderin zu gehen und mit ihr über neue Ideen zu reden, eine Bootstour an Jacques Geburtstag, ab und zu am Strand liegen, nach dem Abendbrot noch lange am Tisch sitzen und reden, zu unserem "Spot" gehen oder mit dem Boda fahren und dort den Sonnenuntergang anschauen, eine Tagestour mit selbst gemietetem Safari Guide in den Shimba-Hills-Park, mit Jacque in der Karaoke-Bar singen oder ihr dabei zusehen, in Mombasa beim Spice Market über Preise für (unglaublich aromatische) Cashews diskutieren, einfach mal ganz lange im Apartment rumgammeln, wenn einem danach ist... all das sind Dinge, die ich sehr vermisse!

In der Special School (Schule für Kinder mit Behinderung) ist man sehr flexibel und frei, muss jedoch erstmal mit all den Eindrücken (viel zu viele Kinder für Anzahl der Klassen, recht unhygenisch und chaotisch) klarkommen. Hat man sich daran gewöhnt, kann man aber mit etwas Motivation und Eigeninitiative Kindern (und auch älteren "Schülern" - die meisten leben dort) eine schöne Zeit bescheren!

In Jacques Kinderheim ist man immernoch ziemlich flexibel, man fühlt sich nur in der kleinen familiären Gruppe mehr verantwortlich für feste Strukturen im Alltag der Kinder. Die Kinder sind mir schon in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen, weil sie auch sehr schnell Nähe gesucht haben. Und auch gerade die zurückhaltenderen Kinder, denen man am Anfang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat, habe ich sehr lieb gewonnen!

Wenn jemand anderes darüber nachdenkt, nach Kenia zu fliegen: Machen! Und wenn jemand Konflike mit seinen sich sorgenden Eltern hat: Mich anschreiben! :D Ich habe da Erfahrungen mit! ;-)

Hakuna Matata!

Ursula, Januar - Februar 2014 (K2)

Ich war im Januar 2014 im Kinderheim in Kombani und kann nur jedem raten, der die Möglichkeit hat, dort auch ein Praktikum zu absolvieren. Ich habe das Praktikum im Rahmen des 2. Blockpraktikums in der Erzieherausbildung gemacht und war deshalb nur 1 Monat da,dennoch hat die Zeit ausgereicht um einen kleinen Einblick in das Land und Leben der Leute vor Ort zu bekommen. Ich wurde sofort super herzlich von allen aufgenommen,sowohl den anderen Praktikanten, als auch von den Kindern und B., dem Heimvater und B., der Heimmutter. Besonders hat mich das harmonische Zusammenleben im Kinderheim begeistert und die Möglichkeit sich überall helfend einzubringen- nicht nur im Kinderheim selbst, sondern auch in der dazugehörigen Schule bzw. der Freizeit der Kinder. An B.oder B. konnte man sich jederzeit wenden wenn es einmal Fragen oder Unsicherheiten gab.

Weil es gar nicht möglich ist alle Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gemacht habe aufzuzählen möchte ich hier einfach nur ein kleines Stimmungsbild von der tollen Zeit geben: Sehr viel menschliche Wärme und Freude trotz des einfachen Lebensstils!!

Magdalena, Januar - Februar 2014 (K12)

Hallo alle miteinander! Mein Name ist Magdalena und ich war bei dem Projekt K12. Ich und eine Freundin von mir haben unseren Praktikumsschwerpunkt auf das Krankenhaus gelegt, da wir beide an einer FH in Österreich den Lehrgang Hebamme absolvieren!

Ich kann euch nur sagen, diese Praktikumszeit war genial. Wer sich im Geburtsmedizinischen Bereich in Österreich ein bisschen auskennt: da ist kaum ein Vergleich! Geburtsbetreuung findet durch die "Krankenschwestern" kaum statt. Die Frauen entbinden in Rückenlage und die Plazenta wird aktiv gelöst..wir haben sehr viel gelernt, wir durften auch viel selber machen. Das Personal im Krankenhaus war total freundlich und empfing uns mit offenen Armen! Es gab keinen Stress, alle waren relaxed, auch in Stresssituationen. Es gibt aber nicht nur den Kreißsaal. Die Schwangeren Frauen kommen auch vor der Geburt regelmäßig zu check-ups. Es wird der Blutdruck gemessen, sie werden gewogen, man tastet mit den Leopold'schen Handgriffen den Bauch der Mutter und die Lage des Kindes ab. Man hört mit dem Hörrohr nach den kindlichen Herztönen und die Mütter bekommen eine Tetanus- u Malariaprophylaxe. Auch postpartal werden die Kinder noch einmal angeschaut! Jede Mutter hat einen Mutter-Kind-Pass in dem alle Maße vermerkt und notiert werden (sehr fortschrittlich! Auch wenn nicht immer alles stimmt;) 

Das Wohnen in Mtwapa war sehr cool. Wir hatten zu Zweit ein Appartement. In unserem großen Raum wurde jeden Tag gemeinsam gefrühstückt und gemeinsam mit den andren Vorlontären zu Abend gegessen. Die Dusche funktionierte nur mit kaltem Wasser, was bei den Außentemperaturen sehr angenehm war.

 Jacquie ist eine nette und unkomplizierte Person. Wenn etwas nicht funktioniert oder man ein Problem hat ist sie sehr hilfsbereit und bemüht darum das Problem zu beheben. 

Zum Strand geht man zwischen 15 und 40 Minuten, je nachdem wo man hinmöchte. Die sind wunderschön! 

Mtwapa ist halt ein typisch afrikanischer Ort. Es ist eher dreckig, weil es kein Müllsystem gibt. Es gibt viele Obststände an denen man sehr billig super gutes Obst bekommen kann. Für eher empfindliche Leute gibt es einen großen Supermarkt in dem man sehr westlich einkaufen kann.

Die Verkehrssituation ist etwas chaotisch, aber cool! 

Falls sich jemand für Krankenhausarbeit interessiert und der- oder diejenige nicht zurückscheut etwas Neues, Einfaches und Anderes kennen lernen zu wollen, dann ist dieses Praktikum sicher zu empfehlen. Man darf sich nicht scheuen zu fragen ob man einzelne Handgriffe übernehmen darf, man darf aber auch keine Angst davor haben, etwas abzulehnen, wenn man es nicht machen möchte. So habe ich beispielsweiße Geburten alleine gemacht, aber bei anderen Frauen, wenn Geburtsverletzungen entstanden sind, diese nicht genäht. Ich habe diese Angebote, das vorort zu lernen, höflich zurückgewiesen und die Krankenschwestern, diese Arbeit machen lassen, da ich in diesem Bereich für meine Verhältnisse noch nicht gut genug ausgebildet war! Das war aber auch kein Problem, auch wenn sie mich vielleicht ein bisschen ausgelacht haben - aber das war immer auf einer spaßigen und freundschaftlichen Ebene. Wir hätten pro Tag 6 Stunden anwesend sein sollen. Es war aber überhaupt nicht streng. Manchmal waren wir nur 5 Stunden dort, und an anderen Tagen war es so interessant, dass wir 10 Stunden dort waren. Wir haben spontane Beckenendlagegeburten, Zwillingsgeburten,gesehen. 

Natürlich kommt es drauf an, was man gerade sieht oder was man verpasst, aber eins kann ich sicher behaupten: Egal was in diesem Krankenhaus passieren wird, das sind Erfahrungen die einem keiner mehr nehmen kann und ich würde es jederzeit sofort noch einmal machen!!!

Lena, November 2013 (K12)

