Berichte

Maria, Mai 2018 (K2)

Ich habe die Zeit vom 27.April bis 30.Mai im bei Stelle K2 in Kombani verbracht.

Bei meiner Ankunft am Flughafen in Mombasa hat mich Banzi (Heim-Vater) abgeholt und sehr herzlich empfangen. Anschließend ging es mit dem Taxi und der Fähre Richtung Kombani.

Die Fahrt dort hin war sehr aufregend bzgl. dem vielen Verkehr und was es alles zu sehen gab. Ca. nach 1h kam ich beim Volunteer-Haus an, dies war für die nächsten 5 Wochen mein Zuhause. Dort wurde ich von drei Kindern aus dem Heim und den anderen 2 Volunteers freudig empfangen. Die Kinder waren so süß und sehr hilfsbereit und nahmen mir gleich meine Koffer ab. Nach der Begrüßung ging es gleich weiter ins Kinderheim. Ich war kaum dort angekommen, begrüßten mich schon alle Kinder indem sie mir die Hand gaben und jeder sich mit seinem Namen vorstellte. Ich fühlte mich ein wenig überfordert mit den ganzen vielen Namen, der Hitze und dem sogenannten Kulturschock. Kaum niedergesetzt, hatte ich schon meine erste afrikanische Spezalität vor mir Ugali mit Fisch. Ich empfand dies als sehr gastfreundlich. Die Kinder waren sehr gesprächig und kontaktfreudig obwohl ich erst kurze Zeit da war. Die ersten Tage waren für mich ein wenig schwierig bis ich mich so richtig angekommen fühlte und mich an alles gewöhnt hatte. Aber die Kinder machten es mir jeden Tag um vieles leichter. So vergingen die Tage mit aufregenden Erlebnissen und zeitlich leider viel zu schnell. Langweilig wurde es nie. Alleine schon die Fahrten mit dem Tuktuk, Matatu oder Pikipiki.

Die nötigste Verpflegung kriegt man an der Straße in Kombani. Dort gibt es kleine Läden mit Trinkwasser zu kaufen und viele Obststände.

In Ukunda (ca.20min. mit dem Tuktuk) gibt es ein Einkaufszentrum Namens Naivas. Da bekommt man wirklich alles was man braucht. Es gibt eine große Auswahl an Lebensmittel, Pflegeprodukten uvm. ...

Im großen und ganzen hatten wir Volunteers viel Freizeit. Wir sind um 8uhr aufgestanden und um 9uhr ins Kinderheim. Zu den Hauptaufgaben zählten abwaschen und die Räumlichkeiten kehren und nass wischen. Anschließend bei der Ausgabe vom Mittagessen helfen und wieder abwaschen. Die Kinder hatten bis ca 16-17uhr Schule. Diese Zeit nutzen wir entweder zum Rasten, Einkaufen oder an den Strand zu gehen. Gegen 18uhr sind wir meist wieder zu den Kindern ins Heim. Halfen ihnen bei den Hausaufgaben oder auch beim Wäsche waschen. Auch das Aufräumen nach dem Abendessen haben meist wir Volunteers übernommen.

Als die Arbeit erledigt war, nutzen die Kinder die Zeit mit uns zu blödeln und zu spielen. All das habe ich immer sehr genossen. Am Wochenende hatten wir immer frei, haben jedoch trotzdem viel Zeit im Heim verbracht.

Ich habe mir in den 5wochen auch eine 3Tages Safari in Tsavo West und Tsavo East gegönnt. Ein sehr beeindruckendes und spannendes Erlebnis. Auch der Tagesausflug in die Shimba Hills kann ich sehr weiterempfehlen. Die Strandtage am Dianibeach oder am Kombanibeach sorgen für schöne Urlaubsmomente.

In meiner letzten Woche im Kinderheim, haben wir den Kindern in der Schule Deutsch unterrichtet.

Ansonsten hatte ich immer die Möglichkeit was mit den Kindern zu unternehmen zb mit ihnen zusammen zu kochen, Tanzabend oder einen Filmeabend zu machen... Nach Absprache mit Bibi (Heim-Mutter) hatte ich bzgl dies wirklich viel Freiheiten. Auch was meine eigene Freizeit anging.

Mein Fazit von der Reise ist dass es ein unvergessliches Erlebnis für mich war. Ich möchte diese Zeit nicht missen müssen und würde es jederzeit wieder genauso machen!

Ich weiß nicht genau was, aber es macht etwas mit einem - im positiven Sinne! :)

Ich finde es auch sehr schön, nach dieser besonderen Zeit immer noch mit Bibi und Banzi in Kontakt zu sein!

Jonas, Februar - April 2018 (K29)

Sechs Wochen Praktikum im Jugendgefängnis in Kenia! Als ich über den E-Mail-Verteiler der Uni von dieser Möglichkeit erfuhr, war ich sofort begeistert und da ich eh auf der Suche nach einem Praktikumsplatz im Ausland war, kam mir diese Möglichkeit sehr gelegen.

 

Natürlich war es ein sehr kurzer Zeitraum, doch aufgrund bereits vorher gemachter Erfahrungen in einem solchen Umfeld und mit derartigen Bedingungen fiel es mir nicht sehr schwer, schnell Anschluss zu finden. Zudem war mein Kollege und Supervisor, der kenianische Master-Psychologe Joseph Kamau, extrem hilfsbereit und hat dafür gesorgt, dass ich sehr schnell Projekte mitmachen und auch eigene Ideen implementieren konnte. Dadurch kann ich definitiv sagen, dass sich dieser kurze Zeitraum für alle Beteiligten gelohnt hat!

 

Zusammen haben wir ein Programm mit den straffällig gewordenen Jugendlichen aufgestellt und mehrmals wöchentlich durchgeführt; hierbei ging es insbesondere um Psychoedukation, Aufklärung und Problemlösung und -behandlung. Dafür haben wir in Zusammenarbeit mit einem der Wärter eine Gruppe von 20 Jungs ausgewählt, die Englisch gut verstehen und auch sprechen können, damit ich auch die Möglichkeit habe, alleine ins Gefängnis zu kommen und mit den Jungs zusammenzuarbeiten. Ich habe dabei versucht, viele interaktive Aufgaben mit einzubauen, damit die Jungs einerseits motiviert werden und auch Fakten und Ideen besser verknüpfen und damit erinnern zu können. Außerdem wurde somit die anfänglich bestehende Barriere, die durch die Sprache und auch die Herkunft bestand, sehr schnell aufgelöst. Dadurch war jede einzelne Sitzung ein Erfolg und die Jugendlichen wie auch ich hatten viel Spaß dabei.

Einige der Themen, die wir abgedeckt haben, waren Problemlösung, Drogenmissbrauch, Gruppenzwang, Beziehungen und Liebe, Verarbeitung der Vergangenheit, positives Denken und noch viele mehr. Eine Sitzung sah dann so aus, dass ich mir anfangs mit Joseph die theoretische Einführung geteilt habe, und wir anschließend eine Aufgabe durchgeführt haben, die wir dann schließlich nochmal analysiert haben und letztendlich alles zusammengefasst haben. So haben wir zum Thema Gruppenzwang einen Freiwilligen rausgeschickt, uns alle auf den Boden gesetzt und ihn reingerufen. Intuitiv setzen sich die meisten Personen auch auf den Boden, wenn es alle tun – ein gutes Beispiel für das behandelte Thema! Es ging uns auch immer sehr um alternative Denkweisen und einen Perspektivenwechsel bei den Jugendlichen, die doch oft einen sehr monotonen Alltag erfahren. Damit das Programm nach den sechs Wochen nicht einfach ausläuft, sorgt Joseph dafür, dass noch weitere Sitzungen folgen!

 

Wenn ich nicht im Jugendgefängnis war, habe ich oft in Kinderheimen im Slum ausgeholfen oder im Behindertenheim für Jugendliche mitgearbeitet. Mir ist immer eine große Dankbarkeit begegnet und die Arbeit hat viel Spaß gemacht, da die Leiter der Heime einen sehr geschätzt haben und auch sehr offen waren für eigene Ideen!

 

Abgesehen von der Arbeit durfte ich auch das extrem vielseitige und landschaftlich wunderschöne Kenia kennenlernen, mit all seinen verschiedenen Stämmen, Facetten, Bergen, dem schönsten Strand, den ich bis jetzt gesehen habe, unglaublich vielen Wildtieren und natürlich Bekanntschaften, die man nie vergessen wird und die diese Zeit so besonders gemacht haben! 

Tiffany, April 2018 (K29)

Hallo Mylabadi,

Die ersten beiden Tage waren nicht sehr einfach, ich denke Schuld daran war der sogenannte Kulturschock von dem alle immer reden:p

Nach einer Weile gewöhnt man sich jedoch an die Unterschiede wenn man offen bleibt und die Dinge einfach so nimmt wie sie nunmal in Kenya sind. Dann erlebt man auch die schönsten Dinge. Ab dem Moment als dann klar war dass ich meinen Aufenthalt verkürze konnte ich auch alles zu 100% geniessen und die Zeit kam mir nicht mehr so lang vor!

Meine Familie war ab dem ersten Tag sehr offen und einladend, ich habe mich auch sofort wohl gefühlt und hatte immer wieder super Gespräche mit ihr.

Was das Haus angeht in dem ich wohnte, das wohl am gewöhnungsbedürftigsten gewesen ist, habe ich mich auch erst die letzen 2 Tage richtig wohl gefühlt. (kein fliessendes Wasser, andere Sauberkeitsstandards als in Europa, das Zimmerteilen mit der Gastmutter, kaputte Möbel, ungebotene Gäste wie Salamander...) Auch wenn verschiedenes mich anfangs störte, merkte ich schnell wie wohltuend dieser Wechsel für mich gewesen ist und empfand alles sehr schnell als befreiend, nicht alles muss immer total steril sein damit man gesund oder hygienisch ist/lebt.

Was die Tätigkeiten angeht so haben grösstenteils die Mutter und deren älteren Jungs mich überall eingeführt entsprechend meinen Interessen. Sie waren alle sehr darauf bedacht mir möglichst viele Eindrücke zu verschaffen egal ob in der Freizeit oder für die Tätigkeiten. Bereits am 2. Tag besuchten wir ein Auffangzentrum für ärmere Drogensüchtige wo auch die Mutter freiwillig als Beraterin arbeitet. Auch in den nächsten Tagen besuchten wir ärmere als auch reichere Gegenden, redeten mit Leuten aus den Slums, besuchten ein Gefängis und 2 Kinderheime, eins für behinderte Strassenkinder und eins für allgemeine Strassenkinder, besuchten traditionnelle Events und Geburtstage. Die Arbeit wird bei allen Stellen  als freiwillig angesehen und sofern man nicht extra nachfragt (bsp. für schulische zwecke...) werden die Arbeitszeitengestaltung usw einem selbst überlassen. 

Im allgemeinen bin ich sehr zufrieden und sogar positiv überrrascht von meinem Prakikumsverlauf und was ich alles geschafft habe in diesen 2 Wochen. Ich habe nun Freunde in kenya und eine Gastmutter die mich jederzeit willkommenheisst. Ich werde auf jedenfall zurückkehren und empfehle diese Stelle jedem der Vielseitigkeit liebt und das Alltagsleben der Mehrheit in Kenya erleben möchte :)

Tiffany, 19 J

Alicia, März 2018 (K17)

Mein Monat in Kenia                                 

Ich habe so viel erlebt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Als ich im Kinderheim angekommen bin, hat mir eine zweite Voluntärin alles gezeigt und mich „eingearbeitet“. Darüber war ich sehr dankbar, da ich mich etwas ins kalte Wasser geworfen fühlte.

Anfangs haben wir tagsüber Ausflüge unternommen und abends mit den Kindern Hausaufgaben gemacht und gespielt.

Drei Tage waren wir auf Safari im Tsavo-Nationalpark. Die Landschaft und die Tiere sind einfach faszinierend.

Als ich dann alleine im Kinderheim war, bin ich vormittags meistens in der Schule gewesen. Dort wurde ich mehr als herzlich aufgenommen und arbeitete im Büro. Auch unterrichten wäre möglich gewesen, allerdings konnte ich meiner Meinung nach so mehr helfen.

Die Kinder sind unglaublich. Selten habe ich so selbstbewusste, interessierte und offene Menschen kennengelernt. Allerdings sollte man nie vergessen, dass sie genau wissen, wie man einen um den Finger wickelt.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich sehr viel gelernt habe. Nicht nur über das faszinierende Kenia, seine Kultur und die Menschen, sondern auch über mich selbst. Ich hätte nie gedacht, dass man in einem einzigen Monat so viel erleben kann. Ganz wichtig ist nur, dass man sich am Anfang genug Zeit lässt, um sich an alles zu gewöhnen. Natürlich wird jedem vorher gesagt, wie groß der „Kulturschock“ ist. Wie groß er aber wirklich ist, merkt man erst, wenn man selbst dort ist. Besonders wichtig ist, dass man sich am Anfang nicht unter Druck setzt und bei Unklarheiten einfach nachfragt. Jessy (die Heimleiterin) und die Aunties sind sehr nett und hilfsbereit, sie stehen dir bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Ich kann jedem nur ans Herz legen, die Zeit dort zu genießen und alle Möglichkeiten, die sich einem bieten, zu nutzen. Die Erfahrungen sind einfach unbezahlbar.

Liebe Grüße und viel Spaß,

Alicia

Lena, Februar - März 2018 (K17)

Ich hab 6 Wochen bei Stelle K17 verbracht und dort so viele schöne Dinge erleben dürfen.

Vorerst muss ich sagen, dass Jessy, die "Mama" des Heims, eine wirklich tolle ind liebe Frau ist. Sie hilft dir wo sie kann und ermöglicht dir auch deine Freizeit so zu gestalten wie du willst. Für sie ist es überhaupt keine Problem, wenn man Kurztrips, die über mehrere Tage andauern, unternimmt.

Doch die Kinder dort haben meine Zeit erst so unvergesslich gemacht. Vom ersten Tag an wurde ich aufgenommen und jeder einzelne hat dazu viel beigetragen. Alle von ihnen sind so dankbar über die Zeit die man mit ihnen verbringt.

Zu meinen Tagesablauf, mein Tag hat um ca. 08:00 begonnen. Denn von 09:00-12:00 arbeitete ich in der primary school, in die auch einige Kinder von der orphanage gehen. Anschließend fuhr ich nach Hause und bekam dort essen. Bis 17:00 hatte ich dann Freizeit, denn um diese Zeit kamen die Kinder nsch Hause. Zuerst die Kleinen und später auch die älteren. Der Abend wurde dann genutzt un erstmal gemeinsam zu spielen. Teilweise sind wir auch Obst kaufen gefahren, was immer ein großes Highlight war. Um 19:00 gab es ca. Abendessen. Danach half ich ihnen mit der Hausübung. Um 22:00 gingen die jüngeren Kinder schlafen, dann erledigte ich noch lit den letzten die Hausaufgabe und um 23:00 ging es dann meistens für mich ins Bett.

Die Wochenende waren sehr besonders, weil das Heim nicht weit vom Strand entfernt war gingen wir Samstag und Sonntags fast immer schwimmen und unternahmen andere Ausflüge, in das naheliegende Schwimmbad zum Beispiel.

Alles in allem war die Zeit die ich in Kenia hat viel zu kurz, doch ich habe jede Sekunde mit den Kindern genossen.

Samira, Januar - März 2018 (K33)

Nach 3 Monaten bei einer Stelle an der Küste machte ich mich schließlich auf den Weg nach Nakuru, um noch eine andere Seite des Landes kennenzulernen. Dort wurde ich von Father Michael abgeholt: Unser Ziel war der Ort Subukia im Rift Valley - von Nakuru etwa 50 Minuten entfernt - wo ich die nächsten 2 Monate im Hause der katholischen Pfarrgemeinde verbringen wollte.

Zunächst einmal zu Father Michael: Er ist einer von zwei Priestern in der Katholischen Pfarrgemeinde Subukia, und ein sehr gebildeter, freundlicher, lockerer und enorm lustiger Mensch. Er ist schon viel herumgekommen in der Welt und war auch schon in Europa unterwegs - darum kennt er sich ein bisschen damit aus, was bei uns abgeht und wir hatten direkt einem guten Draht zueinander.

Auf dem Gelände gibt es 2 Häuser: Ein älteres, in dem Father Michael wohnt und ein Koch sich um das Essen kümmert und die Wäsche wäscht, und ein komplett neu gebautes Haus, in welchem der 2. Pfarrer sein Zimmer hat und zwei Zimmer für Besucher vorhanden sind. Dieses Haus hat mich wirklich verblüfft - es gibt ein riesiges, wunderschön eingerichtetes Wohnzimmer, eine Küche und das Zimmer, das ich bekam, war auch toll. Ein großes Bett, ein riesiger Schrank, ein kleines Bad mit Toilette, Waschbecken und Dusche direkt dabei... Weit über dem kenianischen Standard. Darüber, dass der Strom fast jeden Tag ausgefallen ist, konnte ich mich da echt nicht mehr beschweren. Mit meinem Zimmernachbar, Father Collins, hab ich mich auch super verstanden; er ist wirklich unglaublich freundlich und hilfsbereit.

An meinem zweiten Tag hat mich Father Michael dann auf dem Gelände herumgeführt. Dort befindet sich - außer der Kirche natürlich - unter anderem ein Heim, das Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung beherbergt. Hier gibt es ein Vocation Center, in dem die älteren davon Berufe erlernen können - zum Beispiel Schreiner, Friseur oder Schneider. Die jüngeren Kinder besuchen eine staatliche Grundschule (direkt neben dem Gelände): Dort gibt es 2 Klassen für die behinderten Kinder, in denen sie spezielle Förderung erhalten, und ein paar von ihnen wurden auch in die normalen Klassen integriert. Auf dem Gelände gibt es aber auch noch eine private Grundschule: Trägerschaft ist die Kirche, und diese Schule ist um einiges kleiner als die staatliche, und jede Klasse (1-8) ist nur einmal vertreten. Sie verfügen auch über ein Internatsangebot: Um die Ecke befindet sich ein Wohnbereich, in dem einige der Kinder und Lehrer wohnen, und dort ist auch ein Kindergarten. Überall hier kann man mithelfen!

Ich habe mich schließlich dafür entschieden, 3 Tage die Woche in die drei Klassen des Kindergartens zu gehen: Dass die kleinen Kinder hier schon richtig im Klassenraum sitzen und etwas lernen, hat mich überrascht und war sehr interessant. Ich habe geholfen, Aufgaben in den Heften zu korrigieren und neue Aufgaben in die Hefte zu notieren und hatte in den Pausen immer viel Spaß mit den 3 Lehrerinnen. An den anderen beiden Tagen ging ich in die private Grundschule und habe jede Klasse einmal besucht. Die Kinder waren immer sehr interessiert - ich war der erste Volunteer hier und weiße Menschen sehen sie normalerweise nie. Ich durfte auch Klassen bei Tests überwachen und beim anschließenden Korrigieren helfen; die Lehrer waren stets sehr nett und haben mir viele Fragen gestellt.

Ich war immer bis zum Mittagessen dort - durch die starke Aufmerksamkeit, die man von den Kindern bekommt, war ich zu dem Zeitpunkt dann immer schon ziemlich müde und hab den Nachmittag im Pfarrhaus verbracht. Abends ging ich immer rüber ins andere Haus, um mit Father Michael und Father Collins zu Abend zu essen: Wir haben immer gemeinsam Fernsehen geschaut und sehr lustige und interessante Gespräche über Gott und die Welt geführt, die ich sehr vermissen werde.

An den Wochenenden bin ich oft mit dem Matatu nach Nakuru gefahren - dort kann man schön Essen und Souvenirs shoppen gehen. Aber Father Michael und Father Collins haben sich auch echt Mühe gegeben, mir eine schöne Zeit zu machen: Sie haben mich mitgenommen zum Subukia Shrine, den Thomson Falls, dem Menengai Crater, Lake Baringo...Ich habe wirklich einiges von der Gegend gesehen.

Alles in allem kann ich die Stelle wirklich empfehlen, weil es sehr viele Möglichkeiten gibt, was man machen kann und die beiden Priester echt klasse sind. Nicht hier hinzugehen, nur weil es keine Stelle an der Küste ist, wäre echt schade: Kenia ist so viel mehr als Strand und Meer, das Rift Valley und dessen Natur ist wirklich wunderschön und es gibt so viel zu sehen und zu entdecken!

Daphne, September 2017 - Februar 2018 (K17)

Liebes Mylabadi-Team,

 

ich bin nun schon ca. 4 Wochen zurück aus Kenia. Ich habe in Afrika 6 Monate verbracht und in Kenia bei Stelle K17 gewohnt, gelebt und gearbeitet.

In dem Waisenhaus leben Kinder von 5-18 Jahren und Maria, die Tochter eines Mädchens im Heim. Maria ist momentan 1 1/2 Jahre alt.

Als ich im Heim ankam war es 2 Uhr in der Nacht, was zur Folge hatte, dass ich von einer Aunti zwar kurz begrüßt und in mein Zimmer gebracht wurde… Am nächsten Morgen ging ich einfach durch das Heim und da traf ich auch schon auf James, den Manager des Heims. Er telefonierte mit Jessy (Leitung des Heims) und Peter ihrem Mann, die dann kurz drauf auch kamen und mir die wichtigsten Informationen zum Heim gaben. Den Rest des Tages verbrachte ich, indem ich mir alles genau anschaute und mich dann zu den Aunties setzte und diesen ein wenig beim Bohnen sortieren und waschen half. Mein und deren nicht wirklich perfektes Englisch machte die Verständigung etwas komplizierter, doch mit Händen und Füßen geht es ja immer.

Da in der Woche bevor ich kam, das Baby von Jessy´s Schwester starb, erwartete mich dann am zweiten Tag leider schon die Beerdigung dieses Babys. Dies war heftig doch für mich selbst auch interessant mitzuerleben und zu sehen, wie eine Beerdigung in Kenia abläuft.

Schon am dritten Tag bekam ich gesagt, dass ich doch in die Schule gehen solle und unterrichten solle. Daraufhin setzte ich mich auf ein Pikipiki, ließ mich zur Schule fahren, stellte mich dem Direktor der Schule vor und mit ihm ging ich durch die Klassen um mich vorzustellen. Im Anschluss sollte ich in eine Klasse gehen und unterrichten. Da ich zuvor jedoch noch nie in einer Klasse unterrichtet hatte, fragte ich, ob es auch in Ordnung sei, dass ich am heutigen Tage einmal zusehe und dann erst die kommenden Tage unterrichte. Dies war kein Problem.

Alles in allem war es ein Start, den ich mir zunächst etwas anders vorgestellt hätte. Einarbeitung oder langsames Ankommen war bei mir irgendwie nicht wirklich möglich und ich wurde ein wenig ins kalte Wasser geworfen. Doch letzten Endes war es kein Problem und es ist auch kein Problem Fehler zu machen. Die Leute dort freuen sich, wenn man überhaupt etwas tut und sich engagiert.

Dies zu meinem Start in Kenia. Ca. 2 Wochen später kam dann auch schon Franzi, die ich zuvor nicht kannte, aus Deutschland und sie verbrachte die 6 Monate mit mir im Heim.

Wir arbeiteten immer von Mittwoch bis Sonntag und Montags und Dienstags hatten wir frei. Trotzdem ist es möglich die freien Tage zu verschieben und läge Ausflüge, nach Ankündigung, sind auch kein Problem.

In unserer Zeit war vor allem wichtig, gemeinsam mit den Kindern etwas zu unternehmen, ihnen die Möglichkeit zu geben in die Stadt nach Mombasa zu gehen, den Strand zu besuchen, mit den Kindern zu kochen, malen, Hausaufgaben zu machen und natürlich in der Schule zu unterrichten.

Eines unserer wichtigsten Aufgaben war es meiner Meinung nach, die Kinder zum Arzt zu bringen. Da das Heim nicht immer die Mittel hat, die Kinder zum Arzt zu bringen, übernahmen das in unserer Zeit vor allem wir und die anderen Freiwilligen. Die Arztrechnungen müssen bei diesem Arzt nicht immer direkt bezahlt werden (nur für die Kinder im Heim, alle anderen müssen jede Behandlung sofort bezahlen), doch wir haben die Rechnungen meist direkt aus eigener Tasche bezahlt. Dies sind keine hohen Beträge und für uns war es machbar. Wir waren teilweise wöchentlich 1-3 Mal beim Arzt. Teilweise war es heftig, doch die Entwicklung, dass nach einer gewissen Zeit, nachdem die Kinder verstanden hatten, dass wir mit ihnen zum Arzt gehen wenn ihnen etwas fehlt, kamen sie auf uns zu und teilten uns mit, wenn ihnen etwas weh tat, sie sich unwohl fühlten, sie Verletzungen hatten usw. Zuvor war das weniger der Fall.

Wir waren meist von 8 - 12 Uhr in der Schule und halfen den Lehrern dort und gingen dann zurück ins Heim, machten den Abwasch und hatten dann ein wenig Freizeit. Abends, wenn die Kinder heim kamen, spielten wir mit ihnen, machten gemeinsam Hausaufgaben, aßen gemeinsam, kochten oder backten Mandazi fürs Frühstück und verbrachten so unsere Abende.

Durch kenianische Freunde sahen wir natürlich auch andere Organisationen, Heime, den Moroto-Slum usw. Gemeinsam mit unseren Freunden und den anderen Freiwilligen starteten wir eine Food-Donation Aktion im Moroto Slum, worüber sich die Leute dort sehr freuten. Um dies jedoch wirklich sinnvoll zu machen, sollten hier kontinuierliche Spendenaktionen stattfinden, was natürlich schwieriger ist zu organisieren.

Im Laufe unserer Zeit dort, wurde uns bewusst, dass es sinnvoll gewesen wäre, im Voraus Spenden zu sammeln und mit diesen etwas mit den Kindern zu unternehmen, den Kindern Kleidung zu kaufen, die sie wirklich benötigen, gesunde Lebensmittel für die Kinder zu kaufen, Arztbesuche bezahlen zu können usw. Wir sammelten mithilfe von Kolleginnen, Freunden oder Familie Zuhause in Deutschland Spenden ein und hatten dadurch ein wenig Budget.

An den freien Tagen machten wir Ausflüge, schauten uns das Land an, trafen Freunde die wir kennengelernt haben. Sehr positiv war hierbei die Facebook-Gruppe der Mylabadi-Praktikanten, da wir dadruch in Kontakt mit den anderen Freiwilligen in Likoni kamen und so hatten wir gemeinsam mit ihnen und unseren kenianischen Freunden eine unbeschreiblich tolle, erlebnisreiche und unvergessliche Zeit.

Liebe Grüße

Franziska, September 2017 - Februar 2018 (K17)

Melanie, Oktober - Dezember 2017 (K28)

Hallo!

Mein Name ist Melanie, ich habe von Oktober bis Dezember 2017 das Praktikum im Slum von Nairobi bei 2 NGO’s gemacht, …. Es gibt aber bei der Stelle auch noch viele andere Projekte, bei denen man mitmachen kann. Ich bin so froh die Entscheidung getroffen zu haben, nach Kenia zu gehen. Obwohl ich relativ kurzfristig (ein Monat vor Abflug) mich dazu entschied das Praktikum zu machen, lief alles super. Ein großer Dank an Mylabadi für die Unterstützung während der Vorbereitung und für die vielen zur Verfügung gestellten Unterlagen. Ich habe es sehr geschätzt, dass ihr immer bei Fragen rund um die Uhr für mich da wart. Während meinem Aufenthalt in Kenia habe ich sehr viel gelernt, sowohl über das Land, die Kultur und die Menschen, als auch über mich selbst. Ich habe angefangen Swahili zu lernen und zu sprechen, mich in die Gemeinschaft integriert und viele tolle Freunde gefunden, sowohl Einheimische als auch andere Praktikanten, mit denen ich immer noch regelmäßig Kontakt habe. Auch meine Gastfamilie war super, sie waren immer für mich da und haben versucht mich zu unterstützen wo es nur ging, ohne mich dabei einzuschränken oder mir meinen Freiraum zu nehmen. Klar, es war nicht immer alles perfekt aber wer/was ist das schon? Ich möchte alle unbedingt früher oder später wieder besuchen gehen. :)

Als ich heim gekommen bin, war ich Anfangs sehr frustriert. Das Leben in Kenia ist viel einfacher und leichter als daheim. Man lebt einfach so dahin, nach dem Motto „Hakuna matata“, was soviel heißt wie „es ist alles in bester Ordnung, mach dir keine Sorgen“. Diese Worte bedeuten mir sehr viel und ich versuche auch hier nach diesem Motto zu leben. Generell ist das Leben in Kenia anders - „Pole pole“, alles mit der Ruhe. Stress gibt es dort nicht, die Menschen und der ganze Lebensstil ist anders. Das vermisse ich sehr.

Man erfährt einfach so viel mehr über das Land und die Menschen, wenn man nicht nur als Tourist dort ist, sondern mit Einheimischen zu tun hat und mit ihnen lebt - das ist hundert mal besser als ein normaler Urlaub. Und man kann sich auch inzwischen einmal Zeit nehmen, um Ausflüge zu unternehmen und z.B. eine Hiking Tour oder eine Safari zu machen oder die Masai, einen traditionellen Stamm, kennen zu lernen. Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich eine super tolle und einmalige Erfahrung gemacht habe, die ich nicht missen will und die ich liebend gerne wiederholen möchte, entweder am gleichen Ort - ich habe noch längst nicht alles über Kenia gelernt und alles gesehen ;) - oder woanders auf der Welt. :)

Viele meiner Freunde und Menschen, die mich umgeben, haben mich dafür bewundert den Mut dazu aufzubringen alleine nach Afrika zu gehen, andere haben versucht mich aufzuhalten und mir davon abgeraten. Ich war mir absolut sicher das Richtige zu machen und dass ich das will. Wenn man so fühlt kann es denke ich keine falsche Entscheidung sein. Klar, es wird einem oft von vielen Seiten gesagt dass es dort gefährlich ist. Aber es ist mittlerweile überall auf der Welt gefährlich und spätestens als ich in Kenia war habe ich gemerkt, dass solche Sorgen nicht berechtigt sind und vor allem dass es viele Vorurteile gibt, die gar nicht stimmen. Man muss sich einigen Dingen bewusst sein, sich mit dem Land und der Kultur beschäftigen, wissen was man machen darf und was nicht und wie man sich in gewissen Situationen zu verhalten hat. Wenn man das weiß und Respekt und ein wenig Vorsicht vor fremden Ländern und Menschen hat, ist es überhaupt kein Problem. Das wichtigste ist es, aufgeschlossen zu sein. Daher mein Rat an alle: Wenn ihr euch wohl dabei fühlt so eine Erfahrung zu machen und den Mut und den Willen dazu habt, dann macht es und lasst euch durch nichts und niemanden davon abbringen. Es ist es bestimmt wert.

 

Alles Liebe,

Melanie

Lena, Januar - Februar 2018 (K2)

Nachdem mir ein Stellenwechsel ermöglicht wurde, ging ich für 6 Wochen zur Stelle K2, ein Kinderheim + Schule...

Es ist ein familiäres, kleines Umfeld in Kombani und liegt zwischen Ukunda und Likoni. Das bedeutet, dass die wunderschönsten Ausflugsziele und Abenteuer in unmittelbarerer Nähe liegen , was ich auch sehr oft genutzt habe.

Abgeholt wurde ich am 28. Dezember von Banzi an der Likoni Ferry. Er brachte mich zum neuen volunteer house welches zwar noch sehr renovierungsbedürftig ist, aber sollte man Probleme mit Wasser, Strom etc. Haben, kann man sich bei Banzi melden und er gibt sein Bestes damit alles wieder funktioniert.

Die ersten 3 Wochen hatte ich kein fließend Wasser, aber das war gar kein Problem da die Kids mit mir die Wassertanks (vom 5min zu Fuß entfernten Heim mit Brunnen) transportieren. Dabei hatten wir immer lustige Diskussionen und ich lernte das Dorf besser kennen.

Die Heimleitung Bibi und Banzi sind sehr offen und freundlich, helfen bei allen Problemen und mit ihnen kann man über alles reden. Die Kids dazu sind neugierig und Superlieb, wir hatten eine tolle Zeit zusammen obwohl es am Anfang noch ein wenig Verständigungsbarrikaden gab, da sie frisch aus den Ferien kamen und das Swahili gewöhnt waren.

Der Schulalltag ging Anfang Januar wieder los und damit auch das ständige englisch sprechen. Ich assistiere größtenteils in der Babyclass, es war niedlich zu sehen wie so junge Kinder in das Schulleben eingeführt werden und miteinander umgehen. Dazu gab ich Deutschunterricht in den Klassen 1-5 jeden Tag, eine tolle Erfahrung um all den 70 Kindern näher zu kommen.

Besonders vermissen werde ich unsere Strandausflüge sonntags zum Kombani Beach, denn sobald wir nach einer Stunde Fußmarsch dort ankamen , spielten die Kids ausgelassen am Strand und im Wasser und dieser Anblick machte mich jedesmal wunschlos glücklich.

Lena, September - Dezember 2017 (K26)

Im September begann meine 5 monatige Reise nach Kenia zusammen mit einer Freundin zur Stelle K26. Dieses christliche Heim beherbergt mehr als 110 Kinder und liegt zwischen Gede und Timboni, genau angrenzend an den wunderschönen Touristenspot Watamu.

Mit jemand anderem ein Praktikum zu machen war meiner Meinung nach einfacher und schöner, grade um sich in dem neuen Leben einzufinden und um dann natürlich Kenia zu erkunden.

Mitten in der Nacht holte uns Paul, der Manager des Heims und ein wunderbarer Freund, vom Flughafen Mombasa pünktlich ab und es begann eine 2 stündige Fahrt nach Timboni, wo wir bei Mama Sussy und Ihrer Familie einzogen. Sie ist die Gründerin des Heims, eine beeindruckende Frau, wenn man sieht was sie alles erschaffen und erreicht hat und unglaublich warmherzig und lieb. Bei jeglichen Problemen konnten wir zu ihr gehen (wenn sie denn mal zu sprechen war, sie ist nämlich fast nie aufzufinden, sehr beschäftigt) und sie hat sich darum gekümmert. Die im Haus lebende Familie umfasst 8-15 Kinder, (durchsehen kann man da nicht wirklich), Oma, die Auntie und Nancy die Nanny war für uns auch immer da, die gekocht und geputzt hat. Allgemein ging es uns eher wie im Hotel da es wirklich ein "nobles" Leben für die Volunteers beziehungsweise Gäste in Mama Susans Haus ist. Wir lernten viele neue Leute kennen, wie einen Propheten, andere Volunteers aus aller Welt und Freunde der Familie aus Afrika.

Es gibt sehr vielfältiges Essen (darunter oft Fleisch, jeden Tag frisches Obst und Eier) und wöchentlich neue Bettwäsche.

Das Essen wird entweder von den Kids oder der Nanny früh und abends aufs Zimmer gebracht. Mittagessen gibt es im Heim (meistens Reis oder chapati, aber niemals Ugali was andere Volunteers schocken dürfte).

Timboni an sich, ist ein Traum. Dieses kleine Dorf hat es mir wirklich angetan. Es ist wunderschön und alle Leute sind freundlich, offen und herzlich. Es gibt viele kleine Shops, Restaurants/ Imbisse und Märkte und mit Siriri (dem Driver) durch das Dorf zu fahren um Besorgungen zu machen war immer toll denn er kannte wirklich jeden.

Die Grenze zwischen Timboni und Watamu ist kaum wahrzunehmen. Watamu und die umliegende Region ist aber das "zweite Italien" muss man sagen, jeder begrüßt die weißen Menschen mit "ciao" (das Wort "mzungu" haben wir fast nie gehört) und viele Einheimische können italienisch sprechen, grade in den Restaurants der Touristenstraße wird es fast vorausgesetzt. … Watamu bedeutet so viel wie "Frieden" und das merkt man. Ich habe mich immer sicher gefühlt, auch wenn es dunkel wurde, sogar unsere Sachen konnten wir am Strand stundenlang unbeaufsichtigt lassen und alles blieb an Ort und Stelle.

Zum Kinderheim: Stelle K26 ist ein großes Heim mit circa 15 Angestellten und viel Hilfe zum arbeiten wird nicht gebraucht. Wichtig ist zu sagen, dass man nicht ohne Geld/ Spenden hinkommen sollte. Wenn man selbst mit anpacken will, dann sollte man dies auch finanzieren. Wir haben in den drei Monaten wirklich jede einzelne Wand gestrichen und das Heim erstrahlt mittlerweile im neuen Glanz und sieht viel freundlicher aus. Des Weiteren konnten wir dabei mithelfen, einen neuen Mädchenschlafkomplex zu errichten, der im Februar komplett niedergebrannt war.

Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen in der Ferienzeit in ein Kinderheim zu gehen. Wir hatten das Glück mit den Kindern 2 volle Monate zu verbringen, so hatten wir jeden Tag viel Zeit zum spielen, malen, singen, tanzen, reden und basteln. Man schließt die Kinder einfach ins Herz und baut eine Bindung auf wenn man sie so oft sieht und ihr Leben kennenlernt. Sie sind es gewöhnt das weiße Menschen kommen und gehen aber man merkte, dass sie es liebten mit uns zusammen zu sein für so lange. Mir hatten es besonders die kleinen Mädchen (Alter von 7-10) angetan, aber auch die Babys (3-6 Jahre) die mich jeden Tag sehr glücklich machten….Hier Weihnachten zu verbringen und auch das 12 jährige Jubiläum, waren schöne Erlebnisse mit viel Spaß, Tanz, super viel Essen und Freude die mir tolle Erinnerungen bleiben werden.

Natürlich ist es auch oft anstrengend gewesen, wenn mehrere Kinder an dir dran hängen, herumgetragen werden wollen, dein Handy für

Musik und Fotos stundenlang in Besitz nehmen oder einfach nur ununterbrochen quasseln. Aber wer kann diesen braunen Kulleraugen schon böse sein?

Die Kinder habe ich so lieb gewonnen, es gab einen tränenreichen Abschied und es fiel mehr so schwer zu gehen. Ich vermisse meine Mädels schrecklich doll. Dennoch habe ich mich für einen Stellenwechsel für meine verbleibenden 2 Monate entschieden, da ich 1. noch eine andere Stelle kennenlernen wollte und 2. gingen die Kinder ab Januar wieder in die Schule, auch die kleinsten, und so hätte ich gar nichts mehr zu tun gehabt bis die Kinder um 5 von der Schule ins Heim zurückkehren.

Negativ zu erwähnen bleibt, dass man nie wirklich Teil einer großen Familie ist, sondern immer nur "der Besucher" bleibt.

Trotzdem: Viele tolle Ereignisse in den mehr als 3 Monaten wie ein Neugeborenes Baby retten, die Strandbesuche, zusammen einheimische Tänze lernen und mit dem Staff über ihr Leben reden und die Ausflüge am Wochenende zu tollen Orten werden mir immer im Herzen bleiben und ich bin dankbar für diese wunderschöne Zeit. Es war die beste Entscheidung hierher zu kommen und in das entspannte, nicht hektische, bunte und herzliche Leben der Kenianer einzutauchen und ein Teil davon zu werden. Diese Stelle hat mich sehr bereichert.

Franziska, Oktober - Dezember 2017 (K29)

Mein Kenia Abenteuer begann am 1. Oktober 2017 gemeinsam mit Caro, einer meiner Kommilitoninnen. Die Vorbereitungen liefen ohne Probleme ab, auch der Kontakt zu Mathew, welcher vor Ort für uns verantwortlich war, geschah reibungslos. Selbst als am Tag der Abreise kurzfristig bekannt wurde, dass wir mit 7 Stunden Verspätung und somit erst um 3 Uhr Nachts in Nairobi ankommen werden, erwies sich Mathew als sehr flexibel und erwartete uns bereits mit 2 weiteren Einheimischen (Ken und Bonifaze) am Flughafen.

In Kahawa West, einem Außenbezirk von Nairobi, lebten wir mit Susan, einer super freundlichen Gastmama, welche uns zur Begrüßung sofort in die Arme schloss. In den folgenden Tagen machte sie uns außerdem deutlich, dass ihr Haus auch unser zu Hause sei („This is Home!!“), was das eingewöhnen in einer solch fremden Kultur sehr viel leichter machte.

Am Tag der Ankunft wurden wir dann von Susans Sohn, Ken und Mathew durch Kahawa West geführt und uns wurden unsere unterschiedlichen Einsatzstellen gezeigt. Diese waren zum einen die kleine provisorische Schule im Slum Soweto in Kahawa West, ein Kinderheim namens Grace Children, sowie die Hauptaufgabe im Kamiti Maximum Security Prison und dessen Jugendgefängnis und Cafasso. Im Jugendgefängnis und im Cafasso (einer Rehabilitationseinrichtung für ehemalige straffällige Jugendliche), unterrichteten wir die Jungen in „life skills“ über Drogen, Selbstvertrauen, etc. Dies erwies sich trotz mancher Sprachbarriere als sehr gute Erfahrung, sowohl für uns als auch für die Jungen im Gefängnis.

Hier war insbesondere die Zusammenarbeit mit Joseph, dem Psychologen besonders lehrreich. Er nahm uns außerdem häufig auch außerhalb der Arbeitszeiten mit, z.B. in seine Heimatstadt, um einige ehemalige Cafasso – Jungen zu besuchen, sowie zur Hochzeit seiner Tante oder der Graduation einer Bekannten.

In der „Schule“ im Soweto – Slum erhalten Kinder die Möglichkeit zu lernen, deren Eltern sich die Schulgebühren nicht leisten können. An einem kleinen Tisch sitzen die größeren und machen verschiedene Schulaufgaben, während die ganz Kleinen im Innenraum beschäftigt und betreut werden. Hier halfen wir den Kindern bei ihren Aufgaben, verteilten das Essen am Mittag und spielten in den Pausen Spiele. Die Kinder freuten sich über jede Kleinigkeit (Luftballons, Kekse) und auch einfach nur darüber, dass jemand dort war, der ihnen ein wenig Aufmerksamkeit schenkt. Diese werde ich ganz besonders vermissen. Die meisten waren sehr aufgeweckt und für die ärmlichen Verhältnisse, aus welchen sie kamen, verhältnismäßig gesund und gut genährt.

Dieses Bild ergab sich jedoch leider nicht im Grace Children Kinderheim. Die über 100 Kinder, welche hier zu Hause sind, waren teilweise verwahrlost, trugen schmutzige und stinkende Kleidung oder hatten Hautkrankheiten. Das Bild, welches sich uns hier zeigte, war ein Schock. Manche der ganz Kleinen waren gut versorg, andere wurden komplett vernachlässigt. Bei Ansprache dieser Probleme bei der Heimleitung stießen wir zumeist auf taube Ohren. Es gelang uns jedoch über die 11 Wochen, welche ich anwesend war, ein paar Dinge zu verbessern. So führten zwei spanische Freiwillige, welche ausschließlich im Grace arbeiteten, das Thema Umwelt ein. Hier wurde das Lebensumfeld (welches zu Beginn noch furchtbar schmutzig und teilweise, durch herumliegenden Müll, gefährlich war) deutlich verbessert. Auch schafften wir es, den älteren Kindern deutlich zu machen, wie wichtig es sei, sich um die Hygiene und Gesundheit der kleinen Kinder zu kümmern, wenn es die erwachsenen verantwortlichen nicht schaffen. Wie das nach unserer Abreise weitergeführt wurde, können wir jedoch leider nicht sagen.

Außer den zu meist sehr abwechslungsreichen Praktikumsstellen, hat Kenia noch so einiges mehr zu bieten. An unseren freien Wochenenden haben wir, gemeinsam mit den beiden spanischen Praktikanten aus dem Grace Children, viele Reisen unternommen. Wir besuchten den Nairobi National Park, Nanyuki am Mount Kenia mit seinem Ol Pajeta National Park, den Lake Naivasha und Hells Gate National Park, sowie am Ende den Maasai Mara National Park!! Insbesondere Maasai Mara war ein tolles Erlebnis und ließ im Hinblick auf die Vielfalt der Tiere (Big five!! und viele mehr) und die landschaftliche Szenerie alle anderen weit hinter sich. Auch ist Nairobi selbst immer einen Besuch wert, auch wenn es meist sehr laut und hektisch zu geht. Daran kann man sich aber nach einiger Zeit ganz gut gewöhnen.

Lediglich unser Ausflug nach Nanyuki mit einem Bekannten Einheimischen (Ken) und seinem Cousin zu dessen Großeltern war keine so schöne Erfahrung. Hier lernten wir insbesondere, nicht jedem, der hilfsbereit und freundlich erscheint, zu vertrauen.

Alles in Allem haben wir jedoch nur bereichernde Erfahrungen gemacht. Meine Kenia Reise war ein Abenteuer, das ich nicht mehr vergessen werde. Jedoch bin ich trotzdem sehr froh wieder ins ruhigere und auch strukturierte Deutschland zurück zu kommen. Das hat mir neben meiner Familie ganz besonders gefehlt.

Am meisten vermissen werde ich jedoch die Kinder aus Soweto, welche trotz ihrer miserablen Lebensbedingungen immer glücklich waren und das Beste aus ihrem Leben machen, sowie Susan unsere Gastmama, welche uns bereits nach einer Woche bei Bekannten als ihre Töchter vorstellte und welche uns im turbulenten und lauten Kenia ein ruhiges und sicheres zu Hause gegeben hat. Hierfür bin ich sehr dankbar und hoffe, alle irgendwann einmal wieder zu sehen.

Samira, Oktober 2017 - Januar 2018 (K36)

Hier mein Bericht - ist sehr lang geworden, ich schreibe leider ziemlich gerne ;) Aber etwas ausführlicher finde ich es für zukünftige Volunteers einfach hilfreicher.

Als mich Lucy, die Heimleiterin, bei meiner Ankunft in Malindi vom Bus Office abholte, hatte ich noch keinen blassen Schimmer, was mich die nächsten 3 Monate erwarten würde.

Im Heim angekommen bezog ich zunächst mein Zimmer - ich wohnte in einem Einzelzimmer mit Bett, Mosquito Netz, Nachttisch und Schrank. Es gibt auch noch ein zweites, größeres Zimmer für Besucher und Volunteers, in dem 2 bis 3 Leute schlafen können.

Zugegebenermaßen war es für mich anfangs keine leichte Sache, mich an den kenianischen Lebensstandard zu gewöhnen - Luxus braucht man hier nicht zu erwarten, aber das ist wohl jedem klar, der ein solches Abenteuer wagt. Die Sache war aber die: Die Leute im Heim kamen mir sofort mit so großer Gastfreundschaft entgegen, haben sich für mich und mein Leben in Deutschland interessiert und mir auch viel über ihr eigenes erklärt. Aus diesem Grund hatte ich von Beginn an das Gefühl, gut aufgehoben zu sein und wertgeschätzt zu werden, wodurch der anfängliche „Kulturschock“ nur noch halb so schlimm und bald vergessen war.

Während meiner Zeit dort lebten circa 20 Kinder im Heim - weil aber Ferien waren, gingen nach und nach einige zu Verwandtschaft, sodass etwa 10 übrig blieben. Die jüngste davon war 5 und die älteste 17 Jahre alt, ingesamt sind hier eher Kinder im Teenager Alter. Desweiteren kam später noch ein wenige Monate altes Baby und am Ende meines Aufenthalts noch ein kleines, 2 Jahre altes Mädchen dazu.

Vorschläge für Aufgaben, die man erledigen will, müssen von einem selbst kommen - hier ist Selbstinitiative gefragt, denn aufzwingen tut hier einem niemand etwas. Ich habe oft geputzt und mich hauptsächlich mit den 3 jüngsten Kindern beschäftigt, die von Anfang an mir gegenüber sehr aufgeschlossen waren, aber auch die älteren öffnen sich einem schnell, wenn man auf sie zugeht. Wir haben vorallem kreative Sachen gemacht - gemalt, gebastelt, Plakate für die Schule gestaltet und viel gesungen und getanzt. Irgendwann habe ich in Malindi mehrere Rollen farbiges Garn gekauft und den Kindern nach und nach verschiedene Varianten beigebracht, Armbänder zu knüpfen: Das kam wirklich bei allen, sogar bei den älteren Jungs, super an. Im Endeffekt haben sie sich sogar eigenständig neue Varianten ausgedacht, was mich sehr stolz gemacht hat, und es war einfach ein super Zeitvertreib für jeden von ihnen. Die Kids brauchen einfach manchmal Anreize, wie man sich selbst beschäftigen kann, da im Alltag, wenn alle Aufgaben erledigt sind, bei manchen doch mal etwas Langeweile aufkommt. Egal was es ist, sie sind so dankbar für alle neuen Einflüsse, die man als Volunteer mitbringt: Sei es neue Musik, ein neuer Tanz, eine neue Sportart, neues Essen, Bilder aus der Heimat - Im Prinzip gibt es kaum etwas, wofür man die Kinder nicht begeistern kann. Doch selbst wenn man ihnen einfach nur im Garten beim Spielen zuschaut, sich ein paar Geschichten anhört oder auf sonstige Weise irgendwie Aufmerksamkeit schenkt, macht man sie schon sehr sehr glücklich!

Wenn ich auch mal Zeit für mich selbst gebraucht habe, war nie jemand böse. Langeweile kam bei mir aber prinzipiell nie auf, da sich immer eine Beschäftigung oder die Möglichkeit zu interessanten Gesprächen ergab.

Das Personal im Heim ist überschaubar: Während meiner Zeit gab es zwei Teacher, die, wenn nicht gerade Ferien sind, im Kindergarten und in der 1. Klasse direkt in den Räumlichkeiten des Heims unterrichten. Hier gehen auch die restlichen Kinder des kleinen Dorfes zur Schule und jede Hilfe wird auch dort gerne angenommen. Für jegliche Aufgaben, die sonst anfallen, (und wo man sich auch gerne mit einbringen kann) wie zum Beispiel Feuerholz machen, Wasser holen gehen, Arbeit mit den Tieren, Reperaturen und Kinder beaufsichtigen, gibt es Peter und Joseph. Egal worum es geht, auf Peter, den pflichtbewussten Ruhepol im Heim, ist immer Verlass. Auch Joseph kümmert sich ganz liebevoll um die Kinder, sei es Nägel schneiden, Haare rasieren, in der Küche aushelfen, auf den Markt gehen: Gerne zeigt er einem seine Aufgaben und erläutert einem die kenianische Kultur, was mir oft sehr geholfen hat, vieles besser zu verstehen.

Das restliche Personal hat während meines Aufenthalts gewechselt - Lucy wählt jeden Mitarbeiter mit großer Sorgfalt aus, um immer das Beste für die Kinder zu garantieren, weshalb ich hier stets auf freundliche, interessante Menschen getroffen und mich mit jedem verstanden habe.

Besonders inspiriert hat mich auch Heimleiterin Lucy selbst: Diese starke, wirklich sehr besondere Frau, steckt all ihre Lebenskraft in das Kinderheim. Sie ist wie ein Mutter für die Kinder und tut alles, was in ihrer Macht steht, um diese glücklich und erfolgreich aufwachsen zu sehen. Dieses Engagement für Heim und Kinder, das oftmals noch vor den eigenen Bedürfnissen steht, hat tiefsten Eindruck bei mir hinterlassen und obwohl sie gar Tag und Nacht beschäftigt ist, war sie immer für mich da, wenn ich sie gebraucht habe und für jedes Problem hat man eine Lösung gefunden.

In meiner Freizeit, die ich mir nach Belieben nehmen konnte, war ich viel in Malindi und Watamu unterwegs und habe z.B die Ruinen von Gedi besichtigt. Sonntags blieb ich immer im Heim, weil es dann meistens mit den Kindern an den Strand ging. Als ich nach Nairobi zu einem bestimmten Arzt musste oder eine Woche nach Tansania und Sansibar reisen wollte, war mir Lucy bei der Organisation behilflich und ich wurde auch noch gemeinsam mit Joseph dazu eingeladen, ins Zuhause von Father Michael, dem Gründer des Kinderheims, zu fahren, um dort ein paar Tage zu verbringen. Das Highlight war jedoch das Ende meiner 3 Monate: Bevor ich weitergereist bin zu einer 2. Stelle, habe ich zusammen mit den anderen Volunteers, die im Januar kamen, eine Tour durch Nairobi und eine Safari im Amboseli Nationalpark gemacht - alles organisiert von Lucy, die uns dann sogar begleiten konnte; es war einfach wunderbar.

Um ein Fazit zu ziehen: Ich kann die Stelle mehr als empfehlen, vorallem, weil das Heim nicht so groß ist, dadurch alles sehr familiär ist und man sich hier wirklich sehr über Volunteers freut. Wenn ihr noch etwas über die Stelle wissen wollt oder irgendwelche Fragen habt, kontaktiert mich doch bitte, ich würde mich sehr freuen.

Als die Zeit zu gehen gekommen war, konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Das Kinderheim ist für mich wie ein Zuhause und die Menschen wie eine Familie geworden. Ich habe vieles über den Umgang mit Kindern und auch über mich selbst gelernt und bin dankbar für jedes Gespräch, jedes Erlebnis, jeden Moment und jeden Tag und ich werde alles für immer in meinem Herzen behalten. Denn wie sagt man so schön: Don‘t cry because it‘s over, smile because it happened. 

Cora, September - Dezember 2017 (K26)

Im September 2017 bin ich zusammen mit einer Freundin, Lena, nach Kenia für 3 Monate geflogen, wobei Lena 2 Monate länger in Kenia geblieben ist. Dort angekommen, wurden wir von Paul, dem Manager des Heims abgeholt. Die Unterkunft war ziemlich „luxuriös“, vor allem weit über dem kenianischen Standard. Die Familie hat sich gut um uns gekümmert, besonders was das Essen angeht, denn davon bekamen wir immer mehr als genug. Nancy, die Haushälterin, hat nicht nur für uns gekocht, sondern auch jede Woche unser Zimmer geputzt und immer darauf geachtet, dass wir genügend Tee, Zucker etc. im Aufenthaltsraum haben. Man hat sich also eher wie in einem Hotel gefühlt.

Am Anfang waren manche Dinge etwas ungewohnt, z.B. dass man manchmal mehrere Tage oder auch mal 2 Wochen kein fließendes Wasser hat. Aber dafür lernte man mit der Zeit das Leben in Deutschland umso mehr zu schätzen. Auch mit Rieseninsekten lernt man umzugehen. Alles in allem hat jedes „negative“ Erlebnis dazu beigetragen, eine andere Sicht auf die Dinge zu haben. Das Leben in Kenia kann man auf jeden Fall nicht mit dem in Deutschland vergleichen, deshalb sollte man ziemlich offen an die Sache herangehen und lernen Sachen zu akzeptieren und nicht gleich zu kritisieren.

Die Kinder hatten erst ab Ende Oktober Ferien, das heißt bis dahin haben wir sie im Heim nicht gesehen. Meistens arbeiteten wir von 10-15 Uhr, aber die Zeit variierte oft. Wenn man später oder eher aufhören/anfangen möchte, hat keiner ein Problem damit. Da die Wände im Heim durch das Klima öfter Streicharbeiten bedarf, sammelten wir Spenden von Freunden und Familie und kauften einige Töpfe Farbe. So hatten wir auch immer etwas zu tun, als die Kinder noch keine Ferien hatten. 3 Kinder gingen noch nicht in die Schule, mit denen haben wir uns ansonsten beschäftigt. Als die Kinder dann Ferien hatten, haben wir ihnen gesungen, getanzt, gemalt, Stuhltanz gemacht etc., nebenbei haben wir trotzdem noch viel gestrichen. Da die Kinder sich aber auch öfter allein beschäftigten, hatten wir manchmal nicht so viel zu tun. ... Trotzdem haben wir das Heim, sowie die Kinder ins Herz geschlossen und es war schön dort.

Am Wochenende gingen wir meistens zum Strand, der ca. 30 min Fußweg entfernt war. Ansonsten machten wir auch manchmal Ausflüge zu Orten, die in der Nähe waren, z.B. Hell’s Kitchen, Gede Ruins oder Mombasa. Wir machten auch eine Safari in Tsavo East. Dadurch, dass wir am Wochenende immer etwas unternommen haben, vergingen die Wochen ziemlich schnell. Ich denke, dass es eine gute Entscheidung war für 3 Monate dort zu bleiben, weil man sonst nicht ganz so gut das Leben dort kennen lernt.

Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung im Leben, die einem nicht mehr genommen werden kann und man sollte diese Chance nutzen solange man kann. 

Francesca, August - November 2017 (K28)

Ein augenöffnendes Praktikum, das mein Leben um einiges bereichert hat. Tolle Betreuung, tolle Kollegen, tolle Jungs. Es war sehr herausfordernd und hat mich viel Kraft gekostet, aber es hat mich stärker gemacht für mein weiteres Leben!Peter hat für mich ein sehr gutes Projekt vor Ort ausgesucht, dass neue Seiten an mir eröffnet hat. Ich habe Feuer für die soziale Arbeit gefangen und viel über mich selbst gelernt. Das war wirklich das Allerbeste!

Jetzt habe ich eine neue Familie in Kenia. Ich konnte Straßenjungs für 12 Wochen lang kennen lernen, ihnen zur Seite stehen und wie eine Mutter für sie sein. Ich habe nun so viele Freunde in Nairobi und aus aller Welt.  Die Familie ist super. Hatte immer jemanden zur Seite! Beste Zeit meines bisherigen Lebens! Kenia ist ein Zuhause für mich!

Ramona, September - Oktober 2017 (K18)

Liebes Mylabadi-Team, liebe zukünftige Volunteers,

 

ich habe meine letzten 11 Wochen in Kenia bei der Stelle K18 verbracht und möchte euch gerne kurz darüber berichten.

Schon vor meiner Anreise konnte ich problemlos Kontakt mit Caroline, der 'Gastmutter', herstellen und so gab es auch nachts bei der Abholung vom Flughafen in Mombasa keinerlei Probleme. Nach etwa 45 Minuten Fahrt sind wir dann... angekommen, wo ich in mein Zimmer gebracht wurde. Dort gab es große Betten mit Moskitonetzen, eine eigene Dusche und ein WC, außerdem ein Waschbecken, eine kleine Couch und dazu ein Tisch. Frühstück und Abendessen wird immer zum Zimmer geliefert, weil extra gekocht wird und die Heimkinder anderes Essen bekommen. Die Essenszeiten kann man mit der Köchin absprechen und es schmeckt auch immer lecker, auch wenn es nicht allzu abwechslungsreich ist – da schmeckt zwischendurch was typisch afrikanisches wie Chapati oder Ugali auch mal ganz gut! :)

Arbeitszeiten sind eigentlich auch relativ frei wählbar, aber ich war unter der Woche nach dem Frühstück  immer von 8:30 Uhr bis ca. 16:00 Uhr im Kindergarten oder der Schule, wobei von 12 Uhr bis 13:30 Uhr eine Mittagspause ist. Die ersten drei Wochen habe ich vormittags im Kindergarten in der gemischten Gruppe KG1 und KG2, also bei den ganz kleinen Kindern, mitgeholfen. Hier konnte man der Lehrerin helfen Aufgaben in Hefte vorzuschreiben oder auch zu korrigieren, sowie Hausaufgaben in die Hefte der Kinder zu schreiben, da die Kinder in diesem Alter bereits Zahlen und Buchstaben lernen müssen. Beim Sportunterricht freuen sich die Kids sehr, wenn man auch mitspielt. Außerdem kann man beim Wasser- und Brei-Austeilen helfen. Nachmittags müssen die Kinder aber schlafen, weshalb ich dann in KG3, zu den Vorschulkindern, gewechselt bin. Hier waren Korrekturen die Hauptaufgabe. Für weitere 6 Wochen war ich dann in der 1. und 2., vor allem aber in der 1. Klasse, da hier kein Lehrer mehr war. Meine Aufgabe lag darin, die Aufgaben der Schüler zu korrigieren und bei Bedarf zu erklären, damit sie fit für die Exams am Schuljahresende wurden. Die Prüfungen durfte ich dann ebenfalls korrigieren, wobei ich auch Listen mit den Punkten der einzelnen Schüler und Fächer erstellt habe und Mittelwerte ausgerechnet habe, sowie Bestenlisten erstellt. In der letzten Schulwoche fand außerdem die 'Graduation' statt, wobei die Vorschulkinder geehrt wurden, weil sie nächstes Jahr ebenfalls Schulkinder sind. Bei diesem Fest durfte ich beispielsweise zusammen mit den anderen Lehrkräften Urkunden überreichen.

Die Abende waren grundsätzlich Freizeit, aber je nach Fach und Aufgabe kann man den Kindern vom Heim hier gerne bei den Hausaufgaben helfen.

Als dann Ferien waren, habe ich viel Zeit mit den Waisenkindern verbracht, mit ihnen gespielt, Chapati gebacken, gemalen oder auch mal an den Strand gefahren.

Auch einige Wochenenden habe ich mit den Kindern verbracht, an denen ich dann auch meine Wäsche immer gewaschen habe – genau wie die Kinder mit der Hand ;) Doch auch diverse Ausflüge wie Safari, Haller Park, Strand, Wasini oder Watamu habe ich unternommen, unter anderem gemeinsam mit anderen Volunteers, die ebenfalls in Likoni waren, füllten die Wochenenden. Bei Fragen zur Planung etc. kann man immer Caroline oder auch Wycliffe, den Betreuer vor Ort, fragen. Sie helfen immer gerne und sind total nett. Wycliffe bringt einen auch überall hin, wo man möchte, es sei denn man fühlt sich nach einigen Wochen alleine fähig, zum Beispiel kurze Wege wie zur Fähre zu fahren.

Insgesamt war ich sehr zufrieden, habe tolle neue Freunde gefunden und viele Erfahrungen gesammelt. Viele positive, aber leider auch einige negative, auf die ich hinweisen möchte: Dass Unterrichtsmethoden in Afrika nicht denen der uns gewohnten entsprechen, ist eigentlich jedem bekannt, aber wer nicht damit klar kommt, mitansehen zu müssen, wenn Kinder geschlagen werden, ist bei dieser Stelle hier falsch, da es den Lehrern nichts ausmacht, wenn europäische Volunteers das mitbekommen...

 

Wie gesagt, hatte ich dennoch eine tolle Zeit, die ich nie vergessen werden: die ganzen Leute, die Kultur, die Lebenseinstellung – einfach toll!

Birgit, Oktober- November 2017 (K44)

Die Familie von Gideon ist sooo lieb. Sie haben mich wie eine Tochter aufgenommen und sich ganz gut um mich gekümmert. Gideon und seine Frau Beatrice haben 3 Kinder. Im Haushalt leben Gideon und seine Frau, der jüngste Sohn und die Schwester von Gideon, die den Haushalt schmeißt mit ihrer Tochter. Es wurde jeden Tag gemeinsam gekocht, das Essen war so lecker.

 

Im Medical Center sind auch alle Angestellten super nett und kümmern sich total um einen. Ich durfte alles machen was die Krankenschwestern hier machen und ich mir zugetraut habe. Die Tätigkeiten sind ähnlich wie in unseren Krankenhäusern. Ich hab intravenöse, intramuskuläre und subkutane Injektionen verabreichen dürfen, verschiedenste Verbandswechsel durchführen und hab Medikamente dispensiert. Es war eine sehr positive und Erfahrungsreiche Zeit für mich. Ich werde die Familie bestimmt wieder mal besuchen kommen.

Vanessa, August - Oktober 2017 (K32)

Zunächst habe ich die Betreuung vor dem Praktikum durch Hannah und Klemens sehr geschätzt. Durch den direkten Kontakt und die ständige Erreichbarkeit, egal ob per WhatsApp, E-Mail oder Telefon, konnten Fragen und Anliegen immer zügig geklärt werden. Ich habe mich sehr aufgehoben und gut vorbereitet gefühlt.

Mein achtwöchiges Vollzeitpraktikum habe ich während meines 4. Hochschulsemesters im Zeitraum vom 14.08.2017 – 06.10.2017 K32 durchgeführt.

Das Projekt ist eine christliche Non-Profit Organisation, welche 30km nördlich von der kenianischen Hauptstadt Nairobi Entwicklungs- und Aufklärungsarbeit leistet. Das Projekt konzentriert sich als gemeinnützige Organisation auf die medizinische Versorgung sowie die materielle und finanzielle Unterstützung von insgesamt 32 Straßen- und Waisenkindern, welche von Armut und HIV/AIDS betroffen sind, im Stadtgebiet von Ruiru. Desweiteren wurden Räume für eine Grundschulausbildung geschaffen, in welchen derzeit 24 Kinder von der Vorschule bis zur dritten Klasse unterrichtet und betreut werden.  Weiterhin unterhält die Organisation ein Traineeship-Programm, welches jungen Menschen ohne finanzielle Mittel eine Ausbildung und Zukunftsperspektive ermöglicht. Das Ziel des Projekts ist vorrangig das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Kinder in Kenia zu schärfen und gleichzeitig zu helfen diese zu erfüllen, sowohl körperlich als auch geistig.

Somit übernahm ich zunächst die Gestaltung der Tagesabläufe der Kinder und Jugendlichen im Projekt. Dabei galt es abwechslungsreiche und kreative Freizeitaktivitäten anzubieten.  Hierzu habe ich interkulturelle Begegnungen organisiert, welche beispielsweise in Form eines Deutsch-Kiswahili Unterrichts oder beim gemeinsamen Kochen traditioneller deutscher oder kenianischer Speisen wöchentlich stattgefunden haben.

In den darauffolgenden Wochen habe ich mich auf Aufklärungsarbeit in Form von interaktiven Workshops zu den Thematiken „A Healthy Body“ und „Self-confidence“ konzentriert. Jeder Workshop umfasste eine Woche, in welcher sich die Kinder und Jugendlichen mit dem Thema intensiver auseinandersetzten. Dies geschah durch von mir erarbeitete Vorträge, in Gruppenarbeiten zur eigenständigen Aneignung von Wissen und mit Hilfe interaktiver Bewegungsspiele.

Ein weiteres Projekt über zwei Wochen zur Freizeitgestaltung veranstaltete ich zum Thema „Hopes and Dreams“ zu welchem Gedichte verfasst wurden. Diese wurden dann interpretiert und schließlich illustriert, um in den Schulräumen ausgehangen zu werden.

Weiterhin führte ich wöchentlich Unterrichtseinheiten in den Grundschulklassen 1 bis 3 durch. Dabei konnte ich die Fächer Mathematik, Englisch, Religionslehre und Wissenschaften unterrichten. Somit war es mir möglich kreative Lernmethoden einzuführen wie beispielsweise spielendes Lernen durch Bewegungsspiele, Gruppenarbeiten oder die Nutzung von Gemeinschaftsspielen im Unterricht.

Ebenso war es mir möglich Hausbesuche zur organisieren und durchzuführen, welche für die Arbeit mit den Kindern von enormer Bedeutung sind. Diese dienen zur Einschätzung der aktuellen Lebenssituationen der jeweiligen Familien, welche das Projekt materiell und finanziell unterstützt. Während dieser Besuche sollen die Herausforderungen im alltäglichen Leben benannt sowie die Veränderungen seit der Aufnahme im Projekt besprochen werden. Somit wird ein allumfassender Ansatz, welcher für die tägliche Zusammenarbeit mit den Kindern relevant ist, zur Hilfestellung gewährleistet. Eine besondere Herausforderung während meines Praktikums stellten die kulturellen Unterschieden sowie verschiedenen Mentalitäten dar, welche hier aufeinandertrafen. Die gelassene Art der Kenianer hat viele Prozesse verlangsamt und organisatorische Aufgaben erschwert. Somit war vor allem meine Eigeninitiative und Zielstrebigkeit gefragt, wenn es um organisatorische und gestalterische Aufgaben ging. Weiterhin galt es die anfängliche Sprachbarriere vor allem mit den Kleinkindern zu überwinden, welche ich jedoch durch die interkulturellen Begegnungen abbauen konnte. Somit gab es keinen direkten Kulturschock bei mir. Natürlich ist Kenia nicht Europa, aber wenn man sich darauf einlässt, wird es eine wunderbare Zeit.

Ich habe sehr geschätzt, dass mir ein großes Maß an Verantwortung übertragen und somit Vertrauen entgegengebracht wurde. Hierdurch hatte ich die Möglichkeit Fähigkeiten zu stärken, welche mir sowohl im Studium als auch im Beruf von Nutzen sein werden. Außerdem habe ich hier die Erfahrung gemacht meine eigenen Stärken effektiv einzusetzen und konnte meine Organisationsfähigkeit durch die Planung diverser Projekte stärken.

Ebenso habe ich mich mit meiner Gastfamilie sehr gut verstanden und aufgehoben gefühlt. Anfänglich gab es zwar ein kleines Missverständnis bezüglich meiner Abholung am Flughafen. Aber auch hier wurde schnell eine Alternative organisiert. Generell wurde einem immer geholfen bei Fragen, der Planung von Ausflügen usw. Somit gestaltete sich das Zusammenleben sehr entspannt.

Katharina & Hannah, August - September 2017 (K12)

Meine Kommilitonin und ich haben für einen Monat Praktikum an der ... School in Mtwapa, in der Nähe von Mombasa gemacht.

Zu Beginn waren wir beide etwas aufgeregt, weil man nicht genau wusste was einen in dem fernen Land erwarten könnte und wie die Schule sein mag. Wir haben bei einer Kenianerin mit einem kleinen Kind gewohnt. Es gab fließendes Wasser und die meiste Zeit auch Strom. Ebenso hatten wir ein eigenes, gemeinsames Zimmer dort. Der wuselige Ort Mtwapa ist laut, hektisch und voller Menschen. Anfangs ist alles neu und man ist komplett reizüberflutet, aber wir konnten uns relativ schnell einleben und haben die Einheimischen eigentlich immer als freundlich empfunden.

In Mtwapa und Umgebung kann man sich gut mit den Matatus (Kleinbusse als Taxi) fortbewegen. Es gibt viele schöne weiße Strände, zum Teil mit vielen Menschen die einen auch wirklich oft anquatschen, dass es manchmal etwas nervig und penetrant ist. Jedoch gibt es auch einige ruhige Strände, an denen man sich eine Auszeit von vielen neuen Erfahrungen und dem Trubel gönnen kann (zB. Jumba riuns). Ebenso sehr empfehlenswert ist der Obst und Gemüse Markt, der sich direkt an der Hauptstraße befindet. Abends sind wir immer recht zeitig nachhause gegangen, da kaum eine Straße beleuchtet ist und uns das einfach etwas zu unsicher war. Wenn wir aber doch irgendwo unterwegs waren, haben wir uns grundsätzlich nach Hause fahren lassen. Unser Praktikum an der Schule hat uns insgesamt sehr gut gefallen. Schade war nur, dass in der ersten Woche keine Schüler anwesend waren weil es die erste Woche nach den Ferien war und dies scheinbar normal ist. Wir sind jeden Morgen ca. 30 Minuten durch einige Dörfchen zur Schule gegangen. Uns persönlich hat der Weg sehr gut gefallen. An der Schule selbst haben uns wirklich alle willkommen geheißen und man hat sich sehr gut aufgehoben gefühlt. Es gab einige Dinge, die im ersten Moment sehr schockierend auf uns gewirkt haben, wie zB. die Pflegezustände mancher Kinder. Aber auch diese Erfahrungen gehören dazu. Alle SchülerInnen wirken sehr zufrieden und freuen sich sehr, wenn man sich einfach nur mit ihnen für ein paar Minuten beschäftigt. Es war schön zu sehen, dass diese Kinder wirklich wenig brauchen um glücklich zu sein, bzw. mit wie wenig wir ihnen eine riesen Freude bereiten konnte. Natürlich ist der Schulalltag ganz anders und nicht so strukturiert wie der in Deutschland, besonders an den Hilfsmitteln der Kinder mangelt es sehr (zB. Rollstühle, Stehständer etc.).

Wir konnten sehr viel an Erfahrungen und Erlebnissen aus dem Schulalltag mitnehmen! Für uns war auch die Zeit von vier Wochen für so ein Praktikum an dieser Schule ausreichend, um einen Einblick in alle Bereiche zu bekommen. Wir haben am Wochenende immer versucht etwas vom Land zu sehen und haben unter anderem eine Safari im Tsavo East National Park gemacht, was wir wirklich nur

empfehlen können. Es war sehr schön und wir haben unzählige Tiere sehen können.

Alles in allem haben wir den Monat in Kenia als sehr schön und erfahrungsreich empfunden! 

Luise, Juli - August 2017 (K28)

Asante sana kwa kila kitu Kenya – Danke für alles Kenya

Sich von einem Lebensabschnitt zu verabschieden, der so nie wiederkommen wird, ist nicht einfach. Aber es ist auch ein Zeichen dafür, dass man eine gute Zeit hatte – und die hatte ich in jedem Fall.

