Alexandra, Januar - März 2015 (K25)

Ich war drei Monate mit zwei weiteren Praktikanten in Kenia, Mombasa, Likoni bei der Organisation (Stelle K25). Die Unterkunft und die Anleitung war top! Ich war rundum zufrieden!

 

Im ersten Monat haben wir ein Kinderheim, zu dem auch eine Schule gehört, auf Vordermann gebracht. Das heißt wir haben von außen und innen gestrichen und neue Tafeln organisiert.

 

Im zweiten Monat haben wir in einem anderen Waisenhaus ausgeholfen. Da die Kinder tagsüber alle in der Schule waren, erledigten wir dann zusammen mit dem Personal Hausarbeiten wie bspw. Wäschewaschen, Essen vorbereiten, Zimmer putzen und aufräumen, Betten beziehen, Kleiderschränke aussortieren, den Hof reinigen, Geschirr spülen. An Wochenenden unternahmen wir dann mit den Kindern unterschiedliche Freizeitaktivitäten wie z.B. gemeinsam an den Strand gehen.

 

Im dritten Monat hatten wir die Ehre an einer Schule Deutschunterricht zu geben.

 

Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Praktikum mehr als zufrieden und würde es jeder Zeit wieder tun!

Die Stelle K25 kann ich nur weiterempfehlen!!!! Super Leute, super Essen, super Unterkunft, super Arbeit und vor allem super viel Spaß!

Andre, August 2014 - Februar 2015 (K7)

Das einzige was ich sagen kann: Es war es absolut wert! Die Kultur und Menschen hier sind grossartig und ich komme super mit allem und jedem klar. Klar ist auch, dass man sich etwas integrieren muss wenn man wirklich eine schöne Zeit haben will. Das ist vielleicht auch das Problem von manchen, dass sie das nicht verstehen. Aber mir macht hier alles super viel Spass.

Pia, September 2014 - Februar 2015 (K24)

Ich war für ein halbes Jahr in Ukunda, direkt am Indischen Ozean. Untergebracht war ich bei einer Gastfamilie und hatte ein kleines Zimmer mit Dusche und Toilette. Frühstück und Abendessen gab es dort, Mittagessen im Jojoanca Star Kindergarten and Academy, wo ich von Montag bis Freitag arbeitete. Ich wurde sehr gut aufgenommen und konnte bei vielen kenianischen Traditionen dabei sein. 

P., meine Gastmama, suchte aus in welchen Kindergarten ich gehe, da es verschiedene Einrichtungen in Ukunda gibt. Ich arbeitete also in einem Kindergarten mit "reichen" Eltern. Zu erst in KG1 und dann in der Baby Class und durfte so gut wie alles mitmachen und hatte viele Freiheiten. 

In den Ferien durfte ich dann mit zu zwei Familien auf dem Land und war dort jeweils die erste Weiße im Dorf. Es war unglaublich toll an so verschiedene Lebensweisen teilzuhaben und die unterschiedlichen Regionen Kenias auf diese Weise kennenzulernen.

Auch wenn es nicht immer leicht ist und die kenianische Mentalität es einem nicht immer einfach macht sich dazugehörig zu fühlen, war es eine unfassbar erlebnisreiche und spannende Zeit. 

Liebe Grüße

Pia

Kimberley, November-Dezember 2014 (K10)

Die Brothers haben mich direkt sehr herzlich empfangen und die Kinder waren total neugierig und haben sich über „Besuch“ gefreut. Auch die Nachbarn (es gibt nicht viele) waren sehr offen und gastfreundlich, sodass man sich sehr schnell wohl fühlt. Die Stelle liegt sehr ländlich, in Endarasha gibt es zwar Geschäfte, allerdings mit sehr wenig Auswahl (Wasser kann schon ein Problem sein). Grundsätzlich sollte man eher nach Mweiga fahren und dafür Zeit einplanen J, da nicht besonders viele Matatus fahren und die Fahrt auch ca 1 Stunde dauert.
Die Natur in der Gegend vom Kinderheim ist sehr schön und grün. Man kann an vielen Stellen unheimlich weit sehen und vorallem der Blick auf den Mount Kenya ist etwas besonderes.  Absolut einmalig ist wahrscheinlich, dass man fast neben dem Aberdare Nationalpark wohnt und nur über die Straße zum Zaun gehen muss, um mit etwas Glück sogar Elefanten zusehen.
Das Zimmer liegt im Haus der Brothers, die Kinder sind in einem anderen Gebäude untergebracht, aber trotzdem halten sie sich auch im Haus auf, wo das Zimmer liegt. Da man das Zimmer nur mit einem Vorhängeschloss abschließen kann, empfehle ich jedem, eines mitzubringen. In dem Haus ist oft viel los und so hat man ein besseres Gefühl.
Da ich in den Ferien bei der Stelle war, hat kein Unterricht statt gefunden und somit habe ich hauptsächlich mit den Kindern gespielt. Es gibt eigene Tiere (Kühe, Hasen und Hühner), um die man sich kümmern kann und beim Kochen und Abwaschen ist man auch immer eine willkomene Unterstützung.

Kimberley, November - Dezember 2014 (K34)

Br J.hat mich pünktlich vom Flughafen abgeholt und sehr herzlich begrüßt. Mein erster Eindruck war direkt sehr gut und freundlich. Ich bin abends in Kandongu angekommen und wurde auch hier sehr herzlich mit einem Essen willkommen geheissen. Am nächsten Morgen ging es direkt in die Schule und die Brothers sind mit mir in jede Klasse gegangen. Die jüngsten Kinder sind 3 Jahre alt, die ältesten ca 14 Jahre. Die Kinder haben sich total gefreut und ein Begrüßungslied gesungen, wodurch ich mich sehr schnell wohl gefühlt habe. Auch die anderen Lehrer der Schule waren super nett. Grundsätzlich muss man aber viel selber in die Hand nehmen und offen und direkt sagen, was man gerne in der Schule / mit den Kindern machen möchte. Ich habe teilweise den Unterricht nur besucht und zugeschaut, wie der Unterricht normalerweise in Kenia abläuft, aber auch selber unterrichtet. Gerade die älteren Klassen wollten viel über Deutschland wissen und auch Deutsch lernen. Hier ist dann etwas Kreativität und auch Spontanität gefragt, da dann plötzlich jede Klasse von mir unterrichtet werden wollte und ich auch in jeder Klasse mehrmals war und ich immer neue Themen / Wörter und Spielideen gebraucht habe. Die Kinder freuen sich aber über alles, was man vorschlägt ;) Als ich dort war, gab es Wasserfarben von vorherigen Volunteers, was wir dann als Schminke benutzt haben und was der absolute Renner unter den Kids war. So ab der 1. Klasse ist auch Englisch kein Problem bei den Kindern, bei den jüngeren Klasse ist es aber etwas schwierig. Aber auch hier kann man nicht Händen und Füßen viel erreichen. die Schule beginnt übrigens für alle Kinder bereits um 8 Uhr morgens, da es aber nur 1 Bus gibt, der dann mehrmals fährt, sind die ersten Kinder bereits um ca 06:30 Uhr auf dem Schulgelände.

In dem Dorf kann man nicht viel machen oder kaufen, aber man wird überall sehr herzlich aufgenommen und eingeladen. Für alles andere kann man aber super einfach mit einem "Motorrad-Taxi" nach Kagio fahren. Hier gibt es einen verhältnismäßig großen Supermarkt mit einer kleinen Auswahl an Getränken, Gebäck usw und sehr viel sehr leckeres Obst und ein Internetcafe. Auch ein Besuch auf dem Markt in Kagio kann ich nur wärmstens empfehlen.

Wir hatten mind. 1x in der Woche Stromausfall, womit man aber überall rechnen muss, vondaher kann ich nur empfehlen eine Taschenlampe mitzubringen. Ansonsten sollte man sich auch auf sehr einfache Verhältnisse einstellen, da es kein fließend Wasser gibt (Plumsklo und "bucket showers"). Das Zimmer ist aber ganz gut, mit einem Bett, was vollkommen in Ordnung ist, einem Regal und einem Schreibtisch ausgestattet und auch ein Moskitonetz ist bereits angebracht, ich hatte aber trotzdem auch nochmal ein eigenes dabei. Es ist normal, dass Spinnen, Eidechsen usw in allen Räumen sind, aber man gewöhnt sich an alles.

Die 3 Brothers, die auf dem Schulgelände leben sind super nett, offen und hilfsbereit. Es gibt einen Koch, der traditionelles Essen kocht und sich größtenteils um die Tiere kümmert. Hier kann man aber auch jeder Zeit mithelfen, genauso, wie auf dem eigenen Feld. 

Ich bin nicht sehr gläubisch erzogen worden, was aber absolut kein Problem war und man kann es auch offen sagen. Ich bin trotzdem Sonntags mit in die Kirche gegangen und fand es interessant, da der Gottesdienst ganz anders, als in Deutschland gestaltet ist.

Ich kann jedem diese Stelle nur ans Herz legen, da man mitten in Kenia und im kenianischen Leben ist. Man lernt sehr viel über die Menschen, deren Kultur und Alltag und ich habe mich sehr schnell, sehr wohl und wie zu Hause gefühlt.

