Gila, Februar 2016 - März 2016

1.    Ziele des Praktikums und Grundlagen des Berichtes

Durch das Praktikum wollte ich eine für mich fremde Kultur und die in meinem Gastland üblichen Methoden der Hebammentätigkeit kennenlernen und erleben, um diese Erfahrungen in mein Berufsleben miteinfließen zu lassen.

Durch die Hebammenarbeit in Zentralafrika bot sich die Möglichkeit, meinen Fokus auf die Ursprünge des Hebammenhandwerks zu legen und die Betreuung von Frauen  bei Schwangerschaft und Geburt in einem anderen Gesundheitssystem zu studieren. Außerdem sah ich durch das Praktikum die Gelegenheit, die afrikanische Rolle der Hebamme im multiprofessionellen Kontext zu erleben und Fachwissen aus meiner Ausbildung mit den Hebammen, Ärzten und Gesundheits- und Krankenpflegern vor Ort auszutauschen.

Des Weiteren wollte ich die Rolle von schwangeren bzw. gebärenden Frauen innerhalb der Gesellschaft in meinem Gastland erfahren und mit der Rolle dieser Frauen in Deutschland vergleichen.

Ich erwartete die Konfrontation mit neuen Krankheiten und Problemen in dieser Phase des Lebens der Frau und des Neugeborenen und hoffte, meine Fähigkeiten im Umgang mit eben diesen Krankheiten ausbauen zu können.

Durch die Wahl einer englischsprachigen Praktikumsstelle erhoffte ich mir, meine Sprachkenntnisse zu trainieren und die englische Fachsprache zu verfeinern.

Von dem Praktikum erwartete ich mir eine Weiterentwicklung im Bereich des Studiums, meiner Hebammentätigkeit und eine Stärkung meiner Persönlichkeit.

Der folgende Bericht gibt einen Einblick in meine Zeit dort, doch fiel es mir schwer, meine vielfältigen intensiven, insbesondere auch emotionalen Eindrücke und erlebten zwischenmenschlichen Beziehungen in Worte zu fassen.

Außerdem ist es mir wichtig, im Vorfeld darauf hinzuweisen, dass meine Beschreibungen und Erfahrungen zu großen Teilen nicht auf andere Landesteile Kameruns bezogen werden dürfen.   Kamerun ist ein hinsichtlich seiner Ethnien, Kulturen, Religionen und Lebensweisen ein sehr vielfältiges Land. Meine Erfahrungen und mein Bericht beziehen sich auf  mein Einsatzgebiet, der ländliche Bereich des anglophonen Nordwestens. Die Menschen der betroffenen Dörfer waren überwiegend vom Volk der Takiri, waren katholisch mit Einflüssen früherer Naturreligionen. 

2.    Vorbereitung und Finanzierung

Nachdem ich entschieden hatte, mein Praktikum in Afrika zu machen, versuchte ich auf verschiedenen Wegen eine Stelle für mich zu finden.

Durch einen Flyer in der Hochschule wurde ich auf „Mylabadi“ aufmerksam. Dies ist eine private Organisation, welche Praktika im Gesundheitsbereich und Sozialen Bereichen in verschiedenen Ländern Afrikas vermittelt. Ich bewarb mich um eine angebotene Stelle in einer Ambulanz im Nordwesten Kameruns und bekam im November 2015 hierfür eine Zusage.

Die Mitarbeiter von Mylabadi vermittelten mir einen Ansprechpartner in Deutschland und ein Vorbereitungsseminar, welches auf mein Gastland zugeschnitten war. Außerdem  ermöglichten sie mir Kontakt zu ehemaligen Praktikanten mit Kenntnissen der örtlichen Verhältnisse aufzunehmen. Die Organisation stand mir während der Vorbereitungszeit und grundsätzlich auch  der Praktikumszeit mit Tipps und Hilfe zur Seite.

Ich tauschte mich mit einer deutschen Hebamme aus, die bereits in Kamerun gewesen war. Weitere Informationen erhielt ich von gebürtigen Kamerunern, die in der Zwischenzeit in Deutschland leben, zu denen ich über Bekannte Kontakt aufnahm.

Meine telefonische Kontaktaufnahme von Deutschland zum Leiter der Praktikumsstelle in Kamerun erwies sich aufgrund offensichtlich landestypischer, technischer Probleme als schwierig. Eine anderweitige Kontaktaufnahme per Email oder Ähnlichem war wegen fehlender Internetverbindung nicht möglich. Die Stelle und vor allem der örtliche Leiter waren meinem von Mylabadi vermitteltem Ansprechpartner in Deutschland jedoch gut bekannt, und so beließ ich es bei den mir vorliegenden Informationen.