Angefangen hat alles mit dem Wunsch eine Zeit lang in Kenia zu leben und so die Kultur, das Land und die Leute kennenzulernen  - und genau dieser Wunsch ging diesen Sommer in Erfüllung. 2 Monate verbrachte ich in Kenia, in Nairobi, in einer Gastfamilie. Peter und seine Familie sind einfach toll. Ich wurde sehr lieb aufgenommen und ich fühlte mich sofort sehr wohl und willkommen. Ich hatte die Möglichkeit einige Unternehmungen gemeinsam mit der Familie zu machen, was ich sehr genossen habe. Peter ist es sehr wichtig,  dass man so viel wie möglich aus seiner Zeit in Kenia macht und für sich mitnimmt. Er kennt so viele Leute und es ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, viele verschiedene Facetten Kenias kennenzulernen und zu entdecken.  

Ich habe Kenia als ein Land kennen und lieben gelernt, welches nicht nur beeindruckende Natureindrücke und Weite zu bieten hat, sondern vieles mehr. Kenia ist Liebe und Respekt füreinander, Gemeinschaft und Zusammenhalt, Gastfreundschaft und Freude. Während Deutsche wohl eher keine Umstände verursachen wollen und auf sich fokussiert sind, sind Kenianer sehr hilfsbereit und gesellig – die Türen stehen immer und für jeden offen. Aber trotzdem sollte man die Augen nicht vor den Problemen verschließen mit denen Kenia zu kämpfen hat und die genauso zu diesem Land gehören. Nicht allen Kenianern geht es gut, viele sind mit Herausforderungen konfrontiert: Gewalt, nicht zu wissen, was man abends essen soll, Korruption, eine Politik, die auf Stammesdenken beruht. Trotzdem steht demgegenüber der beindruckende Sinn für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Die Betreuung vor Ort durch Peter und seine Familie war einfach richtig gut. Man hat sich sehr willkommen und wohlgefühlt. Insgesamt hatte ich eine tolle Zeit in der Familie, wir hatten viel Spaß, haben einiges unternommen – es war sehr schön, dass sie einen so mitgenommen haben. Außerdem hat man auch im Gespräch mit Peter einfach sehr viel über das Land, die Situation und die Leute gelernt, da er sich auch die Zeit genommen hat Fragen zu beantworten etc. Außerdem hat Peter einem einfach viele Möglichkeiten und Einblicke gegeben, um so viel wie möglich von Kenia zu sehen, zu lernen und für sich mitzunehmen.

 

Das Projekt in dem ich gearbeitet habe, ist eine Rehabilitationseinrichtung für Straßenjungen aus dem Slum. Sie haben die Schule aus verschiedenen Gründen abgebrochen, viele von ihnen haben außerdem Drogenprobleme und Probleme in der Familie. Es gibt einen festgelegten Plan für jeden Tag, Bestandteile sind bspw. „Life Skills“, „Group Counselling“, „Occupational Therapy“, „Art Therapy“, „Non-formal Education“, „Individual Counselling“, „Sport“, „Movies“, etc.. Die Jungen verbringen dort ihre Zeit bis nachmittags. Das Ziel des einjährigen Programmes ist, dass die Jungen lernen, Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen, wieder eine Struktur in ihren Tagesablauf zu bekommen um am Ende des Programmes wieder in einer Schule platziert werden zu können, eine Lehre für sie zu finden oder für weitere Rehabilitation zu empfehlen.                                       Am Anfang war es durchaus schwer sich einzubringen – man sollte aber auch nicht zu hohe Erwartungen an sich haben, denn man muss erst einmal die Abläufe kennenlernen. Nach der ersten Zeit „beobachten“, die Jungs kennenlernen und mit ihnen warm zu werden, konnte ich einige Ideen an- und einbringen. Es braucht definitiv Eigeninitiative, um etwas selbst machen zu dürfen, denn keiner sagt einem was man wie zu machen hat, man muss eigene Idee einbringen. So bekam ich dann die Möglichkeit einige Stunden „Kunsttherapie“ und „Life Skills“ selbst zu gestalten. Den Jungs hat es sehr gefallen und es kamen tolle Sachen dabei raus, was mich sehr gefreut hat.                                      Vormittags während der „Sessions“ schaute ich oft zu, wenn ich nichts Eigenes machte. Aufgrund der behandelten Themen, war auch dies interessant.  Da der Großteil der Sessions auf Swaheli war, war es schwierig daraus viel für sich mitzunehmen. Dennoch habe ich interessante Dinge während des Praktikums gelernt.  Den Jungs tut es gut,  wenn man sich mit ihnen beschäftigt, ihnen zuhört, mit ihnen redet und ihnen Respekt und Anerkennung zeigt.

Das Projekt in dem ich gearbeitet habe befindet sich in Korogocho, dem drittgrößten Slum Nairobis. Viele Menschen leben dort auf wenig Platz, Menschen, die mit kleinen Geschäften ihren Lebensunterhalt verdienen – dieses Leben, was sich auf der Straße abspielt, die Kinder, die mit einfachsten Dingen ihre Spielzeuge basteln, auch das ist Kenia. Das Leben in Korogocho zu sehen kann erschreckend sein, bringt einem zum Nachdenken, lässt einen schätzen und dankbar sein für die kleinen Dinge, macht einem aber zum Teil auch ein schlechtes Gewissen – all das sind Gefühle und Gedanken, die mich während meiner Zeit immer wieder begleitet haben. Kenia ist ein Land der Gegensätze – die ich direkt zu spüren bekommen habe, mit denen man leben muss und immer wieder konfrontiert wird: ich arbeitete Montag bis Freitag, früh bis nachmittags im Slum, ich war mit den Gegebenheiten und den Geschichten konfrontiert - abends haben wir in einem Wohnzimmer gegessen, in einem Haus mit mehreren Zimmer und am Wochenende sieht man  gigantische Malls, geht feiern, trinken und essen in super schönen Bars und Restaurants. Das lässt einen immer wieder nachdenken und sich auch mal unwohl fühlen.

Im Projekt an sich hat mir gut gefallen, dass sobald man „gezeigt hat was man kann“ d.h. Eigeninitiative gezeigt hat, ernster genommen wurde und einem auch einiges übertragen wurde, was man machen darf.

 

Alles in allem kann ich über diese 2 Monate sagen, dass ich eine tolle Zeit in einer tollen Familie und einem guten Projekt hatte. Ich habe sehr viel über das Land, die Leute, die Lebensweise und Herausforderungen Kenias gelernt und viele Facetten gesehen. Ich habe beeindruckende Leute kennengelernt - allen voran Peter, der so viel tut um etwas seiner Gemeinschaft zurückzugeben. Ich habe Kenia nicht nur sehr gut kennen sondern auch lieben gelernt.   

Laura & Marina, September 2017 (K4)

Jambo,

nach 5 erlebnisreichen Wochen in Mombasa kehren wir mit vielen tollen Erfahrungen zurück. Kenia hat uns in vielen Hinsichten positiv überrascht. Zum Einen, was die Kultur und das Leben der Menschen, zum Anderen, was das Schulsystem betrifft. Wir haben 4 Wochen in der … Academy in Mtwapa (K4- Kindergarten und Grundschule) gearbeitet und bei der Direktorin und Gründerin der Schule Mama Nganga und ihrer Familie gelebt.

Die … Academy ist eine Privatschule, die von den Eltern der Kinder finanziert wird. Dementsprechend höher ist dort (im Vergleich zu den öffentlichen Schulen in Kenia) der Standard. Wir waren begeistert von der Lernwilligkeit der Schüler und der offenen und freundlichen Art des Schulpersonals, die uns gut aufgenommen haben.

Auch in unserer Gastfamilie wurden wir als Teil der Familie angesehen. Mary- oder auch Mama Nganga genannt- war uns eine außerordentlich gute Gastmutter. Durch ihre offene, freundliche und hilfsbereite Art, ist es uns leicht gefallen, Kenia als zweites zuhause zu betrachten. Sie, ihre Kinder, ihr Mann und die beiden Haushaltshilfen waren immer um unser Wohlbefinden und unsere Sicherheit bemüht. Wir durften zwei ihrer Kinder persönlich kennen lernen. Da die Beiden in unserem Alter sind und wir uns sehr gut verstanden haben, unternahmen wir viel mit ihnen.

Wir können sowohl die Stelle als auch die Unterkunft mit gutem Gewissen weiter empfehlen!

Kenia bietet, abgesehen von einer interessanten Kultur, zahlreiche und schöne Destinationen, die es sich lohnt anzuschauen. Wir unternahmen unter anderem eine Tagestour zu den Wasini-Islands, wo wir die Gelegenheit hatten, Delfine in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und im Marine Park, einem Paradies für Meeresliebhaber, zu schnorcheln. Auch der Haller Park ist sehenswert, wobei das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht zufriedenstellend war. Unser absolutes Highlight war die Safari in der Masai-Mara, welche wir über „Kay Adventure Tours“ (Diese Organisation können wir nur empfehlen!) gebucht haben. Es war ein einzigartiges Erlebnis, die Tiere in freier Natur zu beobachten. Ein Muss für jeden Tierliebhaber!

Zum Schluss noch ein Punkt für alle, die sich für ein Praktikum in Kenia entscheiden: Trotz dass wir überrascht waren, wie weit entwickelt dieses Land schon ist, sollte man sich bewusst sein, dass die Lebensumstände einfach sind (das Strom und Wasser beispielsweise begrenzt verfügbar sind). Dies sollte jedoch nicht negativ aufgefasst werden, sondern als eine Erfahrung, die uns bewusst macht, dass man mit Wenig zufrieden sein kann. Genau das verkörpern die Menschen, die wir kennen lernen durften: Eine Zufriedenheit, die man in unseren Ländern nicht immer findet und ein sonniges Gemüt, welches uns oft zum Lachen gebracht und unsere Zeit unvergesslich gemacht hat.

Das, was wir erlebt haben, ist schwer in Worte zu fassen- man muss es selbst erleben!

Asante,

Marina & Laura

Fabian, September 2017 (K24)

Hallo an alle zukünftigen Volunteers oder einfach nur an diejenigen, die Interesse haben es vielleicht zu werden,

 

ich hatte das Glück drei Wochen bei der Stelle K24 bei Prisca in Diani (die Stadt heißt eigentlich Ukunda und ist circa 30-60 min von Mombasa) zu verbringen. Obwohl die Zeit nur relativ kurz war im Vergleich zu anderen Praktikanten, möchte ich meinen Bericht ein bisschen ausführlicher gestalten, als wie die bisherigen Erfahrungsberichte, die ich so gesehen habe.

 

Also ich werde meinen Bericht an den chronologischen Ablauf meines Abenteuers Kenia anlehnen. Bezüglich der Vorbereitung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Informationen auf der Website (FAQ, Erfahrungsberichte, etc.) und die des Vorbereitungseminars sind eigentlich ausreichend. Ein bisschen Eigenrecherche bezüglich Impfungen braucht’s natürlich noch, aber sonst gibt’s da nicht viel zu sagen außer, dass sich natürlich jeder vorher den Kopf zerbricht und sich fragt: Wie wird es dort wohl sein? Was muss ich packen? Was darf man auf keinen Fall vergessen? Und und und. Also falls es euch da auch so geht, slow down, pole pole (langsam langsam) wie die Kenianer sagen. Afrika ist ein Abenteuer und darüber solltet ihr euch im Klaren sein, deswegen nicht zuviel nachdenken und einfach mal machen. Die schönsten Dinge im Leben sind die, wo man nicht zuviel nachdenkt.

 

Anreise nach Nairobi

 

Nun zu meiner Anreise. Ich habe meinen Flug fast ein halbes Jahr im Vorhinein gebucht und circa 500-600 € bezahlt (München —> Amsterdam —> Nairobi), das geht aber noch billiger wenn man will und man muss auch gar nicht unbedingt früher buchen, ich hätte den gleichen Flug sogar 1 Monat vor Abflug günstiger bekommen. Die Flüge nach Mombasa sind teurer (die meisten was ich kenne haben so zwischen 700-900 € bezahlt), aber dafür erspart man sich einen Inlandsflug oder eine Bus- oder Zugreise. Ich war nämlich zwei Tage dann in Nairobi bei Miriam (auch ein Kontakt von Mylabadi) und bin danach weitergeflogen (circa 50-60 €) nach Mombasa. Sowohl in Nairobi als auch in Mombasa wurde ich jeweils von einem Fahrer mit Namensschild abgeholt, das find ich ganz gut, weil man hört leider immer wieder ein paar Geschichten, dass es sehr gefährlich sein kann einfach irgendein Taxi vor Ort zu nehmen. Aber ich will euch hier nicht verunsichern, die Organisation bei mir mit den Taxis hat sehr gut geklappt und ist sicher.

 

Anreise nach Mombasa

 

Von Mombasa Airport zu Prisca (sie lebt in Ukunda, der Stadtteil heißt Diani, das ist dort wo der berühmte Diani Beach ist) sind es circa 1 1/2 h. Bei mir waren es leider fast 2 1/2, weil ich abends genau in die Rush Hour gekommen bin (zwischen 6-8 Uhr). Bei Prisca angekommen wurde ich von ihr persönlich begrüßt und habe auch gleich Irene, eine Praktikantin, die bereits seit ein paar Tagen hier war, getroffen. Das soll nicht falsch rüber kommen, aber nach den ersten paar Tagen war ich froh mal ein weißes Gesicht zu sehen. Was mich ein bisschen überrascht hat, war, dass weiße Menschen in Kenia sehr selten auf offener Straße anzutreffen sind. Zumeist sind es Touristen, die vom Flughafen direkt im Hotel landen und sich dort nur zwischen Strand und Hotelbar aufhalten. Und wegen diesem Bild vom weißen, reichen Tourist, wird man auf der Straße auch sehr oft angesehen und auch relativ oft angesprochen. Manchmal ist das nur aus Interesse, aber ich hatte oft das Gefühl, dass es meist einen finanziellen Hintergedanken hat. Aber auch hier will ich euch nicht verunsichern, das soll nur ein bisschen als Vorbereitung verstanden werden. Wenn man weiß was auf einem zukommt, dann ist alles auch halb so schlimm und man gewöhnt sich auch daran und lernt wie man mit den Leuten dann umgeht. Und man muss dazusagen, dass man jedem eine Chance geben sollte, weil wenn man jede Person immer gleich abblockt und sich denkt “der/die ist nur auf Geld aus”, dann kommt man auch nicht in Kontakt mit den Einheimischen und dann verstärkt man ja erst recht wieder das Stereotyp vom weißen Tourist.

 

Prisca

 

Soweit dazu. An der Stelle möchte ich auch noch ein bisschen von Prisca erzählen, weil meiner erster Eindruck von ihr nicht der Beste war. Prisca begrüßte mich, wie gesagt, persönlich gleich nach meiner Ankunft. Nach der langen Anreise ist einem der erste Eindruck wahrscheinlich noch wichtiger und der war bei mir ein bisschen kühl und distanziert, statt einer Umarmung (wie ich es von Miriam am Flughafen in Nairobi erlebt hatte), bekam ich einen kurzen Händedruck. Bitte auch das nicht falsch verstehen, natürlich ist das nicht negativ zu bewerten, aber ich hatte auch mit anderen Praktikanten gesprochen und sie hatten ebenfalls einen ähnlichen kühleren ersten Eindruck. Am nächsten Tag morgens klärte Prisca mit mir dann noch das finanzielle (also Kosten für Unterkunft und Taxi, zweitens sind übrigens 50 €, dafür bezahlt man bei der Rückreise nur eine Tankfüllung und ein kleines Trinkgeld für den Fahrer, so ca. 25-30 €) und organisatorische, da hatte ich das Gefühl eine deutsche Buchhalterin sitzt vor mir, was meinen distanzierten Eindruck noch verstärkt hat. Der erste Tag lief also in Kurzfassung so ab: Aufstehen, Frühstück, Prisca Besprechung, Fahrt zur Bank und zum Supermarkt (ich hatte meine Safaricom SIM-Karte, für 5-10 GB ca. 15-20 € im Monat bereits in Nairobi gemacht, sonst hätten wir das auch zu dem Zeitpunkt erledigt) und danach die Vorstellung in der Schule und nachmittags müde und schwitzend nach Hause gehen. Bevor ich von den ersten Tage weiter erzähle möchte ich an der Stelle allerdings mein ursprüngliches Bild von Prisca revidieren. Je mehr und mehr man sie kennen lernt, desto mehr sieht man wie beeindruckend großzügig und hilfsbereit diese Frau ist. Prisca trägt nach außen ein Bild von einer richtigen Businesslady, aber innerlich hat sie ein sehr großes Herz für Menschen. Sie besitzt mehrere Wohnungen, wobei nur ein kleiner Teil von uns Praktikanten gemietet wird, die meisten sind Einheimische, die in der Gegend arbeiten. Zudem hat Prisca stets mehrere Projekte mit Schulen, Gemeinden, und Kirchen um der armen Bevölkerung (vor allem der ländlichen) zu helfen. Eine Organisation bekämpft beispielsweise Jiggers (bitte googelt die Details) und heißt JPCN (auch auf Facebook zu finden, allerdings ist das Cover-Picture nichts für schwache Nerven). Wir hatten sogar die Möglichkeit einmal bei einer Jiggers-Behandlung mitzugehen und durften sogar assistieren (d.h. Kindern die Füße waschen bzw. trocknen). Eine herausfordernde, aber extrem schöne Erfahrung. Von anderen Praktikanten weiß ich, dass sie mit ihnen auch meist zumindest einmal so einen Halb- oder Ganztagestrip organisiert damit Praktikanten auch mal die wirklich armen Verhältnisse sehen. Um es kurz zu fassen. Prisca leistet wirklich sehr viel für die Gesellschaft vor Ort und schafft uns Praktikanten nicht nur die Kontakte zu Schulen, Kindergärten und ähnlichem, sondern gibt uns auch Einblick in das authentische Kenia.

 

Die ersten Tage an der Schule

 

Wie bereits erwähnt wurde ich an meinem ersten vollen Tag in Diani schon an der Schule vorgestellt, wo ich sehr herzlich willkommen worden bin. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Kontakt mit einer Klasse. Die erste Klasse (6-7 Jährige) haben mich mit ihrem Begrüßungssong für Besucher begrüßt (“Welcome, welcome, our visitor, we are happy to Sea you, we are happy to hear you, welcome our Visitor”) und mit dem Moment waren alle Reisestrapazen und Sorgen der Vorbereitung vergessen. Wie ich aus anderen Erfahrungsberichten gelesen habe und wie es auch Mylabadi empfiehlt, sollte man sich die ersten Tage alles mal in Ruhe anschauen und noch nicht entscheiden, was man wirklich machen will. Irene, eine andere Praktikantin, die an der gleichen Schule war, hat sich schnell für den Kindergarten entschieden und dort dann für eine spezielle Klasse (baby class). Ich hingegen wollte einfach einen Eindruck der gesamten Schule bekommen, da ich zuhause Lehramt studiere und einfach wissen wollte, wie Schule in Kenia funktioniert. Die Leute unten fragen auch, was willst du machen, was erwartest du dir von der Zeit hier. Also sowas sollte man sich spätestens kurz vor Reiseantritt auch selbst fragen, sonst wird man womöglich vor Ort enttäuscht, weil man einfach irgendwas zu tun bekommt. Habe beispielsweise drei Praktikantinnen an einer anderen Stelle kennen gelernt, die keine Vorstellung und Erwartung hatten und die waschen jetzt für drei Monaten einfach den halben Vormittag das Geschirr der Kinder. Hilft auch, aber ist wahrscheinlich nicht so bereichernd. Mir wurde also vorgeschlagen einfach mal jede Klasse zu besuchen und dort den Unterricht mitzuverfolgen. Jeden Tag hab ich dadurch immer zwei Klassen näher kennen gelernt (die Klassen gehen übrigens von 1-8) an der St. Mercy School in Diani wo ich war. Schule in Kenia ist ähnlich wie zu hause, aber manchmal auch ganz anders. Zum Beispiel sind die meisten Schüler (und Lehrer) ab 6 Uhr morgens an der Schule und machen Aufgaben, ab 8 Uhr beginnt der Unterricht, Vormittags gibt es dann eine halbe h Frühstückspause und dann zwischen 12 und 1 eine Stunde Mittagspause (ich durfte übrigens stets in der Schule mitessen) und am Nachmittag wieder Unterricht und am Ende, so gegen 16 Uhr, gibt es Spiele und manche bleiben (bzw. müssen bleiben) dann noch bis 18 Uhr oder vor Prüfungszeiten sogar bis 20 Uhr an der Schule um Revision zu machen. Bevor ihr euch jetzt schon für was anderes entscheidet, ich war natürlich nicht so lang an der Schule. Meine Zeiten waren ca. von 9 Uhr bis 13 Uhr. Das klingt sehr wenig, aber ihr werdet vor Ort sehen, dass ihr froh seid, wenn ihr nachmittags nach Hause gehen könnt. Das Klima, die ungewohnte Umgebung, die Kinder, die gern mal in Rudeln über euch herfallen nur um euch die Hand zu geben oder Jambo zu sagen, all das macht einen ziemlich schlapp. Und wenn ihr doch mehr arbeiten wollt, könnt ihr das natürlich jederzeit ändern.

 

Rome was not built in a day

 

Aber an der Stelle möchte ich euch den wahrscheinlich wichtigsten Rat geben: Überschätzt und übernehmt euch nicht! Natürlich wollt ihr helfen, jeder der nach Kenia geht, geht wahrscheinlich mit dem Grundgedanken “Ich möchte was Gutes tun und den Leuten vor Ort helfen!”, aber das kann schnell mal nach hinten losgehen. Man geht nicht nach Kenia und fängt am ersten Tag an die Welt dort zu verbessern. Im Nachhinein war eines der schwierigsten Dinge für mich persönlich zu akzeptieren, dass man einfach nicht jedem dort helfen kann. Aber das muss und soll man auch gar nicht. Man soll sehr klein anfangen, da wären wir wieder bei pole pole. Ich hab nach circa einer Woche rausgefunden wie ich sinnvoll helfen kann und hab mich dafür entschieden für alle Kinder vor Ort Schulmaterialien (ein Set von Bleistiften, Kugelschreibern, Heften, Radiergummi, Spitzer, Lineal) zu kaufen und diese dann zu verteilen (pro Tag hab ich dann jeweils 2 Klassen gemacht). Dafür hab ich per Facebook Leute zu Hause gefragt, ob sie etwas spenden wollen, wo sie wissen es kommt vor Ort auch wirklich an. Und ich hab den Leuten auch versprochen, ich schicke ihnen Bildern und Videos, damit sie wirklich sehen ihr Geld ist wirklich dort angekommen wo es gebraucht wird. Ich habe sogar so eine große Rückmeldung bekommen, dass ich den Leuten sagen musste: Sorry, aber stop, ich kann nicht mehr Spenden annehmen, weil ich weiß nicht wie das Geld sonst sinnvoll verwendet werden kann. Der Schule oder den Leuten direkt Geld zu geben, ist natürlich möglich, aber ich hab das abgelehnt, weil ich gerne nachvollziehen würde: Was passiert mit dem Geld? Wie wird es verwendet? Und das kann man eben nur zu 100 % sicherstellen, wenn man es selbst macht. Und da man die Welt alleine nun mal auch nicht retten kann, muss man sich auch eine Grenze setzen. Ich hab dann zusätzlich noch Fußbälle, Tormann-Handschuhe, Volleybälle, und Springseile gekauft damit die Kinder auch was für ihre Nicht-Lern-Zeit haben und für den Französisch Unterricht hab ich noch Bücher gekauft, weil es an der gesamten Schule kein einziges Schulbuch gab, aber das hab ich spontan gemacht, weil es sich ergeben hat, nicht weil ich unbedingt soviel Geld wie möglich dort lassen wollte. Alles in allem war es für mich eine kurze, aber sehr intensive Zeit und ich bin auch wieder froh zu hause zu sein. Kenia ist unglaublich spannend und die Leute sind extrem beeindruckend und prägend, aber man ist am Ende des Tages froh und unglaublich dankbar für den Lebensstandard den man zu Hause hat. Alleine deswegen ist Kenia eine Reise wert, man lernt die einfachen Dinge zu Hause wieder richtig schätzen und ist sogar nur mit dem vorletzten iPhone Modell schon zufrieden ;-)

 

PS: Was ich nirgends gelesen habe, aber ich vor Ort sehr interessant gefunden habe, ist, dass neben Priscas Unterkunft ein Hotel ist (Blue Swallow Hotel), das ist nicht nur wichtig um den Tuk Tuk oder Boda Boda Fahrern (was das ist, werdet ihr vor Ort schon noch rausfinden :D ) zu sagen wo man wohnt, aber auch, weil das Hotel für unsere Verhältnisse günstige Getränke (Bier, Cocktails, Wasser, Softdrinks) und Essen anbietet, aber auch weil man den Pool für 1,50 € mitbenützen darf. So hat man ein wenig sportlichen Ausgleich und Entspannung zugleich und im Gegensatz zum Beach wird man hier nicht ständig angesprochen um etwas zu kaufen oder eine Bootstour zu machen. War öfters meine kleine Rückzugsoase, wo man die extremen Eindrücke der vergangenen Tage in Ruhe verarbeiten kann.

 

PPS: Entschuldigt meine informelle Schreibweise, ich komm aus Österreich, hab’s nicht so mit Deutsch ;-)

Josephine, September 2017 (T1)

Ich befand mich für ca. 2 Wochen in Moshi, Tansania bei der Stelle T1

Father Bahati holte mich vom Kilimanjaro Airport ab und brachte mich zu dem Jungeninternat in der Nähe des Stadtzentrums, Moshi in Tansania. 

Dort wohnte ich in einem Einzelzimmer mit eigenem Bad, bei den Nonnen. Ich konnte mich dort frei bewegen und habe das ganze Gelände (Schule, Kirche, Räume und 

Tiere sowie Gärten) besichtigt. Abends haben wir oft mit den Lehrern und anderen Priestern zusammen gesessen und gemeinsam das Abendessen eingenommen. Als ich dort ankam, befanden sich die Jungen in den Prüfungen, sodass Unterrichten nicht möglich war. Jedoch wollte ich ohnehin zum Kinderheim in Moshi. Nach 2 Tagen fuhr mich Father Bahati zu Sister Yasinta in das Kinderheim Upendo. Dieses Kinderheim hat ca. 50 Kinder im Alter von 2 Wochen bis hin zu 8 Jahren. Es gibt Aufgabenbereiche im Babyroom mit den kleinen Babys, dann die Baby toddler, für die ich zuständig war und die "großen" Kinder ab 3 Jahren bis 8 Jahre. Zu meiner Zeit hatten die Kinder gerade schulfrei und die Schule sowie der Kindergarten hatten geschlossen und somit waren alle Kinder im Kinderheim den ganzen Tag vor Ort. Es ist eine anstrengende Aufgabe die Kinder rund um die Uhr zu betreuen,jedoch auch eine wertvolle und schöne Zeit. Die Kinder gewöhnen sich recht schnell an einen und sind bereits daran gewöhnt immer wieder neue Freiwillige zu treffen.

Sister Yasinta ist die Ansprechpartnerin dort vor Ort und ist verantwortlich für das Kinderheim. Es ist kein Problem Freizeitaktivitäten wahrzunehmen, man sollte es ihr nur mitteilen. Gern hilft sie dir auch bei der Organisation. Die Arbeitszeiten im Kinderheim sind ca. von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und dann von 15:00 bis 18:00 Uhr. Meistens gibt es noch weitere Freiwillige im Haus oder die Nonnen sowie Mamas mit denen man den Abend verbringen kann. Das Essen wird dort frisch zubereitet und ist sehr zu empfehlen. Ich kann diese Zeit im  Children´s home nur empfehlen. Die Nonnen sind ganz begeistert wenn neue Freiwillige sie besuchen und sie im Alltag unterstützen. Jede helfende Hand wird sehr gern gesehen und auch geschätzt. 

Magdalena, Bernadette und Magda, Juli-August 2017 (K20)

Jambo!

Unser Praktikum in Kenia haben wir von Mitte Juli bis Mitte August absolviert. Als Gruppe von drei Mädels haben wir bei unserer Gastmutter Bilibina gewohnt. Zu zweit haben wir im Krankenhaus gearbeitet, da wir Hebammenstudentinnen sind. Magdalena ist Lehrerin und hat in der Schule mitgearbeitet.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass wir eine sehr nette Unterkunft bei Bilibina hatten. Das Leben in Likoni ist nicht zu vergleichen mit dem bei uns. Selbst im Krankenhaus gab es sehr oft Stromausfälle, ebenso bei uns zuhause. Es gibt kein fließend warmes Wasser, keine Müllabfuhr und auch Kreativität bei Problemlösungen ist angesagt. Wir konnten leider nicht im vereinbarten Krankenhaus arbeiten, da zu der Zeit viele Häuser aufgrund eines Streiks geschlossen waren. Somit mussten wir vor Ort ein anderes Krankenhaus finden, in dem wir unser Praktikum absolvieren konnten. Anschließend kamen wir in zwei privaten Krankenhäusern unter, wo wir viel erlebt haben. Die Geburtshilfe unterscheidet sich ebenfalls. Hygienische Maßnahmen wie wir sie kennen gibt es aufgrund der Ressourcen nicht so wie bei uns. Wir konnten bei den Geburten mithelfen, hatten viele schwangere Frauen zu sogenannten „ANC“-Check-ups (Antenatal Care), wo wir die Herzfrequenz des Kindes, dessen Lage und mehrere mütterliche Vitalparameter kontrollierten. Da es aber private Krankenhäuser waren und die Frauen für die Geburt zahlen mussten, konnten wir nicht sehr viele Geburten miterleben. Dafür arbeiteten wir bei vielen anderen Dingen mit: Wundreinigungen, Behandlungen von Malariapatientinnen und Patienten, Kinder mit Wurmbefall, Impfungen, Aufklärung und Beratung zur Verhütung uvm. Somit hatten wir eine sehr abwechslungsreiche Krankenhauszeit in Kenia.

Magdalena arbeitete in der Schule. Das Gebäude an sich unterscheidet sich ebenfalls stark von den Schulen in Österreich. Die Räume sind offen und es gibt keine Türen, somit hört man alles von den anderen Klassenräumen. Magdalena konnte auch etliche Stunden selber halten, was ihr sehr viel Spaß gemacht hat. Die Kinder sind sehr offen und neugierig. Auch das Personal vor Ort hat uns alle sehr herzlich empfangen. Die pädagogischen Methoden unterscheiden sich ebenso von den unsrigen, wodurch der Schulalltag eine spannende Zeit zu hospitieren war.

Wir alle drei liebten das Essen bei Bilibina. Es gab sehr viel Reis, Gemüseeintöpfe, Samosas und was das Herz noch so begehrt. Wir unternahmen jedes Wochenende einen Ausflug. Einmal ging es auf Safari, dann Tauchen am Diani Beach, ein Wochenende blieben wir auf Wasini Island und anschließend flogen wir am Ende unseres Praktikums auf Sansibar. Es war wunderbar das Land und die Leute kennenzulernen, ebenso waren alle sehr gespannt wo wir herkommen und wie das Leben bei uns ist. Ebenso genossen wir es als Gruppe unterwegs zu sein, da man sich immer über das Erlebte austauschen konnten. Alles in allem war der Aufenthalt in Kenia eine wunderbare Erfahrung und es ist bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir nach Afrika kommen!

 

Magda, Bernadette und Magdalena

Dorentina & Kathrin, August - September 2017 (K21)

Wir, Deutsch und Geographie Studentinnen der kirchlich pädagogischen Hochschule Krems, besuchen zurzeit das 5. Semester und haben uns schon lange für Kenia und für die dortigen Lebensumstände interessiert, besonders der Alltag der Kinder hat es uns angetan. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden unsere Bachelorarbeit darüber zu verfassen und haben daher ein Projekt gewagt. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis in Malindi, mit zahlreichen traurigen, aber auch wunderschönen Momenten, welche wir Ihnen genauer schildern möchten…. Über die Organisation „Mylabadi-Praktikum in Afrika“ haben wir uns für das Kinderheim … in Malindi entschieden. In diesem Kinderheim wohnen 35 Kinder, welche von zwei Tanten betreut werden. Es gibt ein Haus mit zwei Eingängen, einen für die Jungen und einen für die Mädchen. In den Zimmern befinden sich Stockbetten, nur mit Matratzen ohne Leintüchern und Polstern und jeweils ein Bad. … Obwohl sich die kenianischen Verhältnisse zu unseren gewohnten Lebensumständen sehr unterscheiden, haben wir uns schnell daran gewöhnt und das Beste daraus gemacht. Zu essen gab es so gut wie jeden Tag Reis ohne Gewürze oder Ugali. Dies besteht aus Wasser und Maismehl und ist die Hauptmahlzeit der kenianischen Bevölkerung, da es zu einem langen Sättigungsgefühl führt. Da es oft Stromausfälle gab und außerdem keine Küche vorhanden ist, wurde vor dem Haus eine mit Wellblech überdachte Feuerstelle errichtet, für welche Feuerholz benötigt wurde und wir ihnen einen Vorrat gekauft haben. Um den Kindern mal etwas Gutes zu tun, haben wir ihnen einige Male etwas zum Essen gekauft, wie z.B: Fisch, Kartoffeln, Tomaten, Nudeln, Wassermelonen, Hühnchen, Zwiebeln, Kekse, … Gekocht wurde immer gemeinsam, aber das schönste Erlebnis sowohl für uns, als auch für die Kinder war, als wir 120 Pizzen gebacken haben. Des Weiteren gab es kein fließendes Wasser, was den Alltag ziemlich schwierig gestaltet hat. Das Trinkwasser mussten wir täglich kaufen. Wasser zum Kochen, Trinken für die Bewohner des Kinderheims und Duschen haben wir gemeinsam mit den Kindern aus einem Brunnen, welcher circa 2-3 km entfernt war, mit den Händen zum Kinderheim transportiert. Um den Kindern mal eine Abwechslung zu ermöglichen, haben wir ihnen Coca Cola, Fanta und Sprite gekauft, worüber sie sich sehr gefreut haben, da sie es zuvor nicht kannten. Eines unserer schlimmsten Erlebnisse war, als uns nach Wasser schreiende Kinder nachgelaufen sind und sich über jeden Tropfen Wasser gefreut haben. In solchen Momenten merkt man erst, was wirklich zählt und im Leben wichtig ist. Solche Erlebnisse haben uns wachgerüttelt und zum Nachdenken gebracht. Schockierend für uns war auch, dass Kinder, die krank oder verletzt waren, nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus konnten, da das Budget der Heimleiterin nicht ausreichend ist und sie auf Spenden angewiesen sind. … Als angehende Lehrerinnen hat uns das Thema Schule natürlich auch sehr interessiert. Die Kleinsten des Kinderheims brachten wir jeden Tag in den Kindergarten. Die älteren Kinder durften wir in der Schule besuchen und erhielten einen Einblick in das kenianische Schulsystem, welches sich von unserem unterscheidet, da die Kinder von 7.00-16.00 Unterricht haben und nur zu Mittag ins Kinderheim kommen. Ein weiterer großer Unterschied zu Österreich ist, dass nicht genügend Unterrichtsmittel vorhanden sind und wir ihnen deshalb Hefte und Stifte gekauft haben, welche sie gut gebrauchen konnten. Am Abend saßen wir mit den Kindern zusammen und unterstützten die Kinder bei den Hausaufgaben. Da die Kinder in den ersten zwei Wochen noch Ferien hatten, konnten wir mit ihnen einige Ausflüge, wie zum Beispiel Mida Greek (Brücke), Ruinen von Gede, Tierpark, Strand, Marktbesuche, .. unternehmen. Die Kinder konnten dadurch einige Zeit dem Alltag des Kinderheims entfliehen, welchen sie sonst Großteils selbst gestalten. Des Weiteren haben wir Tanz- und Singabende organisiert, welche den Kindern sehr viel Spaß bereitet haben und sie ihrer kindlichen Freiheit freien Lauf lassen konnten. Ebenfalls haben wir vier Koffer voller Spielsachen (Malbücher, Seifenblasen, Springseile, Karten, Bälle, Kreiden usw.), Kleidung, Stofftiere und Rasierer mitgebracht, wofür die Kinder sehr dankbar waren. Mit den mitgebrachten Rasierern durften wir den Kindern die Haare rasieren, da die meisten aus hygienischen Gründen eine Glatze tragen. Positiv aufgefallen ist uns, dass die Jungen und Mädchen viel Fantasie haben und aus scheinbar unbrauchbaren Gegenständen/Müll Spielsachen herstellen können. Ebenfalls aufgefallen ist uns, dass der Glaube stark im Vordergrund steht, egal welcher Religion man angehört, daher standen zahlreiche Kirchenbesuche am Programm. Neu für uns waren Besuche bei Bekannten der Kinder, wo wir das alltägliche Leben einer kenianischen Familie kennenlernen durften. Großfamilien leben in kleinen Häusern mit Gitterfenstern, um sich vor Schlangen, Mäusen usw. zu schützen, Schwarz-weiß Fernseher oder kein Fernseher und nur lebenswichtige Sachen zur Verfügung haben. Unsere Lieblinge des Kinderheimes sind von zuvor unbekannten Kindern zu Familie geworden, was den Abschied sehr schwierig gestaltet hat. Zahlreiche Tränen sind geflossen, Lieder wurden gesungen und bezaubernde Briefe wurden uns als Erinnerung überreicht.

