Samira, Januar - März 2018

Nach 3 Monaten bei einer Stelle an der Küste machte ich mich schließlich auf den Weg nach Nakuru, um noch eine andere Seite des Landes kennenzulernen. Dort wurde ich von Father Michael abgeholt: Unser Ziel war der Ort Subukia im Rift Valley - von Nakuru etwa 50 Minuten entfernt - wo ich die nächsten 2 Monate im Hause der katholischen Pfarrgemeinde verbringen wollte.

Zunächst einmal zu Father Michael: Er ist einer von zwei Priestern in der Katholischen Pfarrgemeinde Subukia, und ein sehr gebildeter, freundlicher, lockerer und enorm lustiger Mensch. Er ist schon viel herumgekommen in der Welt und war auch schon in Europa unterwegs - darum kennt er sich ein bisschen damit aus, was bei uns abgeht und wir hatten direkt einem guten Draht zueinander.

Auf dem Gelände gibt es 2 Häuser: Ein älteres, in dem Father Michael wohnt und ein Koch sich um das Essen kümmert und die Wäsche wäscht, und ein komplett neu gebautes Haus, in welchem der 2. Pfarrer sein Zimmer hat und zwei Zimmer für Besucher vorhanden sind. Dieses Haus hat mich wirklich verblüfft - es gibt ein riesiges, wunderschön eingerichtetes Wohnzimmer, eine Küche und das Zimmer, das ich bekam, war auch toll. Ein großes Bett, ein riesiger Schrank, ein kleines Bad mit Toilette, Waschbecken und Dusche direkt dabei... Weit über dem kenianischen Standard. Darüber, dass der Strom fast jeden Tag ausgefallen ist, konnte ich mich da echt nicht mehr beschweren. Mit meinem Zimmernachbar, Father Collins, hab ich mich auch super verstanden; er ist wirklich unglaublich freundlich und hilfsbereit.

An meinem zweiten Tag hat mich Father Michael dann auf dem Gelände herumgeführt. Dort befindet sich - außer der Kirche natürlich - unter anderem ein Heim, das Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung beherbergt. Hier gibt es ein Vocation Center, in dem die älteren davon Berufe erlernen können - zum Beispiel Schreiner, Friseur oder Schneider. Die jüngeren Kinder besuchen eine staatliche Grundschule (direkt neben dem Gelände): Dort gibt es 2 Klassen für die behinderten Kinder, in denen sie spezielle Förderung erhalten, und ein paar von ihnen wurden auch in die normalen Klassen integriert. Auf dem Gelände gibt es aber auch noch eine private Grundschule: Trägerschaft ist die Kirche, und diese Schule ist um einiges kleiner als die staatliche, und jede Klasse (1-8) ist nur einmal vertreten. Sie verfügen auch über ein Internatsangebot: Um die Ecke befindet sich ein Wohnbereich, in dem einige der Kinder und Lehrer wohnen, und dort ist auch ein Kindergarten. Überall hier kann man mithelfen!

Ich habe mich schließlich dafür entschieden, 3 Tage die Woche in die drei Klassen des Kindergartens zu gehen: Dass die kleinen Kinder hier schon richtig im Klassenraum sitzen und etwas lernen, hat mich überrascht und war sehr interessant. Ich habe geholfen, Aufgaben in den Heften zu korrigieren und neue Aufgaben in die Hefte zu notieren und hatte in den Pausen immer viel Spaß mit den 3 Lehrerinnen. An den anderen beiden Tagen ging ich in die private Grundschule und habe jede Klasse einmal besucht. Die Kinder waren immer sehr interessiert - ich war der erste Volunteer hier und weiße Menschen sehen sie normalerweise nie. Ich durfte auch Klassen bei Tests überwachen und beim anschließenden Korrigieren helfen; die Lehrer waren stets sehr nett und haben mir viele Fragen gestellt.

Ich war immer bis zum Mittagessen dort - durch die starke Aufmerksamkeit, die man von den Kindern bekommt, war ich zu dem Zeitpunkt dann immer schon ziemlich müde und hab den Nachmittag im Pfarrhaus verbracht. Abends ging ich immer rüber ins andere Haus, um mit Father Michael und Father Collins zu Abend zu essen: Wir haben immer gemeinsam Fernsehen geschaut und sehr lustige und interessante Gespräche über Gott und die Welt geführt, die ich sehr vermissen werde.

An den Wochenenden bin ich oft mit dem Matatu nach Nakuru gefahren - dort kann man schön Essen und Souvenirs shoppen gehen. Aber Father Michael und Father Collins haben sich auch echt Mühe gegeben, mir eine schöne Zeit zu machen: Sie haben mich mitgenommen zum Subukia Shrine, den Thomson Falls, dem Menengai Crater, Lake Baringo...Ich habe wirklich einiges von der Gegend gesehen.

Alles in allem kann ich die Stelle wirklich empfehlen, weil es sehr viele Möglichkeiten gibt, was man machen kann und die beiden Priester echt klasse sind. Nicht hier hinzugehen, nur weil es keine Stelle an der Küste ist, wäre echt schade: Kenia ist so viel mehr als Strand und Meer, das Rift Valley und dessen Natur ist wirklich wunderschön und es gibt so viel zu sehen und zu entdecken!

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