Am 27. September ging meine Keniareise los, ich flog zunächst nach Mombasa und arbeitete in einem Waisenheim in Kilifi. Da war ich jedoch sehr unglücklich, weil es viele Probleme in diesem Heim gab und zwischendurch auch die Rede von einer Schließung des Heimes war. Nachdem wir Volontäre vieles durchgemacht hatten und ich einfach nur noch nach Hause wollte, entschied ich mich aber, nicht aufzugeben und doch noch meine Keniareise fort zusetzten. So suchte ich nach einer anderen Stelle und bei meiner Internetrecherche stieß ich dann auf die Internetseite von Klemens Köhler und suchte mir sofort die Stelle 19 aus. Nachdem dann alles sehr schnell geregelt wurde, reiste ich mit meinem Koffer nach Mtwapa und lernte dort die Kenianerin Jacqueline und zwei deutsche Volontärinnen kennen. Sie gaben mir sofort das Gefühl, zuhause zu sein und von da an ging es mir von Tag zu Tag besser. Nach einigen Tagen durfte ich dann das erste Mal in meine neue Arbeitsstelle, die Behindertenschule. Dort lernte ich den Schulleiter und einige Lehrer kennen, die total offen und herzlich waren. Sie zeigten mir alles und machten mich mit den Kindern bekannt. Es hat mich so unglaublich fasziniert, was ich dort gesehen habe. Es leben dort viele Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen zusammen mit anderen Kindern, die Waisen geworden sind. Der Umgang untereinander ist so herzlich, die Kinder helfen und unterstützen sich gegenseitig, und es spielt keine Rolle, ob man behindert ist oder nicht. Wenn das Essen ausgeteilt wurde, dann brachten es sich die Kinder gegenseitig und fütterten die, die in Rollstühlen saßen. Nachdem ich in dem ersten Heim, in dem ich in Kilifi war, sehr viel Abneigung erfahren musste, stieß ich hier auf absolute Herzlichkeit. Die Kinder kamen alle zu mir, wollten mit mir spielen und von mir in den Arm genommen werden. Auch wenn ich nur 4 Wochen dort war, haben mich diese Tage sehr geprägt. Ich habe gelernt, wie wichtig das Miteinander und Füreinander ist und wie einfach man Kinder in Afrika glücklich machen kann. Am Ende meines Praktikums dort habe ich ein ganz besonderes Highlight erlebt: Der Schulleiter hat extra einen kleinen Baum für mich besorgt, den wir gemeinsam gepflanzt haben. Ich bin ganz sicher, dass ich eines Tages dort wieder hinfahren werde und dann ist mein Baum bestimmt schon gut gewachsen. Einige Schüler haben auch für mich getanzt und mich dann zu einem afrikanischen Mädchen gemacht, indem sie mich mit Kangas eingekleidet haben. Diese Menschen werde ich nie vergessen und ich bin so dankbar, dass ich doch noch so etwas Schönes in Afrika erleben durfte. Während ich in Mtwapa war, haben wir Volontäre auch viele tolle Dinge unternommen, wir waren z.B. mit zwei Pferden am Strand ausreiten, haben viel im indischen Ozean gebadet, waren in Mombasa auf einem Secondhandmarkt, haben eine Safari im Tsavo-East-Park gemacht und noch vieles mehr. Am Ende meiner Zeit in Afrika war ich noch für eine Woche am Diani Beach, und lernte da auch noch viele Menschen kennen. Mit denen war ich dann Schnorcheln und habe auch eine Bootstour gemacht. Auch wenn ich nur knapp drei Monate da war, bin ich doch sehr begeistert von allem und bin froh, dass ich sowohl schlechte als auch gute Erfahrungen gesammelt habe. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir meinen Aufenthalt in Afrika unvergesslich gemacht haben, ganz besonders Jacqueline und den beiden Volontärinnen Helen und Leonie. Ein großer Dank geht auch an Klemens, der mir so spontan einen Stellenwechsel ermöglicht hat. Ich bin ganz sicher, dass ich bald wieder nach Afrika kommen werde, denn dieses Land hat mich verzaubert. ASANTE SANA!

Stella, August - Oktober 2013 (K2)

Guten Abend,

ich bin gut in Berlin gelandet und wurde herzlichst empfangen. Wieder Zuhause zu sein freut einen schon sehr, wobei man die Kids schon sehr vermisst.

Das Praktikum und der Aufenthalt in Kenia waren einfach einzigartig! Die Kinder waren traumhaft und jedes auf seine Art ganz besonders. Sobald man ihr Lachen gehört hat war das Lächeln auf das eigene Gesicht gezaubert. Gemeinsame Ausflüge wie die an den Tiwi-beach oder/und an den Diani-beach oder Disko machen, Waffeln backen, Sandwichs selbst machen, Staffelspiele spielen, Schmuck selber machen, Fußball spielen, Nägellackieren und und und waren einfach toll.

Zu den zuckersüßen Kids kommen noch die wirklich herzlichen Mitarbeiter des Kinderheims.

Banzi, der Chef, ist einfach eine ganz liebe Persönlichkeit, der alles für das Wohl der Kinder tut. Wir konnten ihm zu 100% vertrauen und bei jedem Problem zu ihm kommen.

Insgesamt hatte ich eine wirklich tolle Zeit in Kenia und habe viele Erfahrungen gesammelt. Ich kann die Zeit eigentlich nicht in Worte fassen, nur empfehle ich es wirklich jedem, der mal eine komplett andere Welt und ein ganz anderes Leben kennenlernen will, dieses Praktikum zu machen.

Franzi, August - Oktober 2013 (K32)

Ich war vom 03.08.13 bis zum 01.10.13 bei Stelle 46 in Ruiru, in der Nähe von Nairobi. Es handelt sich dabei um eine NGO), die unter anderem ein Programm für Weisenkinder und mehrere Gesundheitsprogramme hat.

Ruiru ist eine Kleinstadt (kleine Kleinstadt) nördlich von Nairobi, mit dem Bus braucht man etwa eine gute halbe Stunde in die Hauptstadt. Es ist eher ländlich gelegen, wer also eigentlich lieber aufs Land möchte, ist hier richtig. Trotzdem hat man alles was man braucht (Supermärkte, Banken, Krankenhäuser etc.) in unmittelbarer Nähe.

Die Umgebung hat mir dementsprechend gut gefallen, da ich auch eher etwas ländlicher leben wollte. Die Unterkunft war nicht optimal, ich war jedoch mit die erste, die bei dieser neuen Stelle war und es wird zukünftig eine andere Lösung geben (Anmerkung mylabadi: eine Alternative ist mittlerweile gefunden!)  Die Leute von der Stelle waren total nett und die meisten erst Mitte 20, sodass wir viel zusammen unternommen haben. Besonders Susan hat sich ganz lieb um mich gekümmert und ich konnte mich wirklich auf sie verlassen. 

 Bei der Organisation habe ich meist von montags bis freitags ganztags gearbeitet, manchmal auch am Wochenende, wenn etwas anstand. 

Ich habe vor allem Hausbesuche bei den Kindern aus dem Weisenkinderprogramm gemacht und außerdem an diversen trainings und meetings der verschiedenen Programme teilgenommen und dort geholfen. Wenn nichts anstand, war ich beim Orphans Centre und habe mich mit den Kindern beschäftigt, was wirklich toll war und viel Spaß gemacht hat. Aufgrund der vielen Gesundheitsprogramme, die bei der Stelle laufen, hat man auch die Möglichkeit bei HIV-testing Veranstaltungen z.B. in den Kaffeeplantagen zu helfen. Außerdem gibt es Schulprogramme, wo man ältere Schulkinder über bestimmte Themen unterrichtet. Die Stimmung dort war stets entspannt und locker und meine Arbeit hat mir gut gefallen. Es hätte insgesamt etwas mehr sein können, aber das lag eventuell auch an dem Zeitraum in dem ich vor Ort war.  Wenn man gerne auch etwas reisen möchte, ist das auch kein Problem, solange man alles mit Mabubi abspricht. 

Ich habe viele nette, junge Leute kennengelernt, eigentlich ausschließlich mit Einheimischen zu tun gehabt und dadurch neue Freundschaften geknüpft. 

Auch zwei Monate haben ausgereicht, um ein bisschen in die Kultur einzutauchen und das kenianische Leben etwas kennenzulernen. Ich hatte eine wirklich tolle Zeit bei der Stelle und in Kenia und würde diese Stelle auf jeden Fall weiterempfehlen!  Wer sich für die Stelle interessiert und noch mehr darüber erfahren möchte, kann sich gerne per Mail bei mir melden! 

 Franzi 

Tim, August - September 2013 (K12)

Im Sommer habe ich ein 5-wöchiges Praktikum im Jacques Kinderheim in Mtwapa gemacht. Ich hatte keinerlei Vorkenntnisse im Bereich Kinderbetreuung, wollte jedoch mich auf dieses Abenteuer einlassen. Als ich in Mombasa ankam wurde ich gleich ganz nett empfangen und hab mich sofort wie zu Hause gefühlt. Danke dem guten Kontakt zur kenianischen Gastgeberin und den anderen europäischen Volos kam auch der Spaß nicht zu kurz. Im Kinderheim wurde ich auch sehr nett aufgenommen. Obwohl ich amAnfang gar nicht richtig wusste, was ich mit den Kindern machen sollte,kam ich schenll dahinter. Während denSchulferien haben wir jeden Morgen 2 Stunden Englisch und Mathe geübt. Danach haben wir noch zusammen gespielt. Auch Lieder singen fanden sie total toll, was ich früh rausgefunden habe. Am Liebsten haben sie sich allerdings von mir rumtragen lassen, in die Luft schmeißen und wieder auffangen usw... Durch einige Spenden aus Deutschland, war es mir möglich im Kinderheim einiges zu verändern. Wir haben für alle Kinder Betten gekauft, die Schulgebühren für ein Jahr bezahlt, Essen und Medizin besorgt. Ich hatte eine tolle Zeit im Kinderheim und werde die Kinder wirklich vermissen. Auch die Arbeitszeiten konnte ich sehr flexibel gestalten, falls ich einmal einen Ausflug machen wollte. Ich war während der Praktikumszeit auf kleinen Ausflügen auf Lamu, in Mombasa oder im Haller Park. Die großen Touren habe ich erst nach der Praktikumszeit gemacht, da ich mir extra noch 2,5 Wochen zum Reisen eingeplant hatte. Diese habe ich genutzt für Sansibar, Dar-es-Salaam, Moshi, Nairobi und eine 3-tägige Safari im Maasai Mara National Reserve. Alles in allem waren super 2 Monate! Ich wurde kaum etwas von der afrikanischen Kultur aber hab während dieser Zeit nicht nur viel darüber gelernt, sondern auch viel über mich selbst. Der Spaß kam bei Spieleabenden und Karaokepartys auch nicht zu kurz! Ich hoffen nächstens Jahr wieder runterfliegen zu können! Ich kann Jedem, der offen ist für neue Erfahrungen, diese Stelle empfehlen, lasst euch auf das Abenteuer ein und genießt es!