Viktoria, Juli 2017 (K29)

Meine Zeit in Kenia war einmalig. Mit einem lachendem und einem weinendem Auge bin ich wieder zurück nach Österreich. Ich habe viel gelacht, gelernt, neue Freunde gefunden und einige Dinge machten mich auch nachdenklich. Im Vergleich zu meinem Heimatort wirkt Kahawa-West wie eine andere Welt, die viele spannende Dinge für einen bereithält. Vor Ort wurde ich von Mathew, einem Sozialarbeiter, an drei unterschiedliche Stellen vermittelt mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Zum einen sammelte ich meine Eindrücke in einem Kinderheim, bei einer Foundation in einem Slum und im Gefängnis mit jugendlichen Straftätern. Aufgrund dieser Vielfalt konnte ich zahlreiche unterschiedliche Eindrücke in kurzer Zeit sammeln. Ich bin sehr dankbar, dass Mathew mir diese Chance gegeben hat. Die Menschen, die ich vor Ort kennen lernen durfte haben ein gutes Herz und kümmerten sich fürsorglich um mich. Kenia ist ein sehr facettenreiches Land. Ich werde lange von meinen Erfahrungen dort profitieren. An viele Dinge muss man sich erst gewöhnen, wie beispielsweise das „muzungu-dasein“, da man als weiße Frau dennoch als Rarität betrachtet wird, aber bei Stelle K29 war das Eingewöhnen bzw. das Kennenlernen des kenianischen Lebens aufgrund der herzlichen Unterstützung ein Klacks. Neben den ganzen positiven Dingen sollte man sich aber auch auf einige negative Seiten einstellen wie beispielsweise große Armut, Korruption, brennenden Müll überall, eigenartige Gerüche, Alkoholismus und selbstverständlich gibt es auch Kenianer, die nicht so begeistert sind von weißen Besuchern. … Ich habe mein Ziel erreicht. Meine Gastmutter sowie auch Mathew waren sehr bemüht mich bestmöglich zu behüten, daher machten sie mich mehrmals auf alle möglichen Gefahren aufmerksam. Von dieser „Vorsicht“ sollte man sich nicht erschrecken lassen. Man sollte den Rat der ortsansässigen Personen ernst nehmen, aber sich nicht ängstigen. In vielen Situationen sollte man einfach auf sein Bauchgefühl hören und dementsprechend handeln, so kann man gut abschätzen ob es nun gefährlich werden könnte. Ich denke, es ist immer wichtig, unvoreingenommen und interessiert zu sein und auch zu bleiben. Eigeninitiative ist ebenfalls gefragt. Es werden während der Zeit in Kenia immer wieder Situationen auftauchen, die einen in unterschiedlichster Weise berühren oder beschäftigen. Das ist auch gut so, weil damit ein Prozess in Gang gesetzt wird durch den man sich weiterentwickeln kann. Ich würde es jeden empfehlen! Leider ist meine Zeit in Kenia sehr schnell vergangen. Dieses Praktikum war eine einzigartige und wundervolle Erfahrung für mich und guten Gewissens kann ich diese Stelle weiterempfehlen. Der Aufenthalt war ein Geschenk. Ich danke allen die daran beteiligt sind. 

Liana, August - September 2017 (K43)

Im August war ich vier Wochen in Mweiga bei den Brothers …. Dort habe ich zwei Wochen im VCT center der Brothers und zwei im … Hospital in Nyeri (nächste größere Stadt) gearbeitet.

Im VCT center habe ich der Ärztin beim Wiegen und Messen der Patienten und bei der Medikamentenausgabe assistiert. Leider ist im VCT center nicht sehr viel los. Von Montag bis Mittwoch kamen meistens ungefähr 15 Personen pro Tag, donnerstags und freitags meist nur circa 5 bis 10.

Im Hospital habe ich in der chirurgischen Abteilung mitgearbeitet. Ich hatte auch die Möglichkeit, bei Operationen und beim Versorgen der Patienten dabei zu sein. Obwohl die Arbeit dort echt interessant war, ist es auch schwer, die Verletzungen der Menschen dort zu sehen. Man sieht Dinge, die bei uns gar nicht vorstellbar wären.

Am Wochenende haben ich und eine andere Voluntärin Ausflüge unternommen. Die Brothers waren sehr hilfsbereit und bemühten sich wirklich, unsere Zeit schön zu gestalten.

Mweiga ist leider sehr ländlich gelegen, was es schwierig macht, etwas am Nachmittag zu unternehmen. Daher hatten wir leider oft Langeweile.

Alles in allem hat mir mein Praktikum wirklich gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen. 

Anna, Juli - August 2017 (K2)

»Reisen veredelt unseren Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.« Oscar Wild

Getrieben von meinem großen Wunsch die Welt zu erkunden, in neue Kulturen einzutauchen und hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, entscheide ich mich dafür, alleine unseren Kontinent zu verlassen und nach Afrika zu reisen, um dort meinen Horizont zu erweitern.

Diese Entscheidung war goldrichtig, denn die Erlebnisse die ich in diesem facettenreichen und wundervollen Land machen durfte, haben mich persönlich sehr bereichert und mir in vielen Ansichten die Augen neu geöffnet.

Ich ließ mich von meinem Bauchgefühl leiten und entschied mich, für zwei Monate die Stelle K2 (Kenia) zu besuchen. Da ich es liebe, möglichst unvoreingenommen in ein Erlebnis einzutauchen, war die Überraschung, als ich zum ersten mal das kleine Dorf Kombani erblickte, umso größer. Mitten in dem wunderschönen, ruhigen Plätzchen befindet sich das Kinderheim und die dazugehörende Schule, wo ich gleich von unzähligen lachenden Kindergesichtern empfangen wurde. Die beiden Heimleiter, Bibi und Banzi, nahmen mich liebevoll in ihre Familie auf, so fühlte ich mich gleich willkommen und war über jeden Tag froh, den ich bei den Kids verbringen konnte.

Es bereitete mir Freude die Kinder zu unterrichten und sie bei den Hausarbeiten zu unterstützen - wir kehrten und wischten den Boden, machten den Abwasch, kümmerten uns um die Tiere. Vor allem das Kochen beglückte alle immer sehr – besonders, wenn man mit ihnen etwas Traditionelles aus der eigenen Heimat zubereitete, zum Beispiel Mangoknödel. (: Ich war ganz verwundert, wie selbstständig die Kids in einem so jungen Alter schon sind. Wenn wir am Wochenende Zeit hatten, organisierten wir gemeinsam lustige Spieletage oder Ausflüge an den Strand. Die Kids hatten immer die größte Freude, wenn sie mal ausbrechen konnten aus ihrem Alltag und was Neues erlebten.

Während meiner Zeit in Kenia lernte ich die reiselustige Carina aus Bayern und den weltoffenen Moritz, der bereits sehr viel Erfahrung in Afrika sammelte, kennen. Beide waren mit demselben Vorhaben wie ich an diesen Ort gereist und es war schön, viele Momente mit ihnen teilen zu können. Außerdem war es angenehm jemanden Vertrauten an seiner Seite zu haben, mit dem man die vielen Neuheiten reflektieren konnte und mit dem man auch in der Freizeit schöne Ausflüge planen konnte.

Es gibt unzählig viele Dinge der afrikanischen Kultur, die ich gerne mit in unsere Kultur genommen hätte: Die endlos gute Laune, die tänzerischen Seelen, das musikalische Gemüht, die Bescheidenheit der Menschen, der einfache Lebensstil, die Wertschätzung der Natur, die Furchtlosigkeit vor Farben - doch auch wenn die wunderbaren Dinge überwiegen, gab es manches mal Momente, die mich viel zum Nachdenken anregten. Dazu gehörte zum Beispiel die Tatsache, ständig als Mzungu – weißer, reicher Mensch - angesprochen zu werden und das damit verbundene offene Fragen nach Geld, das große Müllproblem in Kenia, die Erziehungsmethoden, die teils mangelnde Hygiene oder die noch sehr strikte Rollenverteilung. Doch ich denke jedes Land bringt so seine Probleme und Auffälligkeiten mit sich, bei denen erst etwas Zeit verstreichen muss bis man es verstehen und akzeptieren kann.

 

Das wichtigste das ich jedem auf seine Reise mitgeben kann, ist einfach neugierig und fröhlich an das Geschehen heranzutreten und wenn es dann so weit ist, zuerst mal alles auf sich wirken lassen und sich dann offen und frei den Momenten hinzugeben. So entstehen wundervolle Erlebnisse – wie ein gemütliches Beisammensein mit spannenden Menschen, wertvolle Gespräche, Einladung zu traditionellen Ereignissen wie Hochzeiten oder Feiern, Lernen neuer Weisheiten – die für immer in deinem Herzen bleiben werden.

Danke an alle, die mir diese Zeit so wertvoll gemacht haben. ♥

 

Verena, Juli 2017 (K40)

Ein Monat Auszeit von der Arbeitswelt nehmen und vier Wochen Urlaub im Sommer zusammenlegen um das Abenteuer Afrika zu starten: Gesagt- getan!

Am Weg zum Flughafen wurde mir dann schon ein bisschen mulmig und ich habe mich gefragt auf was ich mich da bloß eingelassen habe ganz alleine für ein Monat nach Afrika zu reisen.

Dort einmal angekommen und von Father Peter abgeholt fühlt es sich nach kurzer Zeit so an als würde ich ihn schon ewig kennen und mich wie zuhause fühlen.

In der kleinen Town habe ich im Pfarrheim direkt mit den Fathers gelebt- was man sich natürlich so schwer vorstellen kann aber eine sehr nette Wohngemeinschaft war!

Es wurde abends immer gemeinsam gegessen, TV geschaut und viel geplaudert.

In der Schule gleich nebenan habe ich in der Nursery Section gearbeitet, also sozusagen im Kindergarten. Das „System“ hat mich zu Beginn schon etwas überrascht, da es sehr anders als in meinem Kindergarten in Österreich ist! Aber nach ein paar Tagen konnte ich mich gut anpassen, habe den Lehrerinnen bei ihrer Arbeit assistiert und viele Kreative und Musikalische Sachen mit den Kindern erarbeitet.

Father Peter hat sich wirklich bemüht mir so viele Sachen in meiner kurzen Zeit dort zu zeigen und wir haben einige Ausflüge gemacht!

 

Ich kann die Stelle nur jedem Praktikanten empfehlen, sie ist vielleicht nicht an der Küste mit dem traumhaften Meer, dafür lernst du dort einen Teil Afrikas kennen den kaum ein Tourist besucht!  

Meine Reise nach Kenia war mit Sicherheit einer der erlebnisreichsten und lehrreichsten Monate meines Lebens!

Danke für die tolle Möglichkeit! 

Micaela, Juli - August 2017 (K24)

Ich hatte richtig Lust nach Afrika zu reisen. Aber als der Termin immer näher rückte, hatte ich so meine Bedenken. Als ich mich impfen musste oder die Koffer packte, mein Visum beantragen musste. Das alles war schon sehr komisch. Aber als ich in Mombasa ankam und mit der Fähre zu mein Zuhause fuhr war mir klar dass ist alles anders als bei uns. Ich fand es super andere Kulturen, Traditionen, Menschen usw kennenzulernen. Ich war auch bei der Gastmutter Prisca untergebracht. Sie war genial. Falls wir mal eine Frage hatten konnten wir Sie immer anrufen wenn wir irgendwo unterwegs waren.  Wir hatten viel Spass, vor allem mit den anderen Mädchen, die auch vor Ort waren. 
Ich arbeitete in einem Kinderheim. Dort erlebten wir viel Armut. Aber wir spielten mit den Kindern Fussball, machten unglaublich viel Aktivitäten mit ihnen. Wir gingen mit den Kids
sogar zum Strand. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass viele Kinder noch nie das Meer gesehen haben? Diese Erfahrung machen zu können, kann man sich nicht vorstellen.
Auch privat habe ich sehr viel unternommen. Die Einheimischen sind richtig nett und zuvorkommend. Ich habe an einer Safari teilgenommen, war regelmässig am Strand chillen und es gibt auch nette bars in denen man abhängen kann. 
Alles in einem: es war eine super Erfahrung, die mir keiner nehmen wird. Ich hätte auch gerne
verlängert. Auf jeden Fall werde ich wieder dort hinfliegen um zu sehen wie es meinen Kindern und Freunden dort geht.

Eliza & Kristin, Juli - August 2017 (K17)

Wir sind zu zweit nach Kenia und haben die Erfahrung sehr genossen. Es ist wahnsinnig aufregend, Kenia durch Zusammenleben mit den Menschen kennenzulernen und nicht nur touristisch umherzureisen. Für uns gab es keinen besseren Weg, uns mit der afrikanischen Kultur vertraut zu machen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich nicht über alles Gedanken zu machen und einfach mit den Händen zu essen, Barfuß herumzurennen und sich schmutzig zu machen.

Die Kinder sind sehr zutraulich und brav. Besonders waren wir fasziniert von der Selbstständigkeit der jüngeren Kindern. Sie wissen mit so vielen Dingen umzugehen und haben ein sehr großes Einfühlungsvermögen.

Wir haben den Mitarbeiterinnen sehr viel geholfen, wofür sie sehr dankbar waren. Wäsche mit der Hand waschen, Geschirr spülen, Essen vorbereiten usw.

Die Kinder liebten es, neue Spiele zu erfinden und mit mitgebrachten Spielen zu spielen. Man muss nur drauf achten, dass nichts verloren geht, was ziemlich schnell passiert. Außerdem liebten sie es, Seil zu hüpfen, Schach zu spielen, Haare zu flechten und an den Strand zu gehen. Sie wollten einen immer dabei haben und hatten keine Scheu, herumzualbern und zu lachen.

Wir sind in die nahegelegene Schule mitgegangen und durften die kleineren Klassen auch unterrichten. Besonders Interessant war es, mit Kindern in der gesamten Nachbarschaft in Kontakt zu kommen. Alle waren superglücklich, wollten uns ständig umarmen und liebten es, mit uns Zeit zu verbringen.

Das Kinderheim selbst empfinden wir als sehr lebenswert. Der große Hof um die Gebäude herum bieten zahlreiche Möglichkeiten, sich auszutoben und auch in den Gebäuden ist alles sehr sauber und ordentlich. In der Umgebung befinden sich einige kleinere Shops, in denen alles Nötige für den Alltag schnell besorgt werden kann.

Die Zeit war wunderbar und sehr prägend für uns.

 

Hakuna Matata

Alina, August 2017 (K24)

Hallo, hier ein kleiner Bericht von meinem vierwöchigen Praktikum im August 2017 bei der Stelle K24...

Mein Keniaaufenthalt war ein wunderbares  Erlebnis! 

Während der Planung habe ich mir viele Gedanken gemacht und mich selber verunsichert... 

jetzt, wo ich wieder zurück bin und auch währenddessen habe ich gemerkt das das nicht nötig ist ... Die Menschen sind unglaublich gastfreundlich und nett.. die Umgebung ist super und die Arbeit im Waisenheim mit den Kindern hat unglaublich Spaß gebracht.. auch die anderen Mädchen die mit mir dort waren waren super nett ...

Die Unterkunft bei der Gastmutter Prisca war angemessen und reicht völlig aus .. Auch Prisca ist sehr nett und das Essen schmeckt auch super.

Ich habe so viel erlebt, einheimische kennengelernt, mit den Kindern gespielt und gebastelt, einen Ausflug zum Strand geplant usw..

Negatives habe ich eigentlich garnicht erlebt ..

Die Stadt ist im Gegensatz zu Deutschland laut und man muss sich an die Umgebung gewöhnen.. aber das geht sehr schnell. Auch mit den Beachboys weiß man nach einiger Zeit umzugehen .

Alles in allem ein supertolles Erlebnis.

Ich bin traurig wieder in Deutschland zu sein.

Claudio, Juli 2017 (K7)

De Stelle K7, Kiembeni – Bamburi, war für mich eine sehr schöne und wertvolle Stelle. Ich konnte bei einer sehr liebevollen und auch sehr friedlichen Familie leben. Dort, in der Schule und auf den Strassen habe ich magische Augenblicke erlebt, die für immer in mir, in meinem eigenen inneren Helden, leben werden. Ja, natürlich habe ich auch verschiedene Sachen wahrgenommen, welche nicht immer positiv waren. Es gab Momente in welche ich mich fragte: „Das ist menschlich nicht korrekt. Warum macht ihr das nicht anders?“ Z. B. Der ganze Müll wurde überall am Strassenrand verbrennt, der Mann half nie beim Haushalt, Die Schüler hatten teilweise einen negativen Respekt (mit Angst vergleichbar) vor den Lehrern (nicht vor allen Lehrern, aber vor manchen), die pole-pole-Einstellung der Leute (pole = langsam), die Unordnung auf den Verkehrsstrassen (pass immer gut auf, wenn du die Strasse überquerst), der Touristenstempel „Muzungu“ (der Weisse) usw. Auch das Haus, das Bett, das Bad und die Toilette zum Beispiel waren nicht dasselbe wie bei uns Zuhause. Aber alles war gut genug um unseren standardisierten Bedürfnisse zu stillen. Das kann ich Dir garantieren. Tipp: Schätze was du bekommst und suche immer das Positive in allen Kleinigkeiten und du wirst friedfertig und (selbst)zufrieden leben. Ja natürlich hatten wir manchmal auch kein Wasser (Trinkwasser hat man aber immer) und kein Strom. Das gabs ab und zu. Tipp: In diesen Momente lohnt es sich nicht, sich darüber zu ärgern. Das ist ein weiterer Grund mit der Familie in der Stube zu sitzen und zu reden, zu reden und zu reden... Erzählungen, Geschichten, Vergangenheit, Eindrücke, Erlebnisse, Erfahrungen, Visionen usw. Höre und erzähle! Du wirst in dieser Familie integriert werden wie ein Sohn. Sie sind deine kenianische Eltern. Rede über Gott und die Welt mit deinen kenianischen Eltern! Es ist eine WinWin-Situation an welche beide Seiten profitieren können. Und mache das nicht nur Zuhause. Wie im obengeschriebenen Text: Lerne mit all deine Mitherzen und Lehre all deine Mitherzen. Du wirst so viel aus diesen Gespräche einpacken und mitnehmen. In einem Monat habe ich so viele verschiedene Sachen gesehen, welche mich persönlich sehr bereichert haben! Dies wird bei Dir auch der Fall sein, da bin ich mir ganz sicher. Lerne und arbeite immer zusammen mit Deinem eigenen inneren Helden sowie auch mit Deinen Mitlebenden, welche Du auf Deinem Weg triffst! Entfalte Dich mit einem sauberen und erhellten Herzen. Beleuchte Deine Umgebung und die Herzen Deiner Mitmenschen mit Deinem eigenen respektvollen und friedlichen Licht und du wirst ganz sicher eine unvergessliche Zeit in Afrika erleben!  Wie Du aus dieser kurzen Stellenbeschreibung lesen kannst, empfehle ich persönlich diese Stelle sehr gerne weiter! Lese aber auch andere Berichte, vergleiche und frage Mylabadi alles was Du wissen möchtest. Sie helfen Dir sehr gerne dabei! Ich finde es sehr, wirklich sehr stark von Dir, dass Du sowas planst! Ich glaube an Dir und wünsche Dir alles Gute und viel Spass an diesem persönlichen Schritt in Richtung deines eigenen Respektes und deines eigenen Friedens! Asante Sana noch an Mylabadi und asante sana Kiembeni – Bamburi, dass ihr mir bei diesem Schritt geholfen habt! Diese Zeit war für mich persönlich eine grosse Bereicherung! Danke! Friedliche Grüsse und auf Wiederschreiben Claudio 

Johanna, Juli 2017 (K24)

Ich war von 02.07.2017 bis 02.08.2017 bei der Stelle K24 und kann eigentlich nur positives darüber berichten. Ich habe in einem kleinen Kindergarten in der Nähe meiner Unterkunft gearbeitet und die Arbeit mit den Kindern hat mir extrem gut gefallen. Es ist wirklich schön zu sehen wie einfach es ist ihnen eine Freude zu bereiten. Und ich habe hinsichtlich der Kinderbetreuung keine Ausbildung oder dergleichen und hatte trotzdem keine Probleme, ich bin sehr gut mit den Kindern klar gekommen, also man kann sich die Arbeit wirklich zutrauen. Ich habe 5 Tage in der Woche von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags gearbeitet und am Nachmittag bin ich meistens mit den anderen Praktikanten an den Strand gegangen. Am Wochenende haben wir immer sehr tolle Ausflüge unternommen und haben zum Beispiel eine Safari im Tsavo Nationalpark gemacht oder einen Schnorchelausflug auf Wasini Island. Unsere Hostmother war extrem nett und hat uns bei allem geholfen. Die Unterkunft war auch ganz Ordnung und das Essen war sehr gut, wir haben dort Frühstück und Abendessen bekommen.

Die Betreuung von Mylabadi war sehr gut, als es bei mir ein Problem mit dem Flug gab war Klemens sofort erreichbar und hat von zu Hause aus versucht alles zu regeln. Außerdem wird man sehr gut auf das gesamte Praktikum vorbereitet wodurch der Kulturschock bei mir ausgeblieben ist. Was ich noch wichtig finde, ist, dass man sich auf die andere Kultur einlässt und nicht versucht deren Lebensweise zu verändern auch wenn es für uns ungewohnt sein mag und wir vielleicht denken dass es anders besser wäre kann man in der Zeit in der man dort ist nicht die Welt verändern und das sollte einem im Vorhinein klar sein denn sonst ist man vielleicht enttäuscht.

Ich habe außerdem ein kleines Spendenprojekt organisiert und habe meine Freunde und Verwandten animiert von zu Hause aus zu spenden, dabei sind ganze 3.600€ zusammengekommen womit ich dann für Kinder deren Eltern sehr arm sind die Schulgebühren bezahlt habe. Dieses Projekt durchzuführen war wunderschön da man sieht wie man Menschen in Not helfen kann und die Dankbarkeit war riesig.  Falls jemand so ein Projekt durchführen möchte müsst ihr bitte bedenken, dass es nicht einfach ist das Geld direkt auf ein afrikanisches Konto zu überweisen, also müsst ihr das Geld von eurem Konto abheben und in Cash auf der Bank einzahlen. Jedoch ist das Tageslimit für die Abhebungen 40.000 Ksh, was nur ca. 360€ sind also lieber früh genug damit anfangen. Außerdem sind die Abhebungen mit der Visa Kreditkarte gratis im Gegensatz dazu musste ich mit der Maestro ca. 4€ pro Abhebung zahlen. Also lieber eine Visa mitnehmen.

Die Leute in Kenia sind extrem zuvorkommend und freundlich, ich war sehr positiv von der Lebensfreude und lieben Art der Einheimischen überrascht. Man darf sich anfangs nicht erschrecken wenn man auf der Straße auffällt und einem viele Leute irgendetwas zurufen. Ich war froh, dass schon Praktikanten an meiner Stelle waren als ich angekommen bin, da es so für mich einfacher war in die Lebensweise einzutauchen wenn einem erstmal alles von den anderen gezeigt wird. Man muss natürlich seeeeehr aufpassen, dass man nicht abgezockt wird am besten vorher Prisca (die hostmother) oder andere Einheimische nach den normalen Preisen fragen.

 

Alles in allem kann ich dieses Praktikum wirklich jedem empfehlen. Es war eine wunderschöne und unvergessliche Zeit in der ich sehr viele liebe Menschen kennen gelernt habe und ich würde es sofort wieder machen. 

Daniela und Julia, Juli-August 2017 (K25)

Hallo!

Uns geht es super und wir sind gesund und mit einem weinenden und einem lachenden Auge wieder daheim angekommen .. 

Unsere Zeit in Likoni war perfekt und es hat eigentlich alles gepasst!

Wir haben neben der Zeit mit den Kindern (vormittags in der Nachbarschaft mit den Kleineren, zirka im Babyclass Alter, weil sie nirgends zur Schule gingen, Unterricht gemacht, in dem wir sie mit dem ABC, Zahlen, basteln, spielen, singen, rechnen, malen, der englischen Sprache .. vertraut gemacht haben; nachmittags waren wir im Waisenhaus und haben mit den dortigen Kids schöne Stunden verbracht) auch noch so viel von Kenia und den Kenianern kennen gelernt. 

Swaleh und das Team planen das von uns begonnen Projekt in der Nachbarschaft fortzuführen und unter anderem mit Spendengeldern die wir gesammelt haben, ein wirkliches Klassenzimmer einzurichten. Das freut uns richtig!!

Unsre Unterkunft war super und das enge Zusammenleben und Arbeiten mit den Boys und auch Mädels war ein riesengroßer Pluspunkt am gesamten Aufenthalt, kenianisches Essen, viele, viele Geschichten zu den Unterschiedlichsten Themen, ... wirklich nur positive Dinge.

Wir haben uns die ganze Zeit über sicher gefühlt. 

Das Praktikum war die ideale Art Kenia und seine Leute kennen zu lernen - ohne die vielen Infos von Swaleh & Co hätten wir die ganzen Eindrücke wahrscheinlich nicht so gut aufnehmen und verarbeiten können .. es ist einfach ganz vieles, ganz anders als in Europa.

Liebe Grüße, Daniela und Julia

Theresia, Juli 2017 (K27)

Jambo!

 

Bin wieder gut zurück in Österreich nach einem sehr spannenden Monat in Kenia.

Die Zeit dort ist echt schnell vergangen, man erlebt jeden Tag so viel und bekommt neue Eindrücke von einem Leben das sich sehr von unserem hier in Europa unterscheidet. Es gibt Dinge auf die muss man sich einlassen und akzeptieren, beispielsweise wenn es mal zwei Tage kein fließendes Wasser gibt. Wenn man sich darauf einstellt, ist aber alles halb so schlimm. 

Die Kinder sind unglaublich herzig, so zutraulich und lieb, dass man sich gleich wohl und herzlich Willkommen fühlt. Sie sind auch unglaublich brav, für sie ist es selbstverständlich dass alle zusammenhelfen und anpacken. 

Gewohnt habe ich in einem Zimmer im Kinderheim, das mit Moskitonetz, Dusche und WC ausgestattet war. Wäsche gewaschen wird mit der Hand, ich habe mir von den Kids zeigen lassen wie sie das machen, dann hat es auch ganz gut geklappt. Außerdem haben sie sich gefreut dass sie mir etwas beibringen konnten. Das Essen ist einfach aber wirklich gut gekocht, und es gibt reichlich - hungrig bleibt man also bestimmt nicht :) 

Über Spielzeug freuen sich die Kinder sehr, allerdings musste ich alle mitgebrachten Sachen abgeben und jedesmal extra fragen wenn ich zum Beispiel einen Ball oder Luftballons für die Kids haben wollte. Grundsätzlich habe ich mit den Kindern gespielt, gemalt, und vor allem den ganz Kleinen beim Essen geholfen, sie gewaschen und gepflegt. Ansonsten habe ich hauptsächlich in der Küche geholfen, also Gemüse schneiden, Kartoffel putzen, Spinat waschen, beim Abwasch helfen,...

Das Kinderheim liegt in einem kleinen Dorf - Msabaha - mit dem Matatu ist man allerdings in ca 20 Minuten in Malindi, eine etwas größere Stadt mit Märkten, Supermarkt und allem was man sonst noch braucht. Und auch der Strand ist nicht allzu weit vom Kinderheim entfernt. 

Es war wirklich eine aufregende Erfahrung und eine wunderschöne Zeit!!  

 

Danke und schöne Grüße,

Theresia

 

 

Elisabeth, Mai- Juli 2017 (K25)

Mittlerweile bin ich schon wieder zwei Wochen in Deutschland zurück und hinter mir liegen zwei wunderschöne, erlebnis- und erfahrungsreiche Monate in Mombasa, in denen ich unglaublich nette Menschen kennengelernt habe und mich sozial engagieren konnte.

 

Zur Unterkunft:

Gewohnt habe ich bei Swaleh und Felix in Likoni und habe mich dort rundum wohl und vor allem gut aufgehoben gefühlt. Ich hatte ein eigenes Zimmer, eine europäische Toilette und eine Dusche – alles für uns Westeuropäer anfangs wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig, aber weit über dem kenianischen Standard. Ich wurde mindestens zweimal am Tag fürstlich bekocht und manchmal durfte ich sogar mithelfen, denn Swaleh ist schon ein ziemlich guter Koch. Auch wenn die meisten Kenianer nicht verstehen können, vegetarisch zu leben, war es überhaupt kein Problem für mich, dort vegetarisch zu essen, sowohl in Restaurants als auch bei Swaleh und Felix. Swaleh war sogar sehr froh drüber vegetarisch kochen zu können, da Fleisch in Kenia teuer ist und er es meistens nur für die Volontäre kocht.

In meinen zwei Monaten in Kenia war ich quasi nie alleine, da immer einige Leute zu Besuch sind. Da ich aber mein Zimmer für mich alleine hatte, konnte ich mich bei Bedarf nach Ruhe auch einfach mal zurück ziehen. Insgesamt habe ich mich bei Swaleh und Felix aber wirklich sicher und sehr wohl gefühlt!

 

Mein Projekt:

Während meiner zwei Monate habe ich eine Woche im Kinderheim  gearbeitet und anschließend zusammen mit Swaleh, Felix und anderen Helfern ein Büro komplett renoviert. Das Geld dafür hatten wir aus einem Spendenaufruf in meinen Freundes- und Bekanntenkreis. Im Rahmen des Büroprojekts haben wir den zur Verfügung stehenden Raum völlig umgestaltet (Fenster- und Türdurchbruch, Decke eingezogen, Strom verlegt, Wände gestrichen, Büromöbel gekauft, etc.) und auch fertig stellen können, was toll war, da ich so die Beendung meines Projekt auch mitansehen konnte. Die tolle Nachricht ist, dass das Büro von nachfolgenden Volontärinnen bereits fleißig für ihr Projekt genutzt wird!

Mit dem restlichen Geld der gesammelten Spenden konnte ich drei Waisenhäuser mit großen Essensspenden (Reis, Kartoffeln, Maismehl, Weizenmehl, Waschmittel, Zwiebeln, Seife, Zahnpasta, Pflanzenöl, Zucker, Salz, Obst u.v.m.) versorgen, die dringend benötigt wurden.

Schön an Stelle K25 ist, dass man in mehrere Einrichtungen Einblicke haben kann – jeder kann so sein eigenes Projekt für sich finden.

 

Land und Leute:

In meinen ersten beiden Wochen in Kenia bin ich gereist um Land und Leute kennen zu lernen: So besuchte ich mit Alexandra von mylabadi, ihrem Freund, Swaleh und Felix ein Konzert in Nairobi, machte ein Safari nach Tsavo East und übernachtete drei Nächte im Mida Creek Eco Camp in Kilifi. Gegen Ende meiner Zeit in Kenia besuchte ich außerdem die Shimba Hills und machte eine Bootstour zu Wasini Island. Die kenianischen Landschaften, die ich so sehen konnte, waren einfach wunderschön – von weißen Stränden mit türkisfarbenem Wasser, roter Erde im Safaripark und

richtigem Dschungel in den Shimba Hills war alles dabei. Leider war die Zeit zu kurz, um noch mehr zu sehen.

Die Kenianer selbst waren alle sehr freundlich und heißen einen überall willkommen. Bis auf ein paar Korruptionsvorfälle (selbst bei denen wird man freundlich behandelt ;)) und ein paar zu aufdringlichen Verkäufern, sind die Kenianer, die ich kennen lernen durfte, ein sehr herzliches und vor allem hilfsbereites Volk. Was mir jedoch nicht so bewusst war, dass man tatsächlich und vor allem in Likoni von Kindern und Erwachsenen als Weiße so oft angesprochen oder auch mal angefasst wird, man ist leider noch für viele eine „Besonderheit“, was mich, als jemanden der nicht gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, gestört hat. Aber auch daran gewöhnt man sich wie an so Vieles und lernt damit umzugehen!

Kurz gesagt: am Ende meiner zwei Monate war ich wirklich traurig, dass die Zeit vorüber war und wäre gerne noch etwas länger geblieben!

Johanna, Juni - Juli 2017 (K19)

Ich bin seit gestern morgen in Kilifi und es gefällt mir echt gut... Ich kann die Stelle nur empfehlen! 
Besonders für Leute die nach dem Großstadtdschungel von Nairobi und Mombasa mal ein bisschen Lust auf Natur und Ruhe haben. Hier braucht man auf jeden Fall auch viel eigene Ideen und Motivation, aber die Kinder, Mattoh und die Umgebung machen einem das meiner Meinung nach echt leicht. 

Ich würde mich echt freuen, wenn ihr das Projekt in Zukunft weiter empfehlt, denn ich finde es hat echt viel Potential :) 
 Liebe Grüße,  Johanna 

Alina, Februar - April 2017 (K43)

Ein kleiner Bericht von drei phantastischen Monaten in Kenia...

 

Unterkunft:

Ich habe in einem netten Dorf namens Mweiga bei einer katholischen Bruderschaft gewohnt. Obwohl ich selbst mit Religion nichts am Hut habe, habe ich mich dort wie zuhause gefühlt. Dem deutschen Klischeebild von zurückgezogenen Mönchen entsprechen die Brothers überhaupt nicht. Sie sind ganz offen und humorvoll – und sehr um ihre Gäste bemüht. Geschlafen habe ich in einem einfachen, aber netten Zimmer, das ich für mich alleine hatte. Gegessen habe ich immer gemeinsam mit den Brothers. Abends saß ich meistens noch lange mit ihnen zusammen, wir haben Tee getrunken und eine mexikanische Soap angeschaut, für die die Brothers eine echt süße Leidenschaft hatten ;-)

 

Arbeit:

Am Anfang war ich im VCT-Center, das gleich neben meiner Unterkunft lag. Dort gab es allerdings nur sehr wenig zu tun. Dank tatkräftiger Unterstützung durch Klemens und Hannah konnte ich dann aber ins Mweiga Health Center wechseln, ein kleines Krankenhaus, 25 Gehminuten entfernt. Dort war immer was los, und die Angestellten waren unglaublich nett und entgegenkommend. Ich habe fast immer beim HIV-Testen geholfen, weil mich das am meisten interessiert hat, aber ich hätte genauso gut in allen anderen Abteilungen (Apotheke, Labor, normaler Allgemeinarzt, Entbindungsstation...) mithelfen können. Die spannendsten Tage waren die, an denen wir mit der „mobilen Klinik“ raus in abgelegene Dörfer gefahren sind und dort eine provisorische Arztpraxis aufgebaut haben, damit die Menschen einmal Zugang zu medizinischer Grundversorgung hatten. Das war eine so spannende und exotische Erfahrung!

 

Freizeit:

Nach der Arbeit habe ich oft noch kenianische Freunde besucht oder bin mit ihnen zum Kaffee trinken und Bummeln nach Nyeri gefahren. Oft saß ich auch zuhause mit den Brothers zusammen, habe mit ihnen Tee getrunken und geredet, oder der Köchin beim Kochen geholfen. Manchmal habe ich mit einigen Novizen (angehenden Brothers) Volleyball gespielt – das hat immer viel Spaß gemacht, auch wenn ich wirklich keine gute Volleyballspielerin bin! An den Wochenenden war ich fast immer unterwegs und habe mir Städte und Nationalparks angeschaut. Es fand sich immer ein Brother, der mich begleitet hat, und es gab überall Freunde von Freunden, bei denen wir übernachten konnten. Schon deshalb waren die Ausflüge immer toll, und umso mehr durch die beeindruckenden Orte! Vor allem Mombasa und den Ol Pejeta Nationalpark kann ich nur empfehlen!