Ich beantragte ein Visum und ließ mich durch einen Arzt für Tropenmedizin zu Impfungen und Prophylaxen beraten und behandeln.

Zur Finanzierung des unbezahlten Praktikums bewarb ich mich bei DAAD im Rahmen des PROMOS-Programms für ein Stipendium und erhielt kurz vor meiner Abreise eine Zusage. Die weiteren Kosten wurden von mir privat finanziert. Die Kosten beliefen sich auf 300 € Miete, rund 500 € Flug und ca. 550 € für Lebensunterhalt, Ausflüge und Einkäufe.

3.    Das Gastland, meine Gastfamilie und die Unterbringung

Ich lebte 8 Wochen in Ngondzen, einem kleinen Dorf im Nordwesten Kameruns, 12 km nördlich der Kleinstadt Kumbo. Dort hatte ich eine kleine, einfache, möblierte Wohnung im Haus meiner Gastfamilie.

Meine Gastfamilie bestand aus zwei Schwestern, deren Vater und 7 Kindern. Die Kinder waren Töchter, Söhne, aber auch teilweise Enkel oder Neffen meiner Gastmütter. Ich verbrachte meine Freizeit mit dieser Familie, erlebte durch sie die afrikanische Kultur und das Familienleben hautnah. Wir besuchten unter anderem Festlichkeiten zu Feiertagen, Gottesdienste, machten Ausflüge, ich spielte mit den Kindern, wir aßen gemeinsam und ich lernte in einer  traditionellen  afrikanischen Küche mit offener Feuerstelle für 10 Personen zu kochen, was auf dem eigenen Feld wächst.

Wie  fast alle Familien in ländlichen Gebieten im Nordwesten besaß meine Gastfamilie mehrere kleine Felder, wovon sie ihre Grundnahrungsmittel bezog. Die Häuser in den Dörfern sind größtenteils aus Lehmsteinen ebenerdig gebaut, vereinzelt gibt es Häuser aus Stein. Im Hof unseres Hauses gab es einen Wasserhahn, aus dem – mit gelegentlichen Unterbrechungen – Wasser zum Kochen und Waschen bezogen werden konnte. Es gab – mit häufigeren Unterbrechungen – zur Beleuchtung der Räume eine elektrische Stromversorgung.

In einem kleinen örtlichen Gemischtwarenladen gab es alles Notwendige für den Haushalt und Getränke. Lebensmittel bekam ich teilweise auch von dort, von dem Feld meiner Gastfamilie oder vom Markt in Kumbo, der über unbefestigte Straßen mit „öffentlichen Verkehrsmitteln“ erreicht werden konnte. Als öffentliche Verkehrsmittel standen – für Kamerun üblich – Auto- oder Motorradtaxis zur Verfügung.

Die Praktikumsstelle konnte ich zu Fuß in etwa 15 Minuten im nächsten Dorf erreichen.

Die Menschen, die ich in meinem Gastland kennen gelernt habe, sind sehr herzlich, gastfreundlich und gerade meine Gastfamilie sehr offen. Sie vermittelten mir das Gefühl und machten es mir leicht, mich gerne in ihre Kultur und ihr Leben zu integrieren. Das soziale Leben, ob Familie, Freunde oder Nachbarn und die praktizierte Religiosität hat einen sehr großen Stellenwert in allen Lebensbereichen.

Der Lebensstandard in den ländlichen Gebieten ist sehr viel niedriger als in Deutschland, doch die Menschen haben durch das fruchtbare  Land alles, was sie zum (Über)- Leben brauchen. Das Lohnniveau für z.B. Dienstleistungen ist extrem gering. Die Problematik liegt in der  nicht ausreichenden staatlichen Finanzierung und die privaten Möglichkeiten  häufig   übersteigenden Anforderungen  an die medizinische  Versorgung sowie z.B. die Schulgebühren und -materialien.

4.    Die Praktikumsstelle im Integrated Health Center

4.1 Allgemeines

 In den großen Städten Kameruns gibt es Krankenhäuser, in etwa vergleichbar mit Deutschland. Um die Gesundheitsversorgung in den Landbereichen abzudecken, gibt es sogenannte „Health Center“. Je nach Größe und Träger heißen sie unter anderem „Community“, „Catholic“ oder „Integrated Health Center“.

Das „Integrated Health Center Nkum Kov“ ist eine Ambulanz mit Behandlungs-, Geburts- und Patientenzimmern, einem Labor und einer Apotheke. Es wird Schwangerenvorsorge, Geburtshilfe, postnatale Betreuung und allgemeine Krankenversorgung angeboten.