Mirko, August 2014 - Oktober 2014 (K40)

Nach Salawa war ich noch zwei Wochen in Kipsaraman, und am Ende mit meiner Freundin noch einmal eine knappe Woche. Kipsaraman liegt auf den Tugen Bergen, es regnet häufiger, es gibt mehr Christen und insgesamt ist mehr los. Es gibt eine Primary und eine Secondary Schule. Fr Kamau wohnt in einem relativ großen Haus, das theoretisch drei Gästezimmer hat. Selten funktioniert der Wasserhahn. meistens die Toilettenspülung und nie die Dusche. Im Haushalt gibt es noch einen Koch (Peter), die Katechistin (Gladys), einen Jungen für alles (Manyar), und einer der die Tiere beaufsichtigt (Wilson). Es ist sehr familiär und ich/wir haben uns sehr wohl bzw wie zuhause gefühlt. Wir bleiben auch nach unserer Abreise in Kontakt, wenn jemand dorthin gehen sollte, wäre es schön, wenn er sich vorher bei mir melden würde. Ich hatte beiden Schulen einen Leder-Fußball mitgebracht, meine Freundin hat dann noch Seifenblasen, Luftballons und einen Stift für jeden Schüler mitgebracht. Darüber freuen sich die Kinder sehr. Einige von Ihnen haben noch nie einen Weißen gesehen! Die Stelle kann ich jedem empfehlen.  An der Primary Schule habe ich die Pausenbetreuung übernommen, und meistens mit  den Kindern das Fußballspielen organisiert. Später mit meiner Freundin haben wir auch vermehrt andere Spiele gemacht. Gleichzeitig habe ich in der Secondary Schule einige Stunden einfach besucht, oft musste ich aber Teile selber unterrichten. In Geschichte habe ich dann einige Stunden ganz übernommen (Weltkriege, Industrialisierung). Die Priester freuen sich über andere Einflüsse und sind stolz, wenn sie einen Weißen als Lehrer haben. Dann spricht das ganze Dorf drüber und sie stehen besser da, als die staatlichen Schulen.   Ich danke euch für eure Unterstützung, und wie gesagt, auch wenn alles anders lief als gedacht - das ist eben Afrika. Alle waren hilfsbereit und ich hatte eine tolle Zeit."

Rebecca, Juni - Juli 2014 (K6)

Ich heiße Rebecca Rinkl und durfte durch die Organisation Mylabadi zwei Monate in einem Slum in Afrika verbringen. In meinen zwei Monaten hatte ich die Möglichkeit in Kibera an einer Schule mit Kindern zu arbeiten. Auch nach der Schule arbeitete ich im Rescue Center mit dort lebenden Waisen oder Kinder die Zuhause geschlagen und misshandelt wurden. 

Ich hatte die Gelegenheit bei Mama L., der Koordinatoren des Projektes, für zwei Monate unterzukommen. Ich vermisse alle sehr und freue mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen. Während meiner zeit dort hat sich Mylabadi bestens um mich gekümmert: ich wurde informiert über mögliche Gefahren in der Nähe meines Aufenthalts aber auch würde mir immer wieder Hilfe bei möglichen Problemen angeboten.

Alles in allem bin und war ich Sehr zufrieden bei der Zusammenarbeit mit Mylabadi.

 

Liebe Grüße, Rebecca

David, Mai - Juli 2014 (K8)

Ich war von Mai bis Juli 2014 im Kinderheim in Limuru. Dies ist ein christliches Waisenhaus fuer etwa 30 Jungen, von denen jedoch die Hälfte auf ein Internat geht und nur in den Ferien anzutreffen ist.Meine Taetigkeiten im Heim waren das Unterrichten und Spielen mit den Jungs, sowie die Mithilfe im Haushalt. Es sollte einem aber klar sein, dass Einheimische diese Aufgaben weitaus besser erledigen koennten als ein Fremder, der nicht einmal Swahili beherrscht. Es geht vielmehr darum, den Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass sich jemand aus einem so fernen Land um sie kuemmert und ihre Sorgen versteht.Außerdem handelt es sich um keinen Job, zu dem man morgens hingeht und mit dem man abends fertig ist. Ich war 24 Stunden unter Strom und musste ständig aufpassen, dass keine Sachen verschwinden oder meine eigene Kleidung angefackelt wird. Da ich im Schlafsaal der Rasselbande untergebracht war, habe ich noch bis abends mit den Jungen herumgetobt und bin morgens um 5:30 Uhr wieder mit ihnen aufgestanden.Trotzdem hatte ich sehr viel Freizeit, vor allem morgens während der Schulzeit. Dann gab es nicht viel zu tun, außer der Hausmutter zu helfen, Gemüse zu schneiden.Ich habe diese Zeit sinnvoll genutzt, indem ich mich der örtlichen Laufgruppe um Nairobimarathon-Sieger Kenneth Mungara angeschlossen habe. Zum Abschluss meines Aufenthaltes war die Gruppe schliesslich zu Besuch im Heim. Wir haben aus der Vereinskasse dringend benötigte Grundnahrungsmittel finanziert und einige Läufer haben Vorträge zur Einstellung im Leben gehalten.Später hat mir ein Junge gesagt, es wären die besten Besucher gewesen, die jemals da waren. Wir hätten zwar keine Kekse oder Limonade mitgebracht, ihnen mit den mutmachenden Worten aber wirklich geholfen. Falls ihr einen Aufenthalt in Limuru plant, habt keine Scheu mich zu kontaktieren, ich helfe gerne weiter!

Celina, Juni - Juli 2014 (T1)

Praktikum 

Vom 30. Mai bis 3. Juli 2014 habe ich mein Praktikum bei Stelle T1 in Moshi, Tansania gemacht. Eigentlich war das Ende meines Praktikums für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. Meine insgesamt vier Wochen Praktikumszeit sollten auf eine kurze Zeit vor und eine längere Zeit nach den Schulferien im Juni aufgeteilt werden, um in der Schule und insbesondere beim Englischunterricht mitarbeiten zu können. Leider musste ich aus dringenden persönlichen Gründen drei Wochen früher als geplant nach Deutschland zurückkehren, sodass ausgerechnet der Großteil der für die Schularbeit vorgesehenen Zeitspanne weggefallen ist. Meine Praktikumszeit hat sich dadurch also genau auf die Schulferien verschoben. Da fast alle Schüler über die Ferien zu ihren weiter entfernt lebenden Familien gefahren sind, konnte auch im Bereich der Freizeitgestaltung kaum etwas unternommen werden. Deshalb habe ich, auf meinen Wunsch hin, jeden Tag in der Küche von St. J. beim Kochen mitgeholfen. Das hat mir sehr großen Spaß gemacht, da die in der Küche arbeitenden Frauen und Mädchen sehr nett waren und mir extra ganz genau gezeigt haben, wie man verschiedene tansanische Gerichte zubereitet. Da sie grundsätzlich nur Suaheli mit mir gesprochen haben, konnte ich so auch Stück für Stück meine eigenen Suaheli-Kenntnisse ein bisschen ausbauen. Außerdem habe ich den Priestern bei ihrer Gemeindearbeit über die Schulter geschaut und war oft bei organisatorischen Treffen und verschiedenen Veranstaltungen dabei. Father B. hat außerdem sehr darauf geachtet, mir möglichst viel von der Umgebung und den dort lebenden Menschen zu zeigen. Deshalb hat er mich oft mitgenommen, wenn er außerhalb von St. J. arbeiten musste oder  irgendwo eingeladen war. So hatte ich die Möglichkeit, an verschiedenen Familienfeierlichkeiten, wie z.B. einer tansanischen Hochzeit und einem Wochenamt, an einem Gemeindefest für Kinder, sowie an der Eröffnungsfeier des Kilimanjaro Marathon teilzunehmen. Letztendlich hatte ich also leider nicht die Gelegenheit, meiner eigentlichen Praktikumstätigkeit nachzugehen, ich habe mich aber sicher nicht gelangweilt und viel gesehen und kennen gelernt. 

 

An- und Einreise nach Tansania 

Am einfachsten und günstigsten ist es, zum Kilimanjaro Airport zu fliegen. Dort wurde ich von Father B. abgeholt. Ethiopian Airlines bietet z.B. recht kostengünstige Flüge an, die meistens einen Zwischenstopp in Addis Abeba einlegen (nicht zu sehr über Verspätungen ärgern, die sind anscheinend an der Tagesordnung J ). Es gibt aber auch KLM-Flüge über Amsterdam und verschiedene Flüge über Kenia. Für Tansania brauchen deutsche Staatsbürger ein Touristenvisum. Das kann entweder vorher beantragt oder einfach bei der Ankunft am Flughafen besorgt werden. Es kostet 50 US$ oder 50 EUR, die auf jedem Fall im Handgepäck dabei sein sollten! Vor der Abreise sollte man sich aber bei der tansanischen Botschaft in Berlin oder beim Auswärtigen Amt nochmal darüber informieren, ob die Einreisebestimmungen sich geändert haben. Außerdem wird direkt bei Verlassen des Flugzeuges der Impfausweis kontrolliert. Der muss also auch unbedingt im Handgepäck dabei sein! Soweit ich weiß, geht es dabei um Gelbfieberimpfungen. Falls man nicht sowieso schon eine hat, sollte man sich vorher vielleicht nochmal darüber informieren, wie strikt die Vorgaben sind.

 

Unterbringung 

Gewohnt habe ich bei den beiden Gemeindepriestern von Mandaka - Father Ms. und Father M.. Dort hatte ich mein eigenes Zimmer mit zwei Betten (+Moskitonetzen) und eigenem Bad mit Warmwasserdusche. Zudem gibt es im Haus ein weiteres Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche und eine Vorratskammer. Die beiden Priester haben ihre Zimmer im angebauten Gebäude. Ansonsten gibt es in der unmittelbaren Nähe noch das Haus der vier Schwestern, das der Hausmädchen und die Kirche. Beide Priester sind wirklich nett und haben mich sehr herzlich aufgenommen, sodass ich mich sehr wohl dort gefühlt habe. Wir haben fast immer zusammen gegessen und haben uns abends öfters lange unterhalten oder gemeinsam Fußball geschaut. Über Essen und Trinkwasser muss man sich in Mandaka keine Sorgen machen, ich hatte während der gesamten Zeit keine Probleme und habe alles gut vertragen. 