 

Land und Leute:

Phantastisch. Kenia ist wunderschön, die Natur, die vielen Nationalparks mit tausend exotischen Tieren, die Strände an der Ostküste, die Stadt Mombasa... Und die Menschen sind wahnsinnig offen und gastfreundlich und voller Lebensfreude. Man kann unglaublich gut mit ihnen diskutieren, herumalbern und sich ganz offen austauschen. Trotzdem sollte man eine gewisse Geduld und Flexibilität mitbringen, weil so manches für uns Europäer erst einmal seltsam ist: Wenn man z. B. im Matatu (Minibus) so eingequetscht sitzt, dass man sich kaum noch rühren kann, oder wenn die Straßenhändler überaus wortreich versuchen, einem alle möglichen Waren anzudrehen. Bringt man allerdings ein bisschen Humor mit, sind genau das die lustigsten Erlebnisse ;-)

 

Geld, Sicherheit, medizinische Versorgung:

Macht euch nicht verrückt! Es ist viel einfacher, als man denkt. Meine Wertsachen habe ich immer in einem Hüftbeutel verstaut und mich damit kein einziges Mal unsicher gefühlt. Die Sicherheitslage in Kenia kam mir generell sehr gut vor. Klar, man sollte im Dunkeln nicht alleine draußen herumlaufen – aber daran habe ich mich eben konsequent gehalten, und so war alles völlig unproblematisch. Tagsüber bin ich bedenkenlos alleine durchs Land gereist. Auch die medizinische Versorgung ist ziemlich gut. Ich musste einmal nachts ins Krankenhaus, weil sich in meinem Rücken ein Nerv eingeklemmt hatte, und das lief genauso reibungslos ab wie in deutschen Krankenhäusern.

 

Alles in allem:

 

Eine super, super Zeit. Ich kann jedem, der offen für eine neue Kultur ist, nur wärmstens empfehlen, hier ein Praktikum zu machen! Es ist nicht nur eine unglaublich bereichernde Erfahrung, sondern macht auch einfach so viel Spaß!

 

Niklas, März - Mai 2017 (K47)

Ich, Student, männlich, 23 Jahre, habe oben beschriebene Stelle von März bis Anfang Mai 2017, also für gute 8 Wochen besucht. Dabei konnte ich viele positive und tolle Eindrücke sammeln, an denen ich Euch gerne teilnehmen lassen möchte.

Ich studiere ein Thema mit Afrikabezug und war vor Kenia bereits für kurze Zeit, damals im Rahmen einer Uniexkursion, in Rwanda und der D.R. Kongo, außerdem ein paar mal touristisch in Marokko unterwegs. Kenia sollte aber mein erster "richtiger", längerer Aufenthalt in Subsahara-Afrika werden. Vor dem Praktikum war ich ein bisschen aufgeregt, sowohl positiv auf die Dinge blickend, die mich erwarten würden, als auch ein bisschen verunsichert. Schließlich war Kenia nicht nur mein erster längerer Aufenthalt in Afrika, sondern auch mein bisher längster Aufenthalt im Ausland überhaupt. Wer gerade sein Praktikum oder generell einen Aufenthalt in einem afrikanischen Land plant, kann das vielleicht nachvollziehen. Ich kann euch jedoch beruhigen, Gründe für Angst oder schlaflose Nächte gibt es keine – statt dessen war mein Praktikum und der Aufenthalt in Kenia eine der schönsten, lehrreichsten und faszinierensten Erfahrungen meines Lebens. Im Folgenden unterteile ich meinen kurzen Bericht der Übersichtlichkeit wegen in einzelne Bereiche:

 

Land und Leute

Ich habe die Kenianer als extrem nett, hilfsbereit und freundlich kennengelernt. Daswar eines der Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben. Kenia ist kein reiches Land, zumindest sind es die meisten der hier lebenden Menschen nicht.

Was sehr beeindruckend war, war die Lebensfreude der Menschen, die (im Gegensatz zu Deutschland...) überall zu spüren war. Die Menschen singen und tanzen gerne und sind insgesamt meistens ein bisschen besser gelaunt als hierzulande, obwohl sie an Materiellem oft nicht so viel besitzen wie wir. Geteilt wird auch gerne, das gemeinsame Abendessen gehört zu den schönen Erinnerungen, die ich an Kenia behalten werde.

Das Land, zumindest der kleine Teil, den ich davon gesehen habe, ist auch wunderschön, weiße Strände, Palmen und natürlich viel Sonne, abseits der Küste auch hügelige, grüne, bergige Landschaften. Viele Pullis muss man (außer vielleicht in der Regenzeit) für die Region um Mombasa nicht einpacken, hatte immer mindestens 30 Grad, auch wenn´s mal kurz geregnet hat, schien gleich darauf wieder die Sonne.

Der Arbeitsort selbst liegt etwa 40 Minuten von Mombasa entfernt an der Nordküste. Es handelt sich um eine kleine Vorstadt, die insbesondere für ihr Nachtleben bekannt ist und mir persönlich sehr ans Herz gewachsen ist.

Ein besonderer Dank geht an die Chefin des Reisebüros, ihre Familie und Mitarbeiterinnen, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Man arbeitet und lebt auch zusammen und bekommt so viele Einblicke in die kenianische Kultur. Bei Problemen oder Fragen wird man immer sehr gut betreut, mit viel menschlicher Nähe und Unkompliziertheit. Aus Kollegen wurden schnell Freunde, die ich sicherlich wieder besuchen werde.

 

Die Arbeit

Ich habe die Stelle in der "Off-Season", also der eher touristenschwachen Phase besucht. Dementsprechend gab es manchmal wenig zu tun, bzw. musste man sich eigenständig Arbeitsfelder suchen. Die Arbeit findet vor Allem am Computer statt, hier stellt man Rechnungen aus, entwirft und sendet Safariangebote und geht auf die Wünsche der Kunden ein. Manchmal kommen auch Interessierte direkt im Office vorbei, dann kann man sich in direktem Umgang üben. Da man Safariprogramme verkauft, ist es sinnvoll, selber an einer teilzunehmen, wenn man die Möglichkeit hat. Die Chefin des Büros kann einem dazu vergünstigte Preise anbieten. Außerdem macht man eine Erfahrung, an die man sich sicher ein ganzes Leben lang erinnern wird.

 

Geld

Die 200 Euro schließen Miete und große Teile der Essensversorgung mit ein, ich wurde so gut und ausgiebig bekocht, dass eigentlich nie Bedarf bestand, außerhalb Geld für Essen oder Trinken auszugeben. Ansonsten fallen Transportkosten an, die man sich eventuell mit Angestellten des Büros teilen kann, 1 Euro (wenn man sich nicht über´s Ohr hauen lässt ;)) pro Wegstrecke, also hin und zurück 2 Euro. Von A nach B zu kommen, ist in Kenia relativ billig und einfach, Matatus, Motorradtaxis und Tuktuks stehen jederzeit bereit, auch Überlandbusse, z.B. nach Nairobi, sind erschwinglich. Geld für Souvenirs, persönlichen Luxus, Essen im Restaurant, Freizeitgestaltung etc. muss jeder für sich selbst entscheiden, man kann sehr günstig leben, es fällt aber auch leicht (zu) viel Geld auszugeben, wenn man anders leben möchte, als die Einheimischen. Auch ist die Gefahr gegeben, eigene Ausgaben zu unterschätzen, weil viele Preise alleinstehend betrachtet günstiger sind als hier, man sich aber in der Folge auch viel mehr leistet. Kräftig handeln ist oftmals wichtig, für Transport und die meisten Einkäufe außerhalb von Supermärkten und co. Weiß heißt für viele Kenianer wohlhabend, darum wird oft versucht, einem deutlich überhöhte Preise schmackhaft zu machen, einfach mal bei einem Drittel oder der Hälfte des genannten Preises ansetzen und schauen, wie das Gegenüber reagiert. Swahilikenntnisse helfen, nach einer gewissen Zeit kann man das Preisniveau aber auch so ungefähr abschätzen und bekommt "gerechtere" Preise ;).

 

Freizeitmöglichkeiten

– Safari, von Mombasa oder Nairobi aus

– Schnorcheln und Tauchen im klaren und warmen Wasser des indischen Ozeans (Tipp: Tagestrip Wasini Island)

– Leckeres Swahili-Food genießen, frischer gegrillter Fisch beispielsweise oder Kokosnuss-Reis...

– Trip nach Mombasa Town, Stadtführung oder kulturelles Leben

– Ausflug an die wunderschönen Strände der Südküste (Gegend um Diani)

– Abends feiern gehen und die ausgelassene Stimmung genießen

 

Das sind natürlich nicht alle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, sondern nur die, die ich selber wahrgenommen habe. Von Kartbahnen über Museen und Krokodilfarmen gibt es keinen Grund, sich zu langweilen.

 

Was man nicht machen sollte

– Auf Leute hereinfallen, die einen lediglich als Geldquelle sehen. Dabei darf man aber auch nicht zu misstrauisch sein, viele Menschen haben ehrliches Interesse abseits von Geld, manche aber eben auch nicht. Das lernt man nach einer gewissen Zeit, anfangs schadet ein wenig Misstrauen nicht, den Menschen aber trotzdem offen begegnen und freundlich bleiben

– Dokumente wie Pass, Bankkarten usw. Aus der Hand geben

– Die Menschen unfreundlich oder herablassend behandeln, Freundlich- und Höflichkeit sind wichtig in Kenia

– Kenia mit Deutschland vergleichen, vieles ist grundsätzlich verschieden, einfach versuchen, das Land so anzunehmen, wie es ist

 

Wer gerade dabei ist, sein Praktikum bei K47 zu planen, dem kann ich versichern, dass er oder sie eine super Zeit haben wird. Ein bisschen Offenheit für kulturelle und ökonomische Unterschiede sollte man mitbringen, dann macht es einem Kenia sehr

leicht, das Land und seine Menschen lieben zu lernen. Ich danke Mylabadi für die gute Betreung, für mich wird es sicherlich nicht der letzte Aufenthalt in Kenia gewesen sein.

Fuer Fragen und Tips stehe ich euch gerne zur Seite, Klemens hat meine Kontaktdaten.

Kila la heri, tutaonana Kenya!

Natascha, Februar - April 2017 (K18 und K28)

Liebes MyLabadi-Team, 

 

Wie gebeten, möchte auch ich einen abschließenden Bericht über mein vergangenes Praktikum abgeben. 

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich sehr zufrieden war und auf jeden Fall sehr dankbar dafür bin, dass ich diese unglaubliche Erfahrungen machen durfte. 

Sowohl bei der Vorbereitung, als auch bei der Durchführung fühlte ich mich unterstützt und beraten.

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal dafür bedanken, dass ich spontan meine Stelle wechseln konnte, während ich mich schon in Afrika befand. Das war für mich eine angenehme Bereicherung, die mir noch einmal sehr viele schöne und interessante Eindrücke erbracht hat.

Positiv war auch die Kontaktherstellung der Freiwilligen untereinander. Es war gut Anschluss zu finden, gerade wenn man alleine an einer Stelle untergebracht war. Dadurch ergaben sich viele Möglichkeiten, gemeinsam Ausflüge zu unternehmen und sich auszutauschen. 

 

Nun möchte ich noch etwas genauer auf meine Stellen eingehen. Zuerst war ich 7 Wochen bei K18, ein Kinderheim in Likoni. Meine Gastmutter war nett und schien mir modern/ erfahren im Umgang mit Freiwilligen. Bei Problemen konnte ich zu ihr gehen und auch sonst hatte sie meistens ein offenes Ohr für mich.

Das Essen und die Unterkunft waren für mich zufriedenstellend. Die Menschen, mit denen ich in Kontakt kam waren alle nett und der Alltag verlief problemfrei.

Die freie Freizeitgestaltung hat mir auch zugesagt.



Bei meiner zweiten Stelle in Nairobi K28 war ich auch zufrieden. Peter und seine Familie waren sehr nett und das Essen war lecker.

Ich war in einem spannenden Projekt eingeteilt, wodurch ich einen interessanten Eindruck von den Slums bekommen habe.

Auch das Zusammenleben mit meiner Mitbewohnerin war absolut problemfrei. Wir waren frei in der Freizeitgestaltung und konnten uns bei Problemen an Peter und seine Frau wenden.



Zum Schluss möchte ich mich noch einmal offiziell für alles bedanken und hoffe auf eine weitere gute Zukunft für MyLabadi! 

Schöne Grüße,

 

Natascha

Charlotte, März - April 2017 (K30)

Hallo,
tut mir leid ich hatte erst Geburtstag und bin mitten im Umzugsstress!
ich versuche es bis in 2 wochen fertigzustellen aber momentan ist bei mir Land unter!
schön wäre es noch wenn wir telefonieren könnten?!
Was ich bis jetzt sagen ist, dass ich mit euch absolut zufrieden bin!
ich bin schon einmal mit einer Organisation ins Ausland geflogen deshalb habe ich einen direkten vergleich.
Aber ich finde wie Ihr das macht wirklich klasse, och habe mich sehr gut beraten gefühlt und gut aufgehoben!
 
LG Charlotte

Pia, Februar - März 2017 (K2)

Ich war von Anfang Februar bis Ende März in Kombani und hatte wirklich eine wundervolle Zeit.

Banzi, der Heimleiter und Elena haben mich am Flughafen empfangen und mich dann zum Volunteer House begleitet.

Von den Kindern, Bibi (Hausmutter) und Banzi wurde ich sehr herzlich empfangen und ich habe mich von Anfang an bei ihnen wohl gefühlt. Unter der Woche hatten die Kinder leider nicht so viel Zeit, da sie sehr lange in der Schule sind und danach eben noch anderen Pflichten nachgehen müssen.

Trotzdem hatten wir viele schöne Tage und Abende mit den Kindern. Egal ob Strandtag, Stockbrotabend, Tanzabend oder gemeinsames Kochen, wir hatten immer sehr viel Spaß zusammen. Aber auch unter der Woche hat uns der gemeinsame Unterricht, „Games time“ und das gemeinsame Abendessen viel Freude bereitet.

Unter der Woche haben wir in der Früh das Kinderheim gefegt und danach durchgewischt, anschließend haben wir Deutschunterricht in der 1.-6. Klasse gegeben. Mittags haben wir bei der Essensausgabe geholfen und danach alle Teller der Schulkinder abgespült. Nachmittags haben wir an zwei Tagen Nachhilfe gegeben und in der „Games time“ Spiele mit den Kindern gespielt. Anfangs haben wir abends noch den Garten bewässert, später jedoch wegen der Wasserknappheit nicht mehr. Am Wochenende hatten wir frei und auch unter der Woche war es kein Problem sich mal frei zu nehmen. Natürlich sollte man das mit Banzi UND Bibi abklären.

Kombani ist wirklich ein sehr schönes Dorf. An der Straße kann man so gut wie alles kaufen was man im Alltag so braucht. Die Menschen sind total aufgeschlossen und nett und man wird an jeder Ecke mit „Jambo“ begrüßt. In ca. 20 Minuten ist man mit dem tuktuk oder matatu in der Stadt Ukunda in der es einen großen Supermarkt gibt (hier bekommt man wirklich alles) und hier ist auch der berühmte „Diani Beach“ mit vielen Hotels und Restaurants.

Banzi kann man wirklich vertrauen und wenn es Probleme gibt kann man sie bei ihm sehr gut ansprechen. Er gibt immer sein Bestes um Missstände zu beseitigen.

Wenn man über längere Zeit kein Wasser oder Strom hat, sollte man sich an Banzi wenden, weil er sich so schnell wie möglich darum kümmert.

Man kann auch sehr viele Ausflüge machen, z.B. Schnorcheln, Safari, Shimba Hills und Motorrad touren.

 

Ich kann nur jedem empfehlen dieses Praktikum zu machen. Man muss sich aber bewusst sein, dass man in einem komplett anderen Land ist und  muss akzeptieren, dass man nicht alles verbessern bzw. verändern kann. 

Annette, Januar - März 2017 (I1)

1 Land, 12 Wochen, 1000 Erinnerungen

Von Januar bis Ende März war ich im wunderschönen Indien, davon insgesamt circa 6 Wochen in Mysore. Als ich dort ankam, hat mich die Mutter Oberin vom Bahnhof abgeholt und mich direkt sehr nett willkommen geheißen. Als wir auf dem Klostergelände ankamen, war ich von dem paradiesischen Ort total beeindruckt: ein riesiges Grundstück mit allen erdenklichen Gemüse- und Obstsorten, Kühen, Kaninchen, Hunden, Fischen und einer einfach absolut himmlischen Atmosphäre. Mein Zimmer hatte ich mir im Vorhinein auch rustikaler vorgestellt, aber ich hatte mein eigenes Bad, einen großen Schrank, ein Doppelbett mit Moskitonetz und einen Schreibtisch. Die anderen Mädels und auch die paar wenigen Jungs im Kloster haben mich auch sehr freundlich aufgenommen und waren sehr neugierig. Öfters mal habe ich mit ihnen etwas unternommen, sie haben mir Mysore gezeigt, mich zu sich nach Hause eingeladen und mir bei vielen Dingen geholfen. Durch sie konnte ich das typische Studenten- und auch das Familienleben von jungen Inderinnen und Indern kennenlernen.

… Das Essen im Kloster war absolut in Ordnung und für mich als Person, die gerne scharf isst, auch nie zu stark gewürzt – eher im Gegenteil. Morgens gab es eine der typischen indischen Frühstücksspeisen, mittags und abends Reis mit Gemüse und wenn man möchte auch Fleisch oder Fisch. Nachmittags gab es immer Tee und etwas Kleines zu Essen. Was ich super fand ist, dass sich die Nonnen zum größten Teil selbst versorgen, also kommt fast alles, was auf dem Tisch landet, von der eigenen Farm. Ansonsten war das Klosterleben sehr entspannt…

Die Arbeit im Kindergarten begann jeden Morgen gegen neun Uhr, wenn dann die Kinder so langsam nach und nach ankamen. Von Beginn an sagten mir die Schwestern, ich müsse wirklich nur arbeiten, wenn ich möchte, es geschah also alles auf absolut freiwilliger Basis. Das war dann auch der Grund dafür, dass sich meine Eigenverantwortung und Eigenständigkeit bei der Arbeit in Grenzen hielt, weil ich zwischendurch eben auch mal wieder für ein paar Wochen gereist bin, also war ich keine wirklich zuverlässige Arbeitskraft. … Gut gefallen hat mir immer die Assembly um kurz vor elf, wo sich alle Kinder des Kindergartens treffen, ein paar Reime aufsagen und Lieder singen. Mittags kurz vor Schulschluss habe ich dann meistens auch noch ein paar Lieder mit ihnen gesungen und ihnen versucht kleine Bewegungslieder beizubringen. Insgesamt war die Arbeit ganz spaßig, vor allem die Kinder haben sich immer super gefreut, wenn ich da war und ein paar von Ihnen sind mir auch ganz schön ans Herz gewachsen. Wenn ich nun aber auf die Zeit in Indien zurückblicke, denke ich eher weniger an die Arbeit, da es erstens nur circa drei einhalb Stunden am Tag waren und es auch wirklich oft ausgefallen ist. Die Inder haben sehr gerne frei und lieben Feiertage und Festivals!

... Mysore und die Umgebung bieten wirklich viele Sehenswürdigkeiten und Beschäftigungsmöglichkeiten, es wird einem also nicht schnell langweilig dort! Nicht nur der Palast (der aber auf jeden Fall auch sonntags abends sehr sehenswert ist, wenn er in knapp 100.000 Lichtern erstrahlt), sondern auch Chamundi Hill (am besten bei Sonnenuntergang), der Jaganmohan Palace (mit einer schönen Ausstellung), die Balmuri Falls (je nach Jahreszeit), der Devaraja Market (der als einer der buntesten und schönsten Märkte in Südindien gilt) und vieles mehr gibt es dort zu besuchen. Was sich außerdem besonders lohnt sind Ausflüge nach Srirangapatnam, wo es einen Hindutempel, ein sehr schönes Mausoleum und einen Sommerpalast gibt, und nach Somnathpur, dort ist ein Hindutempel, der sich allerdings durch den sternförmigen Sockel, auf dem er erbaut ist, stark von den ‘gewöhnlichen‘ hinduistischen Tempeln unterscheidet. Beide Orte liegen circa ein einhalb Stunden von Mysore entfernt und sind einfach mit dem Bus zu erreichen. … Und jetzt zu meinen Reisen: die ersten zwei Wochen in Indien war ich in Kottayam in Kerala bei einer Familie, die ich aus Deutschland bereits kannte. … Nach meiner Zeit in Kerala habe ich einen Bekannten in Bangalore besucht, der mir die Stadt gezeigt hat. … Von dort ging es dann nach Mysore und nach drei Wochen dort habe ich mich dann auf meine zweite Reise gemacht. Zuerst ging es mit dem Nachtzug nach Hampi, was ich jedem (und wirklich jedem!) Reisenden im indischen Süden nur empfehlen kann! ... In Mumbai war ich bei zwei super coolen Couchsurfern, die mir am ersten Abend schon viel zeigten und mich mit dem Bahnverkehr in Mumbai vertraut machten. … Am nächsten Tag ging es dann mit dem Nachtbus weiter an den Kudlee Beach nach Gokarna, wo ich Freunde zu einem Festival dort treffen wollte. Gokarna ist ein kleines Städtchen an der Westküste und ist um einiges weniger touristisch als das nahegelegene Goa. Dort habe ich die meiste Zeit in einer Hängematte am Strand gelegen, war im Meer schwimmen, habe Kokosnuss getrunken und einfach die Zeit dort genossen. Die unschlagbar günstigen Hütten (200 Rupien!) liegen wirklich direkt am Strand und sind natürlich nicht besonders komfortabel, aber absolut ausreichend für ein paar Tage!

… Die Tage dort waren super schön, das lag aber am meisten daran, dass er mir seine Hotspots zeigen konnte, die für Touristen eher unbekannt sind, und dass ich Zeit mit ihm und seinen Freunden verbringen konnte… Nach dieser Nacht ging es dann endlich wieder zurück in mein indisches ‚Zuhause‘. Insgesamt habe ich in Indien das Reisen als junge blonde Frau als total angenehm empfunden. Besonders die (Nacht-)Züge habe ich sehr gemocht, denn auch dort lernt man immer nette Leute kennen und ich finde sie auch vergleichsweise komfortabel. Wenn man mal nicht weiterweiß oder keine Ahnung hat, wo man ist, kann man immer Leute fragen, man darf sich nur nicht scheuen. Oft kommen die Leute auch auf einen zu, wenn sie sehen, dass man gerade etwas auf dem Schlauch steht.

Als ich dann wieder nach Mysore kam, freuten sich wieder alle, dass ich zurück war und ich freute mich auf die letzten 10 Tage dort. Diese nutzte ich vor allem, um mich im Kindergarten zu verabschieden, den Kindern meine Mitbringsel wie Bleistifte, Kreide und Süßigkeiten zu geben und einfach die Zeit im Kloster und bei Adil zu genießen. Als ich Mysore dann verlassen musste, war ich wirklich traurig, ich wäre gerne noch ein paar Wochen länger geblieben. Von Bangalore nahm ich den Flieger nach Dubai, wo ich auch nochmal ein paar sehr schöne Tage verbrachte.

Insgesamt blicke ich auf die Zeit in Indien jetzt, wo ich seit circa 3 Wochen wieder zu Hause bin, absolut positiv zurück, denn in der ganzen Zeit ist mir nie irgendetwas auch nur ansatzweise Schlimmes passiert (was auch damit zusammenhängen könnte, dass ich ein absoluter Glücksmensch bin). Ich habe noch nie ein Volk kennengelernt, dass sich durch so eine grenzenlose Gastfreundschaft und bedingungslose Hilfsbereitschaft auszeichnet! Ich habe so viele nette Leute kennengelernt, von denen ich viele gerne wiedersehen möchte, weshalb ich schon meine nächste Indienreise plane!

 

Abschließend möchte ich mich deshalb vor allem bei Klemens, Hannah, Alexandra und Michaela ganz herzlich für die super Zusammenarbeit bedanken! Egal, was ich gerade brauchte, wissen wollte oder was gerade los war, sie waren immer erreichbar und haben meistens innerhalb einiger weniger Stunden geantwortet. Dafür, dass mir diese wundervollen Erfahrungen ermöglicht wurden, bin ich mehr als dankbar und plane darum ja auch schon meine nächste Reise mit mylabadi!

Lisa-Marie, Februar - April 2017 (K14)

Alles im Allem war mein Praktikum sehr schön und interessant. Ich habe tolle Leute kennen gelernt, war auf Safari, habe viele neue Erfahrungen gemacht, viel vom Land entdeckt und viele neue lebenspraktische Dinge gelernt.
Die Mitarbeiterinnen und die Chefin waren stets freundlich und hilfsbereicht. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich hatte eine eigene Wohnung mit fliesend Wasser, Küche, Bad und sauberem Trinkwasser. Am Wochenende hatte ich immer Zeit zur freien Verfügung und die Arbeitszeit während der Woche war auch angemessen. Die Arbeit mit den Kindern hat total viel Spaß gemacht und ich durfte überall mal helfen bzw. rein schnuppern. Ich war auch 6 Tage in Malindi am Strand und habe dort in dem Waisenhaus gearbeitet. Alle waren froh, dass ich da war und haben mich sofort mit offenen Armen emfangen. Ich habe am Wochenende viele Ausflüge gemacht und somit Kenia erlebt. Es war ein wunderschönes Abendteuer !
Immer wieder würde ich dort hin :)

Edith, Februar 2017 (K36)

 Vom 3. Februar bis 6. März 2017 war ich in Mambrui an der Nordküste Kenias.

Ich wurde von dem Ehepaar Müller, den Gründern des Vereins … eingeladen um ihnen bei der Fertigstellung des Kinderheimes in Mkondoni zu helfen.

Dabei lernte ich die Heimleiterin Lucy zuerst kennen. Sie ist eine sehr nette, 43 jährige Frau aus Nairobi, die von dem Gründer des Heimes Pater Michael angestellt wurde. Sie ist unglaublich engagiert und tut ihr Möglichstes, um den Kindern zu helfen und das Heim am Laufen zu halten.

In der Zeit, in der ich dort war, merkte ich erst wie schwierig das eigentlich ist. Die Regierung Kenias gibt den Kinderheimen immer wieder Vorgaben, die sie einhalten müssen. Meistens kostet das viel Geld, was für so ein Heim wirklich kaum erschwinglich ist. Außerdem kosten die Schulen in Kenia, obwohl Schulpflicht besteht, Geld, je höher die Schule, desto mehr. Ohne Schulbildung haben die Kinder später wenig Chancen auf ein besseres Leben. Außerdem muss immer für genug Essen gesorgt, trotz eines Brunnens noch Wasser gekauft  und die Angestellten bezahlt werden. Keine leichte Aufgabe für Lucy, die von dem Verein … unterstützt wird, was aber nicht für alles ausreicht.

Im Heim wohnen zurzeit 25 Kinder und 6 Kinder gehen in Nairobi auf eine weiterführende Schule mit Internat.

13 Mädchen und 12 Jungs, die so unglaublich nett und gut erzogen sind. Sie gehen tagsüber in die Schule, 3 davon im Heim. Dort gibt es einen Kindergarten und eine erste Klasse, die von einer Montessori Lehrerin und einem Lehrer gehalten werden. In diesen Klassen werden auch die Kinder aus dem Dorf aufgenommen. Das Dorf ist sehr arm und die Kinder dürfen umsonst an der Schule teilnehmen und zu Mittag  essen. Im Kindergarten und auch in der ersten Klasse freuen sich alle über Unterstützung. Ihr könnt den Kindern bei den Aufgaben helfen und auch am Abend für alle Deutschunterricht geben.

Mittags kommen auch die anderen Schulkinder zum Essen zurück, gehen dann aber wieder zum Nachmittagsunterricht zurück.

Erst am Abend ab ca 17:00 sind alle daheim, machen Hausaufgaben, helfen beim Waschen, räumen auf oder singen, tanzen und spielen.

Als ich das erste Mal ins Heim gekommen bin, haben mir die Kinder zuerst einen Begrüßungssong vorgesungen und dann noch getanzt. Das können sie wirklich besonders gut. Darauf legt auch Lucy sehr viel Wert. Sie meint durch das Singen und Tanzen können die Kinder ihre schrecklichen Erlebnisse besser verarbeiten.

Ich hatte wirklich besonders viel Spaß mit den Kindern. Sie freuen sich über jede Kleinigkeit.   Besonders Spielsachen, wie Spielautos, Puppen, Barbies oder Legosteine, Puzzle und andere Kartenspiele sind der Renner.

Auch Kleidung ist für die Kinder was Besonderes! Also wer dort hinfliegt, könnte vorher ein wenig sammeln und den Kindern was mitbringen.

Auch für die Schule werden immer wieder Sachen benötigt, wie Kreiden für die Tafel, andere Stifte, Papier, falls möglich, Montessorimaterial oder Plakate usw.

Einmal haben wir am Wochenende zusammen was Besonderes gekocht. Der Manager Emanuel, der den Kindern wie ein Vater ist und Joseph, der Aufpasser haben 2 Ziegen geschlachtet, die dann auch von den Jungs mit ausgenommen, gehäutet und zum Grillen hergerichtet wurden. 2 Frauen aus dem Dorf haben bei den Vorbereitungen und beim Kochen geholfen. Das Hat alles sehr viel Spaß gemacht und das Essen war richtig lecker!

Für Volontäre  gibt es einen Raum mit 2 Betten, neu hergerichtet. In dem angrenzenden Raum ist sogar ein Waschbecken. Für die Betten solltet ihr ein Moskitonetz mitbringen. Taschenlampe ist auch sehr wichtig, da immer wieder der Strom ausfällt.

Eine Toilette wurde extra für Besucher als Sitztoilette gebaut. Zum Nachspülen müsst ihr aber einen Eimer Wasser mitnehmen.

Duschen sind vorhanden.

Tagsüber kann man auch der Köchin beim Kochen helfen und später beim Abwasch.

Jederzeit ist Lucy bei der Planung eines Ausflugs behilflich. Mit dem Tuk Tuk oder dem Motorrad kommt man leicht in das nächste Dorf, Mambrui, das am Meer liegt und auch Hotelanlagen mit Restaurants hat.

Auch Malindi ist nicht weit. Dort könnt ihr alles finden. Cafes, Restaurants, Supermärkte und viele andere Einkaufsmöglichkeiten.

Vom Heim aus gehen die Kinder am Wochenende auch mal an den Strand. Das dauert ca 20-30 Minuten.

Ich hab auch eine Safari gemacht! Man kommt von Malindi aus leicht in den Nationalpark Tsavo East und Tsavo West. Das war ein richtig tolles Erlebnis.

Also falls ihr etwas über das Kinderheim, die Stelle oder sonst was wissen wollt, dann habt keine Scheu mich zu kontaktieren. Ich helfe euch so gut es geht weiter.

Ach ja, also unter 4 Wochen würde ich das Praktikum nicht empfehlen, da ihr auch ein bisschen Zeit braucht, euch einzuleben.

 

Viel Spaß!

Bernadette, Februar 2017 (K20)

Jambo,
habe leider eure Email erst zuhause gelesen, daher erst die verspätete Antwort.
Aber wir hatten eine sehr lehrreiche Zeit in Kenia. Wir haben viele Erfahrungen gemacht, schöne wie auch nicht so schöne. Mein Erleben hab ich kurz mal zusammengefasst.
Vor allem die Zeit im Krankenhaus war sehr fordernd ... Wir hatten leider das Pech dass seit Dezember die Ärzte streiken und wir somit kaum Geburten hatten, und die zumeist in der Nacht. Auch die Versorgung war dadurch vermutlich noch eingeschränkter.
Aber wir hatten auch das Glück tolle Krankenschwestern kennen zu lernen, von denen wir viel über ihre Arbeit, Ausbildung, Bezahlung etc. erfahren durften und mit denen wir auch weiterhin in Kontakt stehen werden.
Die Schule war eine schönere Erfahrung. Die Kids waren total begeistert, auch nach zwei Wochen noch ;) und ich ebenso. Ich durfte sie unterrichten, ihre Aufgaben korrigieren und einzelne Lernschwächere unterstützen. Es war wirklich lehrreich, besonders da ich im Kindergarten war, wo bei uns ja die Kids noch spielen und machen dürfen was sie wollen, während in Kenia alle schon lernen düfen/müssen und somit schon schreiben, tlw. lesen und rechnen können. Das war erstaunlich und gibt den Kindern vor allem eine Zukunft!
Mit Bina in Likoni zu leben war ebenfalls spannend. Anfangs waren wir total überrumpelt, von all dem Dreck, dem Lärm, der ganzen "Aufmerksamkeit" rund um die Uhr, die Hitze und hatten dauernd das Gefühl als wäre man in Gefahr. Einfach ein absoluter Kulturschock. Nach zwei Tagen war das aber so gut wie überwunden und wir konnten endlich alles voll und ganz erleben. Die Freundlichkeit der Menschen, ihre Zufriedenheit trotz ihrer Lebensumstände und einfach die Mentalität mit ihrem Hakuna Matata.
Bina und Anna waren echt toll, sie haben sich super um uns gekümmert und uns versorgt. Ich habe sie echt ins Herz geschlossen.
...
Nach 4 Wochen sind wir dann ja nach Diani Beach ins Hotel wo wir 2 Wochen Urlaub gebucht haben und der war ebenso wunderbar, weil er einem nicht nur das "Slum" zeigt sondern auch die Schönheit Kenias, mit dem Strand und der Safari in der Masai Mara. Man sieht dann finde ich mehr von Afrika und sieht auch das "Urlaubsland" und den Tourismus den es ja ebenso braucht.
 
Alles in Allem war es ein Abenteuer dass ich nicht missen möchte und das mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat.
Ich bin jetzt den zweiten Tag zurück und ich werde wohl noch eine Weile brauchen um alles zu verarbeiten. Aber es war ein Wahnsinnserlebnis und kann ich nur jedem empfehlen.
Irgendwie müsste ich noch so viel mehr schreiben aber im Moment bin ich noch dabei mich wieder in den Alltag einzufinden, so leicht lässt mich Afrika nicht los.
 
lg Bernadette

Annelies, Dezember 2016 - Februar 2017 (BF1)

Mein Praktikum in Afrika

Kaya - Burkina Faso

 

Angekommen in Ouagadougou wurde ich von Rasmane abgeholt. Er ist der Bruder von Fatime, welche mir die Familie und den Praktikumsplatz vermittelt hat. Wir verstanden uns kaum, obwohl wir beide gut Französisch sprechen. Es macht nichts, bin sowieso vor allem am Staunen. Es ist spät am Abend. Ich kann die Umgebung nur erahnen. Doch der rote Sand, die blauen Wände der Shops und Häuser, die vollkommene Dunkelheit, die vielen Sterne, der riesige Mond; einfach unfassbar.

Wir kommen bei seinem Zuhause an. Dort empfängt uns Asseta, das Hausmädchen. Sie ist völlig verschlafen. Wir gehen sofort alle schlafen. Am nächsten Morgen ist Rasmane schon weg. Asseta und ich machen Frühstück für die beiden Töchter von Rasmane und Nafissatou.

Sie zeigt mir, wie man Wäsche wischt, wie sie Feuer machen zum Kochen, wir gehen auf dem Markt einkaufen, verbrennen am Nachmittag den Müll... Ich komme an. Spiele mit den Mädchen. Ich verbringe die erste Woche mit der kleinen Familie in Ouaga. Wir feiner ein tolles Silvesterfest. Mit den Frauen von Quartier bereite ich mehrere Stunden ein leckeres Menü zu. Wir tanzen bis ich fast im Stehen einschlafe.

 

Dann reisen wir als ganze Familie im Auto nach Kaya. Dort leben die Grosseltern mit allen Kindern. In Kaya hat es gute Schulen für die Kinder.

Ich habe mein eigenes Zimmer, im ganzen Court sind wir jedoch meist zwischen 17 bis 20 Personen. Von Tag zu Tag lerne ich die Familie besser kennen. Ich schliesse sie sofort in mein Herz. Wir lachen viel. Unser Französisch gleicht sich an, wir verstehen uns von Tag zu Tag besser. Sie lernen mir Ausdrücke in Morée, der Sprache welche man in dieser Region von Burkina spricht.

Mit einem Sohn von der Familie lerne ich den Chef vom Zentrum Nord von Burkina Faso kennen.

Gemeinsam gehen wir am ersten Tag zur Schule. Mir wird alles gezeigt.

Ich habe ein Motivationsgespräch zum Anfang mit dem Schuldirektor.

