Tina & Katharina, Januar - März 2019

Katharina und ich waren für 7 Wochen bei Prisca. Gemeinsam mit Milena, einer weiteren Praktikantin aus Österreich, haben wir in einer Wohnung im EG gewohnt. Wir hatten ein Zimmer zu zweit, welcher kuschelig klein war, aber trotzdem ausreichend. Milena hat ein Zimmer alleine gehabt. Die Betten sind mit Mosquitonetzen und Bettwäsche, etc. Ausgestattet. Wir hatten ein eigenes Bad, einen eigenen Kühlschrank und überall Ventilatoren. Ab dem zweiten Monat hatten wir auch WLAN, welches für die Wohnung 2000 Schillinge/17 Euro gekostet hat. 

Da wir nachts angekommen sind, fiel die Begrüßung erstmal kurz aus - die Abende danach waren dafür um so länger und lustiger! Prisca hat uns beim Einstieg in die afrikanische Lebensweise unterstützt und war auch ziemlich interessiert an uns. Bei der Absprache bezüglich der Wahl des Kindergartens und der Arbeitszeiten war sie sehr flexibel und betonte immer wieder, dass wir freiwillig hier sind und das machen sollen, was wir möchten. 

Der Kindergarten war super! Die Lehrerinnen waren sehr freundlich und haben uns mit offenen Armen empfangen. Sie waren total neugierig und haben uns direkt mit in den Alltag eingebunden. Da der Kindergarten ursprünglich nur Übergangsweise für uns gedacht war (da wir täglich mit dem Tuktuk fahren mussten), wechselten wir in der zweiten Woche in einen näheren Kindergarten. Leider mussten wir dort die Erfahrung machen, dass Kinder „geschlagen“ wurden (Klaps auf den po, Lineal auf die Hand). Als wir das Prisca erzählten und den Wunsch äußerten wieder zurück in den ersten Kindergarten zu wollen, war sie sehr verständnisvoll und sicherte uns zu das Thema in dem Kindergarten anzusprechen. 

Zu unserem täglichen Alltag gehört der Strand - super geil!! Natürlich wird man oft von Menschen angesprochen, jedoch gewöhnt man sich daran und lernt die Leute im Laufe der Zeit kennen. Erstaunlich ist, dass sie sich Ewigkeiten deinen Namen merken :-D An den Wochenenden hatten wir Zeit Ausflüge zu unternehmen (Schnorcheln, Safari, …). 

 

Das Praktikum hat uns alles in allem super gefallen und wir würden es jedem sofort empfehlen! Das Land ist super schön und die Leute mehr als hilfsbereit. 

 

Danke für die tollen Erfahrungen! 


Tuqba & Gülcan, Dezember 2018

Unterkunft:

 

Das Zimmer war etwas zu klein für uns beide. Ansonsten können wir nur Positives über Prisca , Verpflegung und Unterkunft berichten. Wir möchten uns nochmals für die liebevolle, mütterliche Betreuung von Prisca bedanken.

 

Praktikumsstelle:

 

Da die Kinder einen fixen Tagesablauf im Kinderheim hatten, war es schwierig, uns in den Tagesplan zu involvieren. Wir müssten z.B. warten wenn die Kinder frühstückten, danach war Duschzeit und wir müssten wieder warten usw.  

 

Tugba und ich haben versucht, für etwas Abwechslung in den Tagesablauf der Kinder in den langen Ferien zu sorgen.  Wir haben verschiedene Spiele mit ihnen gespielt,  sie haben versucht uns tanzen beizubringen 😊, wir haben zusammen Geburtstag gefeiert uvm.

 

Es gab für die Kinder kleine Geschenke von uns, über die  sie sich sehr gefreut haben. Zusätzlich haben wir für das Weihnachtsessen des Kinderheimes gespendet.

 

Wir haben die Zeit natürlich auch genutzt um Ukunda, Mombasa zu erkundigen. Konnten sogar eine drei tägige Safari-Tour machen.