Bernhard, Juli - September 2013 (K12)

Ich war von Juli - September 2013 beim Projekt K12 bei Jacque in Mtwapa und muss überraschenderweise zugeben: Es war die wohl coolste Zeit in meinem bisherigen Leben! Mtwapa ist ein wundervoller Ort, es gibt so viel zu entdecken und ist  trotzdem schnell ganz gut überschaubar! Mtwapa zeigt in seinen unterschiedlichen Facetten ziemlich genau, was Afrika alles zu bieten hat (Von reichen Auswanderer-Villen, Hotelanlagen, Slums und Lehmhütten im Armenviertel, vielen Lokalen - nicht umsonst kennt man Mtwapa auch als 'the party-town', Märkten, Naturschönheiten). Auch die Nähe zu Mombasa und zum Strand machen es einem nicht schwer, den Ort schnell lieben zu Lernen.   Jacque, die Gastgeberin, bei der man untergebracht ist, ist grundsätzlich sehr nett, und versucht, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Sie war auch die Chefin vom Kinderheim, bei dem ich gearbeitet habe. Dort habe ich unglaublich viele schöne Momente erlebt, die Kids sind der Wahnsinn, wenn ich könnte, würde ich sofort wieder hinfahren! Grundsätzlich sind die verschiedenen Projekte in Mtwapa sehr gut, die Special School, eine Schule für Kinder mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung, kann ich nur weiterempfehlen. Ich selbst hatte vorher keinerlei Erfahrungen gesammelt, allerdings wurde ich sehr schnell und herzlich aufgenommen. Essen und Unterkunft waren in Ordnung, kurzum, man merkt, dass es mir sehr gut gefallen hat, ich muss aber fairerweise auch betonen, dass manchmal nicht alles so geklappt hat, wie gewünscht. Das war zum Teil sehr ärgerlich, hat aber im Großen und Ganzen nicht gravierend gestört. Man ist ja flexibel und gerade auch das gehört zu Afrika irgendwie dazu! ;)   Ich denke, es ist wichtig, mit einer gewissen Toleranz und Offenheit nach Afrika zu fahren und für die fremde Kultur und Lebensart aufgeschlossen zu sein. Wenn man das nicht ist, kann man sich selbst viel verderben und es kommt leichter zu Konflikten, die nicht nötig waren. Man muss sich aber auch nicht alles gefallen lassen und die Gradwanderung zwischen Vertrauen und Misstrauen kann sehr schwierig sein. Ich schreibe das nur, weil ich beides in Mtwapa erlebt habe. Grundsätzlich kann ich aber kaum wirklich Negatives berichten und habe viele nette Leute kennengelernt!   Wer näheres über meinen Aufenthalt erfahren möchte, ich habe in meiner Zeit in Afrika einen Reiseblog geschrieben, den man gerne nachlesen kann --> www.berni-in-mtwapa.blogspot.co.at ! Ansonsten bin ich auch gern bereit, evt. Fragen via Email oder Skype zu beantworten, Klemens von mylabadi.de kann euch die nötigen Kontaktdaten übermitteln.   Ich bin mit der Organisation mylabadi.de sehr zufrieden! Die Vorbereitung war sehr persönlich, Klemens beantwortet alle Fragen auch gern via Skype und sehr ausführlich, allerdings hat sich manches vor Ort etwas Anders herausgestellt, was aber nicht weiter schlimm war! Ich kann mylabadi.de also nur aufrichtig weiterempfehlen und gebe Mtwapa und Projekt 19 eine 2+!!  

 

Euer Bernhard

Dominik, Juli - August 2013 (K32)

The first days you experience a new country, you just find things that might be different from your home country. And indeed there is a lot to be found. Your whole mental energy is needed to guide you through that very first period and it is maybe the most enjoyable time, because you get amazed by the simplest things along your way and you can't keep your eyes of things, local people would not even recognize. When this comes silently to an end, you start to act like a local, you know how things are going and you suddenly feel like a Kenyan, you feel at home. When I arrived at  "the organization" I did not know what to aspect exactly. I first met Joakim and Charles, whom guided me also through my first weekend. I had a good first impression of them and by the end of the month we became good friends. Also Susan and Jamimah should be mentioned here, who were always inn for card games after work and whom are indeed funny fellows to spent time with. Especially this group made it more than easy for me, to feel welcome and not at all alone in the big house where I was staying at. 

 

Challenges & Successes 

1)      Attach to the Children () I was looking forward to this challenge, but to be honest, the kids made it easy for me and within a short time I was in love with all of them. They were really open towards me and so I could open myself towards them and it didn't take long until I would miss them on weekends.

 2)      Consulting My work at the organization was not limited to play and entertain the children; I also was needed to give a different perspective based on my psychological knowledge. My focus was mainly on children suffering problems in their homes at the very moment, children who started to avoid school for no evidently reason and children with any other complication that might bring them away from their path to become a well-developed and educated adult. (...) 

3)      Home visits To get a complete picture of each child I made sessions with, I also had to visit his/her home. For me it was very interesting to see how those kids live and what their daily challenges are. By that that it became easier to understand certain behavior of some kids and also the teacher and Charles (whom accompanied me) were of great help. (...)

 4)    School sessions "Once you start with the school sessions, you get addicted to it" Charles said before my first session and so it was. We went to a near school on Wednesday (for class 7) and on Friday (for class 8) and taught them about assertiveness, decision making and HIV. At first it was challenging to keep them quiet, to keep them entertained and curious, but after the second session, I already felt what Charles was talking about: It felt right to teach those kids and I could enjoy any minute of the sessions.

 I learned a lot during my one month period at  "the organization" and I would be proud if I also could teach you something. I felt like leaving home, when I went on, leaving all this new friends and kids back. I will always keep "the organization" reminded as a great organization full of young and powerful adults, transferring their energy to the kids and receiving respect through their honesty and their great personalities. Keep your spirit like this and you will have a great future! Thank you for all and I wish you all the best!

Daniel, Juli 2013 (K4)

Ich wollte mich wieder zurück melden aus Deutschland und mich ganz herzlich bedanken für dieses tolle Praktikum. Ich habe viele wundervolle Erfahrungen gesammelt, tolle Menschen kennengelernt und viel über mich erfahren. Ich hatte das Glück in einer der tollsten Gastfamilien zu sein, in der ich je war. Vielen Dank. Außerdem möchte ich mich für die tolle Betreuung bedanken. Ich habe mich zu jederzeit wohlgefühlt und hatte das Gefühl nie alleine zusein. Ich bin Mittwoch Nacht wieder in Deutschland gelandet. 

Ich würde sehr gerne Klemens Köhler weiterempfehlen.

Michael, Juni - Juli 2013 (I1)

Die 32 Tage, die ich insgesamt in Indien verbrachte, waren von vornherein mehr als ein Besuch denn als ein Praktikum ausgelegt. So bekam ich auch die Gelegenheit, eine ganze Reihe verschiedener Orte in Indien kennen zu lernen. 

Als erstes war ich in Mysore im Kloster untergebracht. Vater Bena, der dort arbeitet, hat mir in diesen Tagen die Stadt gezeigt und mich zu Besuchen bei verschiedenen (meist armen) Familien mitgenommen. Im Kloster selber lernte ich ausserdem Stella, die Haushälterin, sowie deren Mann und ihre drei Kinder kennen. Stella ist eine sehr nette Frau, sie ist etwa so alt wie ich. Obwohl sie nie zur Schule gehen konnte (sie stammt aus einem sehr armen Dorf, die Eltern hatten kein Geld), spricht sie fliessend Englisch, was sie sich allein durchs Hören im Laufe ihrer Arbeit angeeignet hat. Ihr Mann dagegen spricht nur wenige Sätze Englisch. Die beiden haben bis vor wenigen Jahren weit weg vom Kloster mit ihren Kindern in einem kleinen Dorf gelebt und waren sehr arm. Vater Bena hat mir erzählt, dass sowohl ihr Mann als auch der kleine zweijährige Sohn stark unterernährt waren, als er die junge Familie damals zu sich ins Kloster geholt hat. Nun führen sie hier den Haushalt, kochen, putzen und kümmern sich um gelegentliche Gäste (wie mich). 