 

Sprache 

Gesprochen wird im Alltag Suaheli. Die Priester sprechen alle sehr gut Englisch und auch die meisten Schwestern können sich gut auf Englisch unterhalten. Insgesamt sind gute Englischkenntnisse jedoch nicht sehr weit verbreitet, gerade in wenig touristischen Gebieten und bei kleinen Kindern stößt man damit sehr schnell an seine Grenzen. Grundkenntnisse in Suaheli sind also sehr praktisch und auch nicht allzu schwer zu erlernen. Auf dem deutschen Markt gibt es leider nur wenige Suaheli-Lehrbücher - aber es gibt sie! Allein über ein paar einfache Begrüßungsfloskeln auf Suaheli freuen sich die meisten Tansanier sehr - notfalls kann man immer noch zu Englisch wechseln.  

 

Soziale Kontakte 

Wie bereits erwähnt, haben Father M, und Father M, mich sehr herzlich aufgenommen. Auch die Priester aus St. J, waren außerordentlich nett, hilfsbereit und engagiert - sie alle engagieren sich in verschiedenen Gemeinden, Schulen und Projekten und kennen so ziemlich Jeden in Moshi und Umgebung. Oft wurde ich nach St. J. zum Essen eingeladen oder wir haben abends zusammengesessen, ein Glas Bier getrunken, die WM-Spiele geschaut und viel gelacht. Besonders viel Zeit habe ich mit Father B. verbracht, der mich auch oft mitgenommen hat, wenn er außerhalb von St. James arbeiten musste, irgendwo eingeladen war, oder etwas in Moshi zu erledigen hatte, und der mir wirklich sehr mit ein paar persönlichen Schwierigkeiten geholfen hat. Auch seine Familie und verschiedene Freunde von ihm habe ich kennengelernt. An den wenigen Tagen, an denen wir uns nicht persönlich gesehen haben, hat er sich telefonisch oder per SMS bei mir gemeldet, um sich nach meinem Befinden und meinen Tagesplänen zu erkunden. Er hat sich unglaublich darum gekümmert, meinen Aufenthalt so schön und interessant wie möglich zu machen, was ihm auch gelungen ist! Auch die Schwestern in Mandaka und St. J. sind außerordentlich nett und herzlich. Sie freuen sich immer über einen kleinen Plausch - v.a. auf lustigem, gebrochenem Suaheli - und überhäufen einen nur so mit Leckereien und Freundlichkeiten. In Mandaka und St. J. gibt es außerdem einige Mädchen, die bei der Hausarbeit helfen und die sich immer freuen, neben der Arbeit ihr Englisch zu üben oder einem Wörter auf Suaheli beizubringen. Insgesamt hatte ich persönlich den Eindruck, dass die Menschen in Tansania sehr freundlich und hilfsbereit sind. Man sollte sich auch möglichst nicht daran stören, auf der Straße ständig "Mzungu" ("Weißer") genannt und angesprochen zu werden. Nett und höflich bleiben, ein paar Brocken Suaheli auspacken und ein paar Sätze wechseln, damit habe ich selbst sehr gute Erfahrungen gemacht und wurde immer sehr freundlich behandelt. 

 

Mobilität 

Das Haus der Gemeindepriester in Mandaka ist ein wenig abgelegen, man kann jedoch zu Fuß ein paar Häuser erreichen, in denen Handyguthaben, Süßigkeiten und Getränke verkauft werden. Auch St. J. liegt nur ca. 20 Gehminuten entfernt.  Mandaka und St. J. liegen mit dem Auto ca. 1 - 1,5 Stunden von Moshi entfernt. Mit Mitfahrgelegenheit, Moto-Taxi oder Bus dauert es hingegen deutlich länger. Aus der nächstgelegenen Stadt Himo fahren etwas öfter Busse nach Moshi. Dorthin gelangt man entweder per Mitfahrgelegenheit oder per Moto-Taxi. Möglichst sollte das Ganze aber vorher mit Father B. oder einem der Gemeindepriester besprochen und deren Ratschläge ernst genommen werden, allein schon um ihnen Sorgen zu ersparen. Da die Priester sich sehr für die Sicherheit der Praktikanten verantwortlich fühlen, ist es sicher nur fair, sie ausreichend über Unternehmungen zu informieren, die einen ein Stück weiter weg führen. Generell sollte man immer einfach kurz Bescheid sagen, wohin man geht. 

 

Kommunikation (Handy, Internet) 

Am besten kauft man sich eine tansanische SIM-Karte, sonst wird die Rechnung ganz schnell ziemlich hoch (außerhalb der EU!). Airtel und Vodacom sind am Verbreitesten. Ich habe mir von beiden Anbietern eine SIM-Karte gekauft und gewechselt, je nachdem welche gerade Empfang hatte, habe aber fast nur Vodacom benutzt. Anrufe nach Deutschland sind ziemlich teuer, Anrufe aus Deutschland für einen selbst aber recht günstig (dafür muss der Anrufer aus Deutschland ordentlich blechen!). Wenn man ein Smartphone hat, kann man über mobile Daten auch in Mandaka ins Internet. Die Verbindung ist zwar recht instabil und langsam, mit etwas Geduld lassen sich aber zumindest Emails schreiben. Ansonsten liegt das nächste Internet-Café in Moshi.   

 

Gesundheit 

Mit den entsprechenden Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen, dürfte es nicht allzu viele gesundheitliche Probleme geben, da die hygienischen Bedingungen in Mandaka sehr gut sind. Eine normale Reiseapotheke war für mich persönlich völlig ausreichend. Unbedingt aber rechtzeitig vorher einen Termin beim Tropeninstitut o.ä. ausmachen und sich beraten lassen!!! Neben den gängigen Impfungen (Hepatitis A+B, Tetanus etc.) fallen nämlich eventuell noch weitere notwendige Impfungen an! 

Der Impfausweis muss auch nach Tansania mitgenommen werden! Am Flughafen Kilimanjaro werden die Impfausweise nämlich noch vor der Einreise kontrolliert. Außerdem sollte man mit seinem Arzt besprechen, ob man ein Malariamittel als Prophylaxe oder Stand-by mitnimmt (trotzdem Moskitospray und -netz nicht vergessen!). In der Nähe von Mandaka gibt es aber auch Krankenhäuser, sodass dort eine ausreichende medizinische Versorgung besteht. Also, keine Panik, aber Achtsamkeit und rechtzeitiges Handeln sind schon geboten. 

Letztendlich sind das hier alles bloß meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke, die bei Jedem anders aussehen können und sollten. Ich hoffe aber, dass sich hierdurch ein paar offene Fragen geklärt und Unsicherheiten gelegt haben. Sehr hilfreich und wirklich empfehlenswert für einen Überblick über verschiedene Themen (z.B. medizinische Hinweise, Einreisebestimmungen, Sicherheitshinweise, generelle Reiseinformationen etc.) sind übrigens die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. 

 

Viel Spaß dabei, Eure eigenen Erfahrungen zu machen!

Janine, März 2014 (BR1)

Im März '14 habe ich ein Praktikum in einer Kindertagesstätte für Kinder zw. 6 - 16 in Florianopolis machen dürfen.

Wem die Arbeit mit Kindern Spaß macht, hat hier viel Raum zur Selbstinitiative für Spiele und Projekte, soweit man ein paar Portugiesisch-Kenntnisse hat, da man sich hier kaum bis gar nicht mit Englisch verständigen kann. Die Halbinsel ist ein Traum von Landschaft, viele Strände, bewaldete Berge, kleine Städtchen...

Meine Unterkunft befand sich auf dem Festland (Sao Jose) bei einer ganz lieben, hippen Gastmutti.

Jeden Morgen um 7 bin ich mit dem Bus Richtung Insel gestartet. Der Busverkehr ist allerdings etwas schwierig zu Anfang, da nicht so einfach organisiert wie in Deutschland (versch. Gesellschaften, keine genauen Zeitpläne, ungenaue Haltestellen...), aber machbar. Nach einer Stunde in der Tagesstätte in der Favela angekommen, hat man bis Mittag Zeit, um mit den Kindern zu spielen, zu lernen und zu lehren. Nach dem Mittag kommt die nächste Gruppe, die man bis 17Uhr zusammen mit ein, zwei Lehrerinnen betreut. Mittagessen nimmt man sich mit und kann es in der kleinen Küche erwärmen und sich nach dem Essen notwendigerweise etwas entspannen bis die nächste Gruppe kommt. Das Wunderbare an der Arbeit ist, dass man sie gar nicht als solche bezeichnen kann... die Kinder reißen sich förmlich, um mehr von dir zu erfahren. Allerdings kann der Lautstärkepegel auch sehr hoch sein und etwas Durchsetzungsvermögen kann nicht schaden.

Die Wochenenden habe ich genutzt, um die Insel zu erkunden. Es gibt nur einfach zu viel Sehenswertes zu finden, dass ich nur eine Auswahl besuchen konnte...jedoch dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Einzig die unerwarteten Regenfälle könnten den Tag unangenehm machen, wenn man gerade unterwegs ist. Alles in allem, viele schöne, wertvolle Momente, die die lange Reise und die Vorbereitung absolut wert war.

Regina, Februar - März 2014 (K43)

Von Mitte Februar bis Mitte März 2014 durfte ich ein Praktikum ... in der HIV/AIDS Self Help Group machen. Als besonders reizvoll empfand ich die Möglichkeit, nahezu jeden Tag etwas Neues ausprobieren zu können, sodass fast kein Tag einem anderen ähnelte. Die Brothers arbeiten nämlich nicht nur mit HIV positiven Menschen, sondern sie haben auch Projekte für Straßenkinder, Orphans und Sex workers aus dem Slum von Mweiga.

 Zudem sind die Brothers auch noch mit verschiedenen Schulen in der Umgebung vernetzt, sodass die Brothers meine Besuche dorthin auch jederzeit unterstützten. Zumindest mir war es möglich, in jedem dieser Bereiche hineinzuschnuppern, wobei jedes Gebiet wiederum vielfältige Tätigkeiten umfasst. Schwerpunktmäßig arbeitete ich jedoch mit den HIV positiven Menschen zusammen und konnte hier nicht nur bei mobilen HIV-Testungen auf der Straße dabei sein, sondern auch bei den folgenden Beratungsstunden im Falle eines positiven Ergebnisses sowie bei Hausbesuchen oder bei  einer Spieltherapie von HIV-positiven Kindern.