 

Insgesamt können wir sagen, dass wir Kinder und Jugendliche mit tollen Persönlichkeiten kennengelernt haben. Und das Praktikum (auch wenn es so kurz war) eine Bereicherung für uns beide ist. Wir konnten uns ein Bild über die Lebensverhältnisse im Kinderheim und in Kenia machen, sodass wir uns beim nächsten Mal besser darauf vorbereiten können.

 

 

Vielen lieben Dank für alles!

Herzliche Grüße!


Nicola, Oktober - November 2018

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Unterkunft sehr sauber war. Es war ersichtlich, wo der Müll hingehört, sodass dieser nicht überall herumlag. Das Zimmer hatte alles nötige zu bieten: Bett mit Moskitonetz/ Bettsachen/ Kissen/ Moskitonetz, europäische Toilette, Dusche mit fließend Wasser, Waschbecken, Regale für Klamotten, Fenster mit Möglichkeit zur Abdunklung.

Die Nachbarschaft war sehr freundlich. Täglich sind sie vorbei gekommen um mit mir zu reden und mich zum Essen, gemeinsamen Unternehmungen oder zur Kirche einzuladen.

Das Essen war super lecker und immer pünktlich fertig.

 

Die gesamte Umgebung ist einfach perfekt, um die schönen Seiten Kenias kennenzulernen.

 

Da man mit Prisca und co über alles super reden kann und so Unstimmigkeiten klären kann, gibt es für mich im Nachhinein nichts mehr, was verbessert werden muss. 

 

Insgesamt bin ich sehr froh über alle Erfahrungen, die ich während des Praktikums in Kenia machen konnte.

Die meisten Leute sind wirklich super freundlich und hilfsbereit. Mit der Zeit hat man dann gelernt, welchen Menschen man vertrauen kann und welchen nicht. Es ist überwältigend zu sehen, dass die Leute trotz der geringen finanziellen Mittel super fröhlich sind und das Teilen und Helfen lieben und stets von sich aus anbieten. Von dieser Einstellung zum Leben konnte ich sehr viel lernen und ich würde allen diese Erfahrung ebenfalls erleben.

Das Land an sich ist unglaublich. Es gibt wunderschöne Strände und atemberaubende Aussichten. Das Wetter hat sich ebenfalls als sehr angenehm gezeigt. Ursprünglich habe ich es deutlich heißer erwartet.

Durch das Praktikum habe ich gelernt, Sachen anders wertzuschätzen und somit mit deutlich weniger zufrieden zu sein. Ich bin wirklich froh, dass ich den Schritt zur Reise gewagt habe.

 

Dankeschön!


Fabian, September 2017

Hallo an alle zukünftigen Volunteers oder einfach nur an diejenigen, die Interesse haben es vielleicht zu werden,

 

ich hatte das Glück drei Wochen bei der Stelle K24 bei Prisca in Diani (die Stadt heißt eigentlich Ukunda und ist circa 30-60 min von Mombasa) zu verbringen. Obwohl die Zeit nur relativ kurz war im Vergleich zu anderen Praktikanten, möchte ich meinen Bericht ein bisschen ausführlicher gestalten, als wie die bisherigen Erfahrungsberichte, die ich so gesehen habe.

 

Also ich werde meinen Bericht an den chronologischen Ablauf meines Abenteuers Kenia anlehnen. Bezüglich der Vorbereitung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Informationen auf der Website (FAQ, Erfahrungsberichte, etc.) und die des Vorbereitungseminars sind eigentlich ausreichend. Ein bisschen Eigenrecherche bezüglich Impfungen braucht’s natürlich noch, aber sonst gibt’s da nicht viel zu sagen außer, dass sich natürlich jeder vorher den Kopf zerbricht und sich fragt: Wie wird es dort wohl sein? Was muss ich packen? Was darf man auf keinen Fall vergessen? Und und und. Also falls es euch da auch so geht, slow down, pole pole (langsam langsam) wie die Kenianer sagen. Afrika ist ein Abenteuer und darüber solltet ihr euch im Klaren sein, deswegen nicht zuviel nachdenken und einfach mal machen. Die schönsten Dinge im Leben sind die, wo man nicht zuviel nachdenkt.

