Franziska, August - Dezember 2018

Im August 2018 bin ich für mein Studium der sozialen Arbeit vier Monate nach Kenia gegangen. Meine Zeit in Kenia verlief nicht immer einfach. Ich denke, wenn man sich für einen Auslandaufenthalt entscheidet, sollte einem klar sein, dass nicht immer alles nur gut sein wird. Neben Schwierigkeiten (z.B. Anzukommen oder Missverständnisse) und Krankheiten (die Krankenhäuser in Nairobi haben aber gute Standards) habe ich tolle Dinge und Menschen kennen gelernt. So sind das Praktikum und die Zeit in Kenia eine wichtige Erfahrung für mich geworden und ich würde es auf jeden Fall wieder machen.

Mein Tipp wäre, dass man sich vorher klarmachen sollte, ob man in einer Gastfamilie leben und sich ein Schlafzimmer teilen kann. Jede Familie lebt in ihrem eigenen Rhythmus und man muss sich erstmal darauf einstellen. Das fiel mir am Anfang gar nicht so leicht wie erwartet. Peters Familie ist sehr jung und modern, was ich für einen großen Vorteil im Vergleich zu anderen Gastfamilien halte. Seine Frau Monica hatte immer Tipps für Aktivitäten in Nairobi und kann auch eine Safari für dich organisieren. Seine Familie nimmt schon sehr lange regelmäßig Praktikanten auf. Deshalb ist die Situation für sie nichts Neues mehr. Ich halte 3-4 Monate für einen guten Zeitraum sich auf Kenia richtig einzuleben.

In meinem Praktikum bei Stelle K28 habe ich „Life Skill Lessons“ in einem Rehabilitationscenter für drogenabhängige Straßenjungen gehalten. Meine Kollegen haben mich dabei beraten und unterstützt. In Absprache mit ihnen konnte ich mich ausprobieren und meine Erfahrungen mit einbringen. Zwischendurch bin ich noch bei einer anderen Organisation gewesen und habe dort die Arbeit der Organisation kennen lernen dürfen.

Da ich in engen Kontakt mit anderen Praktikanten von Mylabadi stand, konnte ich mir auch mal ihre Projekte anschauen und so einen umfangreichen Einblick in die Soziale Arbeit in Kenia bekommen. Das kann ich auch jedem empfehlen.

An Ausflügen und Reisen habe ich viel erlebt. Ich habe mir anderen Praktikanten eine Safari in der Massai Mara, einen Wochenendtrip nach Naivascha und auf Zanzibar und in Diani Beach Urlaub gemacht.


Melanie, Oktober - Dezember 2017

Hallo!

Mein Name ist Melanie, ich habe von Oktober bis Dezember 2017 das Praktikum im Slum von Nairobi bei 2 NGO’s gemacht, …. Es gibt aber bei der Stelle auch noch viele andere Projekte, bei denen man mitmachen kann. Ich bin so froh die Entscheidung getroffen zu haben, nach Kenia zu gehen. Obwohl ich relativ kurzfristig (ein Monat vor Abflug) mich dazu entschied das Praktikum zu machen, lief alles super. Ein großer Dank an Mylabadi für die Unterstützung während der Vorbereitung und für die vielen zur Verfügung gestellten Unterlagen. Ich habe es sehr geschätzt, dass ihr immer bei Fragen rund um die Uhr für mich da wart. Während meinem Aufenthalt in Kenia habe ich sehr viel gelernt, sowohl über das Land, die Kultur und die Menschen, als auch über mich selbst. Ich habe angefangen Swahili zu lernen und zu sprechen, mich in die Gemeinschaft integriert und viele tolle Freunde gefunden, sowohl Einheimische als auch andere Praktikanten, mit denen ich immer noch regelmäßig Kontakt habe. Auch meine Gastfamilie war super, sie waren immer für mich da und haben versucht mich zu unterstützen wo es nur ging, ohne mich dabei einzuschränken oder mir meinen Freiraum zu nehmen. Klar, es war nicht immer alles perfekt aber wer/was ist das schon? Ich möchte alle unbedingt früher oder später wieder besuchen gehen. :)

Als ich heim gekommen bin, war ich Anfangs sehr frustriert. Das Leben in Kenia ist viel einfacher und leichter als daheim. Man lebt einfach so dahin, nach dem Motto „Hakuna matata“, was soviel heißt wie „es ist alles in bester Ordnung, mach dir keine Sorgen“. Diese Worte bedeuten mir sehr viel und ich versuche auch hier nach diesem Motto zu leben. Generell ist das Leben in Kenia anders - „Pole pole“, alles mit der Ruhe. Stress gibt es dort nicht, die Menschen und der ganze Lebensstil ist anders. Das vermisse ich sehr.