Außerdem verfügen die Brothers über eine große Farm mit vielen Feldern, Plantagen und Tieren, wo man sich zur Abwechslung auch einmal in die organische Landwirtschaft einarbeiten lassen konnte. Die Wochenenden kann man nutzen, um das Land zu erkunden und es stört auch wirklich niemanden, wenn man etwas überzieht und 4-tägige Ausflüge unternimmt. Zumindest für Mount Kenya, Massai Mara oder Mombasa - alles sehr empfehlenswert - ist das eigentlich auch das Minimum an einzuplanender Zeit.

 Alles in allem empfand ich meinen Aufenthalt als besonders interessant und lehrreich. Man taucht einfach in eine ganz andere Welt ein und schon allein die Fahrt vom Flughafen zur Stelle wird ein unvergessliches Erlebnis. Die vielen Eindrücke, die man gewinnen muss, Erfahrungen, die man machen muss und die vielen kulturellen Eigenarten, die man kennen lernen kann, waren für mich schlicht zu umfangreich, um in den 5 Wochen auch nur einen Hauch von Langeweile zu verspüren.

 

Ein Praktikum hier ist daher absolut empfehlenswert!

Laura, Februar - März 2014 (K7)

Afrika ist eine andere Welt. Alles ist anders: die Kultur, die Sitten, der Verkehr, das Essen, der Lebensstil. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man nach Kenia kommt!

Wir waren zu zweit bei Stelle K7, in Kiembeni. Die Kirche und die Schule sind eher wohlhabend und gut organisiert. Es gibt ausreichend Lehrkräfte und relativ kleine Klassen (30-40 Kinder). 

Alle dort sind sehr freundlich und offen. Allerdings bedarf es einer gewissen Selbstständigkeit und Eigeninitiative, um dort selbst aktiv werden zu können. Um das, was du dort machen willst oder was du unterrichten willst, musst du dich selbst kümmern, was dir aber auch gewisse Freiheiten lässt. Da wir allerdings nur 4 Wochen bei der Stelle waren, können wir nichts über längere Aufenthalte und Arbeiten bei dieser Schule sagen. Bei uns hat aber alles einwandfrei geklappt.    

Auch das Leben in der Gastfamilie war ein Abenteuer. Mal keinen Strom, mal kein Wasser, Schlafen unterm Moskitonetz und überall Insektendas war am Anfang schon eine Umstellung, aber man gewöhnt sich relativ schnell an die neuen Gegebenheiten. Auch der Trubel, die hupenden Matatus, der singende Muezzin und viele andere Geräusche lassen die ersten Nächte in Bamburi endlos erscheinenalso meine Empfehlung: Ohrenstöpsel mitnehmen.    

Das Wetter dort war schon der Hammer: strahlender Sonnenschein, 38-40 Grad und zur Abkühlung nur eine kühle Meeresbrise. Was dabei leider ein bisschen schade war, ist die Tatsache, dass Hot Pants und Miniröcke dort nicht gern gesehen werden - also am besten Hosen/ Röcke bis zu den Knien oder lange, luftige Hosen einpacken, in langer Jeans hältst du es keine 5 Minuten aus. 

Ein Besuch am Strand ist auch ein absolutes ,Muss'! Ein toller weißer Sandstrand und türkisblaues Meer laden zum Entspannen ein. Aufpassen muss man allerdings mit den Beach Boys, die einem "mzungu" ganz schnell was verkaufen und die weißen Frauen am liebsten gleich heiraten wollen. Zusätzlich würde ich noch Ausflüge auf die Wasini Islands zum Schnorcheln und Delfine gucken, in den Haller Park, einem zooähnlichen Naturpark, und eine Safari empfehlen. Wir waren 3 Tage auf Safari im Tsavo East Nationalpark und im Amboseli Nationalpark und das war echt ein Traum!

Daniel, Juli 2013 (K4)

Ich wollte mich wieder zurück melden aus Deutschland und mich ganz herzlich bedanken für dieses tolle Praktikum. Ich habe viele wundervolle Erfahrungen gesammelt, tolle Menschen kennengelernt und viel über mich erfahren. Ich hatte das Glück in einer der tollsten Gastfamilien zu sein, in der ich je war. Vielen Dank. Außerdem möchte ich mich für die tolle Betreuung bedanken. Ich habe mich zu jederzeit wohlgefühlt und hatte das Gefühl nie alleine zusein. Ich bin Mittwoch Nacht wieder in Deutschland gelandet. 

Ich würde sehr gerne Klemens Köhler weiterempfehlen.

Michael, Juni - Juli 2013 (I1)

Die 32 Tage, die ich insgesamt in Indien verbrachte, waren von vornherein mehr als ein Besuch denn als ein Praktikum ausgelegt. So bekam ich auch die Gelegenheit, eine ganze Reihe verschiedener Orte in Indien kennen zu lernen. 

Als erstes war ich in Mysore im Kloster untergebracht. Vater Bena, der dort arbeitet, hat mir in diesen Tagen die Stadt gezeigt und mich zu Besuchen bei verschiedenen (meist armen) Familien mitgenommen. Im Kloster selber lernte ich ausserdem Stella, die Haushälterin, sowie deren Mann und ihre drei Kinder kennen. Stella ist eine sehr nette Frau, sie ist etwa so alt wie ich. Obwohl sie nie zur Schule gehen konnte (sie stammt aus einem sehr armen Dorf, die Eltern hatten kein Geld), spricht sie fliessend Englisch, was sie sich allein durchs Hören im Laufe ihrer Arbeit angeeignet hat. Ihr Mann dagegen spricht nur wenige Sätze Englisch. Die beiden haben bis vor wenigen Jahren weit weg vom Kloster mit ihren Kindern in einem kleinen Dorf gelebt und waren sehr arm. Vater Bena hat mir erzählt, dass sowohl ihr Mann als auch der kleine zweijährige Sohn stark unterernährt waren, als er die junge Familie damals zu sich ins Kloster geholt hat. Nun führen sie hier den Haushalt, kochen, putzen und kümmern sich um gelegentliche Gäste (wie mich). 

Was das Essen anbelangt, so habe ich hier von Anfang an darum gebeten, es für mich nicht so scharf zuzubereiten, wie das in Indien sonst üblich ist. Das hat Stella dann auch gemacht. Wobei das Essen meist aus Reis mit einer Beilage bestand. Zusätzlich habe ich mir im nahen Supermarkt noch Cornflakes und Milch besorgt. Sogar Spaghetti hab ich dort bekommen.

 Wie ich im Vorfeld verschiedentlich vernommen hatte, bekommt für gewöhnlich die Hälfte aller Indienreisenden über kurz oder lang Magenprobleme. Das war auch bei mir nicht anders, obwohl ich, wie gesagt, auf scharfes Essen verzichtet habe. Das war allerdings nur an einem Tag der Fall. Dummerweise war es genau der Tag vor meiner Weiterreise nach Bhatkal. Dort sollte ich den Geburtsort von Vater Bena kennenlernen.

Von Mysore nach Bhatkal sind es zwischen 400 und 500 km. Da Autobahnen in Indien (so hatte ich jedenfalls den Eindruck) über weite Strecken nicht vorhanden sind, bedeutet das mit dem Bus eine mindestens 10-stündige Reise. Vater Bena hatte hierfür extra einen besonders guten Bus für mich organisiert, in dem es Schlafplätze gab. Die Fahrt würde am späten Abend um 22 Uhr starten. Wie zuvor erwähnt hatte ich aber genau an diesem Tag Probleme mit meinem Magen bekommen. So war ich mir während des ganzen Tages alles andere als sicher, ob ich diese lange nächtliche Reise tatsächlich würde antreten können. Doch ich hatte Glück im Unglück: Etwa zwei Stunden vor Abfahrt des Busses musste ich schliesslich erbrechen. Danach war mein Magen erst einmal still, so dass die Reise wie geplant starten konnte. Ich war dabei nicht allein. Paul Nzuki, ein Freund von Vater Bena, der zusammen mit ihm Recht studiert hatte, begleitete mich. Der Bus hatte wirklich westeuropäischen Standard. Von den Strassen liess sich selbiges leider nicht behaupten. Die zentrale Folge davon war im Wesentlichen, dass ich während dieser 10-stündigen nächtlichen Busfahrt kaum ein Auge zumachen konnte. Am darauffolgenden Morgen war ich entsprechend müde und in nicht sehr vertrauenserweckender Verfassung. Als der Bus schliesslich in einem kleinen Vorort von Bhatkal hielt und ich zusammen mit Paul Nzuki und meinem Gepäck nach draussen auf die Strasse trat, fühlte ich mich richtiggehend benebelt. Das hatte allerdings auch mit der ausserordentlich hohen Luftfeuchtigkeit zu tun, die hier an der Küste herrschte. Dazu muss ich erwähnen, dass ich ja mitten in der Regenzeit nach Indien gekommen bin. In Mysore selbst hatte es zuvor nur wenig geregnet. Hier in Bhatkal sah das anders aus. Ich war kaum in meiner von Vater Bena organisierten Unterkunft (im Hause seines Bruders) angekommen, als es auch schon wie aus Kübeln zu regnen begann. Um das etwas zu verdeutlichen: Stehe eine Minute lang in diesen Regen und du bist fast genauso nass, als wenn du mitsamt deinen Kleidern in ein Schwimmbad gesprungen wärst. 