Was das Essen anbelangt, so habe ich hier von Anfang an darum gebeten, es für mich nicht so scharf zuzubereiten, wie das in Indien sonst üblich ist. Das hat Stella dann auch gemacht. Wobei das Essen meist aus Reis mit einer Beilage bestand. Zusätzlich habe ich mir im nahen Supermarkt noch Cornflakes und Milch besorgt. Sogar Spaghetti hab ich dort bekommen.

 Wie ich im Vorfeld verschiedentlich vernommen hatte, bekommt für gewöhnlich die Hälfte aller Indienreisenden über kurz oder lang Magenprobleme. Das war auch bei mir nicht anders, obwohl ich, wie gesagt, auf scharfes Essen verzichtet habe. Das war allerdings nur an einem Tag der Fall. Dummerweise war es genau der Tag vor meiner Weiterreise nach Bhatkal. Dort sollte ich den Geburtsort von Vater Bena kennenlernen.

Von Mysore nach Bhatkal sind es zwischen 400 und 500 km. Da Autobahnen in Indien (so hatte ich jedenfalls den Eindruck) über weite Strecken nicht vorhanden sind, bedeutet das mit dem Bus eine mindestens 10-stündige Reise. Vater Bena hatte hierfür extra einen besonders guten Bus für mich organisiert, in dem es Schlafplätze gab. Die Fahrt würde am späten Abend um 22 Uhr starten. Wie zuvor erwähnt hatte ich aber genau an diesem Tag Probleme mit meinem Magen bekommen. So war ich mir während des ganzen Tages alles andere als sicher, ob ich diese lange nächtliche Reise tatsächlich würde antreten können. Doch ich hatte Glück im Unglück: Etwa zwei Stunden vor Abfahrt des Busses musste ich schliesslich erbrechen. Danach war mein Magen erst einmal still, so dass die Reise wie geplant starten konnte. Ich war dabei nicht allein. Paul Nzuki, ein Freund von Vater Bena, der zusammen mit ihm Recht studiert hatte, begleitete mich. Der Bus hatte wirklich westeuropäischen Standard. Von den Strassen liess sich selbiges leider nicht behaupten. Die zentrale Folge davon war im Wesentlichen, dass ich während dieser 10-stündigen nächtlichen Busfahrt kaum ein Auge zumachen konnte. Am darauffolgenden Morgen war ich entsprechend müde und in nicht sehr vertrauenserweckender Verfassung. Als der Bus schliesslich in einem kleinen Vorort von Bhatkal hielt und ich zusammen mit Paul Nzuki und meinem Gepäck nach draussen auf die Strasse trat, fühlte ich mich richtiggehend benebelt. Das hatte allerdings auch mit der ausserordentlich hohen Luftfeuchtigkeit zu tun, die hier an der Küste herrschte. Dazu muss ich erwähnen, dass ich ja mitten in der Regenzeit nach Indien gekommen bin. In Mysore selbst hatte es zuvor nur wenig geregnet. Hier in Bhatkal sah das anders aus. Ich war kaum in meiner von Vater Bena organisierten Unterkunft (im Hause seines Bruders) angekommen, als es auch schon wie aus Kübeln zu regnen begann. Um das etwas zu verdeutlichen: Stehe eine Minute lang in diesen Regen und du bist fast genauso nass, als wenn du mitsamt deinen Kleidern in ein Schwimmbad gesprungen wärst. 

Im Haus von Vater Benas Bruder hab ich mich dann erst einmal auf das mir zur Verfügung gestellte Bett gelegt und einige Stunden geschlafen. Einen Tag später kamen schliesslich zwei junge Damen namens Leena und Teena vorbei. Die beiden waren Schwestern und gute Bekannte von Vater Bena. Dieser hatte Leena gebeten, mich hier in der Gegend ein wenig herum zu führen. Als erstes gingen wir aber in das nur wenige Minuten entfernte Haus, in dem die beiden zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder wohnten. Dort gefiel es mir so gut, dass ich die beiden fragte, ob es möglich wäre, dass ich meine Zeit in Bhatkal hier bei ihnen verbringen dürfte. Das erschien mir auch deswegen sinnvoll, weil Leena mich dann, um mir die Gegend zu zeigen, nicht immer erst im Hause von Vater Benas Bruder würde abholen müssen.

Das Haus war sehr neu, der obere Stock war noch nicht fertig ausgebaut. Dass sich diese Familie ein solches Haus überhaupt leisten konnte, lag im Wesentlichen an der Tatsache, dass der Vater das ganze Jahr über in Dubai lebte und dort arbeitete. Dadurch verdiente er umgerechnet um die 800 Euro, was für indische Verhältnisse sehr viel ist. So konnte er seiner Familie nicht nur den Bau dieses Hauses ermöglichen, sondern seinen Kindern auch eine gute Ausbildung bezahlen. Der Preis dafür war allerdings, dass der Vater seine Frau und seine inzwischen erwachsenen Kinder nur ganz selten zu Gesicht bekam. Und das schon seit 19 Jahren. Besserung war insofern in Sicht, als Leena mir davon erzählte, dass sie beabsichtige, nun nach Beendigung ihrer Ausbildung selber nach Dubai zu gehen und dort zu arbeiten und das Geld nach Indien zu schicken, so dass ihr Vater die Möglichkeit hatte, nach Hause zu seiner Familie zu kommen. Ich fand das sehr beeindruckend und fragte mich, wieviele Junge in meinem Alter hier in Westeuropa wohl zu etwas Derartigem bereit wären. Ein anderer Aspekt ist das Heiraten. Leena ist jetzt etwa 22. Sie hat mir einmal gesagt, dass sie, wenn sie 26 ist, gerne heiraten würde. Sollte sie bis dahin keinen Mann gefunden haben, so würde sie ihre Eltern bitten, einen für sie zu suchen. Eine "arranged marriage" also, keine "love marriage". Wie ich hörte, werden in Indien nach wie vor etwa 60 Prozent der Ehen von den Eltern arrangiert. 

Das wirklich Interessante daran ist aber, dass die Töchter (und auch die Söhne) damit offenbar überhaupt kein Problem haben, ja vielmehr es fast schon von ihren Eltern erwarten, dass diese den richtigen Partner oder die richtige Partnerin für ihre Kinder organisieren. Offenbar empfinden sie das als leichter, als wenn sie sich selber darum kümmern müssten, den oder die Richtige zu finden. Leena meinte, ihre Eltern würden sie ja am besten kennen und so auch am besten wissen, welcher Mann der Richtige für sie sei. Auch schon die Ehe ihrer Eltern wurde ja von deren Eltern arrangiert.   Nebenbei: Das eigenständige Finden eines Partners ist in Indien wohl auch nicht so einfach, da es allgemein nicht üblich zu sein scheint, dass eine Frau mit einem fremden Mann spricht. (Mal abgesehen davon, wenn sie nach dem Weg gefragt wird oder dergleichen.) Auch ist mir aufgefallen, dass Frauen und junge Mädchen sehr schnell wegschauen, wenn sie von einem fremden Mann angeschaut werden. Auch Gelegenheiten, jemanden etwa in einer Disco kennen zu lernen bestehen nicht. Tanzlokale sind dort nur für Paare gedacht. Die einzige Möglichkeit für eine Frau, einen Mann zu finden, besteht also innerhalb des eigenen Verwandten- und Bekanntenkreises sowie in Schule oder Studium. Insgesamt war ich neun Tag lang im Haus von Leena und Teena. Danach hat mich der Bruder von Vater Bena wieder abgeholt und zum Haus seiner Schwester gebracht, wo ich die nächsten elf Tage verbringen sollte. Das war in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kumta. Dort lebt die Schwester von Vater Bena zusammen mit ihren beiden noch minderjährigen Töchtern. Der Mann arbeitet in Mumbai, bekommt seine Familie also auch nicht besonders häufig zu Gesicht. Während der Zeit, die ich in diesem Haus verbrachte, sind wir einige Male im nahen Kumta einkaufen gegangen (stets mit den kleinen Rikschas, die überall auf den Strassen auf Kunden warten). Daneben hab ich viel Zeit mit den beiden Mädchen verbracht (das eine war 13, das andere 10 Jahre alt). Beide hatten grosse Freude an meinem Netbook, das ich stets mit mir herumtrage, wenn ich auf Reisen gehe. Computer sind vor allem auf dem Land in Indien nicht sehr verbreitet. Am liebsten mochten sie das Malprogramm Paint. Daneben wollte das grössere der beiden Mädchen unbedingt Tastaturschreiben lernen. Offenbar hat es ihr Eindruck gemacht, mich im 10-Finger-System über die Tasten flitzen zu sehen. An einem Nachmittag kam eine Schulfreundin des zehnjährigen Mädchens zum Spielen vorbei. Als sie gegen Abend wieder nach Hause musste, wurde sie von uns allen nach Hause begleitet. Dort lernte ich ganz unverhofft ihren 14-jährigen Bruder namens Prasanna kennen, der, als er mich sah, ausserordentlich neugierig wurde und viele Fragen hatte. Dazu muss ich anmerken, dass Menschen aus dem Westen in Indien nach wie vor eine Besonderheit darstellen und dies ganz besonders auf dem Land. Wenn man da irgendwo durch die Strassen geht, kann man sich Dutzender neugieriger Blicke sicher sein. Prasanna erzählte mir auch, dass viele Inder sich wünschen, weisse Haut zu haben, so wie wir hier im Westen. Das hatte ich bereits zuvor in Mysore von Stellas Mann gehört, der mir mal an den Arm gefasst und dazu gesagt hatte, er hätte auch gerne so weisse Haut wie ich. Daraufhin habe ich Prasanna erklärt, dass die Menschen im Westen es gar nicht so sehr mögen, weiss zu sein und im Sommer zu Tausenden an die Strände flüchten, um möglichst schnell möglichst braun zu werden (so wie die Menschen in Indien von Natur aus aussehen). Letztlich ist es doch stets so: Was ich hab, das will ich nicht und was ich will, das hab ich nicht.   