Das Labor und die Apotheke sind Montag bis Freitag von 8.30  bis 14.30 Uhr besetzt. Allgemeine Sprechstunde für Patienten ist zu denselben Zeiten. Die allgemeine Sprechstunde ist mit dem Hausärztlichen Dienst in Deutschland zu vergleichen. Für Notfälle und Geburten ist über 24h ein Gesundheits- und Krankenpfleger zu erreichen. Das Zentrum betreut 9 Dörfer im Umkreis bis zu 5 Kilometern mit rund 13.800 Bewohnern.

4.2 Räumlichkeiten

Das „Integrated Health Center“ besteht aus mehreren kleinen ebenerdigen Gebäuden. Dazugehöriges Fotomaterial ist dem Anhang des Berichtes zu entnehmen. Es gibt ein Labor, 2 Behandlungsräume, in denen die allgemeine Sprechstunde und die Vorsorgeuntersuchungen der Schwangeren durchgeführt werden. Des Weiteren gibt es ein Geburtszimmer mit angeschlossenem Wehenzimmer, in dem sich die Gebärenden aufhalten und ausruhen können. Im sogenannten „Dressingroom“ werden Wunden genäht und verbunden. Außerdem gibt es dort die Möglichkeit, die Instrumente zu sterilisieren. Des Weiteren gibt es mehrere Patientenzimmer, in denen regelmäßig die entbundenen Frauen mit ihren Neugeborenen aufgenommen werden, aber auch Patienten, die eine längere medizinische Betreuung brauchen.

Die „Hall“ – ein großer, teilweise offener Raum – dient als Wartebereich und Behandlungsraum zur Anmeldung und zur wöchentlichen „Säuglingssprechstunde“. Diese Sprechstunde werde ich im nächsten Abschnitt genauer erläutern.

Ein Teil des Personals hat einen eigenen Wohnbereich auf dem Gelände, des Gesundheitszentrums mit eigenen Feldern zur Versorgung. Für die anderen Mitarbeiter gibt es einen Personalraum, um sich auszuruhen oder umzuziehen.

Außerdem gibt es einen Lagerraum mit Kühlschrank für die Medikamente, die gekühlt werden müssen und das Büro des Leiters. Das Team besteht aus 6 Personen unterschiedlicher Professionen.

4.3 Personal

Die Leitung unterliegt einem Gesundheits- und Krankenpfleger, der neben der Arbeit mit den Patienten die Büroarbeiten, wie Bestellungen und Ähnliches tätigt. Außerdem gibt es 2 weitere Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, die mit ihm die Sprechstunden anbieten.

Den Bereitschaftsdienst außerhalb der Sprechstunden teilen sich der Leiter und eine der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen im wöchentlichen Wechsel. Jeweils einer ist nachts von 20.00 Uhr bis morgens um 8.00 Uhr im Zentrum.

Im Labor ist eine sogenannte Laborassistentin tätig und in der Apotheke ein „Pharmacyassistant“, vergleichbar mit der deutschen Pharmazeutisch-technischen Assistentin. Die Apotheke dient gleichzeitig dem Empfang. Bevor ein Patient die Allgemein- oder Schwangerensprechstunde aufsucht, meldet er sich dort, um eventuell ein Anamnesebogen oder ein Krankenheft zu erhalten und die Kosten  für die Behandlung zu bezahlen.

Zur weiteren Unterstützung gibt es eine Hauswirtschaftskraft, die für die Reinigung der Räumlichkeiten zuständig ist.

4.4 Der Wochenablauf

Montag

Allgemeine Sprechstunde, Schwangerensprechstunde für 1. Vorsorge & Anmeldung

Dienstag

Allgemeine Sprechstunde, Schwangerensprechstunde für Folgevorsorgen

Mittwoch

Allgemeine Sprechstunde, „Säuglingssprechstunde“,

HIV-Medikamentenausgabe im 4-wöchigen Rhythmus

Donnerstag

Allgemeine Sprechstunde

Freitag

Allgemeine Sprechstunde

Samstag

Bereitschaft

Sonntag

Bereitschaft

 

Von Montag bis Freitag wird die Allgemeine Sprechstunde angeboten, die von Patienten aller Altersklassen mit unterschiedlichen Beschwerden aufgesucht wird. Die Sprechstunde wird von den Gesundheits- und Krankenpflegern durchgeführt, sie stellen die Diagnose, geben Anordnungen für das Labor, verschreiben die Medikamente und dokumentieren.