Im Haus von Vater Benas Bruder hab ich mich dann erst einmal auf das mir zur Verfügung gestellte Bett gelegt und einige Stunden geschlafen. Einen Tag später kamen schliesslich zwei junge Damen namens Leena und Teena vorbei. Die beiden waren Schwestern und gute Bekannte von Vater Bena. Dieser hatte Leena gebeten, mich hier in der Gegend ein wenig herum zu führen. Als erstes gingen wir aber in das nur wenige Minuten entfernte Haus, in dem die beiden zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder wohnten. Dort gefiel es mir so gut, dass ich die beiden fragte, ob es möglich wäre, dass ich meine Zeit in Bhatkal hier bei ihnen verbringen dürfte. Das erschien mir auch deswegen sinnvoll, weil Leena mich dann, um mir die Gegend zu zeigen, nicht immer erst im Hause von Vater Benas Bruder würde abholen müssen.

Das Haus war sehr neu, der obere Stock war noch nicht fertig ausgebaut. Dass sich diese Familie ein solches Haus überhaupt leisten konnte, lag im Wesentlichen an der Tatsache, dass der Vater das ganze Jahr über in Dubai lebte und dort arbeitete. Dadurch verdiente er umgerechnet um die 800 Euro, was für indische Verhältnisse sehr viel ist. So konnte er seiner Familie nicht nur den Bau dieses Hauses ermöglichen, sondern seinen Kindern auch eine gute Ausbildung bezahlen. Der Preis dafür war allerdings, dass der Vater seine Frau und seine inzwischen erwachsenen Kinder nur ganz selten zu Gesicht bekam. Und das schon seit 19 Jahren. Besserung war insofern in Sicht, als Leena mir davon erzählte, dass sie beabsichtige, nun nach Beendigung ihrer Ausbildung selber nach Dubai zu gehen und dort zu arbeiten und das Geld nach Indien zu schicken, so dass ihr Vater die Möglichkeit hatte, nach Hause zu seiner Familie zu kommen. Ich fand das sehr beeindruckend und fragte mich, wieviele Junge in meinem Alter hier in Westeuropa wohl zu etwas Derartigem bereit wären. Ein anderer Aspekt ist das Heiraten. Leena ist jetzt etwa 22. Sie hat mir einmal gesagt, dass sie, wenn sie 26 ist, gerne heiraten würde. Sollte sie bis dahin keinen Mann gefunden haben, so würde sie ihre Eltern bitten, einen für sie zu suchen. Eine "arranged marriage" also, keine "love marriage". Wie ich hörte, werden in Indien nach wie vor etwa 60 Prozent der Ehen von den Eltern arrangiert. 

Das wirklich Interessante daran ist aber, dass die Töchter (und auch die Söhne) damit offenbar überhaupt kein Problem haben, ja vielmehr es fast schon von ihren Eltern erwarten, dass diese den richtigen Partner oder die richtige Partnerin für ihre Kinder organisieren. Offenbar empfinden sie das als leichter, als wenn sie sich selber darum kümmern müssten, den oder die Richtige zu finden. Leena meinte, ihre Eltern würden sie ja am besten kennen und so auch am besten wissen, welcher Mann der Richtige für sie sei. Auch schon die Ehe ihrer Eltern wurde ja von deren Eltern arrangiert.   Nebenbei: Das eigenständige Finden eines Partners ist in Indien wohl auch nicht so einfach, da es allgemein nicht üblich zu sein scheint, dass eine Frau mit einem fremden Mann spricht. (Mal abgesehen davon, wenn sie nach dem Weg gefragt wird oder dergleichen.) Auch ist mir aufgefallen, dass Frauen und junge Mädchen sehr schnell wegschauen, wenn sie von einem fremden Mann angeschaut werden. Auch Gelegenheiten, jemanden etwa in einer Disco kennen zu lernen bestehen nicht. Tanzlokale sind dort nur für Paare gedacht. Die einzige Möglichkeit für eine Frau, einen Mann zu finden, besteht also innerhalb des eigenen Verwandten- und Bekanntenkreises sowie in Schule oder Studium. Insgesamt war ich neun Tag lang im Haus von Leena und Teena. Danach hat mich der Bruder von Vater Bena wieder abgeholt und zum Haus seiner Schwester gebracht, wo ich die nächsten elf Tage verbringen sollte. Das war in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kumta. Dort lebt die Schwester von Vater Bena zusammen mit ihren beiden noch minderjährigen Töchtern. Der Mann arbeitet in Mumbai, bekommt seine Familie also auch nicht besonders häufig zu Gesicht. Während der Zeit, die ich in diesem Haus verbrachte, sind wir einige Male im nahen Kumta einkaufen gegangen (stets mit den kleinen Rikschas, die überall auf den Strassen auf Kunden warten). Daneben hab ich viel Zeit mit den beiden Mädchen verbracht (das eine war 13, das andere 10 Jahre alt). Beide hatten grosse Freude an meinem Netbook, das ich stets mit mir herumtrage, wenn ich auf Reisen gehe. Computer sind vor allem auf dem Land in Indien nicht sehr verbreitet. Am liebsten mochten sie das Malprogramm Paint. Daneben wollte das grössere der beiden Mädchen unbedingt Tastaturschreiben lernen. Offenbar hat es ihr Eindruck gemacht, mich im 10-Finger-System über die Tasten flitzen zu sehen. An einem Nachmittag kam eine Schulfreundin des zehnjährigen Mädchens zum Spielen vorbei. Als sie gegen Abend wieder nach Hause musste, wurde sie von uns allen nach Hause begleitet. Dort lernte ich ganz unverhofft ihren 14-jährigen Bruder namens Prasanna kennen, der, als er mich sah, ausserordentlich neugierig wurde und viele Fragen hatte. Dazu muss ich anmerken, dass Menschen aus dem Westen in Indien nach wie vor eine Besonderheit darstellen und dies ganz besonders auf dem Land. Wenn man da irgendwo durch die Strassen geht, kann man sich Dutzender neugieriger Blicke sicher sein. Prasanna erzählte mir auch, dass viele Inder sich wünschen, weisse Haut zu haben, so wie wir hier im Westen. Das hatte ich bereits zuvor in Mysore von Stellas Mann gehört, der mir mal an den Arm gefasst und dazu gesagt hatte, er hätte auch gerne so weisse Haut wie ich. Daraufhin habe ich Prasanna erklärt, dass die Menschen im Westen es gar nicht so sehr mögen, weiss zu sein und im Sommer zu Tausenden an die Strände flüchten, um möglichst schnell möglichst braun zu werden (so wie die Menschen in Indien von Natur aus aussehen). Letztlich ist es doch stets so: Was ich hab, das will ich nicht und was ich will, das hab ich nicht.   

Die Gespräche, die ich mit Prasanna geführt habe, waren tatsächlich sehr unterhaltsam. Er ist denn auch nach diesem Abend mehrfach beim Haus von Vater Benas Schwester vorbeigekommen, um sich mit mir zu unterhalten. Dabei haben wir auch über seine Religion gesprochen (Prasanna ist Hindu). Und ich habe ihm meine Religion (Christentum) erklärt. Da Vater Benas Schwester (sie ist Christin) eine Bibel in Prasannas Muttersprache besitzt, konnte ich Prasanna sogar einige bekannte Texte wie etwa die Bergpredigt zum Lesen geben.  Auf Englisch wäre das für ihn wohl etwas zu schwer verständlich gewesen. Für mich allerdings war das Auffinden der entsprechenden Stellen in der für mich völlig fremden Schrift nicht ganz leicht und letztlich nur dank der Kapitel- und Versnummern überhaupt möglich. Nebenbei bemerkt gibt es in diesem Teil Indiens neben Hindus und Christen auch sehr viele Moslems. Welcher Konfession diese genau angehören weiss ich nicht, jedoch ist es üblich, dass die moslemischen Frauen dort mit kompletter Verschleierung herumlaufen. Das hat mich am Anfang schon etwas erstaunt, vor allem weil es ja in Indien so heiss und feucht ist. Ich glaube, ich würde einen Herz-Kreislaufkollaps bekommen, wenn ich bei dieser Hitze so viel Kleidung tragen müsste. Als ich in der Woche zuvor Teena mal danach fragte, meinte sie bloss, das sei eben deren Tradition, die Frauen seien sich das gewohnt und sie würden das auch nicht ständig tragen, sondern nur in der Öffentlichkeit.   

An meinem letzten Tag im Hause von Vater Benas Schwester sind einige junge Männer aus dem Dorf vorbeigekommen, die darum baten, dass ich mit ihnen zusammen zu einem nahen Fluss kommen möge, um Aufnahmen davon zu machen, wie sie von der Brücke aus ins Wasser springen. Dem Wunsch bin ich nachgekommen. Interessant ist hierbei übrigens, dass es wirklich ausschliesslich die Männer sind, die schwimmen gehen. Von sämtlichen Frauen oder Mädchen, die ich im Laufe dieses Monats danach fragte, bekam ich zu hören, dass sie in ihrem ganzen Leben noch nie in einem Fluss oder See oder im Meer schwimmen gewesen waren. Alle sagten mir, dass sie überhaupt nicht schwimmen könnten. Das ist etwas, was in dieser Kultur einfach nur die Männer tun.   

An diesem Abend kam Paul Nzuki, der mich zwei Wochen zuvor von Mysore nach Bhatkal begleitet hatte (und danach zurück nach Mysore gefahren war) bei Vater Benas Schwester vorbei, um hier zu übernachten und mit mir am Tag darauf gemeinsam mit dem Zug für vier Tage nach Goa zu fahren. Das war von hier aus gar nicht so weit. Leider hat es dann aber in Goa mehrheitlich nur geregnet. Ausserdem wurde ich dort krank. Ich bekam zwar kein Fieber, jedoch erhöhte Temperatur und fühlte mich denn auch die meiste Zeit über erheblich zu schlapp, um mehr zu tun, als im Hotelzimmer im Bett zu liegen. Immerhin sind wir zuvor aber noch in Old Goa bei der Se Cathedral Church gewesen und ausserdem in einem Reisebüro, da ich mich entschlossen hatte, an meine gut vier Wochen Indien spontan noch zwei Wochen Thailand anzuhängen. 