Die Gespräche, die ich mit Prasanna geführt habe, waren tatsächlich sehr unterhaltsam. Er ist denn auch nach diesem Abend mehrfach beim Haus von Vater Benas Schwester vorbeigekommen, um sich mit mir zu unterhalten. Dabei haben wir auch über seine Religion gesprochen (Prasanna ist Hindu). Und ich habe ihm meine Religion (Christentum) erklärt. Da Vater Benas Schwester (sie ist Christin) eine Bibel in Prasannas Muttersprache besitzt, konnte ich Prasanna sogar einige bekannte Texte wie etwa die Bergpredigt zum Lesen geben.  Auf Englisch wäre das für ihn wohl etwas zu schwer verständlich gewesen. Für mich allerdings war das Auffinden der entsprechenden Stellen in der für mich völlig fremden Schrift nicht ganz leicht und letztlich nur dank der Kapitel- und Versnummern überhaupt möglich. Nebenbei bemerkt gibt es in diesem Teil Indiens neben Hindus und Christen auch sehr viele Moslems. Welcher Konfession diese genau angehören weiss ich nicht, jedoch ist es üblich, dass die moslemischen Frauen dort mit kompletter Verschleierung herumlaufen. Das hat mich am Anfang schon etwas erstaunt, vor allem weil es ja in Indien so heiss und feucht ist. Ich glaube, ich würde einen Herz-Kreislaufkollaps bekommen, wenn ich bei dieser Hitze so viel Kleidung tragen müsste. Als ich in der Woche zuvor Teena mal danach fragte, meinte sie bloss, das sei eben deren Tradition, die Frauen seien sich das gewohnt und sie würden das auch nicht ständig tragen, sondern nur in der Öffentlichkeit.   

An meinem letzten Tag im Hause von Vater Benas Schwester sind einige junge Männer aus dem Dorf vorbeigekommen, die darum baten, dass ich mit ihnen zusammen zu einem nahen Fluss kommen möge, um Aufnahmen davon zu machen, wie sie von der Brücke aus ins Wasser springen. Dem Wunsch bin ich nachgekommen. Interessant ist hierbei übrigens, dass es wirklich ausschliesslich die Männer sind, die schwimmen gehen. Von sämtlichen Frauen oder Mädchen, die ich im Laufe dieses Monats danach fragte, bekam ich zu hören, dass sie in ihrem ganzen Leben noch nie in einem Fluss oder See oder im Meer schwimmen gewesen waren. Alle sagten mir, dass sie überhaupt nicht schwimmen könnten. Das ist etwas, was in dieser Kultur einfach nur die Männer tun.   

An diesem Abend kam Paul Nzuki, der mich zwei Wochen zuvor von Mysore nach Bhatkal begleitet hatte (und danach zurück nach Mysore gefahren war) bei Vater Benas Schwester vorbei, um hier zu übernachten und mit mir am Tag darauf gemeinsam mit dem Zug für vier Tage nach Goa zu fahren. Das war von hier aus gar nicht so weit. Leider hat es dann aber in Goa mehrheitlich nur geregnet. Ausserdem wurde ich dort krank. Ich bekam zwar kein Fieber, jedoch erhöhte Temperatur und fühlte mich denn auch die meiste Zeit über erheblich zu schlapp, um mehr zu tun, als im Hotelzimmer im Bett zu liegen. Immerhin sind wir zuvor aber noch in Old Goa bei der Se Cathedral Church gewesen und ausserdem in einem Reisebüro, da ich mich entschlossen hatte, an meine gut vier Wochen Indien spontan noch zwei Wochen Thailand anzuhängen. 

Danach ging es zurück in Richtung Mysore. Genauer gesagt nach Bangalore. Vater Bena riet mir nämlich dringend davor ab, zu diesem Zeitpunkt nach Mysore zu kommen, da dort Dengue-Fieber ausgebrochen sei. Er selber hatte in den vergangenen Wochen mehrere Tage im Krankenhaus verbracht (vermutlich wegen Dengue-Fieber). Zum zweiten Mal trat ich nun also eine nächtliche (diesmal 12-stündige) Busfahrt an, ohne dabei so recht gesund zu sein (und selbstverständlich aufgrund der holprigen Strassen ohne echte Chance auf Schlaf). Das änderte sich auch später nicht, als wir in Bangalore auf Hotelsuche gingen und ich mir ernsthaft überlegte, meinen Abstecher nach Thailand wegen meines zweifelhaften Gesundheitszustandes sausen zu lassen (der ursprüngliche Flug zurück in die Schweiz war ja noch gültig und wäre exakt am Morgen dieses Tages gewesen). Abgesehen davon mochte ich die Aussicht nicht, die nächsten paar Tage alleine hier in einem Hotel verbringen zu müssen, da Paul Nzuki wegen eines dringenden Termins zwingend zurück nach Mysore musste. Schliesslich hat Vater Bena aber für die paar Tage noch einen Platz in einem nahen Kinderheim für mich organisiert. So travellierten Paul und ich noch ein paar Stunden durch das sehr überfüllte, lärmige Bangalore, bis wir beim Daughters of St. Francis de Sales-Kinderheim am Rande von Bangalore ankamen, wo ich mich endlich in einem ruhigen Raum hinlegen und ein paar Stunden schlafen konnte. Mit meiner Gesundheit sollte es allerdings auch einen Tag später noch nicht besser werden, so dass ich schliesslich meine (vom Tropenarzt in der Schweiz erhaltenen) Breitband-Antibiothika zu mir nahm, worauf sich die Situation ziemlich schnell verbesserte. 

So verbrachte ich schliesslich die wenigen Tage bis zu meiner definitiven Abreise aus Indien damit, das Kinderheim zu besichtigen und mit den Kindern zu spielen. Um genau zu sein waren es nicht nur Kinder sondern auch viele Teenager. Allesamt Mädchen, und eines neugieriger als das andere. Vor allem bettelten alle ständig darum, dass ich ein Foto von ihnen machen solle. Viele von ihnen konnten übrigens erstaunlich gut Englisch. Das gilt auch für die Schwestern, die das Kinderheim leiten.

Die meisten dieser Mädchen hatten nur noch einen Elternteil, manche waren auch Vollwaise. Tagsüber gingen sie ausserhalb des Kinderheimes zur Schule, in dieser Zeit herrschte in den Gängen des Kinderheimes jeweils Totenstille, die aber sofort nach Ankunft der Mädchenschar von tosendem Lärm erfüllt wurde. Nachmittags war Arbeitszeit. Alle Mädchen hatten ihre ihnen zugewiesene Tätigkeit draussen im Garten. Dazu gehörte vor allem das Sammeln von Holz (fürs Feuer unterm Kochtopf), sowie auch das Waschen der eigenen Kleidung (gewaschen wurde selbstverständlich von Hand). Abends erfolgte dann das gemeinschaftliche Gebet. Zweimal täglich kam auch ein Traktor mit einer Ladung Wasser vorbei, da der Wasserbrunnen, aus dem für gewöhnlich das Wasser bezogen wurde, schon seit Monaten leer war. Obwohl momentan in Indien Regenzeit war, hatte es in der Gegend von Bangalore noch so gut wie gar nicht geregnet (dafür in Goa viel zu viel). So herrschte allerorten Wassermangel und das Wasser musste für viel Geld von ausserhalb eingekauft werden. Eine der Schwestern sagte mir, sie würden derzeit für das Wasser monatlich mehr Geld ausgeben als für das Essen. An einem dieser wenigen Abende habe ich den Mädchen an meinem Netbook einige Filmaufnahmen aus der Schweiz, sowie ein paar kurze Videos von Youtube gezeigt. Wenn man bedenkt, dass der Bildschirm meines Netbooks bloss 11,6 Zoll gross ist, kann man kaum glauben, dass es möglich ist, dass 30 bis 40 Mädchen sich darum herum versammeln und auch noch etwas sehen können. Die Zeit in diesem Kinderheim verging wie im Flug. Schliesslich kam der 7. Juli und Paul Nzuki kam von Mysore zurück, um mich hier in Bangalore zum Flughafen zu begleiten.   