Am nächsten Tag fange ich an. Ich mache am ersten Tag nur was man mir sagt. Ich staune viel, stelle viele Fragen. Versuche zu verstehen, welche Regeln gelten, welche Abläufe sie im Unterricht haben. Ich leihe mir den Lehrplan aus, kaufe mir schon in den ersten Tagen eigene Schulbücher, damit ich mich auf den Unterricht vorbereiten kann. Ab dem dritten Tag übernehme ich die Hälfte der Tage zum Vorbereiten und durchführen. Ich bereite am Abend vor, lasse mir von den Lehrern in der Pause helfen, Sätze zu übersetzten und Fehler in Texten zu finden.

Der Schuldirektor erklärt sich dazu bereit, mir jeden Nachmittag in der letzten Stunde Unterricht zu geben in der Zeichensprache für die taubstummen Kinder. So kann ich jeden Abend auch in Zeichensprache die wichtigsten Dinge auswendig lernen, welche ich im Unterricht für den nächsten Tag brauche. Ich darf meine ganze Kreativität ausleben, um mit den wenigen Mitteln, die in der Schule zur Verfügung stehen, einen Unterricht zu gestalten, hinter dem ich stehen kann, der aber dennoch den Gewohnheiten und Anforderungen der Lehrer und Lehrerinnen entspricht.

Ich erlebe es als grosse Herausforderung aber unendlich dankbare Erfahrung. Denn die Kinder sind extrem wissbegierig. Sie wollen lernen und saugen alles auf, was man mit ihnen macht. Jeden Tag vertrauen wir uns gegenseitig mehr.

 

Auch mit dem Lehrerteam macht es grossen Spass. Es war überhaupt nicht so, dass wir uns immer einig waren. Zum Beispiel hatte ich grosse Mühe damit umzugehen, dass sie die Kinder regelmässig schlagen und eigentlich für alles, mit Gewalt bestrafen, anschreien und beleidigen. Nachdem ich in der ersten Woche manchmal vor Entsetzten auf dem Heimweg angefangen habe zu weinen, fing ich an, das Thema anzusprechen. Dieses offene miteinander reden hat so viel ermöglicht. Ich konnte ihr Verhalten bis zum Schluss nicht gut heissen, aber ich habe erkannt, dass man erst zusammen Methoden entdecken muss, wie man im Unterricht ohne Gewalt auskommt. Und vor allem waren die Lehrer und Lehrerinnen sehr neugierig. Wir fingen an, mit viel Humor unsere Unterschiede zu entdecken. Wir zogen einander gegenseitig auf, machte Spässe aber diskutierten auch ganz ernsthaft.

Über die ungerechte Verteilung von Geld, über Vorurteile von Schwarz und Weiß, über den Kolonialismus, über die Rechte der Frauen, über Hunger, über Luxus, über Geld, über Einkommen, über die Bedeutung von Glück, über den Wert der Familie und wie man Freundschaften pflegt. Aber auch über Sexualität, Verhütung, Partnerschaften, Polygamie, Liebe, Bildung, Hoffnung, Politik... und so vieles mehr.

Wir teilten unser Essen zusammen, sie zeigten mir den Markt, luden mich zu sich und ihren Familien ein, wir machten gemeinsame Fahrradtouren und machten uns gegenseitig Geschenke. Auch ich stellte meiner Lehrerinnenfreundin meine Familie in Kaya vor.

 

Oft besuchten mich meine Kinder aus der Klasse auch zu Hause. Sie wollten sehen wie ich lebe, ob ich das selbe esse wie sie, wo ich schlafe usw.

 

Ich arbeitete jeden Tag von 07.30 bis 12.00 danach von 13.30 bis 16.00 Uhr.

Danach kehrte ich in die Familie zurück. Da machte ich jeden Tag den Geschirrabwasch.

Half die kleinen Kinder zu baden, Wasser holen, Essen zubereiten, den Boden wischen, Holz holen, Feuer machen oder einfach das Baby auf den Armen zu halten.

Ich erzählte der Madame (Grossmutter) was ich den Tag hindurch erlebt hatte. Vor dem Abendessen bereitete ich dann noch die Unterrichtsstunden für den nächsten Tag vor.

Ich liebte das Zusammensein mit der Familie. Während dem Arbeiten haben sie oft gesungen und getanzt.

Nach dem Abendessen schauten wir immer gemeinsam die Telenovela von Burkina Faso im Fernsehen. Niemand wollte sie jeweils verpassen. Danach trafen sich alle Kinder und Jugendlichen zum Aufgaben machen unter der Lampe im Hof. Über uns funkelten die Sterne. Ich setzte mich jede Abend zu den Kindern und las meine Bücher für die Bachelorthesis und schrieb Zusammenfassungen für mein Studium in der Schweiz.

Um 21.30 Uhr gingen wir dann jeweils ins Bett.

05.00 war meine gewohnte Zeit zum Aufstehen. Die Mädchen waren um diese Zeit meist schon am Arbeiten. Sie wischten den Hof, und wuschen Wäsche. Ich durfte immer mithelfen. Kurz vor sieben ass ich Brot zum Frühstück und trank heissen Tee. Danach ab in die Schule.

 

Die Wochenenden hatte ich keine Schule. Gleich in den ersten Tagen hatte ich mir ein neues Fahrrad gekauft. Ich ging damit zur Schule und am Wochenende unternahm ich lange Velotouren. Ich entdeckte kleine Dörfer, lernte viele Leute kennen, wurde zum Tee trinken eingeladen, sie zeigten mir ihre Pumpen zum Wasser holen, zeigten mir, wie man das Getreide sortiert und lagert. Ich brachte das Mais mit ihnen zur Mühle, konnte es selbst mahlen. Wir trockneten es an der Sonne auf Plastik. Ich durfte helfen Erdnüsse zu schälen, zu zerstossen, und damit Sauce über dem Feuer zu kochen.

Ich sprach mit Familien, die Tag für Tag im Sand Gold suchen. Sie erzählten mir, wie sie unter Hunger leiden, dass ihre Kinder nicht in die Schule gehen, dass eingie Geschwister schon gestorben sind, dass sie oft kein Geld haben für Medikamente. Sie zeigten mir, wie hart das Leben sein kann in Burkina Faso.

 

Ich arbeitete einen Tag bei einem Gemüsebauer mit. Wasser tragen in Kesseln. Sie zeigten mir, wie sie Setzlinge ziehen, wie sie den Salat absamen lassen, wie sie Tomaten trockenen, wo sie das Gemüse auf dem Markt verkaufen, wie man die Chilis bearbeitet. Sie lernten mir, wie mach die Gartenbeete anlegen muss, damit möglichst wenig Wasser verloren geht.

 

Die Velotouren waren immer durch den Sand und über Steine. Weil um Kaya herum hat es nicht viele Strassen. Oft ging am Fahrrad was kaputt. Ein Fahrradmechaniker lernte mir, wie ich unterwegs mit meinem Sackmesser die Probleme beheben kann und wie ich einen kaputten Schlauch flicke.

Ich war sehr froh um dieses Wissen!

 

Oft fuhr ich auch am Abend zum Sonnenuntergang an den Stadtrand von Kaya. Um die riesige, rote, runde Sonne am Horizont verschwinden zu sehen. Manchmal liess mir die Schönheit dieses Landes die Tränen in die Augen treiben.

Die Leute begegneten mir immer wieder mit so viel Offenheit und Liebenswürdigkeit.

Sie wollten mir ihr Land, ihre Kultur zeigen. Sie waren sehr ehrlich was die schwierigen und traurigen Seiten des Landes anging. Aber sie waren auch stolz. Sie zeigten mir ihre traditionellen Tänze, erzählten mir von den verschiedenen Stämmen, den Touareg. Gaben mit alles Essen zum probieren, lernten mir mit den Händen zu essen, das traditionelle Essen selbst über dem Feuer zuzubereiten. Sie sagten mir, wenn ich in Fettnäpfchen trat. Halfen mir es besser zu machen.

Sie interessierten sich für meine Ansichten. Auch wenn sie oft nicht gut fanden was ich sagte, oder nicht verstehen konnte von was ich rede. Da sie Europa nicht kennen. Ich zeichntete dann Bilder, leiss mich von meiner Familie in der Schweiz Fotos schicken, damit ich ihnen den Schnee, die Berge, eine Badezimmer, eine Waschmaschine, meinen Computer usw. zeigen konnte. Ich zeigte ihnen meine ganze Familie, mein Freundeskreis, spielte Musik ab. Kochte typische Schweizergerichte über dem Feuer oder Gaskocher. Sie probierten alles aus.

 

Als der Bus mich von Kaya wegbrachte weinte ich. Ich war da wie zu Hause gewesen.

Sie waren für mich wie eine neue Familie. Ich habe nicht nur ein Praktikum gemacht, sondern Freunde gefunden.

 

Ich habe viel gelernt. Gelernt fürs Leben. Meine Persönlichkeit hat sich während der Zeit in Afrika verändert. Ich habe vieles neu verstanden. Jetzt, zurück in meinem Alltag, lebe ich bewusster. Ich bin unendlich glücklich und dankbar.  Und habe jeden Tag Kontakt mit dem Menschen in Ouaga und Kaya. 

Werner, Januar - Februar 2017 (K44)

Das Medical Centre im  „Herzen“ Nakurus  entspricht einer Praxis für Allgemeinmedizin. Dr.Gideon gehört diese Praxis.
In den Praxisräumen sind ein Labor, ein Zahnarzt und zeitweise ein Augenarzt untergebracht.
Die Apotheke befindet sich nebenan.
Die apparative Ausstattung der Praxis ist eher bescheiden und kann nicht mit der einer deutschen Praxis für Allgemeinmedizin verglichen werden.Geräte wie  z.B. EKG, Sonographie,Spirometer etc. sind nicht vorhanden, so daß die diagnostischen Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Möglicherweise wird sich dies in nächster Zeit ändern, zumindest wird der Erwerb eines Ultraschallgerätes erwogen. 
 
Auffällig und sehr beeindruckend ist der empathische , warmherzige Umgang mit den Patienten.
Dr.Gideon und seine Angestellten verstehen es trotz der beschränkten Möglichkeiten ausgezeichnet, eine angenehme, ruhige Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
 
Im Vordergrund stehen bei allen diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen die ökonomischen Sorgen und Probleme.Sie überlagern alle medizinischenProzesse.Zahlreiche Untersuchungen, die klar indiziert und notwendig sind, können nicht durchgeführt werden, da die Patienten diese nicht bezahlen können.
Verstärkt wurde die prekäre ökonomische Situation der Praxis noch durch den anhaltenden Streik der Ärzte in den städtischen Krankenhäusern.Die Aufnahme und Behandlung von Patienten wurde verweigert.
Dr.Gideon ist ständig bemüht, neue finanzielle Quellen zu finden. Staatliche Unterstützungen sind selten, unsicher und erfolgen unregelmäßig.
Die Praxis unterhält auch eine kleine „Klinik“ in Ndondori.In diesem Hospital können bis auf einige Laboruntersuchungen keine diagnostischen Maßnahmen  getroffen werden.
 
Was konnte ich tun ?
Zunächst habe ich gelernt, daß Krankheiten wie Malaria (Malaria tropica), Ämobiasis, Brucellose und typhoides Fieber eine zentrale Rolle in der täglichen Praxis spielen.Nahezu jeder 2 oder 3. Patient litt unter diesen Erkrankungen.Vor allem die Malaria ist das beherrschende Thema und die Malariaprophylaxe sollte nicht bagatellisiert werden.
Man hat mich in die medizinischen Entscheidungen eingebunden und oft auf meine Ratschläge und Empfehlungen großen Wert gelegt. Ich mußte jedoch rasch erkennen, daß viele Vorschläge nicht umgesetzt werden konnten, da der finanzielle Rahmen dies nicht zuließ.Als sehr positive Erfahrung nehme ich mit, daß trotz der beschränkten Möglichkeiten, menschliche Zuwendung  und Hilfe möglich sind. Ich habe Gideon versprochen, ihm zukünftig zu helfen, soweit es meine Möglichkeiten zulassen.
Ich werde versuchen, ihm beim Erwerb eines Ultraschallgerätes finanziell zu unterstützen.Natürlich würde ich dann  wieder gern nach Nakuru fahren, um ihn bei den sonographischen Gehversuchen beiseite zu stehen.
Leider  ist die eigentliche ärztliche Tätigkeit wegen der „Sprachbarriere“ eingeschränkt.
 
Es sei erwähnt, daß Dr.Gideon ein engagierter Christ ist, der auch als Prediger tätig ist.Daher ist er nicht immer in der Praxis  erreichbar. Zwei nette Kolleginnen, Dr.Mary und  Dr.Deborah, betreuen dann die Patienten.Auch die Zusammenarbeit mit diesen Kolleginnen war ausgezeichnet 
Falls Ihr Rückfragen habt, stehe ich gern zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Werner

Amra, Januar - Februar 2017 (K30)

Ich weiss gar nicht wo anfangen. Ich beginne mal von vorne..

Melisa und ich haben uns sehr gut in der Familie eingelebt. Sie sind wirklich sehr nett, obwohl sie auch sehr konservativ sind, haben wir uns super mit ihnen verstanden. Auch in der Organisation sind wir recht gut klar gekommen. Ich habe viele Schulmaterialien mitgenommen, um auch mit den Kinder zu malen oder die Zahlen zu üben. Leider sind uns nach einer Woche dieses Materialien schon ausgegangen und es war sehr schwierig, sich in den Unterricht einzubringen. Die Kinder hatten sehr oft mühe überhaupt zu zeichnen, da sie sonst nie einen Stift in die Hand nehmen. Wir haben auch gemerkt, dass der Unterricht in Kenia total anders durchgeführt wird, als wie in der Schweiz. Es ist wirklich ein drastischer Unterschied zu unserem Verständnis von Kindern und Bildung. Die Kinder sind von 3 bis 7 Jahre alt und oft können die Kleinen schon bis 20 zählen. Dies ist ja bei uns nicht so..

Manchmal hatte die Organisation kein Geld um den Kindern das Mittagessen zu bezahlen, dann haben wir geholfen. Wir sind aber sehr dankbar dafür, dass wir mit der Stelle zusammenarbeiten durften. Maurice und seine Freunde haben uns die schöne Natur Kenias gezeigt. Sie sind so super und auch sehr hilfsbereit und wirklich tolle Persönlichkeiten. Uns ging es dort super, auch weil wir so viel erleben durften.

Wir waren in Mombasa, an einer Hochzeit und in vielen Tierpärken und auch oft in Clubs und Bars. Es war eine tolle Zeit und ich würde die Stelle wirklich jedem empfehlen.

Hanna, Oktober-November 2016 (K27)

2 Monate in Afrika

Am 1. Oktober begann ich meine Reise nach Kenia (Malindi), um dort mein Praktikum in einem Kinderheim zu absolvieren. Obwohl ich mich von Anfang an auf die Zeit freute, war ich (vor allem die letzte Woche vor Abreise) extrem aufgeregt und gespannt was mich erwarten würde. Am Flughafen Mombasa angekommen, wurde ich in Empfang genommen und mit dem Auto zu meiner Stelle gefahren, wo ich die nächsten 2 Monate auch wohnen sollte. Durch die herzliche Begrüßung der Kinder und der Tanten die dort arbeiten, fiel mir das Ankommen extrem leicht und die wenigen Bedenken die ich hatte, waren mit einem Mal verschwunden. Zu meinen Tätigkeiten zählte es vorwiegend, mich um eine 8 - köpfige Gruppe (2-4 jähriger) Kinder zu kümmern. Das hieß ihnen beim Waschen/Anziehen zu helfen, sie beim Essen beaufsichtigen, ihnen erste englische Wörter zu lernen und natürlich Spiel, Spaß und Action :) Zusätzlich half ich dann noch bei anfallenden Aufgaben im Haushalt: Geschirr spülen, Gemüse schneiden, Haare flechten, oder gab den älteren Kindern Nachhilfe. Meine Freizeit verbrachte ich meist an den umliegenden Stränden oder in den Städten Malindi und Watamu mit den unzähligen Märkten und kleinen Cafés. Auch mein persönliches Highlight, eine Safari in den Tsavo Nationalpark und Amboseli Nationalpark, prägen meine durchwegs positiven Erinnerungen an meine Zeit in Afrika. Ich hoffe, dass ich bald wieder die Gelegenheit habe eine solche Reise zu erleben und all die Leute wieder zu sehen, die ich im Laufe der letzten Monate kennen lernen durfte. Danke an Mylabadi, dass ihr mir diese Zeit ermöglicht habt! Liebes Mylabadi - Team!

Melissa, August-Dezember 2016 (K24)

Hallo liebes Maylabadi Team,
ich bin gesund und glücklich wieder in Deutschland gelandet. Leider gab es einige Probleme mit meinem Rückflug wegen des Pilotenstreiks aber das betraf ja viele an dem Tag. Ich bin sehr traurig dass meine Zeit in Kenia schon vorbei ist. Es war wirklich die beste Zeit meines Lebens und ich bin dankbar über alle Erfahrungen die ich machen durfte. Mit meiner Stelle war ich total zufrieden und auch mit den anderen Praktikantinnen sind tiefe Freundschaften entstanden. ... Wir sind alle richtig gute Freundinnen geworden und der Abschied von ihnen viel mehr als schwer. Vielen Dank dass ihr mir das Praktikum ermöglicht habt. ...
Liebe Grüße
Melissa

Nikolas, August-Oktober 2016 (K45)

Nach der Ankunft am Flughafen Mombasa (der Flug ging über Addis Abeba) wurde ich direkt von der betreuenden Fachkraft abgeholt. Am Flughafen befindet sich unmittelbar ein Bankautomat, so dass für das erste ‚Brot-Geld‘ gesorgt ist. Wir fuhren dann mit einem Taxi zu der Unterkunft in Likoni (siehe Bilder). Likoni machte auf mich im Vergleich zu den davor durchfahrenen Bezirken den glücklichsten Eindruck. Nach dem Beziehen meines Zimmers ging es auch schon mit Lehrern und Schülern nach Nairobi um an einem national anerkannten Gesangswettbewerb teilzunehmen. Nach unserer Rückkehr fanden sich weitere Praktikanten(innen) ein mit denen die Unterkunft geteilt wurde.

Ich fing an bei der Organisation zu arbeiten. Dabei handelt es sich um eine Wohltätigkeitsorganisation mit Fokus auf das Lösen sozialer und umweltbedingter Probleme.

Neben dem Säubern von Stränden hatte auch das Beseitigen von Müll eine große Bedeutung, weiterhin wurde mir die Gelegenheit gegeben einen Blick in das Pflanzen und Verwalten von Mangrovenbäumen zu gewinnen.

Kosten fielen insgesamt mit Flug und Wohnen einschließlich Lebenserhaltung etc. in Höhe von ca. 2000€ für 7 Wochen an.

Ich kann jedem Interessierten ein Praktikum in Afrika nur empfehlen, da die Erfahrung und das Erleben des zwischenmenschlichen Umgangs innerhalb einer eng verbunden Gemeinschaft aus Einheimischen die eigene Perspektive auf viele Dinge der Westlichen Welt stark verändern kann.

Bei weiteren Fragen bezüglich des Praktikums bei der Stelle K45 stehe ich gerne zur Verfügung.

Viel Glück beim Planen und Erleben eures Praktikums.

 

Nikolas Tölle 

 

Charline, August - Oktober 2016 (K2)


Ich weiß gar nicht wo ich beginnen soll.. Kenia ist ein wundervolles Land mit super freundlichen Menschen! Egal wo man ist, man wird immer familiär empfangen und behandelt. 
Mein erster Monat war eine riesen Umstellung für mich.  Ich hab mich kaum getraut englisch zu reden oder das Dorf zu verlassen. Der Heimleiter und die Heimmutti waren von anfang an sehr nrtt zu mir. Ich konnte mit beiden auch immer über meine Probleme reden. Auch die Kinder waren sehr offen und es hat mir viel Freude bereitet sie zu unterrichten,  mit ihnen zu spielen oder spazieren zu gehen. Nach einem Monat kam dann noch eine Praktikantin in meine Stelle und zusammen haben wir uns dann immer mit anderen Mädels getroffen die in anderen Stellen waren. Alle zusammen hatten wir eine unvergessliche Zeit und haben viel vom Land gesehen. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und würde es jedem empfehlen!!! 

 

Sarah, April-September 2016 (K29)

Mein 6-monatiges Abenteuer in Nairobi, genauer Kahawa West, war wohl das Beste, aufregendste und interessanteste meines Lebens. Zusammen mit einer anderen deutschen Praktikantin lebte ich in einer Gastfamilie in Kamuthi. Kamuthi ist ein Teil von Kahawa West. Von dort aus lassen sich alle Stellen, Supermärkte, Beautystudios (Pediküre für 500Schilling ;)), Busse/Matatus in die Stadt, Bars/Clubs usw. fußläufig erreichen. Wir hatten beide ein eigenes Zimmer mit Toilette und „Dusche“. Wasser ist leider immer noch ein großes Problem in Kenia. Das Wasser wurde öfter mal nicht bezahlt und dann abgestellt. Meistens war dann zum Glück im Gartentank noch etwas Wasser. Fließendes Wasser gab es zu Beginn, dann ist allerdings eine Wasserleitung gebrochen, weshalb wir dann immer Wasser aus dem Tank geholt haben, woran man sich aber auch gewöhnt. Die Gastfamilie hat uns super aufgenommen, uns wie die eigenen Kinder behandelt, überall mit hingenommen und mit den Gastschwestern hatten wir den einen oder anderen spaßigen Abend in einem Club. Jeden Montagmorgen war ich in dem Jugendgefängnis Nairobis. Dort habe ich einen Sozialarbeiter begleitet. Er unterrichtete „Education for life“. Es geht darum Zukunftsperspektiven mit den Jugendlichen zu schaffen, also nach einer Ausbildungsstelle oder einem Schulplatz zu suchen. Außerdem werden Einzelgespräche mit den Eltern geführt, sowie mit den Jugendlichen. Außerdem gibt es Aufklärung zu Themen wie Drogen, falscher Freundeskreis usw. Auch wenn ich meistens nur dabei war, war es wirklich super interessant. Montagmittags besuchte ich David im Slum „Soweto“, einem kleinen, sehr friedlichen Slum direkt neben Kamuthi. David ist ein sehr intelligenter, körperbehinderter Mann, der gerade sein zweites Buch fertig geschrieben hat. Da er kaum raus kommt und alleine in einem Zimmer lebt, freut er sich unheimlich über jede Abwechslung. Ich half ihm beim Tippen, bei Computerproblemen, Emails checken und war auch einfach da um ein bisschen zu plaudern. Dienstags war ich dann in einem Kinderheim. Dort habe ich schnell enge Bindungen aufgebaut. Der Leiter des Kinderheims Pst. Samuel ist ein sehr engagierter Mann, der sich sehr um seine Volunteers kümmert und sie gerne mal auf einen Ausflug mitnimmt. Mittwochs besuchte ich ein riesiges Kinderheim mit 170 Kindern. Da schlichtweg Personal fehlt, hatte ich mit den Kleinsten immer alle Hände voll zu tun. Auch hier gibt es eine super Leitung, die ständig für mich gekocht haben, mich eingeladen haben usw. Donnerstags half ich im Behindertenheim  aus, dort habe ich gerne Spaziergänge mit den Bewohnern gemacht, Massagen gegeben oder dort geholfen wo es ging. Freitags war ich dann noch in einem anderen Kinderheim  wo ich meistens in der Küche geholfen habe. Insgesamt war es super ein so abwechslungsreiches Programm zu haben. Jedes Kinderheim war ganz anders und überall wurde man woanders gebraucht. Deshalb fiel der Abschied nach sechs Monaten auch ganz schön schwer und es ist gar nicht so leicht gleich wieder in Deutschland Fuß zu fassen. Ich hätte mir tatsächlich keine bessere Stelle vorstellen können- definitiv eine Empfehlung für alle, die mit vielen Geschichten und neuen Freunden wieder nach Hause kommen wollen. :)

Johanna & Katharina, August 2016 (K24)

Im August waren meine Schwester und ich zusammen in einem Kinderheim in der Nähe von Mombasa in Diani Beach. Die Umgebung war perfekt, wir waren eine kurze Tuktuk-Fahrt vom Meer entfernt und konnten den unglaublichen Strand genießen. Aber Vorsicht mit den Affen, die hätten uns fast unsere Kekse geklaut…  An die Beach Boys gewöhnt man sich auch relativ schnell und merkt bald, wie man am besten damit umgeht. Unsere Unterkunft war einfach aber für afrikanische Verhältnisse sehr gut und unsere Gastmutter war sehr fürsorglich. Die Praktikumsstelle war sehr interessant. Dreimal am Tag wird gebetet, es ist aber nicht verpflichtend mit zu beten, denn das Beten dauert manchmal auch bis zu zwei Stunden. Allgemein sind in diesem Bereich sehr viele christliche Gläubige, wie auch unsere Gastmutter und ein Gottesdienst mitzuerleben ist auf jeden Fall auch eine Erfahrung. Die Kinder sind an Freiwillige schon sehr gewöhnt und sind sehr lieb und offen und haben Spaß an allen möglichen Spielen, die man vorschlägt. Unsere Aufgaben waren, neben dem Spielen mit den Kindern, die Wäsche zusammenlegen, was sich bei 60 Kindern schon anhäuft und das Geschirr spülen. Wir waren zur Ferienzeit da, ansonsten hätten wir noch bei Hausaufgaben helfen können. Einen Strandausflug haben wir auch gemacht, worüber sich die Kinder sehr gefreut haben. Es gibt immer Projekte, die das Kinderheim gerade am Laufen hat, das waren bei uns das Bauen eines weiteren Freiwilligenhauses sowie ein Hühnergehege. Mithelfen kann aber nur wer auch gleichzeitig die Materialkosten bezahlen kann, ansonsten hat das Kinderheim dafür kein Geld übrig. Insgesamt sind uns die Kinder und Mitarbeiter sehr ans Herz gewachsen und wir wären gerne noch länger dort geblieben, umso schwieriger war dann der Abschied.

Die Afrikaner sind meistens sehr freundlich, grüßen dich und plaudern sehr gerne eine bisschen mit dir. Auch sind sie nie in Eile. „Pole pole“ ist das Motto, was so viel wie „langsam, langsam“ bedeutet, also immer mit der Ruhe. Deshalb nehmen sie Zeiten auch nicht so genau. 

Zwischendurch oder an Wochenenden bleibt immer Zeit etwas auf Entdeckungstour zu gehen und eine Runde schnorcheln zu gehen oder Buschbabys zu füttern.

Im Anschluss unserer Praktikumszeit waren wir noch auf Safari und haben unglaubliche Erinnerungen gesammelt und tolle Einblicke in das afrikanische Leben bekommen. Zu den Big Five fehlt uns nur noch das Nashorn. Also wir werden mit Sicherheit noch einmal zurückkehren um zu sehen, was aus den Kindern geworden ist und natürlich um das letzte Big Five noch zu entdecken!

Annika, Juli - September 2016 (K12)

Für einen knappen Monat konnte ich in Mtwapa, in der Nähe von Mombasa in Kenia meinen Praktikumsaufenthalt genießen.

Zu Beginn habe ich mir etwas Sorgen gemacht, da ich noch nie so weit alleine gereist bin. Erst recht nicht bis nach Afrika. Als ich jedoch den Flug überstanden hatte und in Mombasa am Flughafen abgeholt worden bin, stellte sich heraus, dass alles rückblickend viel einfacher war, als erwartet. 

Die Gastfamilie hat mich sofort willkommen geheißen. Sie haben für mich gekocht und ich hatte ein eigenes Zimmer. Ich habe mich schnell wohl gefühlt in der Wohnung, in der es immer fließend Wasser und fast immer Strom gab. Es war absolut nicht schwer mit ihnen Freundschaft zu schließen. Und so ist es auch außerhalb der Gastfamilie: Die Einheimischen sind freundlich, heißen einen vielfach willkommen und man findet schnell Anschluss. Wenn ich zum Beispiel aus dem Haus gegangen bin, kamen beinahe immer ca. 5 Kinder, die mich alle mit einem aufgeweckten "Jambo!" begrüßten.

 

Die meiste Zeit habe ich in Mtwapa verbracht. Hier gibt es viele bildschöne Strände mit fast weißem Sand. Die Strände sind in der Regel sauber, auf den Feldern und Wiesen liegt jedoch recht viel Müll herum.

Es hat dort viele exotische Tiere und Pflanzen (allerdings keine gefährlichen, die frei herumlaufen), aber auch Hühner, Ziegen und Kühe.

Ich war oft beim Baden im Meer, in Tierparks oder auch beim Einkaufen auf den Märkten.

Abends konnte ich in Clubs zum Tanzen gehen und einmal haben mich Freunde zu einem Live-Konzert mitgenommen.

 

Ich entschied mich auch zur Hauptstadt Nairobi zu gehen. Dort gibt es unter anderem den bunten Massaimarkt, das Nationalmuseum, ein Schlangenhaus und den Safariwalk. Eine tolle Stadtansicht von oben konnte man vom KICC, einem hohen Gebäude, aus bewundern.

Nairobi ist sehenswert und kann ich empfehlen. 

 

Meine Soziale Arbeit sollte ich in einer Schule leisten. Leider waren zu Beginn noch Ferien und ich hatte nicht viele Tage, in denen ich unterrichten konnte. Das Unterrichten selbst ist eine spannende Erfahrung. Die Kinder und Jugendlichen sind freundlich und machen gut mit, wenn man sie entsprechend fördert. Allerdings ist die Arbeitsmoral in der Schule anders als in Deutschland: Ich musste oft lange warten zwischen den Stunden und manchmal hatte ich einen Termin mit jemandem, der dann einfach nicht erschienen ist. Ansonsten heißen einen die Lehrer dort aber sehr willkommen und freuen sich über Freiwillige.

 

Es ist gut möglich auch alleine nach Afrika zu reisen und die vielen kleinen Hürden, die man vor der Reise erwartet, stellen sich als kleine, leichte Schritte heraus im Vergleich zum unglaublich schönen Afrikaerlebnis.

 

Abschließend kann ich diese Stelle und Mylabadi allgemein sehr gut weiterempfehlen, denn ich hatte dort ein paar der schönsten Wochen meines Lebens.

Michaela, Juli - September 2016 (I1)

10 Wochen in Indien – um zahlreiche Erfahrungen reicher

Über meine Zeit bei der Stelle I1

 

Von Mitte Juli bis Ende September 2016 habe ich ein Praktikum in bei Stelle I1 in Mysore, Südindien absolviert. Mysore liegt in Karnataka und ist zum Leben wirklich angenehm. Die Stadt ist – für indische Verhältnisse ;) - relativ sauber und wohlhabend und mit ihrem Palast auch touristisch nicht uninteressant. Auch die Infrastruktur ist für Reisefreudige nicht schlecht: Es gibt eine Bahnlinie nach Osten in Richtung Bangalore (die Hauptstadt von Karnataka), eine nach Norden in Richtung Hassan (von hier aus kann man dann entweder an die Küste weiter oder weiter in den Norden nach Hampi) und eine nach Südosten in Richtung Chennai, Tamil Nadu. Dazu kommen zahlreiche Busverbindungen in nahezu alle Richtungen :) Der nächste internationale Flughafen von Mysore aus ist Bangalore. Er ist mit einem Flybus in 4 Stunden zu erreichen, was für Menschen, die Indien per Flugzeug erkunden wollen, natürlich nicht so angenehm ist, aber so ab und an kann man diese Fahrt schon einmal auf sich nehmen! Überhaupt muss man in Indien immer viel Zeit einplanen, wenn man irgendwohin möchte. Hier ist man nicht mal schnell an der Küste oder im nächsten Bundesstaat – die Wege sind weit und der Verkehr eher langsam (aber dafür auch günstig!).

 

Nun aber zu meinem Praktikum und dem Leben im Kloster. So ganz viel Zeit habe ich ehrlich gesagt gar nicht hier verbracht. Als ich in Mysore im Juli ankam, hat mich die Mutter Oberin zu ihrer Familie im Norden des Bundesstaates eingeladen. Wir haben dort 2 Wochen verbracht, ich konnte Einblick in das indische Familienleben gewinnen und die Kids haben mir viel über die Schule berichtet. Zurück im Kloster habe ich mein eigentliches Praktikum begonnen. Es gibt hier auf dem Gelände drei Vorschul-Gruppen: Die Babies, die Midis und die Großen. Insgesamt sind es rund 120 Kinder aus ärmeren Verhältnissen und mit verschiedenen Religionen (vor allem Muslime und Hindus). Zu Beginn habe ich bei den Mittleren mitgeholfen. Ich habe sie bei ihren Schreibübungen in Englisch unterstützt und mit ihnen englische Reime geübt. Generell gibt es in Indien keinen Kindergarten, wie wir ihn in Deutschland kennen (mit Spielen, Ausflügen und so). Bei einer so großen Bevölkerung kann man sich nur mit Bildung durchsetzen und daher lernen bereits die 3-Jährigen Englisch, Schreiben und Lesen. Um 9 Uhr beginnt der „Unterricht“: Dann heißt es 2 Stunden lang Schreiben üben, dann gibt es eine Lunchpause und danach geht es weiter mit dem Alphabet in Englisch und Kannada, englischen Songs und dem 1x1. Wer mir den Bildern eines deutschen Kindergartens im Kopf hierher kommt, bekommt erst einmal einen Schock. Disziplin und Fleiß sind hier die höchsten Gebote und Zeit zum Spielen und Spaß haben bleibt da kaum. Auch fehlt dazu das nötige Material sowie Personal. 40 Kinder pro Klasse sind durchaus eine Herausforderung... Auch sind die Erziehungsmethoden strenger als in Deutschland. Doch Indien ist nun einmal noch ein Entwicklungsland und man kann natürlich nicht erwarten, dass ihre Schulen und Vorschulen so sind wie in Europa. An sich hat die Arbeit mit den Kids aber viel Spaß gemacht. Die Verständigung war natürlich schwierig – ihr Englisch steckt ja noch in den Kinderschuhen (wortwörtlich) und mein Kannada beläuft sich auf etwa 2 Wörter :D Doch mit Kindern kann man sich auch immer ohne Worte verständigen und man hat ihnen angemerkt, dass sie happy sind, eine weiße Lehrerin zu haben ;) Nach einiger Zeit bin ich in die „Baby-Class“ gewechselt. Hier wird auch schon fleißig geübt, aber das Klima ist lockerer als bei den Midis, was mir eher zugesagt hat.

 

Ich habe mir während meiner Zeit in Mysore immer mal wieder einige Tage freigenommen, um zu reisen. Ja, ich bin in Indien als Frau alleine gereist und es war völlig problemlos (solange man sich nicht an Anstarren stört). Es gibt so viel zu sehen und zu erleben in diesem Land, aber man muss sich auf die indische Lebensart einlassen :) Für die Nonnen war es völlig okay, wenn ich gereist bin, sie haben mich auch immer gerne in meiner Planung unterstützt und mir Tipps gegeben. Generell sind sie wirklich alle sehr herzlich, die eine mehr, die andere weniger – aber das Leben im Kloster war immer angenehm. Nach den Reisen hatte ich immer das Gefühl, nach Hause zu kommen :) Ich hatte mein eigenes Zimmer, spärlich eingerichtet, aber mit allem, was nötig ist. Durch den WLAN-Anschluss und den PC im Hauptgebäude konnte ich immer „vernetzt“ bleiben und das Essen wurde für mich immer extra „weniger scharf“ zubereitet. Ich habe das Wäschewaschen per Hand erlernt und das Duschen aus einem Eimer. Und noch viele weitere 

Nichanthi, August 2016 (K32)

Mein Praktikum habe ich in Ruiru bei Stelle K32 absolviert. Einen knappen Monat lang arbeitete ich im Kinderheim und habe nebenbei an den Wochenenden Ausflüge gemacht. Beim Aufenthalt in Kenia habe ich viel gelernt. ...  Die meisten Bewohner in Ruiru sind arm und versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Das Kinderheim wurde von einem Amerikaner namens Scott aufgebaut, der nun das Kinderheim an einige Kenianer übergeben hat, weiter zu führen. Den Kindern wird das Essen, die Schuluniform und -gebühren sowie Medikamente vom Kinderheim bezahlt. Ich habe während meinem Aufenthalt mit den Kindern verschiedene Spiele ausprobiert, gekocht und unterschiedliche Themen, wie zum Beispiel Selbstvertrauen, besprochen. Sie waren immer sehr interessiert und haben aufmerksam zugehört. Auch waren sie immer herzlich und offen mir gegenüber. Meine Gastfamilie hat mich ebenfalls sehr herzlich aufgenommen. Manchmal habe ich zu Hause beim Kochen mitgeholfen und bin mit der Familie in die Kirche mitgegangen. Besonders gefallen haben mir die Ausflüge zum Hellsgate Nationalpark und die Safari nach Maasai Mara. Es war eine einzigartiges Erlebnis, all diese Tiere von der Nähe zu sehen.