Man erfährt einfach so viel mehr über das Land und die Menschen, wenn man nicht nur als Tourist dort ist, sondern mit Einheimischen zu tun hat und mit ihnen lebt - das ist hundert mal besser als ein normaler Urlaub. Und man kann sich auch inzwischen einmal Zeit nehmen, um Ausflüge zu unternehmen und z.B. eine Hiking Tour oder eine Safari zu machen oder die Masai, einen traditionellen Stamm, kennen zu lernen. Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich eine super tolle und einmalige Erfahrung gemacht habe, die ich nicht missen will und die ich liebend gerne wiederholen möchte, entweder am gleichen Ort - ich habe noch längst nicht alles über Kenia gelernt und alles gesehen ;) - oder woanders auf der Welt. :)

Viele meiner Freunde und Menschen, die mich umgeben, haben mich dafür bewundert den Mut dazu aufzubringen alleine nach Afrika zu gehen, andere haben versucht mich aufzuhalten und mir davon abgeraten. Ich war mir absolut sicher das Richtige zu machen und dass ich das will. Wenn man so fühlt kann es denke ich keine falsche Entscheidung sein. Klar, es wird einem oft von vielen Seiten gesagt dass es dort gefährlich ist. Aber es ist mittlerweile überall auf der Welt gefährlich und spätestens als ich in Kenia war habe ich gemerkt, dass solche Sorgen nicht berechtigt sind und vor allem dass es viele Vorurteile gibt, die gar nicht stimmen. Man muss sich einigen Dingen bewusst sein, sich mit dem Land und der Kultur beschäftigen, wissen was man machen darf und was nicht und wie man sich in gewissen Situationen zu verhalten hat. Wenn man das weiß und Respekt und ein wenig Vorsicht vor fremden Ländern und Menschen hat, ist es überhaupt kein Problem. Das wichtigste ist es, aufgeschlossen zu sein. Daher mein Rat an alle: Wenn ihr euch wohl dabei fühlt so eine Erfahrung zu machen und den Mut und den Willen dazu habt, dann macht es und lasst euch durch nichts und niemanden davon abbringen. Es ist es bestimmt wert.

 

Alles Liebe,

Melanie


Francesca, August 2017 - November 2017

Ein augenöffnendes Praktikum, das mein Leben um einiges bereichert hat. Tolle Betreuung, tolle Kollegen, tolle Jungs. Es war sehr herausfordernd und hat mich viel Kraft gekostet, aber es hat mich stärker gemacht für mein weiteres Leben!Peter hat für mich ein sehr gutes Projekt vor Ort ausgesucht, dass neue Seiten an mir eröffnet hat. Ich habe Feuer für die soziale Arbeit gefangen und viel über mich selbst gelernt. Das war wirklich das Allerbeste!

Jetzt habe ich eine neue Familie in Kenia. Ich konnte Straßenjungs für 12 Wochen lang kennen lernen, ihnen zur Seite stehen und wie eine Mutter für sie sein. Ich habe nun so viele Freunde in Nairobi und aus aller Welt.  Die Familie ist super. Hatte immer jemanden zur Seite! Beste Zeit meines bisherigen Lebens! Kenia ist ein Zuhause für mich!


Anette, September 2017 - Dezember 2017

Seit meiner Zeit in Nairobi hat das Zitat „Home is where the heart is“ eine ganz neue Bedeutung für mich bekommen. Mein Praktikum für die Uni habe ich von September bis Anfang Dezember 2017 im turbulenten, bunten aber teilweise auch stressigen Nairobi in der Stelle K28 verbracht. Auch jetzt, wo ich wieder zuhause bin, fühle ich mich noch immer sehr verbunden mit den Leuten und dem Ort und plane schon eine ganz baldige Rückkehr.