Montags ist zusätzlich Schwangerensprechstunde für die erste Vorsorge. Eine Anmeldung und eine Anamnese werden durchgeführt, die Frauen werden in ein Register eingetragen und eine Vorsorge wird durchgeführt. Die Inhalte der Vorsorge sind vergleichbar mit denen in Deutschland, mit der Ausnahme, dass im Health Center kein Ultraschall durchgeführt wird. Im Nordwesten Kameruns wird bei einer physiologischen Schwangerschaft die Vorsorge ab der 12. Schwangerschaftswoche im vierwöchigen Rhythmus empfohlen. Einige Frauen kommen erst später zur ersten Vorsorge.

Zu weiteren Vorsorgen kommen die Schwangeren dienstags.

Mittwochs ist neben der Allgemeinen Sprechstunde die „Säuglingssprechstunde“. Dabei werden die Kinder von Geburt bis mindestens zum 1. Lebensjahr gewogen, gemessen, geimpft und die Körpertemperatur kontrolliert. Die Impfungen sind für die Patienten kostenlos und werden allgemein rege in Anspruch genommen. Im Anhang befindet sich der Impfkalender, welche Impfungen zu welchen Lebenszeitpunkt in Kamerun empfohlen und durchgeführt werden.

Mittwochs werden des Weiteren  ältere Räumlichkeiten  für die Ausgabe von HIV-Medikamenten genutzt. Dafür kommt ein Team aus dem kooperierenden Krankenhaus in Kumbo und vergibt die Medikamente an die Patienten aus dem Einzugsgebiet des Health Centers.

Donnerstags und freitags ist Allgemeine Sprechstunde mit Patienten jeden Alters und unterschiedlichsten Diagnosen. Es werden Schnittwunden genäht und versorgt, Malaria behandelt, HIV-Tests durchgeführt, Magen-Darm-Krankheiten behandelt und vieles mehr. Außerdem kommen die HIV-positiven Schwangeren, die teilweise nicht durch das Team aus Kumbo betreut werden und erhalten Ihre Medikamente.

Ein weiteres Aufgabenfeld des Health Centers ist die Geburtenbetreuung, welche zu jeder Zeit stattfindet. Das Personal betreut rund 270 Geburten im Jahr. Die Gebärenden kommen bei regelmäßiger Wehentätigkeit und werden von dem oder der diensthabenden Gesundheits- und Krankenpfleger/in bis zur Geburt begleitet. Anschließend bleiben sie mit ihrem Neugeborenen zur postnatalen Betreuung ungefähr 3 Tage in der Ambulanz.

Alle Patienten werden gelistet und alle Behandlungen dokumentiert. Zum einen werden die Daten manuell in unterschiedliche Register der Ambulanz eingetragen und zum anderen in Unterlagen, die bei dem Patienten verbleiben. Für die Schwangerschaft gibt es eine Art Mutterpass, ein Dokument, in dem die Befunde der Vorsorge eingetragen werden und für die Allgemeine Sprechstunde das „consulting book“. In jenem werden die Symptome, die Laborergebnisse, die Diagnose und die Verordnungen aufgeschrieben. Es dient der Dokumentation, aber auch als Kommunikationsmittel zwischen dem behandelten Gesundheits- und Krankenpfleger und dem Labor, beziehungsweise der Apotheke.

4.5 Meine Tätigkeiten und die Zusammenarbeit mit dem Team

Meine Arbeitszeit war montags bis freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr mit einer zusätzlichen Rufbereitschaft über Nacht und am Wochenende für Geburten, sofern ich nicht auswärts unterwegs war.

Das Personal nahm mich gut auf und integrierte mich in die Arbeit und das Team. Die erste Woche galt als eine Art Orientierungsphase und ich durfte in allen Bereichen reinschnuppern und zuschauen.

In den folgenden Wochen lag mein Hauptaugenmerk – entsprechend meiner Berufsausbildung – auf der Schwangeren- und Säuglingsbetreuung. Zunächst assistierte ich bei den Sprechstunden und betreute später unter indirekter Aufsicht meine eigenen Patienten selbstständig. Dies beinhaltete die Anamneseerhebung, die äußerlichen körperlichen Untersuchungen und kleine Lehreinheiten zum Thema Schwangerschaft und Geburt. Die Säuglinge wurden durch mich vermessen, gewogen und teilweise geimpft. Außerdem gehörte die Dokumentation zu meinen Aufgaben.

Ich konnte  bei der Betreuung von drei Gebärenden assistieren und selbst die direkte Postnatale Betreuung  durchführen.