Insgesamt war es eine sehr lehrreiche Zeit. Nicht nur die Kinder, sondern auch ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Diese Stelle ist wirklich jedem zu empfehlen, der sehr kreativ und spielerisch ist, da die Kinder vom Spielen nie genug kriegen.

 

Asante sana an Mylabadi, dass sie mir dies ermöglicht haben.

Theresa, August - September 2016 (K27)

Mein Praktikum in Kenia!

Die Zeit im ... Kinderheim war wohl mit sicherheit eine der Besten meines Lebens. 

Immer wenn ich in Erinnerungen an die Kids schwelge werde ich ganz nastolgisch. 

Vermissen tue ich sie schon sehr. Die Sind nämlich ganz anders wie die Kids bei uns. Erstens total hilfsbereit und zuvorkommend, und total dankbar wenn man ihnen nur ein Fünkchen Aufmerksamkeit schenkt, und ihnen z.B. beim "Rad-schlagen" zuschaut. DIe Kinder dort unten arbeiten wirklich hart, dort ist es ganz normal, dass jeder mitanpacken muss, sogar die ganz kleinen schon. Dementsprechend wird auch viel gegessen. Das Essen das die Kids bekommen ist größtenteils vegan und besteht hauptsächlich aus Bohnen/linsen, Spinat (anderer Spinat wie bei uns) und Ugali (Pampe aus Mais). Wir praktikanten haben Abends eigentlich fast immer was anderes wie die Kids zum essen bekommen und fast jeden Abend Fleisch. Wir sind dort drüber wirklich gut verköstigt worden und jeder von uns hatte sein eigenes Zimmer. In meinem passte das Moskitonetz einwand frei, in dem meiner Freundin befanden sich allerdings ein Haufen Löcher. 

Unser Manager, der jetzt leider nicht mehr dort Arbeitet hat uns wirklich bei jedem Problem weitergeholfen und sich für uns ziemlich den Arsch aufgerissen. 

Zwar regnete es jeden Tag, davor nur sehr kurz aber intensiv und innerhalb weniger Minuten schien daraufhin wieder die Sonne. 

Es war wirklich schön zu sehen wie sehr die Kids sich für kleine Dinge begeistern konnten und wie schnell man ihnen eigentlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. 

Würde mich sehr darüber freuen von zukünftigen Praktikantinnen kontaktiert zu werden, hilf gern wo ich kann und wenn ich durch diese vil in Kontakt zu "meinen" Kindern stehen kann, die kleinen Engalen fehlen mir nämlich ziemlich. 

Liebste Grüße sendet Theresa 

Sarah, Mai - Juli 2016 (K17)

Hallo,

ich habe drei Monate bei Stelle K17 gelebt und dabei wunderschöne Erfahrungen gemacht.

Für mich war es meine erste Reise alleine und ich glaube, dass es mich in meiner Persönlichkeit sehr gestärkt und geprägt hat.

Anfangs hatte ich das Glück, dass weitere Praktikanten bereits einige Zeit hier waren und mir alles gezeigt und mich super unterstützt und inspiriert haben. 

Ich habe während meines Aufenthaltes einige Projekte gestaltet, diverse Spielgeräte für die Kinder gebaut, den Arbeitern viel im Haushalt und beim Kochen geholfen und war einige Male mit in der Schule. Außerdem konnte ich Spendengelder sammeln und das Kinderheim finanziell bei einem Wasserprojekt, sowie mit dem Kauf von neuen Schuhen für die Schule unterstützen. Am meisten habe ich die gemeinsamen Ausflüge zum Strand, am Wochenende, genossen.  

Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass ich direkt im Waisenhaus gelebt habe, und somit das tägliche Leben, die Kultur und die Lebensweise direkt miterleben konnte. Die Unterkunft ist super eingerichtet, es ist sogar Wlan, eine europäische Toilette und eine Küchennische vorhanden. 

Der Abschied ist mir sehr schwer gefallen, da ich alle sehr ins Herz geschlossen habe und sie für mich wie eine zweite Familie geworden sind. 

Ich habe dann noch zwei Wochen mit Reisen verbracht, bevor ich mich wieder auf den Heimweg gemacht habe und hierbei auch fantastische Erfahrungen gemacht.

Ich hoffe ich kann das Kinderheim eines Tages wieder besuchen und kann diese Stelle nur weiter empfehlen.

Liebe Grüße und vielen Dank an alle, die mir diese unvergessliche Zeit ermöglicht haben!

Vanessa&Sandra, Juli-August 2016 (K25)

Hallo,
uns geht es gut :) Wir sind problemlos nach Deutschland zurückgekehrt. Es war eine sehr, sehr schöne Zeit...
Hier mein persönliches zusammenfassendes Feedback zum Aufenthalt:
 
Zeit bei der Stelle
Die Zeit bei den verschiedenen Stellen (Schule, zwei Kinderheime) war sehr interessant und schön. In der Schule haben wir verschiedene Malvorlagen mit den Kindern von Klasse 1 bis 7 ausgemalt. In einem Kinderheim mit 33 Kindern sehr unterschiedlichen Alters haben wir ein Zahnputz Projekt durchgeführt und im anderen Kinderheim für kleinere Kinder in der Küche geholfen, Wäsche gefaltet, mit den Kindern gespielt und getobt. Es war eine sehr schöne Zeit in der wir tolle Erfahrungen gemacht haben, wir wurden immer sehr herzlich von den Erwachsenen und Kindern aufgenommen.
 
Unterkunft
Unsere Gastgeber waren sehr aufgeschlossen, humorvoll, herzlich und vertrauenswürdig. Wir wurden bei unseren Wegen immer begleitet und unterstützt. Die Verköstigung war sehr gut und lag meiner Auffassung zufolge über dem kenianischen Standard. Dusche, Strom, Betten, europäische Toilette ... alles tipptopp
 
Land und Leben
Kenia hat wundervolle Landschaften zu bieten und der Umgang miteinander ist sehr herzlich und respektvoll. Dennoch sticht man durch sein Muzungu Dasein manchmal stark hervor und fremde Kinder und Erwachsene wollen die Hand schütteln oder gemeinsame Erinnerungsfotos machen. Etwas anstrengender ist das Muzungu Dasein allerdings insbesondere dort wo Menschen etwas verkaufen wollen. Aber mit etwas Swaheli und einem freundlichen Umgang ist auch das kein Problem.
 

 

Abschließende Bewertung: Unbedingt empfehlenswert!!!

Nicole, Juni-Juli 2016 (GA1)

Ich kam über den Landweg von Senegal  nach Gambia.  Pa holte mich in Gambia  bei der Petrol Station Galp ab. Pa und Claudia haben ein superschönes Haus mit ganz vielen Bäumen, Pflanzen und Tieren.  Alles ist sehr liebevoll gestaltet.  In den zwei Monaten war ich mit Pa gemeinsam im Haus, Claudia war zu der Zeit in Europa. Pa kochte ausgezeichnet und hatte immer ein offenes Ohr für mich. Er unterstützte mich bei all meinen Vorhaben und wir hatten viele interessante Gespräche. Ich fühlte mich sehr wohl. Ich arbeitete in einer Nursery School in Ebo Town.  Durch die weite Entfernung von Bijilo nach Ebo Town konnte ich die Umgebung  ausgezeichnet kennenlernen und mich gut orientieren. In der  Schule unterstützte ich die Lehrer beim Unterrichten und organisierte  Schulmaterial für die Kinder. Vor allem kümmerte ich mich um die Kinder,  die im Unterricht nur schwer folgen konnten.  Die Klassen haben meist 40 Kinder und es sind drei Klassen Nursery 1, 2, 3. Mit den Kollegen verstand ich mich sehr gut und wir konnten uns gut austauschen.  In meiner Freizeit widmete ich dem Weben und dem Reisen. Ich war oft im Tanji Village Museum und webte. Dort lernte ich die Mitarbeiter vom Museum kennen. Ich  fühlte mich als würde auch ich zum Museum gehören, da die mir die Mitarbeiter mit großem Interesse für meine Webarbeit begegneten. Die Menschen in Gambia sind ausgesprochen freundlich.  Es passierte mir immer wieder, dass die Leute für mich in dem öffentlichen Verkehrsmittel bezahlten.  Auch in der Nachbarschaft waren die Menschen supernett, freundlich und interessiert.  Auch kulturell hat Gambia so viel zu bieten, bildende Künstler, Musiker ,… Eine Woche bin ich nach Ziguinchor in den Südsenegal und nach Guinea Bissau gereist.  In Ziguinchor konnte ich bei Verwandten von Pa wohnen, die mich  herzlich empfingen. In Bissao hatte ich einen Kontakt von einer  Kollegin in der Schule. Die Familie war auch unglaublich freundlich. Es war Regenzeit und auf der Reise so schön zu sehen, wie sich landschaftlich alles verändert hat und ergrünte.

 

Ich hatte in Gambia so viele gute und interessante Gespräche, die Menschen nehmen sich noch Zeit für ein Gespräch und ich vermisse die offene und interessierte Art der Mensch. Mir fehlt das lebhafte Treiben, das Lachen und die Freundlichkeit der Menschen!

Alexander, Mai-August 2016 (K25)

Mambo,

ich habe drei Monate in der Stelle K 25 gelebt und ich wäre gerne noch was länger hier geblieben aber jeder Abschied ist schwer.

Man lebt hier mit drei jungen Kenianern zusammen, die aber dafür schon viel Erfahrungen mit Volontären haben. Ich habe mich schnell an die Jungs gewöhnt und Sie auch an mich. Das schöne an dieser Stelle ist, dass man sehr frei ist und nicht an etwas gebunden ist. Man kann in einer Schule unterrichten, im Waisenhaus arbeiten oder unterschiedlichste Projekte errichten. Es ist wirklich sehr vielfältig. Ich zum Beispiel habe in einer Schule unterrichtet. Am Anfang habe ich Deutsch unterrichtet, da sich das aber nicht richtig lohnt für 3 Monate habe ich dann angefangen über Globalisierung, Erderwärmung, und Recycling zu unterrichten. Es hat große Freude bereitet den Kindern etwas vermitteln zu können, sie waren alle sehr interessiert und es war ein sehr einfaches Unterrichten. Zusätzlich habe ich auch mit den Jungs von meiner Stelle mit Spendengeldern, die ich gesammelt habe, ein Wasserprojekt direkt in der Nähe der Stelle errichtet. Es war wirklich harte Arbeit aber die Jungs haben sich mit mir in das Projekt rein gekniet und nach vielen Diskussionen mit Arbeitern,Firmen und andere Menschen hat es geklappt. Das Projekt ist ein voller Erfolg und Swaleh berichtet mir immer noch wie das Projekt läuft. Die Stelle K 25 wurde ein Zuhause für mich und die Jungs fast wie eine Familie. Man erlebt hier vieles gemeinsam und teilt viele wundervolle Erfahrungen. 

 

Ich kann diese Stelle wirklich jedem Empfehlen. Ich finde es ist eine super Erfahrung mit jungen Kenianern zusammen zu leben. Man bekommt so, viel mehr vom kenianischen Leben mit und einen besseren Eindruck über die nächste Generation die kommen wird. Außerdem empfehle ich diese Stelle jeden der Fußball begeistert ist. Ich habe hier 3 Monate lang in einem kenianischen Fußballteam gespielt und später sogar in der Bezirksauswahl. Es war eine unglaublich Erfahrungen ! 

Ich möchte hier nochmal dem Team Mylabadi danken und natürlich der Stelle K 25 für diese besondere Zeit, die Sie mir ermöglicht haben. 

Asante sana 

 

 

Alexander

Nicole, Mai 2016 (S2)

Wie alles begann: Demba, mein Gastbruder holte mich vom Flughafen ab und ich hatte Glück, da Demba auch gut Englisch spricht. Mit dem Rest der Familie konnte ich mit ein klein wenig Französisch und mit Händen und Füßen kommunizieren, da mein Französisch  ganz schlecht ist. Wir haben uns eigentlich bei wichtigen Dingen immer verständigen können.  Die Kinder brachten mir ein bisschen Wolof bei. Das Essen war hervorragend. Meine Familie achtete immer, dass ich auch genug zu essen bekomme.  Nachdem ich mich sehr selbstständig bewegte, hatte meine Familie anfangs Angst, dass ich in Dakar City verloren gehe.  Nachdem gerade Biennale in Dakar war und fast jeden Tag Ausstellungen und Konzerte stattfanden lernte ich sofort Einheimische kennen. Sie halfen mir bei der  Orientierung in der City.  Ich fand sehr schnell Freunde und konnte mich gut selbstständig in Dakar und in Cambérène bewegen.  Meine Gastmutter war dann auch beruhigt und ich konnte mir immer alles mit Demba ausmachen.  Ich fuhr ganz viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt und hatte dabei großen Spaß.  Dakar ist eine superspannende  und große Stadt, ein riesiges Angebot an Kultur, Street Art und unglaublich viele nette Menschen.  Zwei Freundinnen die mich besuchten wurden in der Familie herzlichst aufgenommen und konnten  ein paar Tage bei mir bleiben. Es wurde ein Matratze organisiert und  schon hatten die beiden einen Schlafplatz.  Die Gastfreundschaft in Wolof Teranga ist unglaublich schön, man fühlt sich immer willkommen.  Arbeitstechnisch war ich in einer Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Grand Yoff Dakar. Dort war ich in einer Klasse mit dreißig  Kindern mit geistiger Behinderung. In der Klasse versuchte ich  mit einer zweiten Volontärin aus Kanada durch kreative Ansätze wie großflächiges Malen, Schneiden und Kleben, sowie das Arbeiten mit Knetmasse Impulse zu geben. Die Kinder wurden an der Schule auf sehr strenge, angst-und gewaltvolle  Art und Weise unterrichtet. Für mich war es schwierig zu sehen unter welchen pädagogischen Ansichten unterrichtet wurde und wie stark segregiert wurde. Ich versuchte auf diplomatischem Weg meine pädagogischen Ansichten zu erklären und zu vermitteln.  Mein Monat in Dakar war sehr ereignisreich und schön, eine supernette Familie,  tolle Kinder in der Schule, eine äußerst kulturelle Stadt (alle 2 Jahre im Mai Biennale!) und gute Freunde. Ich vermisse Dakar, die Menschen und die Zeit die ich dort verbringen durfte!

 

Judith, Februar-August 2016 (K29)

Also, bin jetzt seit ein paar Tagen wieder zurück aber richtig wohl fühlen tu ich mich nicht,.. das zurück kommen nach Deutschland war um einiges schlimmer als das ankommen in Kenya.. ich habe mich seit dem ersten Tag richtig wohl gefühlt und gleich eingelebt.
Kenya ist wunderschön, obwohl es wirklich der totale Gegensatz zu Deutschland ist.. Die Gastfamilie ist super lieb obwohl sie am Anfang ziemlich streng war und einem Dinge einreden wie z.b. vertraue keinem, jeder will nur Geld, jeder will nur nach Deutschland und eigentlich ist auch jeder schlecht..  na klar gibts solche auch, aber die gibts überall.. Sie wollen nur das beste für einen aber ich habe solche Aussagen einfach überhört und meine eigenen Erfahrungen gesammelt..  die Menschen dort waren für mich alle richtig lieb, offen und freundlich da können die spießigen und verklemmten Deutschen nicht mithalten.. Man lernt sehr schnell neue Leute kennen weil man einfach überall auffällt und jeder gerne mit den Mzungus (Weißer Mensch) redet.
In der Familie leben die Mama und der Papa obwohl die Mama des öfteren für ein paar Tage nicht da ist um auf ihr Land zu gehen. In den Ferien sind dann meistens noch drei andere Gast Geschwister der Familie da, mit denen wird es auch wirklich nie langweilig und man hat immer Spaß. Die anderen 3 Kinder sind bereits verheiratet und eine schwester ist im Ausland. In der Familie ist so gut wie immer Besuch da. Am Anbau ist noch eine Mädelsschule die, die Mama leitet. Die Mädels freuen sich immer rießig wenn man vorbei schaut und mit ihnen erzählt.Für mich war es perfekt in eine Gastfamilie gekommen zu sein und in kein Praktikanten-Haus weil man das ganze Leben und Miteinander kennenlernt und das war mir auch sehr wichtig.
Das Essen war richtig gut aber ziemlich deftig. Ich bin vegetarierin aber selbst das war kein Problem du wirst zwar von jedem belächelt weil es keiner verstehen kann aber es gibt reichlich Essen ohne Fleisch.
Das Wetter war in meinen paar Monaten wo ich dort war ziemlich Abwechslungsreich weil ich im März gekommen bin da war es dann richtig heiß das ging dann bis Anfang-Mitte April und dann ging die Regenzeit los, es regnet wirklich viel aber meistens Nachts es ist dann alles matschig und dreckig weil viele Straßen nicht betoniert sind aber das ist eigentlich auch kein Problem. Nach der Regenzeit wurde es dann Winter, keine Winter wie bei uns in Europa aber teilweise war es dann schon recht frisch vorallem nachts.. und es ist auch wenig Sonne da aber wenn die Äquator Sonne sich doch mal blicken lässt ist es auch gleich wieder angenehm.
Gewaschen wird mit der Hand und kaltem Wasser was für mich persönlich aber auch kein Problem war, die Gastmama hat zwar angeboten für mich zu waschen das kam für mich aber nicht in Frage.
Ich habe in verschiedenen Kinderheimen in einem Behindertenheim und im Jugendgefängnis gearbeitet. Das hat total viel Spaß gemacht und ich fands auch gut jeden Tag an einer anderen Stelle zu sein. So bekommt man richtig viel mit und hat auch abwechslung.. Trotzdem hat man dann seine Stellen wo man lieber hingeht. Der Abschied von den Kindern ist mir total schwer gefallen weil man echt schnell einen gute Bindung aufbaut.. Viele Kinder haben keine Familien und das Personal ist nicht ausreichend um jedem Kind soviel Zuneigung und Liebe zu geben was es eigentlich benötigt.. Man merkt das die Kinder sehr dankbar und liebesbedürftig sind sie kuscheln gerne und genießen es richtig wenn man sie einfach nur streichelt oder umarmt.
Wasser gibt es teilweise in der Familie,.. also manchmal kommt fließen wasser aus der Leitung aber manchmal auch nicht, dann gibt es aber einen Tank im Hof wo man dann auch gut zurecht kommt. Meistens gibts Strom aber es kann schon auch passieren das es mal für ein paar Stunden oder nen Tag keinen Strom gibt..
Von Kahawa West aus kann man die Innenstadt von Nairobi mit Bussen oder Kleinbussen gut erreichen. Aber Nairobi war für mich viel zu groß, zu viele Leute, verwirrend und echt stressig da war ich jedes mal wieder froh zurück in Kahawa West zu sein..
Das Nachtleben in Kenya ist auch sehr cool und du findest überall gute clubs oder Bars. 
Ständig und überall angesprochen... zu werden kann manchmal anstrengend sein aber viele Menschen dort hatten noch nicht all zu viel Kontakt mit weißen da ist das dann etwas besonderes. An der Küste ist das zwar anderst weil dort viel mehr weiße leben und auch mehr touristen sind aber ich bereue es keines Falls nach Nairobi gegangen zu sein. ich kann mir keine bessere Stelle vorstellen und würde auch auf jeden Fall wieder zurück gehen.

Ich vermisse jetzt schon das Afrikanische Leben, die Kinder, meine Gastfamilie und meine Freunde.. es war eine wundervolle Erfahrung die ich nur jedem raten kann.

Vanessa, Februar - April 2016 (K17)

Mein dreimonatiges Praktikum im COMOC war eine sehr prägende Erfahrung für mich. Ich möchte später in der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Projektplanung und -durchführung arbeiten und konnte durch meine Projekte im Waisenhaus einige Erfahrungen sammeln. Das beste daran war, dass ich Eigeninitiative und Kreativität im Praktikum einsetzen konnte, eigene Projektideen entwickeln und umsetzen konnte und dadurch die Lebensqualität der Kinder verbessern konnte. Wer nicht so lange Praktikum machen möchte oder generell noch unsicher hinsichtlich eigener Projekte ist, kann auch im Haushalt mithelfen und lustige Aktivitäten mit den Kindern machen! Meine Projektideen habe ich auch erst während des Aufenthalts entwickelt und ich habe nebenbei ebenfalls im Haushalt geholfen, mich mit den Kindern beschäftigt und in der nahe gelegenen Schule die Baby-Class/erste Klasse unterrichtet. Es war mein erster Auslandsaufenthalt und ich kann sagen, dass sich besonders diese Einrichtung gut für einen ersten Aufenthalt eignet. Die Kulturunterschiede sind nicht so groß, da so ziemlich alle gut Englisch verstehen, die Volunteer-Etage mit Kühlschrank, Herd und europäischen Toiletten ausgestattet ist und das Waisenhaus auch Wlan hat. Ein Tipp zum Schluss: Es ist sehr wichtig, dass man einen offenen Umgang mit Menschen hat und auf die Menschen vor Ort zugeht und nicht wartet, dass die Menschen kommen und Erwartungen aussprechen. Man kann prinzipiell arbeiten, wie man möchte und kann dadurch eigene Interessen gut mit einbeziehen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass man dort ist, um zu helfen und nicht um Urlaub zu machen.

Anna, März - Mai 2016 (GH1)

Ich war 3 Monate bei Father Dente in Ghana.
Es war die wohl aufregendste Zeit in meinem Leben. Daher ist es etwas schwer für mich, meine Zeit dort in ein paar Sätzen zusammenzufassen. Ich könnte wahrscheinlich ein ganzes Buch mit Geschichten füllen.

Ich habe dort an einer Grundschule unterrichtet, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.Anfangs war ich ziemlich aufgeregt, da ich noch nie unterrichtet habe und ich es inder Schule und auch während dem Studium immer gehasst habe, wenn ich etwas vortragen musste. Meine Angst ist aber nach den ersten Tagen verflogen und ich hatte wirklich Freude daran, den Kindern etwas beizubringen.
Schule in Ghana kann man allerdings nicht mit den Schulen in Deutschland vergleichen. Keine „richtigen“ Klassenzimmer und kaum Unterrichtsmaterialen, das hat mich am Anfang etwas geschockt, wenn man im Hinterkopf hat was die Kinder bei uns alles haben. Aber ich habe nirgendwo sonst so lebensfrohe und aufgeweckte Kinder und Menschen getroffen wie in Ghana.
Ich habe dort Freunde fürs Leben gefunden und wurde so herzlich aufgenommen. Es war anfangs oft schwer für mich, die Menschen dort zu verstehen. Aber da Father Dente selbst einige Jahre in Deutschland gelebt hat, konnte er mir sehr viel „aus deutscher Sicht“ erklären. Er hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und ich habe noch nie so einen beeindruckenden Menschen kennengelernt.
Ich glaube der Kulturschock war schlimmer, als ich wieder zurück nach Deutschland kam. Die Menschen dort sind so gastfreundlich und egal wo ich hinkam fiel der Satz„You´re Welcome“.
Und obwohl ich in Deutschland so gut wie nie in die Kirche gehe, bin ich dort gerne in die Gottesdienste. Ich habe in der Kirche zwar nichts verstanden, aber es wird viel gesungen und getanzt und so ich habe mich immer wohl gefühlt.
Man muss sich wirklich auf das Leben dort einlassen und es war auch nicht immer einfach, aber ich kann jedem nur empfehlen dort hinzufliegen. Ich habe so viel von der Zeit dort mitgenommen und es war sicherlich nicht mein einziger Besuch in Ghana.

 

Jana & Sarah, März - April 2016 (K25)

Halli hallo ihr Lieben,

hach uns geht es einfach traumhaft gut hier! Wir haben uns richtig eingelebt und sind an dem Punkt, dass wir nicht mehr weg wollen :(

Die Kids habe ich so unglaublich in mein Herz geschlossen, die Menschen sind alle einfach unglaublich nett und ja, wir leben unser leben :)

Jetzt gerade sind wir auf Safari im Tsavo National Park! So amazing! Am Wochenende machen wir dann nochmal einen Trip nach Nairobi und Mittwoch gehts dann für mich auch schon weiter!

Danke danke, aber im Moment haben wir keine Anliegen, es sei denn ihr könnt die Zeit zurück drehen ^^

Lena, Januar - März 2016 (K25)

Der Aufenthalt in Kenia war rundum super und ein voller Erfolg. Die Unterkunft und das Essen waren mehr als gut und übertraf unsere Vorstellungen bei weitem. Die Gastgeber haben sich sehr führsorglich um uns gekümmert und waren rund um die Uhr für uns da. Ich habe mich bei ihnen sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt.

 

Noch bevor wir unsere Arbeit im Kinderheim antraten, nahmen wir an einem Vortrag des kenianischen Jugendamts teil. Dabei wurde uns, durch einen Mitarbeiter des Jugendamts, die Struktur des Kinder- und Jugendschutzes in Kenia nähergebracht, was sehr aufschlussreich war.

Die Aufgabenbereiche im Kinderheim waren breit gefächert und alltagsgesteuert.

Im Bereich der Kinderbetreuung und -förderung war Begleitung im Alltag und Handeln in Krisen- oder Streitsituationen ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Auch das motivieren zur Eigeninitiative während der Hausaufgabenbetreuung und im Alltag, das füllen von Wissenslücken und das Aufzeigen von Alternativen war im täglichen Umgang mit den Kindern gefordert. Zusätzlich spielte die Sauberkeitserziehung, sowie das Erlernen des selbständigen Essens eine große Rolle.

Durch das Anbringen von z.B. dem englischen Alphabet und Tierbildern mit dazugehörigem Namen, konnten wir uns an der Gestaltung der Gruppenräume mit Lernmaterial beteiligen und dadurch die Frühförderung in der Einrichtung unterstützen.

Auch Angebote wie z.B. einen gemeinsamen Strandbesuch durften wir planen und durchführen.

Die Unterstützung der Betreuerinnen in Haushaltsangelegenheiten gehörte neben der Kinderbetreuung zu unseren Hauptaufgaben. Dazu gehörte u.a. die Mithilfe bei der mehrmals täglichen Essenszubereitung in der Küche, Unterstützung bei der Reinigung und Instanthaltung der gesamten Einrichtung sowie der Reinigung der Kinderbekleidung.

 

Im letzten Monat unseres Aufenhalts begannen wir damit, die Spenden umzusetzen. Zu Beginn wurde zusammen mit der Managerin des Kinderheims eine Bestandsaufnahme durchgeführt, um zu prüfen was benötigt wird. Durch eine entworfene Rangliste der benötigten Gegenstände, erfolgte dann die Beschaffung. Wir konnten das Kinderheim mit neuen Betten, Matratzen, unzähligen Haushaltsutensilien, Schuluniformen und Förderutensilien für die Kinder ausstatten.

Im Rahmen der Spendenaktion konnten wir zusätzlich eine Anti-Jigger-Aktion starten. Dabei behandelten wir, mit Unterstützung von Fachpersonal, Kinder und Erwachsene die von Sandflöhen betroffen waren. Wir reinigten und desinfizierten die betroffenen Stellen, entfernten die abgestorbene Haut und rieben sie anschließend mit einer speziellen Medizin ein. Die Aktion war ein voller Erfolg!

 

Während unseres gesamten Aufhenthalts hatten wir regelmäßigen Kontakt zum Mylabadi-Team. Wir fühlten uns super betreut und unterstützt, da wir uns jederzeit mit Fragen und Anregungen an das Team wenden konnten. Die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Mylabadi, dem Praktikumsplatz und uns verlief reibungslos und zuverlässig.

 

Ich würde jederzeit wieder ein Praktikum in Afrika über Mylabadi machen und jedem weiterempfehlen!!!

Vielen herzlichen Danke für eure tolle Untersützung, was ihr leistet ist unbeschreiblich. DANKE!

 

 

Ganz liebe Grüße, Lena :)

Andy, September 2015 - Februar 2016 (K47)

Ich habe als Student, 25 Jahre maennl. oben beschriebene Stelle fuer 5 Monate besucht.

Dabei bin ich dankbar fuer meine Erlebnisse und Erfahrungen und kann die Stelle nur empfehlen.

 

Das Leben

Ich habe mir die ersten beiden Wochen etwas hart getan. Mein erstes Mal in Afrika und jetzt weiss ich auch was ein Kulturschock ist. Aufgrund der komplett anderen politischen Struktur und Gegebenheiten ist das taegliche Leben und die Einstellung der Menschen sehr unterschiedlich zu Europa. Das laesst sich schlecht erklaeren, man muss es einfach selbst mitmachen. In jedem Fall ist es eine Bereicherung und Erweiterung des persoenlichen Horizonts.

Die Familie ist sehr nett und interessiert, hier findet wirklich kultureller Austausch statt.

 

Die Arbeit

Die taegliche Mitarbeit im Office ist gern gesehen, allerdings ist man absolut frei. Auch wird gerne mal von daheim aus gearbeitet oder mitten in der Nacht, dagegen wird auf Ausschlafen wertgelegt. Da der Toursimus etwas schwaechelt, werden Safaris in aller Regel online “verkauft“, damit ist die Mithilfe fuer den Praktikanten reine Computerarbeit. Zur taeglichen Taetigkeit gehoert vor allem das Ueberwachen und Ueberarbeiten von Online-Angeboten, Email Kommunikation, Safari Angebote erstellen und Rechnungen schreiben. Darueber hinaus ist Raum fuer Verbesserungen und Kreativitaet. Ich habe mich viel selbstaendig eingebracht, das macht Spass und ich war denke ich relativ erfolgreich damit.

 

Das Geld

Von den 200 Euro sind Grundkosten abgedeckt und der Rest ist eine Unterstuetzung der ganzen Familie, zumal es mehr ist als so mancher Monatslohn. Damit muss man im Vorfeld zufrieden sein, wie es Klemens auch empfielt. Etwas Taschengeld solltet ihr allerdings auf alle Faelle einplanen. Ihr muesst taeglich Bus oder Taxi fahren, um von A nach B zu kommen. Auch zu anfangs emfehle ich jedem, eine Safari mit zu machen, damit man weiss wovon man spricht.

... 

Vieles ist hier nicht teuer, aber laeppert sich. Jeder Neuling sollte sich dringend ueber uebliche Preise schlau zu machen und anfangs kein Trinkgeld zu geben. Hier habe ich anfangs viele Fehler gemacht. Besonders hier in der Umgebung ist es als Weisser leider nicht immer einfach. Aber mit der Zeit versteht man wie der Hase laeuft.

...

Ihr lernt hier mit Geld umzugehen und Kosten abzuwaegen.

Fuer Fragen und weitere Tips stehe ich euch gerne zur Seite, Klemens hat meine Kontaktdaten.

 

Egal fuer welche Stelle ihr euch entscheidet, wuensche ich euch viel Spass und eine schoene Zeit in Afrika.

Vanessa, März 2015 (BR1)

Gemeinsam mit einer Bekannten reiste ich im März 2015 für 4 Wochen nach Florianopolis um für eine kirchliche NGO ein Mundhygieneprojekt mit sozial benachteiligten Kindern durchzuführen. Es war eine wundervolle Erfahrung die ich niemals missen möchte.

Wir wurden vom Flughafen abgeholt und zu unserer Host-Mummy gefahren, die in unserem Alter gewesen ist. Dort hatte ich, gemeinsam mit meiner Bekannten, ein separates Zimmer.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus – es gibt ein ausgezeichnetes Busnetz in Florianopolis - zur „Zentrale“ der NGO. Dort haben wir verschiedene Mitarbeiter getroffen, die in den unterschiedlichen Schulen arbeiteten und unser Projekt vorbereitet. Wir haben aus Styropor einen großen Mund mit Zähnen, Handpuppen und Plakate gebastelt auf denen dargestellt wurde was gut und was schlecht für die Zähne ist. Bei der Vorbereitung wurden wir von den Mitarbeitern unterstützt, was sehr gut war, denn wir hatten erst ein paar Monate vor Beginn unserer Reise angefangen portugiesisch zu lernen. In den kommenden drei Wochen besuchten wir jede Woche eine andere Schule, in einem anderen Gebiet und stellten unser „Programm“ vor. Unser „Programm“ bestand darin mit den Kindern über Gesundheit im Mund und das richtige Zähneputzen zu reden und dies plastisch an unserem Styropor-Mund zu zeigen. Außerdem haben wir aus alten Plastikflaschen Zähne gebastelt und gemeinsam Zähne geputzt. Wir hatten Zahnbürsten und Kinderzahnputz-Creme mitgebracht und die Kinder haben sich sehr darüber gefreut.

Die Kinder waren sehr aufgeschlossen und neugierig, wir haben gemeinsam Fußball gespielt und wurden in zwei Schulen gebeten etwas Englisch  zu lehren. Unsere Arbeit hat uns in allen drei Schulen viel Spaß gemacht und die drei Tage, die wir pro Woche arbeiteten, gingen sehr schnell vorbei. In der übrigen Zeit erkundeten wir die wundervollen Strände und Wälder von Florianopolis und  hatten eine wundervolle gemeinsame Zeit mit unserer Host-Mummy und ihren Feunden.

Brigitta, November 2015 - Mai 2016 (GA1)

A lot of greetings from the “smiling coast“ of the Gambia.

Hier ist alles in bester Ordnung.

Ich bin jeden Tag immer wieder aufs Neue beeindruckt von dem afrikanischen Leben, dem bunten Treiben und der Offenherzigkeit der Menschen hier.

Ich empfinde wirklich einen inneren Frieden und eine tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich hier sein kann.

Es sieht jetzt so aus, dass ich ausschließlich im Kinderheim in der Nachmittagsbetreuung der Kinder tätig sein werde. Habe Mittwoch und Donnerstag in der Schule hospitiert, wo die Kinder vormittags unterrichtet werden. Von der Schulleitung wurde mir mitgeteilt, dass ich dort auch weiter willkommen wäre. Am Donnerstagnachmittag musste ich aber dann plötzlich und unerwartet eine Entscheidung fällen. Und zwar hat sich eine Praktikantin aus Holland für die Stelle interessiert und sollte jetzt ins Kinderheim vermittelt werden. Da ich “meine Bewährungsprobe“ wohl bestanden habe, bin ich von der Managerin des Heims gefragt worden, ob ich es mir vorstellen könne, die gesamten 6 Monate dort zu verbringen, so dass die Bewerberin aus Holland erst Ende Juni dann dort anfangen kann, zu hospitieren, wenn meine Zeit dann vorbei ist . Da es mir dort sehr gut gefällt, habe ich “vom Bauch heraus“ direkt zugesagt.

Somit ergibt sich dann die Mithilfe in der Schule, als auch das Hospitieren in einem anderen Kindergarten, den Claudia hier für mich noch ausfindig gemacht hat. Ich finde ihr Engagement sehr gut und finde es bemerkenswert, dass sie das so alles macht, ohne finanzielle Mitbeteiligung.

Ich danke euch nochmal für alles.

Viele sonnige und liebe Grüße aus Gambia

Hannah, September-Oktober 2015 (K27)

Hallo Klemens. Ich bin gut zu Hause angekommen mit mehr Kulturschock als in Afrika! Es war die wohl schönste und aufregenste Zeit in meinem Leben. Danke für alles!
Lg Hannah

Moritz, April-September 2015 (K2)

Ich habe von April bis September 2015 fuenf Monate bei “Stelle K2”verbracht und es war eine ausgesprochen schoene, lehrreiche aber auch anspruchsvolle Zeit.

Zu Beginn, das heist ca. die ersten zehn Tage nach meiner Ankunft, habe ich wohl das erlebt was man einen Kulturschock nennt. Das Leben in Kenia ist unvergleichlich anders als dasjenige in Deutschland und sowohl mein Koerper als auch meinVerstand haben ein wenig gebraucht um die ganzen neuen Eindruecke zu verarbeiten.            Von Banzi, Bibi und vor allem den Kindern wurde ich aber  vom ersten Tag an sehr freundlich und offen empfangen, was mir das Einleben sehr erleichtert hat.