Danach ging es zurück in Richtung Mysore. Genauer gesagt nach Bangalore. Vater Bena riet mir nämlich dringend davor ab, zu diesem Zeitpunkt nach Mysore zu kommen, da dort Dengue-Fieber ausgebrochen sei. Er selber hatte in den vergangenen Wochen mehrere Tage im Krankenhaus verbracht (vermutlich wegen Dengue-Fieber). Zum zweiten Mal trat ich nun also eine nächtliche (diesmal 12-stündige) Busfahrt an, ohne dabei so recht gesund zu sein (und selbstverständlich aufgrund der holprigen Strassen ohne echte Chance auf Schlaf). Das änderte sich auch später nicht, als wir in Bangalore auf Hotelsuche gingen und ich mir ernsthaft überlegte, meinen Abstecher nach Thailand wegen meines zweifelhaften Gesundheitszustandes sausen zu lassen (der ursprüngliche Flug zurück in die Schweiz war ja noch gültig und wäre exakt am Morgen dieses Tages gewesen). Abgesehen davon mochte ich die Aussicht nicht, die nächsten paar Tage alleine hier in einem Hotel verbringen zu müssen, da Paul Nzuki wegen eines dringenden Termins zwingend zurück nach Mysore musste. Schliesslich hat Vater Bena aber für die paar Tage noch einen Platz in einem nahen Kinderheim für mich organisiert. So travellierten Paul und ich noch ein paar Stunden durch das sehr überfüllte, lärmige Bangalore, bis wir beim Daughters of St. Francis de Sales-Kinderheim am Rande von Bangalore ankamen, wo ich mich endlich in einem ruhigen Raum hinlegen und ein paar Stunden schlafen konnte. Mit meiner Gesundheit sollte es allerdings auch einen Tag später noch nicht besser werden, so dass ich schliesslich meine (vom Tropenarzt in der Schweiz erhaltenen) Breitband-Antibiothika zu mir nahm, worauf sich die Situation ziemlich schnell verbesserte. 

So verbrachte ich schliesslich die wenigen Tage bis zu meiner definitiven Abreise aus Indien damit, das Kinderheim zu besichtigen und mit den Kindern zu spielen. Um genau zu sein waren es nicht nur Kinder sondern auch viele Teenager. Allesamt Mädchen, und eines neugieriger als das andere. Vor allem bettelten alle ständig darum, dass ich ein Foto von ihnen machen solle. Viele von ihnen konnten übrigens erstaunlich gut Englisch. Das gilt auch für die Schwestern, die das Kinderheim leiten.

Die meisten dieser Mädchen hatten nur noch einen Elternteil, manche waren auch Vollwaise. Tagsüber gingen sie ausserhalb des Kinderheimes zur Schule, in dieser Zeit herrschte in den Gängen des Kinderheimes jeweils Totenstille, die aber sofort nach Ankunft der Mädchenschar von tosendem Lärm erfüllt wurde. Nachmittags war Arbeitszeit. Alle Mädchen hatten ihre ihnen zugewiesene Tätigkeit draussen im Garten. Dazu gehörte vor allem das Sammeln von Holz (fürs Feuer unterm Kochtopf), sowie auch das Waschen der eigenen Kleidung (gewaschen wurde selbstverständlich von Hand). Abends erfolgte dann das gemeinschaftliche Gebet. Zweimal täglich kam auch ein Traktor mit einer Ladung Wasser vorbei, da der Wasserbrunnen, aus dem für gewöhnlich das Wasser bezogen wurde, schon seit Monaten leer war. Obwohl momentan in Indien Regenzeit war, hatte es in der Gegend von Bangalore noch so gut wie gar nicht geregnet (dafür in Goa viel zu viel). So herrschte allerorten Wassermangel und das Wasser musste für viel Geld von ausserhalb eingekauft werden. Eine der Schwestern sagte mir, sie würden derzeit für das Wasser monatlich mehr Geld ausgeben als für das Essen. An einem dieser wenigen Abende habe ich den Mädchen an meinem Netbook einige Filmaufnahmen aus der Schweiz, sowie ein paar kurze Videos von Youtube gezeigt. Wenn man bedenkt, dass der Bildschirm meines Netbooks bloss 11,6 Zoll gross ist, kann man kaum glauben, dass es möglich ist, dass 30 bis 40 Mädchen sich darum herum versammeln und auch noch etwas sehen können. Die Zeit in diesem Kinderheim verging wie im Flug. Schliesslich kam der 7. Juli und Paul Nzuki kam von Mysore zurück, um mich hier in Bangalore zum Flughafen zu begleiten.   

Im Rückblick muss ich tatsächlich sagen, dass ich in diesem einen Monat Indien wirklich ausserordentlich viel gesehen habe. Damit meine ich nicht irgendwelche kulturellen Sehenswürdigkeiten. So etwas hat mich nie interessiert. Was ich meine, sind die vielen verschiedenen Menschen, denen ich in dieser relativ kurzen Zeit in Indien begegnet bin. Das war schon sehr bereichernd und auf jeden Fall wesentlich abwechslungsreicher, als wenn ich zu Hause in der Schweiz im Keller vor meinem Computer geblieben wäre (wo ich inzwischen wieder sitze).

Svenja, März - August 2013 (K13)

Wenn irgendjemand zu L. möchte könnt ihr ihr oder ihm natürlich meine Emailadresse geben, ich werde sie jedem herzlichst weiterempfehlen. Ich hatte eine klasse Zeit bei ihr und ich bin tierisch dankbar dafür, dass ich sie kennengelernt habe. Sie ist wirklich eine ganz tolle starke Frau. Wir haben uns sehr gut verstanden, sie hat mir immer geholfen, wenn ich ein Problem hatte und auch sonst hat sie sich ganz toll um mich gekümmert.

Ich habe in Nairobi auch ausserhalb des Praktikums und Liz Freundeskreis sehr nette Menschen kennen gelernt und ich habe das Gefühl die Kenianische Gesellschaft gut kennengelernt zu haben.

Liebe Grüsse Svenja

Anna-Maria, März - Mai 2013 (T1)

Vier Monate Ostafrika! Das war mein Plan nach dem FSJ im März. Mit meinem Dad bin ich dann erst in Tansania rumgereist und dann zur Stelle T1 in Moshi/ Tansania gegangen. Weil ich nicht katholisch bin, wars erst mal richtig gewöhnungsbedürftig in der Gemeinde dort. Nach und nach hab ich mich aber mit den drei Mädels angefreundet, die dort im Parish für den Haushalt zuständig sind. "You know, problem is language!", das bekam ich immer wieder zu hören und das stimmt auch! In der Secondary School, zu der ich dann jeden Morgen gegangen bin, wird zwar Englisch unterrichtet, aber auf einem Niveau wie bei uns etwa in der Grundschule. Mit ein paar Brocken Suaheli kam ich dann aber doch durch :) Meine Aufgaben waren also, morgens in der Schule bei Computer- und Englischunterricht "assistieren", was auch schon wieder übertrieben klingt ;). Mittags oder abends half ich beim Kochen der tansanischen Mahlzeiten (Achtung: sehr lecker...) und die Zeit dazwischen ließ sich immer spontan mit irgendetwas füllen, das gerade erledigt werden musste oder auch nur mit chillen. Oft wird man auch von den Priestern zu irgenwelchen Freunden von Freunden von Freunden,... gefahren - man kommt also rum! Jeden Samstag kommen auch jüngere Kinder zur Kirche hoch, um mit den Sisters zu lernen. Und das Schöne: mit denen kann man spielen, auch ganz ohne Sprache. Die Schaukel im Garten ist jetzt auch wieder richtig einladend geworden dank unserer individuell gestylten Holzschaukel :).   Nach diesem einen Monat bin ich mit dem Bus nach Mombasa/ Kenia gefahren. Das ging wunderbar, einfach, unkompliziert (um gleich alle Bedenken von Eltern und Co. auszuschalten!). Den Unterschied zwischen Tansania und Kenia hat man dann schon an der Grenze gemerkt; es wurde zunehmend zivilisierter und "reicher" (natürlich nur verhältnismäßig). Von BIG MOMBASA aus gings per Taxi in ca. 30 min. zur Stelle K2. Bei Sonnenuntergang (18.30 Uhr) hießen mich die 13 Kids vom Kinderheim willkommen und so ging es nach dem Abendessen auch gleich los mit Klatschspielen und Märchen erzählen. In dem Monat dort waren die Volunteer-Aufgaben für mich: Kids unterhalten, mit ihnen für die Schule lernen, Hausarbeit, Gute-Nacht-Geschichten erzählen, etc. 1 Strandtag für alle Kinds war auch drin. Ich kann diese Stelle nur empfehlen!! und die freie Zeit kann man ganz einfach auch an DEM Traumstrand von Kenia verbringen, ungefähr 30 min entfernt. Die Kinder sind supersüß, jedes auf seine eigene Art und das Volunteerhaus ist perfekt für die eigene Freizeitgestaltung! Im Juni bin ich wieder mit dem Bus nach Moshi gefahren und die restliche Zeit an der Küste rumgereist, bis es dann "Kwa heri Afrika" und "Karibu Ujerumani" hieß... 