Vor Ort hatte ich allerdings mit Mylabadi dann nur noch relativ wenig Email-Kontakt, da ich in Nairobi dann Peter kennengelernt habe, der meine Kontaktperson war und der eine Organisation namens „Smiles Africa“ leitet. Smiles Africa ist eine Institution, die mit vielen Einrichtungen in verschiedenen Slums hauptsächlich in Nairobi verknüpft ist und hier Soziale Arbeit leistet.  Über Smiles habe ich also auch mein Appartment vermittelt bekommen, welches ich mir mit einer anderen Praktikantin aus Österreich geteilt habe.

Mein Praktikum gestaltete sich so, dass ich jeden Tag gegen neun Uhr in das Rehabilitationscenter von Napenda Kuishi (Kiswahili für „Ich will leben“) in den Slum kam und dort verschiedene Tätigkeiten verrichtete. Die Jungen, die das Center besuchen sind zum grossen Teil drogenabhängig, können oder wollen nicht zur Schule gehen und/oder leben auf der Straße. Mein normaler Tagesablauf war es zuerst mit den Jungen zusammen für circa eine Stunde zu beten, Lieder zu singen und aus der Bibel zu lesen, wobei ich allerdings meistens recht wenig verstand, da dies in Kiswahili stattfand. Danach hatten die Jungen nach einem kurzen Frühstück Unterrichtsstunden zu unterschiedlichen Fächern, wie z.B. Life skills, Art therapy, Personal stories, Drogenprävention bzw. -intervention, aber auch schulische Fächer wie Englisch oder Mathe. Nach dem Unterricht wird das gesamte Center von den Jungen geputzt und es gibt Mittagessen. Am Nachmittag wurde entweder Akrobatik gemacht mit einem professionellen Akrobatiklehrer aus dem Slum, Gesellschaftsspiele gespielt, ein Film geschaut (wobei sich Anfang Oktober im gesamten Haus der Strom für circa 2 Monate verabschiedete) oder Fußball gespielt. Gegen 16 Uhr schloss das Center.

Meine Hauptaufgabe war es diese Unterrichtseinheiten vorzubereiten zu Themen, die ich mir selbst aussuchen konnte. Hierbei wurde mir sehr viel Freiheit und Verantwortung gegeben, was ich sehr geschätzt habe. Meistens habe ich Life skills unterrichtet zu Themen wie Problemlösung, Selbstbewusstsein, Mobbing, Gruppendymanik etc. oder Kunsttherapie mit verschiedenen Methoden und Techniken, die z.B. die eigene Biografie behandelten oder den Gruppenzusammenhalt stärken sollten. Das Unterrichten hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und die Jungen wie auch meine Kolleginnen haben meine Arbeit dort sehr geschätzt und mir stets gutes Feedback gegeben.

Insgesamt hatte ich großen Spaß an der Arbeit, was nicht zuletzt daran lag, dass ich das Gefühl hatte, im Team sehr gut integriert zu sein und trotz der Sprachbarriere ernst genommen und wertgeschätzt zu werden. Ich bin auch jetzt nach meiner Rückkehr noch im regelmäßigen Kontakt mit Napenda Kuishi und kann mir gut vorstellen in Zukunft noch einmal dort zu arbeiten.

 

In meiner Freizeit habe ich viel mit meiner Mitbewohnerin unternommen, um Land und Leute zu erkunden, mit ihr habe ich auch an den Wochenenden gerne Ausflüge gemacht. Wir waren gemeinsam drei Tage auf Safari in der Maasai Mara, was eine absolut wundervolle, wenn auch nicht ganz umweltfreundliche Erfahrung war, die ich aber dennoch jedem nur empfehlen kann. Des Weiteren waren wir am Äquator in einer Stadt namens Nanyuki, die direkt am Mount Kenya, dem zweitgrößten Berg Afrikas, liegt. Nach Naivasha sind wir auch für ein Wochenende gefahren, um dort den Hells Gate Nationalpark mit dem Fahrrad zu erkunden, wo man die schöne Landschaft, den großen Krater und auch einige Tiere sehen konnte. Während der wiederholten Präsidentschaftswahlen Ende Oktober fuhren wir mit dem Zug nach Mombasa, um dem Trubel und der steigenden Unsicherheit in Nairobi für ein paar Tage zu entkommen, verbrachten ein paar Nächte in Mambrui und am Diani Beach, der als einer der schönsten Strände Kenias gilt. Dieses „Vorurteil“ kann ich nur bestätigen, denn auch uns hat es so gut gefallen, dass wir noch ein zweites Mal für ein Wochenende hinfuhren und einen Tauchausflug unternommen haben, der auch absolut empfehlenswert war.