In dem ersten Monat meines Aufenthaltes waren dann gluecklicherweise auch gleich Schulferien, weswegen ich, neben ein wenig Mithilfe in Kueche und Haushalt, total viel Zeit mit den Kids verbringen konnte. Dies war Ideal um alle ein bischen besser kennen lernen zu koennen, wobei ich sehr viel Spass und viele schoene Stunden mit ihnen hatte.

Als nach gut einem Monat die Schule wieder los ging, began ich auch mit den Deutschstunden, welche sowohl mir als auch den Schuelern grosse Freude bereiteten.  Darueber hinaus hatte ich aber nur recht wenig Zeit mich auch mit den anderen Schulfaechern und der allgemeinen Bildungsqualitaet so ausfuehrlich zu beschaeftigen wie ich es gerne getan haette. Der Hauptgrund dafuer war gerade im Mai und Juni, dass es zu dieser Zeit keinen Gaertner/Hausmeister gab, der sich um die Tiere, das Grundstueck und vor allem die Felder kuemmern konnte obwohl gerade letztere im Fruehjahr, waehrend der Regenzeit einen grossen Arbeitsaufwand erzeugen. Ausserdem war ich die meiste Zeit meines Praktikums der einzige Voluntaer, wodurch sich weder die anfallenden Arbeiten noch die nimmermueden Kids auf mehrere Schultern verteilen liesen. Aber all dies hatte zweifelsohne auch seine guten Seiten: Ich habe viel gelernt und vor allem hat mir die taegliche harte Arbeit sehr dabei geholfen ein sehr echtes Gefuehl fuer den kenianischen Alltag und das Denken und Handeln der Menschen zu bekommen.

Die zweite Haelfte meiner Zeit in Kombani hingegen war (nachdem ich meine Taetigkeit als “Farmer” aufgrund von Trockenheitniedergelegt hatte) gepraegt von dem zeit- und aufmerksamkeitsaufwendigen Schul- und Brunnenbau und der damit zusammenhaengenden Herausforderungen und Probleme. Vor allem der Brunnen bereitete nicht nur Banzi und mir grosse Sorgen – ein Problem nach dem anderen trat auf und er wollte einfach nicht fertig warden, Insgesamt habe ich aber auch beim “Begleiten” dieser Projekte sehr viel Interresantes lernen duerfen und weiss nun sogar schon wie ich, wenn ich denn mal mal erwachsen werde, mein Haus bauen werde.

Zum Abschluss moechte ich jetzt aber zum absoluten Highlight meines Voluntariats  kommen: Die Zeit die ich mit den Kids des “Kinderheims” und zu einem kleineren Teil auch mit den Schul- und Nachbarskindern verbringen durfte!! Egal ob es das einfache taegliche Miteinander, das Ballspielen, das Schaukeln im Garten, das naechtliche Feuerspringen, die Strandtage oder auch Projekte wie ein Pausenladen ode rein grosses Fussballtuernier, es war einfach toll mit diesen kleinen Engeln (und manchmal auch Teufeln) Spass zu haben und jeden Tag das Leuchten in ihren Augen zu sehen!

Das “Kinderheim” ist noch lange kein perfekter Ort und neben all dem Schoenen gibt es auch genauso viele Missstaende; aber es ist ein Ort in den viele gute Menschen mit viel Herzblut involviert sind und der sich hoffentlich immer weiter entwickelt.


Beat, Oktober 2015 (K28)

Am 10. Oktober begann ich meine Reise ins Ungewisse mit einem gewissen Gefühl der Unsicherheit. Aber alles funktionierte ohne Probleme. Ich wurde in Nairobi abgeholt und bei Peter im gleichen Mehrfamilienhaus einquartiert. Die Mahlzeiten habe ich immer mit der Familie eingenommen, sodass ich einen tiefen Einblick ins Familienleben erhielt. Für mich war das ein super Erlebnis und viel interessanter als in einem anonymen Hotelzimmer. Durch die Besuche der Familienmitglieder hatte ich auch Gelegenheit viel mit anderen Leuten zu sprechen. Die Zeit verlief wie im Flug. Mit Peter zusammen besuchten wir die verschiedenen Projekte die am Laufen sind. Es ist schon ganz erstaunlich was da mit wenig Mitteln geleistet wurde und wird. Im Mediacenter haben wir dann gefunden, dass ich  mich hier verwirklichen kann. Ich habe den Studenten in einigen Lektionen etwas über Computer und den Unterhalt derselben beibringen können. Neben der Arbeit hatte ich auch immer wieder Gelegenheit an irgendwelchen Anlässen (private Feiern, öffentliche Events,...) teilzunehmen. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich 2 grossartige Wochen mit Peter und seiner Familie verbringen durfte. Ich bin immer noch voll von Eindrücken aus einem Land das vielleicht arm an Geld ist aber doch reich an Menschlichkeit.

Elena & Marco, Juli-August 2015 (K26)

Hallo zu euch,

Uns geht es sehr gut und wir sind nach3 Monaten in Afrika gesund in Deutschland angekommen.

Zusammenfassend hat uns das Praktikum sehr gut gefallen! Wir hatten 3 aufregende und berührende Monate in Kenia, obwohl wir auch ehrlich sagen müssen, dass es auch manchmal nervenaufreibend und anstrengend war. Wichtig ist, dass man die "deutsche Brille" ablegt (wie Klemens so schön in seinem Onlineseminar sagt) und nicht zu hohe Erwartungen an sich selbst und an die Afrikaner vor Ort hat. Wenn man versuchen will alles den europäischen Standards anzupassen, wird man erstens scheitern und zweitens sollte man sich überlegen, ob denn alles wie wir es machen, zugleich besser ist. 

Die Betreuung eurerseits war super, jedoch teilweise für uns manchmal zu "elterlich fürsorglich" (da wir auch schon sehr viel im Ausland unterwegs waren), aber lieber zu viel als zu wenig, da ihr ja nur sichergehen wolltet, ob alles bei uns passt! :) Also "Daumen hoch" für eure vorbildliche Betreuung und Vorbereitung! Wir haben euch bereits bei Freunden und Unis weiterempfohlen.

 

Das Leben vor Ort ist logischerweise eine große Umstellung im Vergleich zum westlichen Standard, was manchmal nervenraubend und andererseits wieder lustig und abenteuerlich war - zum Beispiel Matatu fahren ohne längere Wartezeiten, was wir zurück in Deutschland sehr vermissen! 

Die Menschen und ihre Offenheit und Freundlichkeit haben uns begeistert und berührt, auch wenn manche Beachboys recht anstrengend werden können. Viele Dinge, die bei uns selbstverständlich sind, sind in Kenia nicht selbstverständlich und man lernt auch wieder das mitteleuropäische Leben zu schätzen. Die einfachsten Dinge, wie Schulschuhe für die Kids zu kaufen oder Duschvorhänge und Moskitonetze anzubringen, werden zur Herausforderung, da viele Produkte nur in Nairobi erhältlich sind oder die Qualität so miserabel ist, dass wir dafür kein Geld ausgeben wollten. 

Paul (unser Betreuer vor Ort und Mitarbeiter im Waisenhaus) und Sussy  (die Direktorin und Gründerin des Waisenhauses) taten wirklich alles in ihrer Macht stehende um es uns so schön und angenehm wie möglich zu machen. Sie suchten immer unser Feedback und Verbesserungsvorschläge, und Anmerkungen von unserer Seite wurden mit offenen Ohren aufgenommen und auch angenommen - "im Reden kommen eben die Menschen zusammen"! Also keine fremde Scheu, jedoch immer mit dem gebührenden Respekt. Die Afrikaner haben eine andere und faszinierende Lebensweise und diese sollte man akzeptieren, ansonsten steht man schnell vor verschlossenen Türen. Das Praktikum ist definitiv eine Bereicherung für jeden mit einer sozialen Ader und (wenn möglich) sollte man sich und auch den Kindern die nötige Zeit geben - wir empfehlen mindestens 3 Monate vor Ort zu bleiben, um eine Bindung aufzubauen und keinen "Besuchereindruck" zu bekommen.

 

 

Liebe Grüße und noch einmal ein DANKESCHÖN an das ganze mylabadi- TEAM

Elena und Marco

Junis, April 2015 (S2)

Abschließend hat mir mein Praktikum auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Die Zeit im Krankenhaus war wirklich sehr interessant, ich konnte überall zuschauen und Hand anlegen und war immer willkommen. Das Personal dort war immer sehr freundlich und auch interessiert. Zwar gab es auch mal den ein oder anderen Tag der vielleicht etwas langweilig war, und manchmal habe ich mir etwas Sorgen um meine Gesundheit gemacht, da Hygiene dort natürlich nicht die selbe Rolle spielt wie bei uns spielt. Aber das waren nur Kleinigkeiten und letztendlich ist ja auch nichts passiert.

 

Ansonsten habe ich mich, wie ich zwischendurch schon berichtet habe, in der Familie sehr wohlgefühlt. Die Wohnumstände waren sehr gut und man hat sich immer sehr gut um mich gekümmert. (...)


Auch die Lage nah am Meer ist schön und Cambérène auf jeden Fall ein Viertel in dem man sich sehr sicher fühlt. Und es ist natürlich nett und interessant, dass man wirklich der einzige Weiße ist, und es alles andere als touristisch ist.

Svea, Februar - März 2015 (S1)

„Ich gehe bald für sechs Wochen nach Afrika, genauer gesagt in den Senegal.“ Ein Satz der bei meinen Mitmenschen ganz unterschiedliche Reaktionen ausgelöst hat. Von „Oh mein Gott, bist du verrückt?“ bis „Cool, ich will mit!“ war eigentlich alles dabei. Diese Reaktionen haben auch meine Gefühlswelt recht gut dargestellt. Einerseits habe ich mich riesig auf das Abenteuer gefreut, andererseits hatte ich auch ziemlichen Bammel. Aber um es mal vorweg zu nehmen: Ich habe meine Entscheidung in keinster Weise bereut und hatte eine supertolle Zeit. Organisatorisch hat alles reibungslos geklappt (also Abholung, Unterkunft und das Bringen zum Flughafen) und selbst bei kleineren bis mittelgroßen Katastrophen wurde ich jederzeit unterstützt.


Ankunft

Am 13.Februar ging es mit recht gemischten Gefühlen von Frankfurt nach Banjul in Gambia. Dort wurde ich dann abgeholt und nach Ziguinchor im Senegal gebracht. (...)


Unterkunft

Mit einigen Tagen Verspätung kam ich dann an meiner Unterkunft an. Untergebracht war ich einer Gastfamilie mit 23 Personen – typisch afrikanisch! Es war anfangs sehr kompliziert sich alle Namen und den Verwandtschaftsgrad zu merken. Am besten macht man sich eine Liste, sonst kommt man komplett durcheinander. Ich wurde sehr herzlich von der Familie aufgenommen, sie waren jederzeit sehr besorgt um mich und wollten dass ich eine tolle Zeit habe. Auch war ich jederzeit eingeladen bei gemeinsamen Aktivitäten mitzumachen, aber sie haben es auch akzeptiert und verstanden wenn man mal ein wenig Zeit für sich braucht. Man hat sein eigenes Zimmer mit eigenem Bad, von daher ist es gar kein Problem sich mal für eine Stunde zurückzuziehen ;)

Obwohl S., meine Gastmutter (ich nenne sie einfach mal so, weil ich bei ihr im Haus untergebracht war), einen Tag vor meiner Ankunft ein Baby bekommen hat und eigentlich genug mit sich selbst zu tun hatte, hat sie sich immer Zeit genommen mit mir zu reden und mich zu fragen ob alles okay ist.

Besonders genossen habe ich das gemeinsame Mittagessen. Auch wenn es für mich anfangs ein wenig befremdlich war dass alle von einem Teller gegessen haben, aber man gewöhnt sich daran. Das Essen war wirklich sehr lecker und man sollte auch einfach alles probieren, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht wie in Europa. An und für sich gab es jeden Tag das gleiche (Reis mit Fisch und Gemüse), aber immer mit anderen Soßen wodurch es recht abwechslungsreich war.

Auch sollte man sich darauf einstellen dass es mit so vielen Personen und einigen Kindern eigentlich nie richtig ruhig ist. Es ist immer was los. Da ich mittlerweile alleine wohne war das eine ziemliche Umstellung. Vor allem die Kinder haben überhaupt keine Berührungsängste und haben sich eigentlich schon an meinem ersten Tag mit mir angefreundet, ich glaube die vermisse ich fast am meisten...


Praktikum

Meine Praktikumsstelle war eine öffentliche Schule. Dort war ich eigentlich die ganze Zeit in einer Klasse, in der ich anfangs nur hospitiert und später auch geholfen habe. Zweimal habe ich sogar selbst versucht zu unterrichten (Betonung liegt hier wirklich auf versucht). Der Unterricht oder allgemein das Schulleben ist kaum zu vergleichen mit dem in Deutschland. In meiner Klasse waren 42 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren und war somit sogar eine recht kleine Klasse. Auch das Klassenzimmer war natürlich viel einfacher ausgestattet. Der größte Schock für mich war allerdings dass die Kinder zur Bestrafung von der Lehrkraft geschlagen wurden. Deswegen sind meine eigenen Unterrichtsversuche ein wenig in die Hose gegangen, da ich die Kinder nicht schlagen wollte/konnte. Leider haben die Lehrkräfte recht häufig gestreikt, weswegen mein Praktikum unterbrochen wurde. An diesen Tagen bin ich dann in den Kindergarten gegangen und habe da ein wenig mitgeholfen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Trotzdem war das Praktikum eine sehr wertvolle Erfahrung für mich. (...)


Leben

Das Leben war so anders als hier in Deutschland, ich habe wirklich Schwierigkeiten das in Worte zu fassen. Ich möchte eigentlich auch gar nicht so viel davon schreiben, da ich anderen nichts vorweg nehmen möchte, deswegen werde ich nur einige wirklich große Unterschiede nennen.

Die Menschen in Afrika sind sehr viel entspannter, alles hat seine Zeit. Sich beeilen oder Stress machen um pünktlich zu kommen ist völlig unüblich. Da bin ich mit meiner deutschen Pünktlichkeit schon manchmal angeeckt. Vor allem wenn ich bei Spaziergängen mein recht zügiges Tempo beibehalten habe – das wurde mir dann recht schnell abgewöhnt. Ich habe auch nie gehört dass sich jemand wegen etwas beschwert hat oder sich Sorgen um etwas gemacht hat. Alles was passiert wird halt so hingenommen. Ich habe bemerkt wie sich diese entspannte Art ein wenig auf mich übertragen hat.

Außerdem sind alle sehr viel freundlicher und offen. Ich kann mich nicht erinnern auch nur einmal aus dem Haus gegangen zu sein ohne dass ich angesprochen wurde. Da muss man sich gerade als weiße Frau echt gewöhnen. Es klingt vielleicht übertrieben, aber ich wurde wirklich am Tag von 3 bis 4 Männern angesprochen und eine der ersten Fragen war meistens die Frage ob ich verheiratet bin. Gerade am Ende war das recht anstrengend, aber man sollte sich nicht darüber ärgern sondern das Ganze mit Humor nehmen ;) Kinder gucken einen sowieso die ganze Zeit mit großen Augen an. Teilweise habe ich mich wirklich wie eine Prominente gefühlt weil mir einfach alle die Hand geben und mich begrüßen wollten.

Des Weiteren fällt einem sofort die unglaubliche Großzügigkeit auf. Egal wo ich hingekommen bin, mir wurde sofort angeboten mich dazu zu setzen, einen Tee zu trinken oder etwas zu essen. Alles wird geteilt. Sogar die Kinder teilen ihre wertvollen Süßigkeiten miteinander. Auch mit dieser Großzügigkeit war ich anfangs überfordert. Einen Satz habe ich fast täglich gehört „Hier teilt man alles“ - und es stimmt einfach.


Sprache

Auf der Straße wird eigentlich nur Wolof gesprochen, aber man hat auch keine Probleme wenn man nur Französisch spricht. Allerdings muss man dann bei Kindern auf seine Hände und Füße zurückgreifen, da diese in der Regel wirklich nur Wolof sprechen, aber selbst das ist kein Problem. Bei einem Aufenthalt von gerade mal sechs Wochen ist es natürlich unmöglich die Sprache zu lernen. Einige wenige Brocken kann ich, manchmal habe ich sogar Gesprächsinhalte verstanden. Das erste Wort was man lernen wird ist „Toubab“ (keine Garantie für die richtige Schreibweise). Das bedeutet Weiße/r und man wird auf der Straße immer so gerufen. Das darf man den Menschen nicht böse nehmen, das ist auch überhaupt nicht negativ gemeint. Nach zwei Wochen hatte ich sogar das Gefühl so zu heißen :D

S. spricht kein Französisch aber dafür Englisch. War manchmal ein wenig anstrengend in den Sprachen zu wechseln, aber auch das bekommt man hin.


Zusammenfassend kann ich nur sagen dass ich eine wunderbare Zeit hatte und ich auf jeden Fall noch einmal meine Gastfamilie besuchen möchte. Der Abschied ist mir nämlich unglaublich schwer gefallen.

Wenn man bereit ist sich auf ein komplett anderes Leben einzustellen kann man eine ganz tolle Zeit haben, ich würde es jedem empfehlen.

Vanessa, Februar - März 2015 (K30)

Im Zeitraum zwischen Februar und März 2015 habe ich ein vierwöchiges Praktikum bei Stelle K30 gemacht. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass diese Zeit für mich zu den schönsten und unbeschwertesten Wochen zählt, die ich bisher erleben konnte. Von Anfang an habe ich mich sowohl bei meiner Gastmutter Jedidah (der Gründerin der Einrichtung) als auch bei den Mitarbeitern, mit denen ich zusammengearbeitet habe, sehr wohl gefühlt. Ein Praktikum in Afrika ist eine völlig andere Erfahrung als die Schüler- und Studentenpraktika, die man aus Deutschland oder generell aus Europa kennt. Ich wurde von Anfang an in die Gruppe integriert und habe mich in keiner Situation als Praktikantin gefühlt. Bei Diskussionen wurde auch nach meiner Meinung gefragt und das Verhältnis zu den Mitarbeitern war sehr freundschaftlich. Natürlich muss man sich darauf einstellen, dass vieles anders läuft, als man es vielleicht zu Beginn erwartet. In Kenia läuft alles langsamer und spontaner, es gibt auch keinen Praktikumsplan oder Praktikumsbetreuer, sondern man muss sich einfach selbst die verschiedenen Tätigkeiten der Organisation anschauen und Initiative zeigen, wo man mitarbeiten möchte. Die Stelle ist eine Organisation, die sich mit verschiedenen Projekten für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt. Hierzu zählen beispielsweise Kinder aus armen Verhältnissen aus der Nachbarschaft, für die die Organisation eine Babyclass, Pre-unit Class und Nursery Class eingerichtet hat, um sie auf die Primary School vorzubereiten. Ferner werden den Kindern täglich zwei Mahlzeiten angeboten. Ein anderes Beispiel für die Zielgruppe, die die Stelle unterstützt, ist das Teen Mum Projekt, in dessen Rahmen junge Mütter sowohl materiell als auch psychisch mit ihren Babys unterstützt werden. Während meines Aufenthalts habe ich in erster Linie bei organisatorischen Sachen mitgearbeitet als auch die Lehrerinnen beim Kreativunterricht der Kinder unterstützt. Das war für mich eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung. In meinen ersten beiden Wochen war ich gemeinsam mit einer anderen Praktikantin dort, aber ansonsten hatte ich ausschließlich mit Kenianern zu tun, was ich als sehr schön und interessant empfand, da ich dadurch Land und Menschen wirklich gut kennenlernen konnte. Ich habe viel von den Problemen der Menschen mitbekommen, die teilweise wirklich in schweren finanziellen Nöten sind, andererseits war ich aber immer wieder beeindruckt von ihrer Lebenseinstellung, die so ganz anders ist als unsere in Deutschland. In Kenia ist man größtenteils gelassener und fröhlicher und vor allem haben die Menschen ein unerschütterliches Vertrauen in Gott, was dazu führt, dass sie meistens unbesorgter und zuversichtlicher an ihre Probleme herangehen, als man es von hier kennt. Ich habe diese Einstellung immer wieder bewundert und mir vorgenommen, zumindest ein bisschen etwas davon zurück nach Deutschland mitzunehmen. Zudem habe ich immer eine sehr große Hilfsbereitschaft erfahren, sowohl von meiner Gastfamilie und der Gruppe als auch von fremden Menschen. Das alles mag klischeehaft klingen, aber es sind wirklich die Erfahrungen, die ich dort fast ausnahmslos erlebt habe. Ich habe mein Praktikum sehr genossen, wenn man sich ein bisschen auf die anderen Gegebenheiten einlässt, ist es für einen selbst eine sehr bereichernde Erfahrung und auch die Stelle freut sich immer über jegliche Unterstützung, sowohl in persönlicher als auch in finanzieller Form. Daher kann ich jedem Interessenten nur empfehlen, ein Praktikum bei dieser Stelle zu machen - für mich war es jeden Cent und jede Mühe wert. 

Christina & Dominik, Februar 2015 (T1)

Mit Ethiopian Airline begann unsere (Christina und Dominik) Reise zum Kilimanjaro Airport. Von diesem kleinen Flughafen wurden wir wie vereinbart von Father B. abgeholt. Mit einem großen Geländewagen ging es für uns direkt aufs Land, wo wir herzlichst begrüßt wurden. Den ersten Abend genossen wir gleich auf einer Feier der Kirchengemeinde, bei dieser ausgiebig gefeiert wurde. Auch der nächste Tag wurde kein Ruhetag, auf der Bischofsfeier wurde Essen und Trinken zur Verfügung gestellt und unsere afrikanischen Gastgeber waren sichtlich in Feierlaune. Am ersten Montag zogen wir dann ins Kinderheim, wo wir die nächsten zwei Wochen verbrachten. Die Unterkunft bei den Schwestern war äußerst sauber und das Essen abwechslungsreich und gut. Zu unseren Aufgaben im Kinderheim zählten (gruppenabhängig) Windel wechseln, Füttern, Spielen, Spazierengehen, Anziehen etc. Obwohl die Zeit im Kinderheim sehr anstrengend war genossen wir jede Sekunde und saugten die neuen Erfahrungen nur so auf. Das Kinderheim liegt nur 45 Gehminuten vom Stadtzentrum Moshi entfernt, wo sich Internetcafés etc befinden. Die Fahrt zurück zum Kinderheim kostete mit einem Motoradtaxi 50 Cent bis 1 Euro. Nach unserem Aufenthalt im Kinderheim ging es für uns auf Safari, vorher verglichen wir zahlreiche Angebote in den Büros in Moshi (150 Dollar pro Tag sind ein guter Preis bei Gruppensafari mit Camping). 4 Tage Safari waren für uns völlig ausreichend und wirklich eindrucksvoll. Diese Erfahrung würden wir allen, in dieses Gebiet Reisenden, empfehlen. Durch den Tarangiri, Serengeti und Ngorongoro Nationalpark lag der Fokus jeden Tag auf anderen seltenen Tieren. Oben genannte Nationalparks sind unbedingt zu empfehlen. 4 Tage später begann dann, für die restlichen 2 Wochen unser Aufenthalt in der Priesterschule St. James an dieser unterrichtete ich (Christina) angehende Priester (12 - 19 Jahre) Economics und Englisch. Eine herausfordernde, sowie lehrreiche Zeit zugleich. Die Wohnmöglichkeit war circa 30 Gehminuten von St. James entfernt und befand sich in dem Haus der Priester von Mandala. Moshi ist ungefähr 1 bis 1,5 Autostunden von Mandaka\St. James entfernt, kann aber meistens mit Mitfahrgelegenheiten, notfalls mit Minibustaxi, erreicht werden. Dominik nahm sich in dieser Zeit eine Woche, um den Kilimandscharo zu besteigen. Die Besteigung wurde bereits von Österreich  aus gebucht. Nach der erfolgreichen Besteigung verbrachte Dominik die restliche Zeit mit mir gemeinsam im Unterricht. Father Bahati stand uns stets mit Rat und  Tat zur Seite. Da er der Direktor der Priesterschule ist, konnte man ihn jeden Tag sprechen und etwaige Fragen klären. Jedes Wochenende unternahm er auch Ausflüge mit uns. Wasserfälle, Kikuletwa Hot Springs, Kaffeeplantage etc.

Alles in einem kann man unsere Reise nach Tansania  als sehr abwechslungsreich und aufregend beschreiben, der Mix aus Reise und Mithilfe war ideal, um das Land besser kennen zu lernen.

Alexandra, Januar - März 2015 (K25)

Ich war drei Monate mit zwei weiteren Praktikanten in Kenia, Mombasa, Likoni bei der Organisation (Stelle K25). Die Unterkunft und die Anleitung war top! Ich war rundum zufrieden!

 

Im ersten Monat haben wir ein Kinderheim, zu dem auch eine Schule gehört, auf Vordermann gebracht. Das heißt wir haben von außen und innen gestrichen und neue Tafeln organisiert.

 

Im zweiten Monat haben wir in einem anderen Waisenhaus ausgeholfen. Da die Kinder tagsüber alle in der Schule waren, erledigten wir dann zusammen mit dem Personal Hausarbeiten wie bspw. Wäschewaschen, Essen vorbereiten, Zimmer putzen und aufräumen, Betten beziehen, Kleiderschränke aussortieren, den Hof reinigen, Geschirr spülen. An Wochenenden unternahmen wir dann mit den Kindern unterschiedliche Freizeitaktivitäten wie z.B. gemeinsam an den Strand gehen.

 

Im dritten Monat hatten wir die Ehre an einer Schule Deutschunterricht zu geben.

 

Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Praktikum mehr als zufrieden und würde es jeder Zeit wieder tun!

Die Stelle K25 kann ich nur weiterempfehlen!!!! Super Leute, super Essen, super Unterkunft, super Arbeit und vor allem super viel Spaß!

Andre, August 2014 - Februar 2015 (K7)

Das einzige was ich sagen kann: Es war es absolut wert! Die Kultur und Menschen hier sind grossartig und ich komme super mit allem und jedem klar. Klar ist auch, dass man sich etwas integrieren muss wenn man wirklich eine schöne Zeit haben will. Das ist vielleicht auch das Problem von manchen, dass sie das nicht verstehen. Aber mir macht hier alles super viel Spass.

Pia, September 2014 - Februar 2015 (K24)

Ich war für ein halbes Jahr in Ukunda, direkt am Indischen Ozean. Untergebracht war ich bei einer Gastfamilie und hatte ein kleines Zimmer mit Dusche und Toilette. Frühstück und Abendessen gab es dort, Mittagessen im Jojoanca Star Kindergarten and Academy, wo ich von Montag bis Freitag arbeitete. Ich wurde sehr gut aufgenommen und konnte bei vielen kenianischen Traditionen dabei sein. 

P., meine Gastmama, suchte aus in welchen Kindergarten ich gehe, da es verschiedene Einrichtungen in Ukunda gibt. Ich arbeitete also in einem Kindergarten mit "reichen" Eltern. Zu erst in KG1 und dann in der Baby Class und durfte so gut wie alles mitmachen und hatte viele Freiheiten. 

In den Ferien durfte ich dann mit zu zwei Familien auf dem Land und war dort jeweils die erste Weiße im Dorf. Es war unglaublich toll an so verschiedene Lebensweisen teilzuhaben und die unterschiedlichen Regionen Kenias auf diese Weise kennenzulernen.

Auch wenn es nicht immer leicht ist und die kenianische Mentalität es einem nicht immer einfach macht sich dazugehörig zu fühlen, war es eine unfassbar erlebnisreiche und spannende Zeit. 

Liebe Grüße

Pia

Kimberley, November-Dezember 2014 (K10)

Die Brothers haben mich direkt sehr herzlich empfangen und die Kinder waren total neugierig und haben sich über „Besuch“ gefreut. Auch die Nachbarn (es gibt nicht viele) waren sehr offen und gastfreundlich, sodass man sich sehr schnell wohl fühlt. Die Stelle liegt sehr ländlich, in Endarasha gibt es zwar Geschäfte, allerdings mit sehr wenig Auswahl (Wasser kann schon ein Problem sein). Grundsätzlich sollte man eher nach Mweiga fahren und dafür Zeit einplanen J, da nicht besonders viele Matatus fahren und die Fahrt auch ca 1 Stunde dauert.
Die Natur in der Gegend vom Kinderheim ist sehr schön und grün. Man kann an vielen Stellen unheimlich weit sehen und vorallem der Blick auf den Mount Kenya ist etwas besonderes.  Absolut einmalig ist wahrscheinlich, dass man fast neben dem Aberdare Nationalpark wohnt und nur über die Straße zum Zaun gehen muss, um mit etwas Glück sogar Elefanten zusehen.
Das Zimmer liegt im Haus der Brothers, die Kinder sind in einem anderen Gebäude untergebracht, aber trotzdem halten sie sich auch im Haus auf, wo das Zimmer liegt. Da man das Zimmer nur mit einem Vorhängeschloss abschließen kann, empfehle ich jedem, eines mitzubringen. In dem Haus ist oft viel los und so hat man ein besseres Gefühl.
Da ich in den Ferien bei der Stelle war, hat kein Unterricht statt gefunden und somit habe ich hauptsächlich mit den Kindern gespielt. Es gibt eigene Tiere (Kühe, Hasen und Hühner), um die man sich kümmern kann und beim Kochen und Abwaschen ist man auch immer eine willkomene Unterstützung.

Kimberley, November - Dezember 2014 (K34)


Br J.hat mich pünktlich vom Flughafen abgeholt und sehr herzlich begrüßt. Mein erster Eindruck war direkt sehr gut und freundlich. Ich bin abends in Kandongu angekommen und wurde auch hier sehr herzlich mit einem Essen willkommen geheissen. Am nächsten Morgen ging es direkt in die Schule und die Brothers sind mit mir in jede Klasse gegangen. Die jüngsten Kinder sind 3 Jahre alt, die ältesten ca 14 Jahre. Die Kinder haben sich total gefreut und ein Begrüßungslied gesungen, wodurch ich mich sehr schnell wohl gefühlt habe. Auch die anderen Lehrer der Schule waren super nett. Grundsätzlich muss man aber viel selber in die Hand nehmen und offen und direkt sagen, was man gerne in der Schule / mit den Kindern machen möchte. Ich habe teilweise den Unterricht nur besucht und zugeschaut, wie der Unterricht normalerweise in Kenia abläuft, aber auch selber unterrichtet. Gerade die älteren Klassen wollten viel über Deutschland wissen und auch Deutsch lernen. Hier ist dann etwas Kreativität und auch Spontanität gefragt, da dann plötzlich jede Klasse von mir unterrichtet werden wollte und ich auch in jeder Klasse mehrmals war und ich immer neue Themen / Wörter und Spielideen gebraucht habe. Die Kinder freuen sich aber über alles, was man vorschlägt ;) Als ich dort war, gab es Wasserfarben von vorherigen Volunteers, was wir dann als Schminke benutzt haben und was der absolute Renner unter den Kids war. So ab der 1. Klasse ist auch Englisch kein Problem bei den Kindern, bei den jüngeren Klasse ist es aber etwas schwierig. Aber auch hier kann man nicht Händen und Füßen viel erreichen. die Schule beginnt übrigens für alle Kinder bereits um 8 Uhr morgens, da es aber nur 1 Bus gibt, der dann mehrmals fährt, sind die ersten Kinder bereits um ca 06:30 Uhr auf dem Schulgelände.

In dem Dorf kann man nicht viel machen oder kaufen, aber man wird überall sehr herzlich aufgenommen und eingeladen. Für alles andere kann man aber super einfach mit einem "Motorrad-Taxi" nach Kagio fahren. Hier gibt es einen verhältnismäßig großen Supermarkt mit einer kleinen Auswahl an Getränken, Gebäck usw und sehr viel sehr leckeres Obst und ein Internetcafe. Auch ein Besuch auf dem Markt in Kagio kann ich nur wärmstens empfehlen.

Wir hatten mind. 1x in der Woche Stromausfall, womit man aber überall rechnen muss, vondaher kann ich nur empfehlen eine Taschenlampe mitzubringen. Ansonsten sollte man sich auch auf sehr einfache Verhältnisse einstellen, da es kein fließend Wasser gibt (Plumsklo und "bucket showers"). Das Zimmer ist aber ganz gut, mit einem Bett, was vollkommen in Ordnung ist, einem Regal und einem Schreibtisch ausgestattet und auch ein Moskitonetz ist bereits angebracht, ich hatte aber trotzdem auch nochmal ein eigenes dabei. Es ist normal, dass Spinnen, Eidechsen usw in allen Räumen sind, aber man gewöhnt sich an alles.

Die 3 Brothers, die auf dem Schulgelände leben sind super nett, offen und hilfsbereit. Es gibt einen Koch, der traditionelles Essen kocht und sich größtenteils um die Tiere kümmert. Hier kann man aber auch jeder Zeit mithelfen, genauso, wie auf dem eigenen Feld. 

Ich bin nicht sehr gläubisch erzogen worden, was aber absolut kein Problem war und man kann es auch offen sagen. Ich bin trotzdem Sonntags mit in die Kirche gegangen und fand es interessant, da der Gottesdienst ganz anders, als in Deutschland gestaltet ist.

Ich kann jedem diese Stelle nur ans Herz legen, da man mitten in Kenia und im kenianischen Leben ist. Man lernt sehr viel über die Menschen, deren Kultur und Alltag und ich habe mich sehr schnell, sehr wohl und wie zu Hause gefühlt.


Mirko, August 2014 - Oktober 2014 (K40)

Nach Salawa war ich noch zwei Wochen in Kipsaraman, und am Ende mit meiner Freundin noch einmal eine knappe Woche. Kipsaraman liegt auf den Tugen Bergen, es regnet häufiger, es gibt mehr Christen und insgesamt ist mehr los. Es gibt eine Primary und eine Secondary Schule. Fr Kamau wohnt in einem relativ großen Haus, das theoretisch drei Gästezimmer hat. Selten funktioniert der Wasserhahn. meistens die Toilettenspülung und nie die Dusche. Im Haushalt gibt es noch einen Koch (Peter), die Katechistin (Gladys), einen Jungen für alles (Manyar), und einer der die Tiere beaufsichtigt (Wilson). Es ist sehr familiär und ich/wir haben uns sehr wohl bzw wie zuhause gefühlt. Wir bleiben auch nach unserer Abreise in Kontakt, wenn jemand dorthin gehen sollte, wäre es schön, wenn er sich vorher bei mir melden würde. Ich hatte beiden Schulen einen Leder-Fußball mitgebracht, meine Freundin hat dann noch Seifenblasen, Luftballons und einen Stift für jeden Schüler mitgebracht. Darüber freuen sich die Kinder sehr. Einige von Ihnen haben noch nie einen Weißen gesehen! Die Stelle kann ich jedem empfehlen.  An der Primary Schule habe ich die Pausenbetreuung übernommen, und meistens mit  den Kindern das Fußballspielen organisiert. Später mit meiner Freundin haben wir auch vermehrt andere Spiele gemacht. Gleichzeitig habe ich in der Secondary Schule einige Stunden einfach besucht, oft musste ich aber Teile selber unterrichten. In Geschichte habe ich dann einige Stunden ganz übernommen (Weltkriege, Industrialisierung). Die Priester freuen sich über andere Einflüsse und sind stolz, wenn sie einen Weißen als Lehrer haben. Dann spricht das ganze Dorf drüber und sie stehen besser da, als die staatlichen Schulen.   Ich danke euch für eure Unterstützung, und wie gesagt, auch wenn alles anders lief als gedacht - das ist eben Afrika. Alle waren hilfsbereit und ich hatte eine tolle Zeit."

Rebecca, Juni - Juli 2014 (K6)

Ich heiße Rebecca Rinkl und durfte durch die Organisation Mylabadi zwei Monate in einem Slum in Afrika verbringen. In meinen zwei Monaten hatte ich die Möglichkeit in Kibera an einer Schule mit Kindern zu arbeiten. Auch nach der Schule arbeitete ich im Rescue Center mit dort lebenden Waisen oder Kinder die Zuhause geschlagen und misshandelt wurden. 

Ich hatte die Gelegenheit bei Mama L., der Koordinatoren des Projektes, für zwei Monate unterzukommen. Ich vermisse alle sehr und freue mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen. Während meiner zeit dort hat sich Mylabadi bestens um mich gekümmert: ich wurde informiert über mögliche Gefahren in der Nähe meines Aufenthalts aber auch würde mir immer wieder Hilfe bei möglichen Problemen angeboten.

Alles in allem bin und war ich Sehr zufrieden bei der Zusammenarbeit mit Mylabadi.


Liebe Grüße, Rebecca

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