Im Rückblick muss ich tatsächlich sagen, dass ich in diesem einen Monat Indien wirklich ausserordentlich viel gesehen habe. Damit meine ich nicht irgendwelche kulturellen Sehenswürdigkeiten. So etwas hat mich nie interessiert. Was ich meine, sind die vielen verschiedenen Menschen, denen ich in dieser relativ kurzen Zeit in Indien begegnet bin. Das war schon sehr bereichernd und auf jeden Fall wesentlich abwechslungsreicher, als wenn ich zu Hause in der Schweiz im Keller vor meinem Computer geblieben wäre (wo ich inzwischen wieder sitze).

Carina, Juni 2013 (K2)

Ich kann jedem empfehlen, der darüber nachdenkt eine solches Praktikum zu machen, diesen wunderbaren Ort zu besuchen. Ich war zwar nur 3 Wochen dort (weil ich nur diese 3 Wochen Urlaub bekommen habe), aber es hat sich trotzdem sehr für mich gelohnt.  Ich wurde von allen sehr herzlich empfangen und habe mich dort direkt wohl gefühlt. Am Anfang brauchte ich zwar etwas um mich an die einfachen Lebensumstände zu gewöhnen, aber auch dies ist eine super Erfahrung. Ich habe dieses Leben fern ab von unserem Stress und Zeitdruck sehr genossen. Und eines merkt man direkt, in Afrika ist alles pole pole (langsam langsam) :-) 

Bei meiner Entscheidung für eine passende Stelle war mir wichtig, dass sich das Heim in der Nähe vom Strand befindet. Im Nachhinein hat sich die Entscheidung aufs Land zu gehen als perfekte Entscheidung für mich herausgestellt, gerade auch weil ich mich schnell einleben musste. Die Städte wie Mombasa und Likoni habe ich als staubig, dreckig und hektisch empfunden. Dort braucht man sicher länger um sich einzuleben. Kombani ist ein kleines, ruhiges Dörfchen umgeben von einer wunderschönen Landschaft. Ich habe mich dort sehr sicher gefühlt, denn alle Bewohner kennen das Heim und Banzi und freuen sich, dass wir da sind (vor allem auch die Kinder, die aus allen Ecken gelaufen kommen und Jambo, Jambo rufen, wenn sie uns mzungus sehen). Es gibt täglich frisches Obst und Gemüse zu kaufen und sehr günstige und lecker zubereitete Mahlzeiten an der Hauptstraße von Kombani. Ein wunderschöner und einsamer Strand ist nur ca. 30 Minuten Fußmarsch vom Heim entfernt (auch mit einem Motorrad gut zu erreichen).  

Unser volunteer's house ist im Vergleich zu anderen Häusern sehr gut ausgestattet, es gibt eine Küche mit Kühlschrank und Kochfeld, einen großen und kleinen Aufenthaltsraum, 2 Badezimmer mit Dusche sowie mit einer europäischen und afrikanischen Toilette (wobei ich mittlerweile die afrikanische bevorzuge :-)). 

Und jetzt zu den lieben Menschen dort. Banzi ist ein wunderbarer Mann, dessen Herzenswunsch es ist den Kindern ein schönes Leben und eine gute Zukunft zu geben. Ihm ist es sehr wichtig, dass wir uns wohl fühlen und man kann mit allen Anliegen zu ihm kommen. Ali Ali ist wie eine Art Hausmeister und kümmert sich sehr liebevoll um Haus, Tiere und Kinder. Ich habe mich in dieser Zeit sehr viel mit ihm unterhalten und viel gelacht. Bibi und die Cooking Ladies sind sehr offen und lustig und freuen sich immer über einen Plausch :-) 

Und nun zu den Wichtigsten: den Kidies. Sie sind einfach nur wunderbar. Ich kann es mit Worten gar nicht beschreiben. Sie sind so glücklich und zufrieden mit ihrem Leben dort, trotz allem was sie durchgemacht haben. Es ist wunderschön mit anzusehen wie liebevoll und fürsorglich sie miteinander umgehen und wie selbstständig sie sind. Ihre Freude und strahlenden Augen sind ansteckend...  

Also wie ihr seht, ist das Heim sowie Banzi's und Vera's Vision ein wichtiges Zuhause für viele wunderbare Menschen, welche sich über jede Unterstützung freuen. Eine Reise dort hin lohnt sich auf jeden Fall.  

Zu guter Letzt nochmal ein riesen Dank an Klemens, Hannah und vor allem an Vera für die gute Organisation, sowie die vielen Tipps und Ratschläge. Ohne euch wäre meine Reise in dieser Form nicht möglich gewesen. Asante sana und ein riesen Lob an eure Arbeit!

Sophie, April - Juli 2013 (K2)

Ich war von Mitte April bis Mitte Juli 2013 als Praktikantin im Kinderheim in Kombani und ich muss sagen, es war echt eine der schönsten Zeiten meines Lebens. Die Kinder haben mich so herzlich empfangen und von der Ferne konnte ich sie schon meinen Namen rufen hören - einfach ein tolles Gefühl. Überhaupt muss ich sagen, dass ich an diesem Ort so herzlich willkommen wurde wie noch nirgends sonst. Banzi der Leiter des Kinderheims hat mir gleich alles gezeigt und ich hab mich vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt. Die Mitarbeit im Kinderheim war sehr abwechslungsreich, eigentlich kann man überall mithelfen wo man möchte und man muss sich einfach selbst engagieren. Langweilig wird einem mit den Kids aber bestimmt nie - ganz im Gegenteil, manchmal braucht man echt auch Zeit für sich um all die Eindrücke verarbeiten zu können. Diese Zeit kann man sich entweder unter dem wunderschönen Cashewnuttree im Garten des Volunteershouse oder an den nicht weit entfernten Traumstränden nehmen! Die Unterkunft war sehr schön, das Haus hat alles was man so braucht und ich hatte das Glück immer mit ganz lieben Menschen dort zu wohnen in den 3 Monaten! ;) Also alles in allem kann ich jedem der mit dem Gedanken spielt sich in Afrika sozial zu engagieren diese Stelle total empfehlen.

Isabelle, April - Mai 2013 (K2)

Kenia - mein Auslandsaufenthalt der ganz besonderen Art Wo fange ich nun an? Wie kann ich diese wunderschöne Erfahrung jetzt am besten aufschreiben? Alles fing damit an, dass ich Anfang des Jahres dieses Bedürfnis hatte weg zu gehen. Weg aus Deutschland, weg von dem üblichen Alltag und dem ganzen Wahn um mich herum, einfach weg von allem. Als ich bei meiner Suche dann auf mylabadi gestoßen bin habe ich nicht lange überlegt und mich sofort für Stelle 3 entschieden. Nach circa 2 Wochen war ich dann schon in Kenia und war überwältigt. Das Dorf, die Straßen, die Häuser und vor allem die Menschen dort haben mir irgendwie das Gefühl von zu Hause gegeben. Ich fühlte mich willkommen und sehr lieb aufgenommen. Zusammen mit dem Betreuer bin ich dann zuerst zum Freiwilligenhaus gegangen, welches sehr hübsch ist, und anschließend zu den Kids im Kinderheim. Was mich dort erwartete kann ich wirklich nicht in Worte fassen. Die Kinder kamen auf mich zugelaufen ohne jegliche Angst oder Bedenken. Sie haben gelacht und gespielt, sie haben mich umarmt und immer wieder "Jambo" gerufen. Ich habe nur gespürt wie glücklich ich in diesem Moment gewesen bin. Es hatte sich alles perfekt angefühlt und in der ganzen Zeit die ich dort war wollte ich nicht einmal weg. Gemeinsam haben wir uns das Haus angeschaut, welches sehr schön gemacht und aufgeteilt ist. Bei Regen kann man sich gut beschäftigen, obwohl es schon sehr laut ist wenn der Regen auf das Blechdach prasselt :-) Und wenn die Sonne am Himmel stand, was die meiste Zeit der Fall war, dann haben wir draußen gespielt oder waren am Strand. Die "Mama" für alle dort, ist eine ganz liebenswerte und zufriedene junge Frau. Ich schätze sehr was sie alles leistet. Mit ihr kann man reden und lachen und sich mal ein bisschen Zeit nehmen und gemeinsam Spinat schneiden. Diese kleinen Momente waren immer so schön und wertvoll. B. ist derjenige der sich um alles kümmert und regelt. Er ist auch immer im Heim und Ansprechpartner und für mich ein sehr guter Freund geworden. Ich könnte noch so viele nette Menschen aufzählen, aber die sollte man am besten selber kennenlernen :-) 

Ich kann nur sagen, dass mein kurzer Aufenthalt in Kenia auf jeden Fall mit die schönste Zeit in meinem Leben war. Wenn ich morgens aufgestanden bin habe ich ich gefreut mit den Kids zu frühstücken, zu spielen, zu tanzen oder einfach nur rumalbern. Sie geben mir so viel Energie und Freude wovon ich immer etwas in meinem Herzen tragen werde. Diese Zeit werde ich niemals vergessen und als meinen Schatz immer fest bei mir halten. Irgendwann werde ich hoffentlich alle wieder sehen. Auf diesen Moment spare ich nun hin und wenn es so weit ist, dann werde ich im Flieger sitzen und alle wieder in die Arme schließen. 