Thimo, Februar - April 2013 (K43)

Ich habe kürzlich den Bachelor in Ökotrophologie absolviert und wollte als Übergang dieses Praktikum wahrnehmen. Ich war neun Wochen von Februar bis April 2013 bei Stelle K43 in Mweiga tätig. In der Anfangszeit wurden Einweisungen für die Wahlhelfer für die damals anstehende Präsidentschaftswahl vorbereitet, dafür kamen jeden Tag etwa 100 bis 300 Personen, die geschult und verköstigt werden mussten. In dieser Zeit habe ich meist Geschirr gespült und bei anderen Arbeiten unterstützt wie z.B. den Brüdern beim Zeltaufbau und der Bestückung mit Stühlen geholfen. Auch solche Arbeiten haben Spaß gemacht, da man die Leute dabei näher kennen lernte. In Kenia hatte ich eine gewisse Eingewöhnungsphase gebraucht, da die Lebensweise doch eine andere ist, wie auch das Essen. Oft gab es Kartoffeln und Reis auch miteinander vermischt. Nach ca. zwei Wochen wurde ich mit der Arbeit im VCT vertraut gemacht. Ein paar Mal konnte ich aber auch eine fünf bis zehnminütige Ernährungsberatung, die, wie auch die HIV-Aufklärung und -tests, in verschiedenen Kirchen stattfanden, durchführen. Da zur selben Zeit noch eine andere Praktikantin vor Ort war und nicht sehr viel Arbeit im VCT für zwei Personen anfällt, bin ich nach etwa einer Woche zur Landwirtschaft gewechselt. In der Landwirtschaft arbeitete ich anfangs ca. drei Stunden, später auch vier bis fünf am Tag. Nach der Arbeit war ich völlig ausgepowert, auch wegen der Mittagssonne. Die Arbeit machte Spaß, war aber natürlich anstrengend, da alles Handarbeit ist und keine Maschinen zur Verfügung stehen. Hauptsächlich pflanzte und erntete ich Bohnen, Mais und Süßkartoffeln. Grundsätzlich sind die Kenianer sehr kontaktfreudig und man lernt dadurch sehr schnell Leute kennen. Sie waren stets sehr nett und auch rücksichtsvoll. Zu einigen habe ich heute noch Kontakt. Natürlich kann man auch zahlreiche Ausflüge unternehmen wie beispielsweise nach Nakuru oder in den, um die Ecke liegenden "Aberdare Nationalpark". Insgesamt war mein Aufenthalt sehr schön, voller neuer Erfahrungen und absolut zu empfehlen.

Rebecca, Februar - April 2013 (K43)

Etwas mehr als zwei Wochen habe ich jetzt schon wieder deutschen Boden unter den Füßen. Und während ich hier gerade die ersten Wörter tippe, wird mir noch einmal bewusst, wie sehr ich mich nach dieser Zeit zurücksehne. 

Sechs wunderschöne Wochen hatte ich im kleinen Örtchen Mweiga in Kenia. Nach einem sehr herzlichen Empfang, habe ich nach einigen Tagen angefangen bei den Brothers of St. Joseph im VCT (Voluntary Counselling and Testing Center) zu arbeiten. Das ist quasi ein Mini-Krankenhaus für HIV-Positive, die dort umsonst zunächst getestet und mit Eintritt in das Programm auch kostenlos behandelt werden können. Aber auch negativ- oder gar nicht getestete Menschen werden behandelt und bezahlen dann auch nur eine geringe Gebühr, die sie sich leisten können. Auch wenn die Kenianer eigentlich viel zu Gastfreundlich wären, um dir irgendwelche Aufgaben zuzuteilen, habe ich sie im Laufe der Zeit mit etwas Eigeninitiative selbst gefunden. Der Clinical Officer und die dort arbeitende Nurse waren dabei meine Haupt-Ansprechpartner und wirklich bemüht mir so viel es ging über HIV, die häufigsten Krankheiten, die Medikamente und Dokumentationen zu erklären. Da ich hier in Deutschland Medizin studiere, war mein kleines Vorwissen schon ganz hilfreich, auch wenn dort einiges noch einmal ganz anders abläuft. Auch wenn die meisten Patienten nur Kishuaheli oder Kikuyu  gesprochen haben und ich doch ein paar Wochen gebraucht habe, um mir die wichtigsten Wörter zu merken, klappte der Austausch besser als ich dachte - zur Not auch einfach mit Händen und Füßen ;) So habe ich von Anfang an geholfen die Patienten zu wiegen, zu messen, ihren Blutdruck zu messen und auch wenn es um Auskulation und Palpation ging, durfte ich immer mal mithören bzw. mit -anfassen ;) An den Wochenenden sind wir fast immer raus auf die Dörfer gefahren, haben in verschiedenen Kirchengemeinden die Menschen über HIV- und vor allem auch Tuberkulose und Diabetes aufgeklärt und später kostenlose und anonyme Tests in kleinen Zelten angeboten, bei denen ich auch immer voll mit eingeplant war und eigene Aufgaben übernommen habe, sodass es super spannend war und ich im Kontakt mit weiteren Kenianern richtig viel über ihr Leben lernen durfte. Natürlich wäre es schön, wenn alle einfach negativ wären, doch dies entspricht leider nicht der Realität und eine solche Diagnose zu übermitteln, ist auch nicht gerade einfach. Natürlich hat es mich, vor allem wenn ich die Möglichkeit hatte, die Patienten im Gespräch näher kennenzulernen, manchmal ein wenig mitgenommen, doch einer der Brothers hat immer großen Wert darauf gelegt sicher zu gehen, dass ich mich damit nicht allzu sehr belaste. Nach jedem Testing haben wir uns zusammengesetzt, über alles gesprochen, uns über Erfahrungen ausgetauscht und so zusammen einen Weg gefunden, damit umzugehen.

Aber genug zur Arbeit. Denn was meinen Aufenthalt dort einfach maßgeblich geprägt hat, sind die Menschen dort. Die Mitarbeiter des VCTs und vor allem der Brother, der als Project Coordinator  im VCT arbeitet, sowie der Clinical Officer und eine kenianische Freiwillige sind für mich während dieser Zeit zu sehr guten Freunden geworden. Auf einem "Betriebsausflug" zum Team Building, auf den auch ich mitgenommen wurde, hatten wir die Chance zusammen viel zu erleben und uns gegenseitig richtig gut kennenzulernen. Mit der Krankenschwester des VCTs habe ich mir sogar ein Zimmer geteilt. Zunächst galt es als "Notlösung", da aufgrund von Wahlveranstaltungen kein Zimmer mehr frei war, aber wir haben uns auf Anhieb so gut verstanden, den Austausch und gemeinsame Aktionen so sehr genossen, dass ich nie wieder ausgezogen bin. Jeden Abend haben wir zusammen kenianisch gekocht, als Nachtisch eine dieser suuuuuper leckeren Mangos verspeist und danach wie unter Schwestern einfach das neueste von unserem Tag ausgetauscht. An den Wochenenden sind wir auch öfter mal gemeinsam nach Nyeri gefahren und haben die Stadt unsicher gemacht. 

Zu erzählen gäbe es noch unglaublich viel, doch ich hoffe, dass  das einen kleinen Überblick über mein Leben dort gibt. Ich kann jeden nur ermutigen so ein Praktikum zu machen, jedoch sollte man offen für eine ein bisschen andere Welt sein. Mit einem europäischen Denken kommt man da nicht weit. Aber lässt man sich auf alles ein und ist offen, hat man 100%ig eine wunderbare Zeit, denn es ist ein klasse Projekt, in dem man für sein Leben lernen kann.

Raphaela, Carmen und Laura, Januar - März 2013 (K20)

Wir ( 3 deutsche Studentinnen der Sozialen Arbeit) waren von Januar bis März 2013 in Kenia, Mombasa. Wir waren im Stadteil Likoni, im Haus der Rektorin der Grundschule untergebracht.

Vormittags und an zwei Nachmittagen in der Woche haben wir an dieser Schule gearbeitet. Dabei haben wir die Klassenlehrer beim Unterrichten unterstützt. Der Unterricht wird generell auf englisch abgehalten, aber in den kleineren Klassen wird alles auf Kiswahili wiederholt, da die Kinder erst in der Schule englisch lernen. Zum Teil haben wir selbst unterrichtet. Die Kinder sind sehr lebhaft, aber lieb. Von den Lehrern vor Ort werden sie im Unterricht geschlagen. Das fiel uns oftmals schwer mitanzusehen, ist da aber leider die gänige Art der Kindererziehung und nur sehr schwer aus den Köpfen der Menschen zu bekommen. Die Lehrer an der Schule sind sehr offene und freundliche Menschen, die uns gut aufgenommen haben und uns für unsere Unterstützung dankbar waren.

Zu Beginn des Praktikums waren die Lebensbedingungen im Armenviertel Likoni, in dem wir untergebracht waren ein Kulturschock für uns. Aber wir haben uns sehr schnell daran gewöhnt, nicht zuletzt wegen der freundlichen Menschen. Unsere Unterkunft war für die dortigen Verhältnisse sehr komfortabel, obwohl es vorkommen kann, dass man kein Strom und/oder Wasser hat. Unsere Wäsche haben wir jede Woche mit der Hand gewaschen. Gekocht haben wir immer gemeinsam mit "unserer Gastmutter".

"Unsere Gastmutter" ist sehr nett und kümmert sich um alles. Sie ist aber leider sehr beschäfftigt und hatte wenig Zeit etwas mit uns zu unternehmen. Trotzdem hat sie sich immer bemüht, dass wir von ihren Freunden begleitet wurden und uns die Gegend gezeigt haben.

In unserer Freizeit haben wir sehr viel in der Umgebung unternommen. Es gibt viele schöne Strände in der nahen Umgebung und auch direkt in Likoni. Das Stadzentrum, insbesondere die Altstadt von Mombasa ist mit ihrem arabisch-orientalischen Flair sehr sehenswert. Bei unserer Ausflügen wurden wir meist von unseren einheimischen Freunden begleitet.

Insgesamt haben wir unseren Aufenthalt sehr genossen und können diese Praktikumsstelle nur weiterempfehlen. (Note: 1-2)

 

Liebe Grüße, Carmen, Laura und Raphaela

Silvia, Januar - Februar 2013 (S1)

Es war aber sehr sehr schön. Es war für mich eine komplett fremde Welt, die ich täglich gern neu entdeckt habe. Eine natürliche, kräftige Welt auch, für die ich mich manchmal fast zu schwach empfunden habe. 

