Niklas, März-Mai 2017

Ich, Student, männlich, 23 Jahre, habe oben beschriebene Stelle von März bis Anfang Mai 2017, also für gute 8 Wochen besucht. Dabei konnte ich viele positive und tolle Eindrücke sammeln, an denen ich Euch gerne teilnehmen lassen möchte.

Ich studiere ein Thema mit Afrikabezug und war vor Kenia bereits für kurze Zeit, damals im Rahmen einer Uniexkursion, in Rwanda und der D.R. Kongo, außerdem ein paar mal touristisch in Marokko unterwegs. Kenia sollte aber mein erster "richtiger", längerer Aufenthalt in Subsahara-Afrika werden. Vor dem Praktikum war ich ein bisschen aufgeregt, sowohl positiv auf die Dinge blickend, die mich erwarten würden, als auch ein bisschen verunsichert. Schließlich war Kenia nicht nur mein erster längerer Aufenthalt in Afrika, sondern auch mein bisher längster Aufenthalt im Ausland überhaupt. Wer gerade sein Praktikum oder generell einen Aufenthalt in einem afrikanischen Land plant, kann das vielleicht nachvollziehen. Ich kann euch jedoch beruhigen, Gründe für Angst oder schlaflose Nächte gibt es keine – statt dessen war mein Praktikum und der Aufenthalt in Kenia eine der schönsten, lehrreichsten und faszinierensten Erfahrungen meines Lebens. Im Folgenden unterteile ich meinen kurzen Bericht der Übersichtlichkeit wegen in einzelne Bereiche:

 

Land und Leute

Ich habe die Kenianer als extrem nett, hilfsbereit und freundlich kennengelernt. Daswar eines der Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben. Kenia ist kein reiches Land, zumindest sind es die meisten der hier lebenden Menschen nicht.

Was sehr beeindruckend war, war die Lebensfreude der Menschen, die (im Gegensatz zu Deutschland...) überall zu spüren war. Die Menschen singen und tanzen gerne und sind insgesamt meistens ein bisschen besser gelaunt als hierzulande, obwohl sie an Materiellem oft nicht so viel besitzen wie wir. Geteilt wird auch gerne, das gemeinsame Abendessen gehört zu den schönen Erinnerungen, die ich an Kenia behalten werde.

Das Land, zumindest der kleine Teil, den ich davon gesehen habe, ist auch wunderschön, weiße Strände, Palmen und natürlich viel Sonne, abseits der Küste auch hügelige, grüne, bergige Landschaften. Viele Pullis muss man (außer vielleicht in der Regenzeit) für die Region um Mombasa nicht einpacken, hatte immer mindestens 30 Grad, auch wenn´s mal kurz geregnet hat, schien gleich darauf wieder die Sonne.

Der Arbeitsort selbst liegt etwa 40 Minuten von Mombasa entfernt an der Nordküste. Es handelt sich um eine kleine Vorstadt, die insbesondere für ihr Nachtleben bekannt ist und mir persönlich sehr ans Herz gewachsen ist.

Ein besonderer Dank geht an die Chefin des Reisebüros, ihre Familie und Mitarbeiterinnen, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Man arbeitet und lebt auch zusammen und bekommt so viele Einblicke in die kenianische Kultur. Bei Problemen oder Fragen wird man immer sehr gut betreut, mit viel menschlicher Nähe und Unkompliziertheit. Aus Kollegen wurden schnell Freunde, die ich sicherlich wieder besuchen werde.

 

Die Arbeit

Ich habe die Stelle in der "Off-Season", also der eher touristenschwachen Phase besucht. Dementsprechend gab es manchmal wenig zu tun, bzw. musste man sich eigenständig Arbeitsfelder suchen. Die Arbeit findet vor Allem am Computer statt, hier stellt man Rechnungen aus, entwirft und sendet Safariangebote und geht auf die Wünsche der Kunden ein. Manchmal kommen auch Interessierte direkt im Office vorbei, dann kann man sich in direktem Umgang üben. Da man Safariprogramme verkauft, ist es sinnvoll, selber an einer teilzunehmen, wenn man die Möglichkeit hat. Die Chefin des Büros kann einem dazu vergünstigte Preise anbieten. Außerdem macht man eine Erfahrung, an die man sich sicher ein ganzes Leben lang erinnern wird.

 

Geld

Die 200 Euro schließen Miete und große Teile der Essensversorgung mit ein, ich wurde so gut und ausgiebig bekocht, dass eigentlich nie Bedarf bestand, außerhalb Geld für Essen oder Trinken auszugeben. Ansonsten fallen Transportkosten an, die man sich eventuell mit Angestellten des Büros teilen kann, 1 Euro (wenn man sich nicht über´s Ohr hauen lässt ;)) pro Wegstrecke, also hin und zurück 2 Euro. Von A nach B zu kommen, ist in Kenia relativ billig und einfach, Matatus, Motorradtaxis und Tuktuks stehen jederzeit bereit, auch Überlandbusse, z.B. nach Nairobi, sind erschwinglich. Geld für Souvenirs, persönlichen Luxus, Essen im Restaurant, Freizeitgestaltung etc. muss jeder für sich selbst entscheiden, man kann sehr günstig leben, es fällt aber auch leicht (zu) viel Geld auszugeben, wenn man anders leben möchte, als die Einheimischen. Auch ist die Gefahr gegeben, eigene Ausgaben zu unterschätzen, weil viele Preise alleinstehend betrachtet günstiger sind als hier, man sich aber in der Folge auch viel mehr leistet. Kräftig handeln ist oftmals wichtig, für Transport und die meisten Einkäufe außerhalb von Supermärkten und co. Weiß heißt für viele Kenianer wohlhabend, darum wird oft versucht, einem deutlich überhöhte Preise schmackhaft zu machen, einfach mal bei einem Drittel oder der Hälfte des genannten Preises ansetzen und schauen, wie das Gegenüber reagiert. Swahilikenntnisse helfen, nach einer gewissen Zeit kann man das Preisniveau aber auch so ungefähr abschätzen und bekommt "gerechtere" Preise ;).