Kenia. Was soll ich noch sagen. Es war wunderbar!! Vielen Dank für alles. 

Svenja, März - August 2013 (K13)

Wenn irgendjemand zu L. möchte könnt ihr ihr oder ihm natürlich meine Emailadresse geben, ich werde sie jedem herzlichst weiterempfehlen. Ich hatte eine klasse Zeit bei ihr und ich bin tierisch dankbar dafür, dass ich sie kennengelernt habe. Sie ist wirklich eine ganz tolle starke Frau. Wir haben uns sehr gut verstanden, sie hat mir immer geholfen, wenn ich ein Problem hatte und auch sonst hat sie sich ganz toll um mich gekümmert.

Ich habe in Nairobi auch ausserhalb des Praktikums und Liz Freundeskreis sehr nette Menschen kennen gelernt und ich habe das Gefühl die Kenianische Gesellschaft gut kennengelernt zu haben.

Liebe Grüsse Svenja

Anna-Maria, März - Mai 2013 (T1)

Vier Monate Ostafrika! Das war mein Plan nach dem FSJ im März. Mit meinem Dad bin ich dann erst in Tansania rumgereist und dann zur Stelle T1 in Moshi/ Tansania gegangen. Weil ich nicht katholisch bin, wars erst mal richtig gewöhnungsbedürftig in der Gemeinde dort. Nach und nach hab ich mich aber mit den drei Mädels angefreundet, die dort im Parish für den Haushalt zuständig sind. "You know, problem is language!", das bekam ich immer wieder zu hören und das stimmt auch! In der Secondary School, zu der ich dann jeden Morgen gegangen bin, wird zwar Englisch unterrichtet, aber auf einem Niveau wie bei uns etwa in der Grundschule. Mit ein paar Brocken Suaheli kam ich dann aber doch durch :) Meine Aufgaben waren also, morgens in der Schule bei Computer- und Englischunterricht "assistieren", was auch schon wieder übertrieben klingt ;). Mittags oder abends half ich beim Kochen der tansanischen Mahlzeiten (Achtung: sehr lecker...) und die Zeit dazwischen ließ sich immer spontan mit irgendetwas füllen, das gerade erledigt werden musste oder auch nur mit chillen. Oft wird man auch von den Priestern zu irgenwelchen Freunden von Freunden von Freunden,... gefahren - man kommt also rum! Jeden Samstag kommen auch jüngere Kinder zur Kirche hoch, um mit den Sisters zu lernen. Und das Schöne: mit denen kann man spielen, auch ganz ohne Sprache. Die Schaukel im Garten ist jetzt auch wieder richtig einladend geworden dank unserer individuell gestylten Holzschaukel :).   Nach diesem einen Monat bin ich mit dem Bus nach Mombasa/ Kenia gefahren. Das ging wunderbar, einfach, unkompliziert (um gleich alle Bedenken von Eltern und Co. auszuschalten!). Den Unterschied zwischen Tansania und Kenia hat man dann schon an der Grenze gemerkt; es wurde zunehmend zivilisierter und "reicher" (natürlich nur verhältnismäßig). Von BIG MOMBASA aus gings per Taxi in ca. 30 min. zur Stelle K2. Bei Sonnenuntergang (18.30 Uhr) hießen mich die 13 Kids vom Kinderheim willkommen und so ging es nach dem Abendessen auch gleich los mit Klatschspielen und Märchen erzählen. In dem Monat dort waren die Volunteer-Aufgaben für mich: Kids unterhalten, mit ihnen für die Schule lernen, Hausarbeit, Gute-Nacht-Geschichten erzählen, etc. 1 Strandtag für alle Kinds war auch drin. Ich kann diese Stelle nur empfehlen!! und die freie Zeit kann man ganz einfach auch an DEM Traumstrand von Kenia verbringen, ungefähr 30 min entfernt. Die Kinder sind supersüß, jedes auf seine eigene Art und das Volunteerhaus ist perfekt für die eigene Freizeitgestaltung! Im Juni bin ich wieder mit dem Bus nach Moshi gefahren und die restliche Zeit an der Küste rumgereist, bis es dann "Kwa heri Afrika" und "Karibu Ujerumani" hieß... 

Franzi, Tanja und Franzy, Januar - März 2013 (K52)

Wir waren im Rahmen unsres Studiums (Soziale Arbeit) von Januar bis März 2013 in  Kenia und haben an einer Schule mit angegliedertem Waisenhaus gearbeitet. Dort haben wir Englisch, Mathematik, Sport oder auch mal Französisch unterrichtet. Des Weiteren haben wir Pausen- und Freizeitgestaltung wie zum Beispiel Schwimmengehen oder Fußballspielen oder des Öfteren hatten wir auch ein offenes Ohr für die Schüler. Natürlich ist das Schulsystem in Kenia nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen, nichts desto trotz waren wir sehr willkommen. Die Kinder waren super süß und wir haben alle gleich ins Herz geschlossen. Die Arbeit an sich erforderte sehr viel Eigeninitiative und Kreativität, hat uns aber in unserer persönlichen Entwicklung weiter geholfen. Unsere Arbeitszeiten waren variabel, sodass wir auch das Land bereisen konnten. 

In diesen drei Monaten haben wir in Buru Buru, 10-15 Min. mit dem Matatu (kenianischer Bus) von der Schule entfernt, bei unserer Hostmum Liz gewohnt. Liz ist eine junge Kenianerin mit zwei Söhnen, super freundlich und jung geblieben! Sie hat uns alles Wichtige erklärt und gezeigt und uns sofort in ihr Leben eingeschlossen. Bei Fragen oder Problemen konnten wir immer auf sie zählen. Außerdem ist sie eine sehr gute Köchin!

Wer ein Land nicht aus der Touristensicht kennen lernen möchte, sollte sich für ein Praktikum in Kenia entscheiden. Wir hatten dort eine wundervolle Zeit und lachen noch heute über das was wir erlebt haben!

Thimo, Februar - April 2013 (K43)

Ich habe kürzlich den Bachelor in Ökotrophologie absolviert und wollte als Übergang dieses Praktikum wahrnehmen. Ich war neun Wochen von Februar bis April 2013 bei Stelle K43 in Mweiga tätig. In der Anfangszeit wurden Einweisungen für die Wahlhelfer für die damals anstehende Präsidentschaftswahl vorbereitet, dafür kamen jeden Tag etwa 100 bis 300 Personen, die geschult und verköstigt werden mussten. In dieser Zeit habe ich meist Geschirr gespült und bei anderen Arbeiten unterstützt wie z.B. den Brüdern beim Zeltaufbau und der Bestückung mit Stühlen geholfen. Auch solche Arbeiten haben Spaß gemacht, da man die Leute dabei näher kennen lernte. In Kenia hatte ich eine gewisse Eingewöhnungsphase gebraucht, da die Lebensweise doch eine andere ist, wie auch das Essen. Oft gab es Kartoffeln und Reis auch miteinander vermischt. Nach ca. zwei Wochen wurde ich mit der Arbeit im VCT vertraut gemacht. Ein paar Mal konnte ich aber auch eine fünf bis zehnminütige Ernährungsberatung, die, wie auch die HIV-Aufklärung und -tests, in verschiedenen Kirchen stattfanden, durchführen. Da zur selben Zeit noch eine andere Praktikantin vor Ort war und nicht sehr viel Arbeit im VCT für zwei Personen anfällt, bin ich nach etwa einer Woche zur Landwirtschaft gewechselt. In der Landwirtschaft arbeitete ich anfangs ca. drei Stunden, später auch vier bis fünf am Tag. Nach der Arbeit war ich völlig ausgepowert, auch wegen der Mittagssonne. Die Arbeit machte Spaß, war aber natürlich anstrengend, da alles Handarbeit ist und keine Maschinen zur Verfügung stehen. Hauptsächlich pflanzte und erntete ich Bohnen, Mais und Süßkartoffeln. Grundsätzlich sind die Kenianer sehr kontaktfreudig und man lernt dadurch sehr schnell Leute kennen. Sie waren stets sehr nett und auch rücksichtsvoll. Zu einigen habe ich heute noch Kontakt. Natürlich kann man auch zahlreiche Ausflüge unternehmen wie beispielsweise nach Nakuru oder in den, um die Ecke liegenden "Aberdare Nationalpark". Insgesamt war mein Aufenthalt sehr schön, voller neuer Erfahrungen und absolut zu empfehlen.