 

Aber auch in Nairobi selbst haben wir viel Zeit verbracht, da es auch hier zahlreiche Freizeitmöglichkeiten gibt. Beispielsweise besuchten wir die Elephant Orphanage im Nairobi Nationalpark, in der man täglich für eine Stunde die Fütterung der Babyelefanten beobachten kann. Außerdem gibt es ein Giraffen Center ganz in der Nähe, in dem man die Giraffen füttern und auch streicheln kann. In der Innenstadt gibt es beispielsweise den Uhuru Park, in dem man ganz schön entspannen kann, vom KICC Tower hat man bei gutem Wetter eine wunderbare Aussicht auf ganz Nairobi und der trubelige Maasai Market überwältigt mit vielen bunten einheimischen Kleidern, Taschen, Schmuck und vielem mehr.

 

Insgesamt blicke ich auf meine drei Monate in Kenia durchweg positiv zurück, weshalb mir der Abschied auch recht schwer fiel. Die Offenheit der Leute, das Vertrauen meiner Kolleg*innen und meine damit verbundene Selbstständigkeit, der Rhythmus der Musik auf den Straßen und in den Bussen, die angenehme Mischung aus Stadt und Natur und natürlich nicht zuletzt die kulinarischen Erfahrungen haben mich durchweg begeistert und mich sehr schnell in dem neuen Land ankommen lassen. An schlechten Erfahrungen habe ich nur sehr wenige gemacht, wenn ich allerdings etwas benennen müsste, wäre es wohl die für mich als in Deutschland aufgewachsene Person etwas gewöhnungsbedürftige Arbeitseinstellung bezüglich der Organisation und der Zügigkeit. Gewisse Dinge dauern in Kenia eindeutig länger und es braucht manchmal z.B. bei Behördengängen einen langen Atem, da ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Absprachen oder Zuständigkeiten nicht eindeutig waren und so manche Prozeduren unnötig länger gedauert haben. Auch muss ich sagen, dass man viele Dinge bezüglich des Praktikums selbst in die Hand nehmen und organisieren muss, Eigeninitiative ist eindeutig notwendig, wenn man viel vom Land sehen will oder auch andere Insititutionen kennenlernen möchte. Doch auch an dies kann man sich natürlich gewöhnen und es wäre für mich kein Grund, Kenia als Land für ein Praktikum nicht weiterzuempfehlen.

 

Ich bin unheimlich dankbar für alles und jeden, den ich unterwegs kennen und lieben lernen durfte und auch für Peter für seine große Hilfe vor Ort.

Nashukuru sana! ♥

 

 

Bei Fragen aller Art können Sie sich oder könnt ihr euch immer gerne per Email bei mir melden.


Luise, Juli - August 2017

Asante sana kwa kila kitu Kenya – Danke für alles Kenya

Sich von einem Lebensabschnitt zu verabschieden, der so nie wiederkommen wird, ist nicht einfach. Aber es ist auch ein Zeichen dafür, dass man eine gute Zeit hatte – und die hatte ich in jedem Fall.

Angefangen hat alles mit dem Wunsch eine Zeit lang in Kenia zu leben und so die Kultur, das Land und die Leute kennenzulernen  - und genau dieser Wunsch ging diesen Sommer in Erfüllung. 2 Monate verbrachte ich in Kenia, in Nairobi, in einer Gastfamilie. Peter und seine Familie sind einfach toll. Ich wurde sehr lieb aufgenommen und ich fühlte mich sofort sehr wohl und willkommen. Ich hatte die Möglichkeit einige Unternehmungen gemeinsam mit der Familie zu machen, was ich sehr genossen habe. Peter ist es sehr wichtig,  dass man so viel wie möglich aus seiner Zeit in Kenia macht und für sich mitnimmt. Er kennt so viele Leute und es ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, viele verschiedene Facetten Kenias kennenzulernen und zu entdecken.  