 

Freizeitmöglichkeiten

– Safari, von Mombasa oder Nairobi aus

– Schnorcheln und Tauchen im klaren und warmen Wasser des indischen Ozeans (Tipp: Tagestrip Wasini Island)

– Leckeres Swahili-Food genießen, frischer gegrillter Fisch beispielsweise oder Kokosnuss-Reis...

– Trip nach Mombasa Town, Stadtführung oder kulturelles Leben

– Ausflug an die wunderschönen Strände der Südküste (Gegend um Diani)

– Abends feiern gehen und die ausgelassene Stimmung genießen

 

Das sind natürlich nicht alle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, sondern nur die, die ich selber wahrgenommen habe. Von Kartbahnen über Museen und Krokodilfarmen gibt es keinen Grund, sich zu langweilen.

 

Was man nicht machen sollte

– Auf Leute hereinfallen, die einen lediglich als Geldquelle sehen. Dabei darf man aber auch nicht zu misstrauisch sein, viele Menschen haben ehrliches Interesse abseits von Geld, manche aber eben auch nicht. Das lernt man nach einer gewissen Zeit, anfangs schadet ein wenig Misstrauen nicht, den Menschen aber trotzdem offen begegnen und freundlich bleiben

– Dokumente wie Pass, Bankkarten usw. Aus der Hand geben

– Die Menschen unfreundlich oder herablassend behandeln, Freundlich- und Höflichkeit sind wichtig in Kenia

– Kenia mit Deutschland vergleichen, vieles ist grundsätzlich verschieden, einfach versuchen, das Land so anzunehmen, wie es ist

 

Wer gerade dabei ist, sein Praktikum bei K47 zu planen, dem kann ich versichern, dass er oder sie eine super Zeit haben wird. Ein bisschen Offenheit für kulturelle und ökonomische Unterschiede sollte man mitbringen, dann macht es einem Kenia sehr

leicht, das Land und seine Menschen lieben zu lernen. Ich danke Mylabadi für die gute Betreung, für mich wird es sicherlich nicht der letzte Aufenthalt in Kenia gewesen sein.

Fuer Fragen und Tips stehe ich euch gerne zur Seite, Klemens hat meine Kontaktdaten.

Kila la heri, tutaonana Kenya!

Andy, September 2015 - Februar 2016

Ich habe als Student, 25 Jahre maennl. oben beschriebene Stelle fuer 5 Monate besucht.

Dabei bin ich dankbar fuer meine Erlebnisse und Erfahrungen und kann die Stelle nur empfehlen.

 

Das Leben

Ich habe mir die ersten beiden Wochen etwas hart getan. Mein erstes Mal in Afrika und jetzt weiss ich auch was ein Kulturschock ist. Aufgrund der komplett anderen politischen Struktur und Gegebenheiten ist das taegliche Leben und die Einstellung der Menschen sehr unterschiedlich zu Europa. Das laesst sich schlecht erklaeren, man muss es einfach selbst mitmachen. In jedem Fall ist es eine Bereicherung und Erweiterung des persoenlichen Horizonts.

Die Familie ist sehr nett und interessiert, hier findet wirklich kultureller Austausch statt.

 

Die Arbeit

Die taegliche Mitarbeit im Office ist gern gesehen, allerdings ist man absolut frei. Auch wird gerne mal von daheim aus gearbeitet oder mitten in der Nacht, dagegen wird auf Ausschlafen wertgelegt. Da der Toursimus etwas schwaechelt, werden Safaris in aller Regel online “verkauft“, damit ist die Mithilfe fuer den Praktikanten reine Computerarbeit. Zur taeglichen Taetigkeit gehoert vor allem das Ueberwachen und Ueberarbeiten von Online-Angeboten, Email Kommunikation, Safari Angebote erstellen und Rechnungen schreiben. Darueber hinaus ist Raum fuer Verbesserungen und Kreativitaet. Ich habe mich viel selbstaendig eingebracht, das macht Spass und ich war denke ich relativ erfolgreich damit.

 

Das Geld

Von den 200 Euro sind Grundkosten abgedeckt und der Rest ist eine Unterstuetzung der ganzen Familie, zumal es mehr ist als so mancher Monatslohn. Damit muss man im Vorfeld zufrieden sein, wie es Klemens auch empfielt. Etwas Taschengeld solltet ihr allerdings auf alle Faelle einplanen. Ihr muesst taeglich Bus oder Taxi fahren, um von A nach B zu kommen. Auch zu anfangs emfehle ich jedem, eine Safari mit zu machen, damit man weiss wovon man spricht.

... 

Vieles ist hier nicht teuer, aber laeppert sich. Jeder Neuling sollte sich dringend ueber uebliche Preise schlau zu machen und anfangs kein Trinkgeld zu geben. Hier habe ich anfangs viele Fehler gemacht. Besonders hier in der Umgebung ist es als Weisser leider nicht immer einfach. Aber mit der Zeit versteht man wie der Hase laeuft.

...

Ihr lernt hier mit Geld umzugehen und Kosten abzuwaegen.

Fuer Fragen und weitere Tips stehe ich euch gerne zur Seite, Klemens hat meine Kontaktdaten.

 

Egal fuer welche Stelle ihr euch entscheidet, wuensche ich euch viel Spass und eine schoene Zeit in Afrika.

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