Anne, Februar - Mai 2013 (K18)

Die Kommunikation im Voraus mit dem Kinderheim hat wunderbar funktioniert. Ich wurde pünktlich nach meiner Ankunft vom Flughafen von Carol (der

Gründerin des Kinderheims) abgeholt und zu meinem Arbeitsfeld für die nächsten drei

Monate gebracht. Obwohl ich bereits das zweite Mal in Kenia gewesen bin, hat mich der Anblick der Armut dort wieder sehr überrascht und betrübt. Das Kinderheim liegt in Likoni einem der ärmeren Teile Mombasas. Allerdings verfügt es über ein eisernes Eingangstor und einen Wachmann, was sehr beruhigend ist.

Nach meiner Ankunft in meinem eigenen Zimmer wurde mir Zeit für mich gegeben und

anschließend die Anlage gezeigt. Sie besteht aus zwei voneinander getrennten

Komplexen. Der Schule und dem Kinderheim. Das Kinderheim hat zur Zeit etwa 13 Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren, die dort wohnen und verpflegt werden. Der Kontakt zu den Kindern entstand sehr schnell. Sie waren eine Bereicherung meiner Zeit dort unten. Sie werden größtenteils von einer Frau betreut, die auch für sie kocht unten den kleineren die Kleidung wäscht.

Die Gründerin der Schule und des Kinderheims heißt Caroline und sie verpflegte mich in ihrem Haus. Das Essen war vorzüglich, allerdings musste ich für meine Getränke selber sorgen. Die Wäsche konnte ich zwei mal pro Woche zum Waschen bringen.

Da ich samstags ankam, begann mein Praktikum in der Schule am Montag. Beginn war

nach 9 Uhr (nach dem Frühstück). Ich wurde als Helferin in den Kindergartenklassen

eingesetzt. Ich half beim Korrigieren der Arbeiten und Stellen der Aufgaben sowie bei der Bearbeitung der Aufgaben. In KG 1 und 2 war das Sprechen mit den Kindern kaum

möglich, da sie nur ihre Muttersprache oder Kisuaheli sprachen, dem ich leider nicht

mächtig war. Zusätzlich zu den Kindergartenklassen habe ich die Klasse 4 - 6 täglich eine halbe Stunde in Deutsch unterrichtet. Leider gab es kein Lehrbuch nach dem ich vorgehen konnte. So war Kreativität gefragt. Man musste auch sich erst darauf einstellen, dass die Kinder keine Bücher sondern nur Hefte haben.

Für eigene Freizeitgestaltung war sehr viel Zeit, da das Wochenende frei war. Für Safari wäre auch Zeit gewesen, die Lehrer und Sekretärin waren da sehr wohlwollend und entgegenkommend. Sehr viel unterrichtet hab ich allerdings nicht, was an den Ferien, Feiertagen und der Wahl gelegen hat.

Ich fühlte mich während der drei Monate dort unten sehr gut betreut, ich konnte mit allen Problemen etc zu Caroline kommen und wir haben sie geklärt. Ich bedauere nur, dass ich außer mit den Lehrern der Kindergartenklasse keinen Kontakt zu anderen Lehrern hatte.

Rebecca, Februar - April 2013 (K43)

Etwas mehr als zwei Wochen habe ich jetzt schon wieder deutschen Boden unter den Füßen. Und während ich hier gerade die ersten Wörter tippe, wird mir noch einmal bewusst, wie sehr ich mich nach dieser Zeit zurücksehne. 

Sechs wunderschöne Wochen hatte ich im kleinen Örtchen Mweiga in Kenia. Nach einem sehr herzlichen Empfang, habe ich nach einigen Tagen angefangen bei den Brothers of St. Joseph im VCT (Voluntary Counselling and Testing Center) zu arbeiten. Das ist quasi ein Mini-Krankenhaus für HIV-Positive, die dort umsonst zunächst getestet und mit Eintritt in das Programm auch kostenlos behandelt werden können. Aber auch negativ- oder gar nicht getestete Menschen werden behandelt und bezahlen dann auch nur eine geringe Gebühr, die sie sich leisten können. Auch wenn die Kenianer eigentlich viel zu Gastfreundlich wären, um dir irgendwelche Aufgaben zuzuteilen, habe ich sie im Laufe der Zeit mit etwas Eigeninitiative selbst gefunden. Der Clinical Officer und die dort arbeitende Nurse waren dabei meine Haupt-Ansprechpartner und wirklich bemüht mir so viel es ging über HIV, die häufigsten Krankheiten, die Medikamente und Dokumentationen zu erklären. Da ich hier in Deutschland Medizin studiere, war mein kleines Vorwissen schon ganz hilfreich, auch wenn dort einiges noch einmal ganz anders abläuft. Auch wenn die meisten Patienten nur Kishuaheli oder Kikuyu  gesprochen haben und ich doch ein paar Wochen gebraucht habe, um mir die wichtigsten Wörter zu merken, klappte der Austausch besser als ich dachte - zur Not auch einfach mit Händen und Füßen ;) So habe ich von Anfang an geholfen die Patienten zu wiegen, zu messen, ihren Blutdruck zu messen und auch wenn es um Auskulation und Palpation ging, durfte ich immer mal mithören bzw. mit -anfassen ;) An den Wochenenden sind wir fast immer raus auf die Dörfer gefahren, haben in verschiedenen Kirchengemeinden die Menschen über HIV- und vor allem auch Tuberkulose und Diabetes aufgeklärt und später kostenlose und anonyme Tests in kleinen Zelten angeboten, bei denen ich auch immer voll mit eingeplant war und eigene Aufgaben übernommen habe, sodass es super spannend war und ich im Kontakt mit weiteren Kenianern richtig viel über ihr Leben lernen durfte. Natürlich wäre es schön, wenn alle einfach negativ wären, doch dies entspricht leider nicht der Realität und eine solche Diagnose zu übermitteln, ist auch nicht gerade einfach. Natürlich hat es mich, vor allem wenn ich die Möglichkeit hatte, die Patienten im Gespräch näher kennenzulernen, manchmal ein wenig mitgenommen, doch einer der Brothers hat immer großen Wert darauf gelegt sicher zu gehen, dass ich mich damit nicht allzu sehr belaste. Nach jedem Testing haben wir uns zusammengesetzt, über alles gesprochen, uns über Erfahrungen ausgetauscht und so zusammen einen Weg gefunden, damit umzugehen.

Aber genug zur Arbeit. Denn was meinen Aufenthalt dort einfach maßgeblich geprägt hat, sind die Menschen dort. Die Mitarbeiter des VCTs und vor allem der Brother, der als Project Coordinator  im VCT arbeitet, sowie der Clinical Officer und eine kenianische Freiwillige sind für mich während dieser Zeit zu sehr guten Freunden geworden. Auf einem "Betriebsausflug" zum Team Building, auf den auch ich mitgenommen wurde, hatten wir die Chance zusammen viel zu erleben und uns gegenseitig richtig gut kennenzulernen. Mit der Krankenschwester des VCTs habe ich mir sogar ein Zimmer geteilt. Zunächst galt es als "Notlösung", da aufgrund von Wahlveranstaltungen kein Zimmer mehr frei war, aber wir haben uns auf Anhieb so gut verstanden, den Austausch und gemeinsame Aktionen so sehr genossen, dass ich nie wieder ausgezogen bin. Jeden Abend haben wir zusammen kenianisch gekocht, als Nachtisch eine dieser suuuuuper leckeren Mangos verspeist und danach wie unter Schwestern einfach das neueste von unserem Tag ausgetauscht. An den Wochenenden sind wir auch öfter mal gemeinsam nach Nyeri gefahren und haben die Stadt unsicher gemacht. 

Zu erzählen gäbe es noch unglaublich viel, doch ich hoffe, dass  das einen kleinen Überblick über mein Leben dort gibt. Ich kann jeden nur ermutigen so ein Praktikum zu machen, jedoch sollte man offen für eine ein bisschen andere Welt sein. Mit einem europäischen Denken kommt man da nicht weit. Aber lässt man sich auf alles ein und ist offen, hat man 100%ig eine wunderbare Zeit, denn es ist ein klasse Projekt, in dem man für sein Leben lernen kann.

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