Ich habe Kenia als ein Land kennen und lieben gelernt, welches nicht nur beeindruckende Natureindrücke und Weite zu bieten hat, sondern vieles mehr. Kenia ist Liebe und Respekt füreinander, Gemeinschaft und Zusammenhalt, Gastfreundschaft und Freude. Während Deutsche wohl eher keine Umstände verursachen wollen und auf sich fokussiert sind, sind Kenianer sehr hilfsbereit und gesellig – die Türen stehen immer und für jeden offen. Aber trotzdem sollte man die Augen nicht vor den Problemen verschließen mit denen Kenia zu kämpfen hat und die genauso zu diesem Land gehören. Nicht allen Kenianern geht es gut, viele sind mit Herausforderungen konfrontiert: Gewalt, nicht zu wissen, was man abends essen soll, Korruption, eine Politik, die auf Stammesdenken beruht. Trotzdem steht demgegenüber der beindruckende Sinn für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Die Betreuung vor Ort durch Peter und seine Familie war einfach richtig gut. Man hat sich sehr willkommen und wohlgefühlt. Insgesamt hatte ich eine tolle Zeit in der Familie, wir hatten viel Spaß, haben einiges unternommen – es war sehr schön, dass sie einen so mitgenommen haben. Außerdem hat man auch im Gespräch mit Peter einfach sehr viel über das Land, die Situation und die Leute gelernt, da er sich auch die Zeit genommen hat Fragen zu beantworten etc. Außerdem hat Peter einem einfach viele Möglichkeiten und Einblicke gegeben, um so viel wie möglich von Kenia zu sehen, zu lernen und für sich mitzunehmen.

 

Das Projekt in dem ich gearbeitet habe, ist eine Rehabilitationseinrichtung für Straßenjungen aus dem Slum. Sie haben die Schule aus verschiedenen Gründen abgebrochen, viele von ihnen haben außerdem Drogenprobleme und Probleme in der Familie. Es gibt einen festgelegten Plan für jeden Tag, Bestandteile sind bspw. „Life Skills“, „Group Counselling“, „Occupational Therapy“, „Art Therapy“, „Non-formal Education“, „Individual Counselling“, „Sport“, „Movies“, etc.. Die Jungen verbringen dort ihre Zeit bis nachmittags. Das Ziel des einjährigen Programmes ist, dass die Jungen lernen, Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen, wieder eine Struktur in ihren Tagesablauf zu bekommen um am Ende des Programmes wieder in einer Schule platziert werden zu können, eine Lehre für sie zu finden oder für weitere Rehabilitation zu empfehlen.                                       Am Anfang war es durchaus schwer sich einzubringen – man sollte aber auch nicht zu hohe Erwartungen an sich haben, denn man muss erst einmal die Abläufe kennenlernen. Nach der ersten Zeit „beobachten“, die Jungs kennenlernen und mit ihnen warm zu werden, konnte ich einige Ideen an- und einbringen. Es braucht definitiv Eigeninitiative, um etwas selbst machen zu dürfen, denn keiner sagt einem was man wie zu machen hat, man muss eigene Idee einbringen. So bekam ich dann die Möglichkeit einige Stunden „Kunsttherapie“ und „Life Skills“ selbst zu gestalten. Den Jungs hat es sehr gefallen und es kamen tolle Sachen dabei raus, was mich sehr gefreut hat.                                      Vormittags während der „Sessions“ schaute ich oft zu, wenn ich nichts Eigenes machte. Aufgrund der behandelten Themen, war auch dies interessant.  Da der Großteil der Sessions auf Swaheli war, war es schwierig daraus viel für sich mitzunehmen. Dennoch habe ich interessante Dinge während des Praktikums gelernt.  Den Jungs tut es gut,  wenn man sich mit ihnen beschäftigt, ihnen zuhört, mit ihnen redet und ihnen Respekt und Anerkennung zeigt.

Das Projekt in dem ich gearbeitet habe befindet sich in Korogocho, dem drittgrößten Slum Nairobis. Viele Menschen leben dort auf wenig Platz, Menschen, die mit kleinen Geschäften ihren Lebensunterhalt verdienen – dieses Leben, was sich auf der Straße abspielt, die Kinder, die mit einfachsten Dingen ihre Spielzeuge basteln, auch das ist Kenia. Das Leben in Korogocho zu sehen kann erschreckend sein, bringt einem zum Nachdenken, lässt einen schätzen und dankbar sein für die kleinen Dinge, macht einem aber zum Teil auch ein schlechtes Gewissen – all das sind Gefühle und Gedanken, die mich während meiner Zeit immer wieder begleitet haben. Kenia ist ein Land der Gegensätze – die ich direkt zu spüren bekommen habe, mit denen man leben muss und immer wieder konfrontiert wird: ich arbeitete Montag bis Freitag, früh bis nachmittags im Slum, ich war mit den Gegebenheiten und den Geschichten konfrontiert - abends haben wir in einem Wohnzimmer gegessen, in einem Haus mit mehreren Zimmer und am Wochenende sieht man  gigantische Malls, geht feiern, trinken und essen in super schönen Bars und Restaurants. Das lässt einen immer wieder nachdenken und sich auch mal unwohl fühlen.