 

Anreise nach Nairobi

 

Nun zu meiner Anreise. Ich habe meinen Flug fast ein halbes Jahr im Vorhinein gebucht und circa 500-600 € bezahlt (München —> Amsterdam —> Nairobi), das geht aber noch billiger wenn man will und man muss auch gar nicht unbedingt früher buchen, ich hätte den gleichen Flug sogar 1 Monat vor Abflug günstiger bekommen. Die Flüge nach Mombasa sind teurer (die meisten was ich kenne haben so zwischen 700-900 € bezahlt), aber dafür erspart man sich einen Inlandsflug oder eine Bus- oder Zugreise. Ich war nämlich zwei Tage dann in Nairobi bei Miriam (auch ein Kontakt von Mylabadi) und bin danach weitergeflogen (circa 50-60 €) nach Mombasa. Sowohl in Nairobi als auch in Mombasa wurde ich jeweils von einem Fahrer mit Namensschild abgeholt, das find ich ganz gut, weil man hört leider immer wieder ein paar Geschichten, dass es sehr gefährlich sein kann einfach irgendein Taxi vor Ort zu nehmen. Aber ich will euch hier nicht verunsichern, die Organisation bei mir mit den Taxis hat sehr gut geklappt und ist sicher.

 

Anreise nach Mombasa

 

Von Mombasa Airport zu Prisca (sie lebt in Ukunda, der Stadtteil heißt Diani, das ist dort wo der berühmte Diani Beach ist) sind es circa 1 1/2 h. Bei mir waren es leider fast 2 1/2, weil ich abends genau in die Rush Hour gekommen bin (zwischen 6-8 Uhr). Bei Prisca angekommen wurde ich von ihr persönlich begrüßt und habe auch gleich Irene, eine Praktikantin, die bereits seit ein paar Tagen hier war, getroffen. Das soll nicht falsch rüber kommen, aber nach den ersten paar Tagen war ich froh mal ein weißes Gesicht zu sehen. Was mich ein bisschen überrascht hat, war, dass weiße Menschen in Kenia sehr selten auf offener Straße anzutreffen sind. Zumeist sind es Touristen, die vom Flughafen direkt im Hotel landen und sich dort nur zwischen Strand und Hotelbar aufhalten. Und wegen diesem Bild vom weißen, reichen Tourist, wird man auf der Straße auch sehr oft angesehen und auch relativ oft angesprochen. Manchmal ist das nur aus Interesse, aber ich hatte oft das Gefühl, dass es meist einen finanziellen Hintergedanken hat. Aber auch hier will ich euch nicht verunsichern, das soll nur ein bisschen als Vorbereitung verstanden werden. Wenn man weiß was auf einem zukommt, dann ist alles auch halb so schlimm und man gewöhnt sich auch daran und lernt wie man mit den Leuten dann umgeht. Und man muss dazusagen, dass man jedem eine Chance geben sollte, weil wenn man jede Person immer gleich abblockt und sich denkt “der/die ist nur auf Geld aus”, dann kommt man auch nicht in Kontakt mit den Einheimischen und dann verstärkt man ja erst recht wieder das Stereotyp vom weißen Tourist.

 

Prisca

 