Organisatorisch lief alles reibungslos, vom Abholen bis zum wieder Zurückbringen am Flughafen. Die Hilfsbereitschaft ist immens, überall. 

Mit der Familie habe ich es auch sehr gut getroffen, sie waren herzlich und respektvoll. Sie haben mich gut aufgenommen. konnte nach Lust und Laune bei den gemeinsamen Aktivitäten mitmachen oder nicht. Ich habe an den Wochenenden Reisen gemacht, drei im ganzen (zu den Bijagos-Inseln, nach Kap Skirring und nach Serekunda in Gambia, und jedes Mal konnte ich jemanden aus der Familie mitnehmen. Die Reise habe ich natürlich bezahlt, aber ich fand es schön und lustig, nicht alleine zu reisen. Obwohl das auch gehen würde, ist nicht problematisch.

Ich habe mich überhaupt die ganze Zeit sehr wohlbehütet gefüllt, sicher weil es gut war mit der Familie und auch weil ich gewusst habe, ihr sei immer erreichbar, aber vor allem, weil es immer und überall Frieden herrscht. Ich hatte nie Angst, auch alleine nicht, zu keiner Tageszeit.

Man kann die Aufmerksamkeit, die einem geschenkt wird, vor allem wenn man alleine ist, als anstrengend empfinden, man kann sie aber auch einfach geniessen, hab beides ausprobiert :). Ich war weiter überrascht, dass die Leute allgemein nie, aber absolut nie, grimmig oder verbissen sind, nie nachtragend (…) Im Gegenteil, die Leute sind tolerant untereinander und mit Fremden und, was ich sehr schön fand, sie sind einfach da, alle zusammen, stets am gut miteinander auskommen. Sie stolpern viel weniger über Details wie wir Europäer und bewahren dabei immer eine gute Haltung. Ist vielleicht klischeehaft zu sagen, sie sind so und so, aber so habe ich es empfunden. 

Ich hatte weiter sehr viel Glück mit der Betreuerin im Kindergarten, Antoinette. Hatte das Gefühl, sie vesteht mich genau (…) Antoinette hat mich schlussendlich "weitergereicht" zu einem Lehrer und dort war ich wieder "brauchbar". Seine Klasse war auch sehr gross, 44 Kinder, aber er hat sie oft selbstständig arbeiten lassen und da konnte ich und ein anderer Praktikant (ein Senegalese, der die Ausbildung zum Lehrer machte) einzelnen Schülern Sachen erklären. Diese Aufgabe hat mir wirklich gut gefallen und ich wäre in dieser Schule gerne bis zum Schluss geblieben. Und ich hätte so gerne auch ein Abschiedsfest gemacht. Denn ich wurde immer und überall reichlich beschenkt. Aber vielleicht gehe ich einmal sie besuchen und hole es nach (…)

Ich danke Euch ganz herzlich für die super nette Betreuung und für die respektvolle Haltung, die ihr gegenüber Afrika habt und auch vermittelt. Das hat mir an Klemens gefallen, noch bevor ich hinging, bei diesem Seminar, bevor ich also all das Gute auch bestätigt bekommen habe :).

Katharina, Oktober 2012 - März 2013 (K37)

Hallöle an alle, die an die Stelle K37 in KENYA/ Mombasa gehen wollen! Ich habe ein halbes Jahr in Mombasa verbracht und davon ein Viertel Jahr in meiner Hostfamilie und in der Integrativen Schule (). In der Familie habe ich mich sehr wohl gefühlt- ich wurde herzlich aufgenommen. Das Zimmer habe ich mir mit dem Hausmädchen und der Nichte meines Hostdads geteilt- auf fehlende Privatsphäre sollte man sich vorbereiten. Ich habe ein Ventil gefunden und habe viel Zeit auf dem noch nicht fertig gebauten Dach verbracht, um für mich sein zu können. Über Klemens kann man erfahren, wer noch zu deinem Praktikumszeitraum da sein wird- ich habe aber auch spontan andere Volontäre aus anderen Organisationen kennen gelernt- dennoch habe ich meine ganze Zeit dort mit Einheimischen verbracht, um richtig in die Kultur und das Leben dort eintauchen zu können- gefiel mir besser, als mit anderen Deutschen die Zeit zu verbringen. Ein Tipp für entspanntes Alleinsein: Aroma Cafe in der Nkurumah Road in Mombasa Town- da habt ihr W-Lan und tolle Mango- und andere Shakes, tolles Essen und ihr könnt in dem klimatisierten Cafe die Seele baumeln lassen;) Das Essen in meiner Hostfamilie war gut. Ich habe mich mit allen gut verstanden. Mit der Toilette und den Duscheimern freundet man sich schnell an- alles ganz easy. Wäsche waschen musst du alleine, auch wenn das Hausmädchen mir angeboten hat, dass sie meine Wäsche waschen kann, aber dies habe ich abgelehnt- sie hat so schon viel zu tun gehabt. Der Bezirk, in dem das Zuhause auf Zeit ist, lautet Magongo und unweit vom Airport entfernt. Mit Matatus kann man binnen 20 min (Traffic-abhängig) in Town sein. Anfangs hat mich die älteste Tochter meines Hostdads mit mir einen Rundgang durch Town gemacht und mir erklärt wie viel man für die Fahrt zahlt etc. Ich muss gestehen, dass ich anfangs tausend Fragen hatte und ich über alles sofort Bescheid wissen wollte, damit ich ja nicht umherirren muss und ich nicht verarscht werde, was die Matatufahrten betrifft (die testen immer, ob man den wahren Preis kennt oder nicht- Vorwissen ist angebracht). Einfacher gesagt als getan- entspannen und auf dich zukommen lassen- hat bei mir aber nicht funktioniert;) Ich wollte sofort wissen, wie der Hase läuft. Anfangs war ich sehr unsicher, hab mich kaum raus getraut, aber nach zwei Wochen hatte ich es raus gehabt und konnte überall hin, wo ich hin wollte. Wenn man mal die Orientierung verloren hat, konnte ich immer auf der Straße um Hilfe bitten und mir wurde sofort geholfen (was in Nairobi wiederum gefährlich sein kann). Ich habe mich in diesem ganzen halben Jahr sehr sicher gefühlt, mir wurde nie etwa geklaut im Vergleich zu anderen Volontären, wie ich mitbekommen habe. Mir ging es sehr gut und es wurde und ist immer noch mein zweites Zuhause. Womit ich bis zum letzten Augenblick zu tun hatte war der Fakt, dass man einfach als komplett anders und interessant wahrgenommen wird. Davon mal abgesehen, dass man gerne weiße Menschen mehr oder minder ausnehmen will (irgendwie verständlich bei dem Durchschnittslohn- wenn überhaupt jemand Arbeit hat), hat mich eher gestört, dass vor allem in Magongo ich von morgens bis abends von Nachbarn wie der letzte Alien angestarrt wurde und auch nach einem Viertel Jahr "Muzungu" gerufen wurde- nichts anderes als "Weiße". Diskussionen wieso man mich nicht nach dem Namen fragen kann oder ob man mich nur an meiner Hautfarbe ausmacht, waren vergebliche Lebensmühe. Ich wurde ständig angestarrt und Muzungu gerufen. An manchen Tagen war mir das komplett egal, an anderen Tagen hat mich das wiederum sehr verletzt und mich nur den Kopf schütteln lassen- was ist so spannend an mir. Vor allem nach 3 Monaten und ich bin nicht die erste weiße Volontärin in der Gegend. Ich bin auf Grund privater Probleme mit der Familie nach 3 Monaten ausgezogen und in eine etwas bessere Gegend gezogen. Da hat sich die Muzungu-Bestaunung etwas gelegt, dennoch ist man immer ein Hingucker. Ich konnte mich schwer damit abfinden. Nun zur Arbeit in der Schule: An meinem ersten Tag führte mich eine Lehrerin der Special Classes über das Gelände. Die Schule liegt auf einem Hang und hat ganz oben zwei große Dormitories für die Internatskinder. Dann verfügt die Schule über zwei Baby-Classes, den regulären Klassen 1-8, aktuell 3 Special-Classes mit dazu gehörigen Dormitories und einen Physiotherapieraum. In den Special-Classes befinden sich die behinderten Kinder, einige sind jedoch in den anderen Klassen integriert. Deiner Fantasie kannst du freien Lauf lassen: ob du in den Physiotherapiestd assisierst, innerhalb der Unterrichtseinheiten, Freizeitgestaltung für Kinder, die dort Internatskinder sind und Leerlauf  haben bis zum frühen Abend haben. Du kannst definitiv den Lehrerinnen in den Special-Classes helfen, denn dort ist ein Betreuungsschlüssel von 1:20 (alle Kinder haben komplett unterschiedliche Beeinträchtigungen!!!). Du kannst den Hausmüttern, die für die behinderten Kinder zuständig sind, beim Duschen derer helfen, bei der Essensausgabe und beim Essen-reichen (manche verwenden das Wort FÜTTERN). Nach 3 Monaten habe ich die Schule verlassen- zeitgleich wie die Familie. Ich habe mir ein anderes Projekt gesucht und schnell gefunden. Wichtige Tipps: Wenn du Dich entscheidest, dies oder das zu machen und mit jemandem gerne zusammen arbeiten willst (z.B. Lehrer_innen etc), dann immer direkt mit der betroffenen Person alles besprechen. Offenheit und Authentizität ist wichtig- jedoch muss man selber entscheiden, wie viel Privates man von sich preisgeben will. (). Aber ich kann sagen, dass die Schule offen für neue Ideen ist und man stets willkommen ist. In der Hostfamilie wird man gut versorgt und muss sich nie alleine fühlen, da das Haus sehr lebendig ist. Ich kann euch noch Tipps gehen für die Matatufahrten, Orientierung in Town, Sicherheit, Preise etc- Klemens gibt sicherlich gerne meine Mailadresse weiter. Ganz viel Spass wünsche ich euch!

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