Im Projekt an sich hat mir gut gefallen, dass sobald man „gezeigt hat was man kann“ d.h. Eigeninitiative gezeigt hat, ernster genommen wurde und einem auch einiges übertragen wurde, was man machen darf.

 

Alles in allem kann ich über diese 2 Monate sagen, dass ich eine tolle Zeit in einer tollen Familie und einem guten Projekt hatte. Ich habe sehr viel über das Land, die Leute, die Lebensweise und Herausforderungen Kenias gelernt und viele Facetten gesehen. Ich habe beeindruckende Leute kennengelernt - allen voran Peter, der so viel tut um etwas seiner Gemeinschaft zurückzugeben. Ich habe Kenia nicht nur sehr gut kennen sondern auch lieben gelernt.   


Natascha, April 2017

Liebes MyLabadi-Team, 

 

Wie gebeten, möchte auch ich einen abschließenden Bericht über mein vergangenes Praktikum abgeben. 

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich sehr zufrieden war und auf jeden Fall sehr dankbar dafür bin, dass ich diese unglaubliche Erfahrungen machen durfte. 

Sowohl bei der Vorbereitung, als auch bei der Durchführung fühlte ich mich unterstützt und beraten.

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal dafür bedanken, dass ich spontan meine Stelle wechseln konnte, während ich mich schon in Afrika befand. Das war für mich eine angenehme Bereicherung, die mir noch einmal sehr viele schöne und interessante Eindrücke erbracht hat.

Positiv war auch die Kontaktherstellung der Freiwilligen untereinander. Es war gut Anschluss zu finden, gerade wenn man alleine an einer Stelle untergebracht war. Dadurch ergaben sich viele Möglichkeiten, gemeinsam Ausflüge zu unternehmen und sich auszutauschen. 

 

Nun möchte ich noch etwas genauer auf meine Stellen eingehen. Zuerst war ich 7 Wochen bei K18, ein Kinderheim in Likoni. Meine Gastmutter war nett und schien mir modern/ erfahren im Umgang mit Freiwilligen. Bei Problemen konnte ich zu ihr gehen und auch sonst hatte sie meistens ein offenes Ohr für mich.

Das Essen und die Unterkunft waren für mich zufriedenstellend. Die Menschen, mit denen ich in Kontakt kam waren alle nett und der Alltag verlief problemfrei.

Die freie Freizeitgestaltung hat mir auch zugesagt.



Bei meiner zweiten Stelle in Nairobi K28 war ich auch zufrieden. Peter und seine Familie waren sehr nett und das Essen war lecker.

Ich war in einem spannenden Projekt eingeteilt, wodurch ich einen interessanten Eindruck von den Slums bekommen habe.

Auch das Zusammenleben mit meiner Mitbewohnerin war absolut problemfrei. Wir waren frei in der Freizeitgestaltung und konnten uns bei Problemen an Peter und seine Frau wenden.



Zum Schluss möchte ich mich noch einmal offiziell für alles bedanken und hoffe auf eine weitere gute Zukunft für MyLabadi! 

Schöne Grüße,

 

