Birgit, Oktober - November 2017

Die Familie von Gideon ist sooo lieb. Sie haben mich wie eine Tochter aufgenommen und sich ganz gut um mich gekümmert. Gideon und seine Frau Beatrice haben 3 Kinder. Im Haushalt leben Gideon und seine Frau, der jüngste Sohn und die Schwester von Gideon, die den Haushalt schmeißt mit ihrer Tochter. Es wurde jeden Tag gemeinsam gekocht, das Essen war so lecker.

 

Im Medical Center sind auch alle Angestellten super nett und kümmern sich total um einen. Ich durfte alles machen was die Krankenschwestern hier machen und ich mir zugetraut habe. Die Tätigkeiten sind ähnlich wie in unseren Krankenhäusern. Ich hab intravenöse, intramuskuläre und subkutane Injektionen verabreichen dürfen, verschiedenste Verbandswechsel durchführen und hab Medikamente dispensiert. Es war eine sehr positive und Erfahrungsreiche Zeit für mich. Ich werde die Familie bestimmt wieder mal besuchen kommt.

Werner, Januar - Februar 2017

Das Medical Centre im  „Herzen“ Nakurus  entspricht einer Praxis für Allgemeinmedizin. Dr.Gideon gehört diese Praxis.
In den Praxisräumen sind ein Labor, ein Zahnarzt und zeitweise ein Augenarzt untergebracht.
Die Apotheke befindet sich nebenan.
Die apparative Ausstattung der Praxis ist eher bescheiden und kann nicht mit der einer deutschen Praxis für Allgemeinmedizin verglichen werden.Geräte wie  z.B. EKG, Sonographie,Spirometer etc. sind nicht vorhanden, so daß die diagnostischen Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Möglicherweise wird sich dies in nächster Zeit ändern, zumindest wird der Erwerb eines Ultraschallgerätes erwogen. 
 
Auffällig und sehr beeindruckend ist der empathische , warmherzige Umgang mit den Patienten.
Dr.Gideon und seine Angestellten verstehen es trotz der beschränkten Möglichkeiten ausgezeichnet, eine angenehme, ruhige Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
 
Im Vordergrund stehen bei allen diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen die ökonomischen Sorgen und Probleme.Sie überlagern alle medizinischenProzesse.Zahlreiche Untersuchungen, die klar indiziert und notwendig sind, können nicht durchgeführt werden, da die Patienten diese nicht bezahlen können.
Verstärkt wurde die prekäre ökonomische Situation der Praxis noch durch den anhaltenden Streik der Ärzte in den städtischen Krankenhäusern.Die Aufnahme und Behandlung von Patienten wurde verweigert.
Dr.Gideon ist ständig bemüht, neue finanzielle Quellen zu finden. Staatliche Unterstützungen sind selten, unsicher und erfolgen unregelmäßig.
Die Praxis unterhält auch eine kleine „Klinik“ in Ndondori.In diesem Hospital können bis auf einige Laboruntersuchungen keine diagnostischen Maßnahmen  getroffen werden.
 
Was konnte ich tun ?
Zunächst habe ich gelernt, daß Krankheiten wie Malaria (Malaria tropica), Ämobiasis, Brucellose und typhoides Fieber eine zentrale Rolle in der täglichen Praxis spielen.Nahezu jeder 2 oder 3. Patient litt unter diesen Erkrankungen.Vor allem die Malaria ist das beherrschende Thema und die Malariaprophylaxe sollte nicht bagatellisiert werden.
Man hat mich in die medizinischen Entscheidungen eingebunden und oft auf meine Ratschläge und Empfehlungen großen Wert gelegt. Ich mußte jedoch rasch erkennen, daß viele Vorschläge nicht umgesetzt werden konnten, da der finanzielle Rahmen dies nicht zuließ.Als sehr positive Erfahrung nehme ich mit, daß trotz der beschränkten Möglichkeiten, menschliche Zuwendung  und Hilfe möglich sind. Ich habe Gideon versprochen, ihm zukünftig zu helfen, soweit es meine Möglichkeiten zulassen.
Ich werde versuchen, ihm beim Erwerb eines Ultraschallgerätes finanziell zu unterstützen.Natürlich würde ich dann  wieder gern nach Nakuru fahren, um ihn bei den sonographischen Gehversuchen beiseite zu stehen.
Leider  ist die eigentliche ärztliche Tätigkeit wegen der „Sprachbarriere“ eingeschränkt.
 
Es sei erwähnt, daß Dr.Gideon ein engagierter Christ ist, der auch als Prediger tätig ist.Daher ist er nicht immer in der Praxis  erreichbar. Zwei nette Kolleginnen, Dr.Mary und  Dr.Deborah, betreuen dann die Patienten.Auch die Zusammenarbeit mit diesen Kolleginnen war ausgezeichnet 
Falls Ihr Rückfragen habt, stehe ich gern zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Werner

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