Da meine Arbeitszeit jedoch nicht mit diesem Klientel gedeckt war, arbeitete und assistierte ich im Labor und begleitete das Personal bei der allgemeinen Sprechstunde. Im Labor teste ich Blut- und Urinproben auf Krankheiten und Auffälligkeiten. In der allgemeinen Sprechstunde führte ich äußere Untersuchungen durch, verabreichte Intramuskuläre Injektionen und dokumentierte.

Auch die Durchführung der HIV-Medikamentenausgabe erlernte ich und konnte sie eigenständig durchführen.

Da nicht alle Patienten der englischen Sprache mächtig waren, bediente ich mich verstärkter Mimik und Gestik, um die Sprachbarriere zu brechen. In manchen Fällen – zum Beispiel bei der Anamneseerhebung – war dies nicht immer ausreichend, war dies der Fall, unterstützte mich das Personal.

Ein- bis zweimal im Quartal werden im Betreuungsbezirk Impfkampagnen durchgeführt, welche von der Regierung finanziert und überwacht werden. Dabei gehen mehrere Teams durch alle Dörfer im Bezirk und impfen die entsprechende Patientengruppe. Ich durfte an einer solchen Impfkampagne teilnehmen und ein Team 3 Tage lang bei Schul- und Hausbesuchen begleiten.

Ich blieb mit dem Team stets im fachlichen Austausch. Sie zeigten reges Interesse an den deutschen Standards und Behandlungsformen. In die neuen Arbeitsgebiete wurde ich mit Geduld herangeführt und das Team stand stets für Rückfragen zur Verfügung. Zur Kommunikation bedienten wir uns der englischen Sprache.

5.    Inhaltliche Bewertung meines Aufenthaltes

Meine Vorbereitungen hinsichtlich  Land und Kultur waren für mich ausreichend. hatte bereits an anderer Stelle Erfahrungen mit den ländlichen Lebensformen in einem Entwicklungsland  und konnte mich gut auf meine Gastfamilie, ihre Lebensweise und die übrigen Bedingungen einstellen.

Wie bereits erwähnt, gab es im Vorfeld meines Praktikums Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme zu dem „Integrated Health Center“. Mein Informationsstand über die konkreten  organisatorischen  Bedingungen und die verschiedenen Berufsgruppen  im Center war dadurch ungenügend. Bei einem nächsten Aufenthalt würde ich mich im Voraus genauer über die Größe, die Patientenzahlen und die tätigen Professionen informieren.

Insgesamt war dieser Aufenthalt für mich ein sehr  gelungenes Praktikum. Ich lernte die Kultur im ländlichen Nordwesten Kameruns kennen, konnte  hautnah das  das tägliche (Familien-/ Berufs-)Leben erfahren  und so Vieles für mich mitnehmen.

Nicht alle Unterschiede waren immer leicht zu verstehen oder zu handhaben, jedoch konnte ich damit umgehen. Diese Zeit und gewonnenen Erfahrungen haben meine Persönlichkeit sicherlich  geprägt und dauerhafte Spuren hinterlassen.

Die Praktikumsstelle gab mir einen Einblick in das Gesundheitssystem in ländlichen Gebieten Kameruns und speziell die Versorgung von Schwangeren und Gebärenden. Außerdem lernte ich mir unbekannte Arbeitsbereiche, wie das Labor, die Apotheke  und die „allgemeinärztliche“ Behandlung von Patienten kennen.

Da in dem Health Center keine Hebamme angestellt war, konnte ich speziell ihr Wirken und ihre Einstellung nicht kennen lernen. Doch die Hebammenaufgaben wurden größtenteils von dem Personal vor Ort übernommen, mit dem ich täglich zusammenarbeitete.

Ich hatte auch die Möglichkeit, Ihnen in Teilbereichen unbekanntes Wissen zu vermitteln. Das Ziel, mein Fachenglisch zu verbessern, konnte ich verwirklichen.

Das Team nahm mich gut auf, und  wir konnten gut zusammenarbeiten. Die Offenheit für die jeweilig andere Kultur und Arbeitsmentalität führte zu einer beidseitigen Bereicherung.

 

Ich hatte eine spannende und ereignisreiche Praktikumszeit in einer gegenüber den Lebensverhältnissen in Mitteleuropa sehr verschiedenen Welt im Nordwesten Kameruns, aus der ich sowohl für mein persönliches als auch für mein Berufsleben vieles mitnehmen konnte. 


Lea, April 2014 - Januar 2015

hallo klemens, mir geht es richtig gut, ich habe nie wirklich viel internet und wenn dann nur kurz. mir geht es aber gut, cosmas ist immer da wenn irgendwas ist ...

liebe greusse lea

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