Natascha


Beat, Oktober 2015

Am 10. Oktober begann ich meine Reise ins Ungewisse mit einem gewissen Gefühl der Unsicherheit. Aber alles funktionierte ohne Probleme. Ich wurde in Nairobi abgeholt und bei Peter im gleichen Mehrfamilienhaus einquartiert. Die Mahlzeiten habe ich immer mit der Familie eingenommen, sodass ich einen tiefen Einblick ins Familienleben erhielt. Für mich war das ein super Erlebnis und viel interessanter als in einem anonymen Hotelzimmer. Durch die Besuche der Familienmitglieder hatte ich auch Gelegenheit viel mit anderen Leuten zu sprechen. Die Zeit verlief wie im Flug. Mit Peter zusammen besuchten wir die verschiedenen Projekte die am Laufen sind. Es ist schon ganz erstaunlich was da mit wenig Mitteln geleistet wurde und wird. Im Mediacenter haben wir dann gefunden, dass ich  mich hier verwirklichen kann. Ich habe den Studenten in einigen Lektionen etwas über Computer und den Unterhalt derselben beibringen können. Neben der Arbeit hatte ich auch immer wieder Gelegenheit an irgendwelchen Anlässen (private Feiern, öffentliche Events,...) teilzunehmen. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich 2 grossartige Wochen mit Peter und seiner Familie verbringen durfte. Ich bin immer noch voll von Eindrücken aus einem Land das vielleicht arm an Geld ist aber doch reich an Menschlichkeit.

Andre,  August 2014 - Februar 2015

...das einzige was ich sagen kann: Es war es absolut wert! Die Kultur und Menschen hier sind grossartig und ich komme super mit allem und jedem klar. Klar ist auch, dass man sich etwas integrieren muss wenn man wirklich eine schöne Zeit haben will. Das ist vielleicht auch das Problem von manchen, dass sie das nicht verstehen. Aber mir macht hier alles super viel Spass.


Nicol, September 2013


 

Während meines Aufenthaltes habe ich Kenia als ein facettenreiches, buntes Land wahrgenommen, deren Bewohner, trotz aller Herausforderungen die ein Entwicklungsland charakterisieren, eine ansteckende Lebensfreude verbreiten. Der Rhythmus der Musik, das Leben auf den Straßen der Städte und die Kleidung, alles erscheint einem soviel bunter und vielfältiger als in Deutschland. Da ich meinen Kenia Aufenthalt mit einer Reise entlang der Küste begonnen habe, waren meine ersten Eindrücke geprägt durch die atemberaubende Landschaft, die weißen Strände, das exotische Essen und die Gelassenheit der Einheimischen. In Kombination mit der Tierwelt im Landesinneren6 bot sich das Bild welches viele Touristen von ihrem Urlaub in Kenia mit nach Hause nehmen. Ich hatte das Glück durch den intensiven Kontakt mit Einheimischen und der Unterbringung in einer Gastfamilie das echte Kenia kennen zu lernen. Ich konnte mich erstaunlich schnell an einheimische Geflogenheiten gewöhnen und mich dem minimalistischen Lebensstil anpassen. Durch die Arbeit direkt im Slum wird einem bewusst wie dankbar man sein kann für das Leben in welches wir in Deutschland geboren wurden. Im Angesicht der Herausforderungen, welche die Menschen dort zu bewältigen haben, erscheinen einem die eigenen Probleme zu Hause als marginal. Tief beeindruckt hat mich, dass viele Betroffene ihre eigene Situation nicht derart verheerend auffassen wie Außenstehende. Der Glaube, die Lebensfreude und die sozialen Beziehungen werden wichtiger eingestuft als Geld oder Besitz. Ich habe Kenia als ein Land wahrgenommen, welches viel Potential in sich birgt undgleichzeitig im Stillstand untergeht. Die Korruption welche man tagtäglich miterlebt und die Mentalität der Gelassenheit und Langsamkeit wirken derart lähmend, sodass sowohl die Milleniumsziele der UN als auch Vision 20307 als nicht realisierbar erscheinen. Dieser Umstand macht einen, angesichts der oben beschrieben Bemühungen vieler Einzelner, wütend, besonders wenn man viele Menschen getroffen hat, welche die Verlierer des Systems sind. Abgesehen davon, dass ich der Auffassung bin, dass jedem von uns ein solcher Aufenthalt helfen würde die eigene Perspektive zu verändern und den Horizont zu erweitern, hat mir mein Praktikum weitergeholfen bezüglich der Herangehensweise an ein gewisses, unbekanntes, komplexes Themenfeld, mein Wissen über politische, soziale und ökonomische Verhältnisse innerhalb eines afrikanischen Gebietes zu erweitern und zur Themenfindung für meine Masterarbeit beigetragen. Ich habe während meines Aufenthaltes viele Kenianer getroffen, welche mir prophezeit haben, wer einmal in Kenia war, möchte immer wider zurück. Einige Wochen nach meiner Rückkehr kann ich dem nur zustimmen. Ich möchte zurück, denn es gibt soviel noch zu erleben,zu erfahren und zu tun.

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