Soweit dazu. An der Stelle möchte ich auch noch ein bisschen von Prisca erzählen, weil meiner erster Eindruck von ihr nicht der Beste war. Prisca begrüßte mich, wie gesagt, persönlich gleich nach meiner Ankunft. Nach der langen Anreise ist einem der erste Eindruck wahrscheinlich noch wichtiger und der war bei mir ein bisschen kühl und distanziert, statt einer Umarmung (wie ich es von Miriam am Flughafen in Nairobi erlebt hatte), bekam ich einen kurzen Händedruck. Bitte auch das nicht falsch verstehen, natürlich ist das nicht negativ zu bewerten, aber ich hatte auch mit anderen Praktikanten gesprochen und sie hatten ebenfalls einen ähnlichen kühleren ersten Eindruck. Am nächsten Tag morgens klärte Prisca mit mir dann noch das finanzielle (also Kosten für Unterkunft und Taxi, zweitens sind übrigens 50 €, dafür bezahlt man bei der Rückreise nur eine Tankfüllung und ein kleines Trinkgeld für den Fahrer, so ca. 25-30 €) und organisatorische, da hatte ich das Gefühl eine deutsche Buchhalterin sitzt vor mir, was meinen distanzierten Eindruck noch verstärkt hat. Der erste Tag lief also in Kurzfassung so ab: Aufstehen, Frühstück, Prisca Besprechung, Fahrt zur Bank und zum Supermarkt (ich hatte meine Safaricom SIM-Karte, für 5-10 GB ca. 15-20 € im Monat bereits in Nairobi gemacht, sonst hätten wir das auch zu dem Zeitpunkt erledigt) und danach die Vorstellung in der Schule und nachmittags müde und schwitzend nach Hause gehen. Bevor ich von den ersten Tage weiter erzähle möchte ich an der Stelle allerdings mein ursprüngliches Bild von Prisca revidieren. Je mehr und mehr man sie kennen lernt, desto mehr sieht man wie beeindruckend großzügig und hilfsbereit diese Frau ist. Prisca trägt nach außen ein Bild von einer richtigen Businesslady, aber innerlich hat sie ein sehr großes Herz für Menschen. Sie besitzt mehrere Wohnungen, wobei nur ein kleiner Teil von uns Praktikanten gemietet wird, die meisten sind Einheimische, die in der Gegend arbeiten. Zudem hat Prisca stets mehrere Projekte mit Schulen, Gemeinden, und Kirchen um der armen Bevölkerung (vor allem der ländlichen) zu helfen. Eine Organisation bekämpft beispielsweise Jiggers (bitte googelt die Details) und heißt JPCN (auch auf Facebook zu finden, allerdings ist das Cover-Picture nichts für schwache Nerven). Wir hatten sogar die Möglichkeit einmal bei einer Jiggers-Behandlung mitzugehen und durften sogar assistieren (d.h. Kindern die Füße waschen bzw. trocknen). Eine herausfordernde, aber extrem schöne Erfahrung. Von anderen Praktikanten weiß ich, dass sie mit ihnen auch meist zumindest einmal so einen Halb- oder Ganztagestrip organisiert damit Praktikanten auch mal die wirklich armen Verhältnisse sehen. Um es kurz zu fassen. Prisca leistet wirklich sehr viel für die Gesellschaft vor Ort und schafft uns Praktikanten nicht nur die Kontakte zu Schulen, Kindergärten und ähnlichem, sondern gibt uns auch Einblick in das authentische Kenia.

 

Die ersten Tage an der Schule

 

Wie bereits erwähnt wurde ich an meinem ersten vollen Tag in Diani schon an der Schule vorgestellt, wo ich sehr herzlich willkommen worden bin. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Kontakt mit einer Klasse. Die erste Klasse (6-7 Jährige) haben mich mit ihrem Begrüßungssong für Besucher begrüßt (“Welcome, welcome, our visitor, we are happy to Sea you, we are happy to hear you, welcome our Visitor”) und mit dem Moment waren alle Reisestrapazen und Sorgen der Vorbereitung vergessen. Wie ich aus anderen Erfahrungsberichten gelesen habe und wie es auch Mylabadi empfiehlt, sollte man sich die ersten Tage alles mal in Ruhe anschauen und noch nicht entscheiden, was man wirklich machen will. Irene, eine andere Praktikantin, die an der gleichen Schule war, hat sich schnell für den Kindergarten entschieden und dort dann für eine spezielle Klasse (baby class). Ich hingegen wollte einfach einen Eindruck der gesamten Schule bekommen, da ich zuhause Lehramt studiere und einfach wissen wollte, wie Schule in Kenia funktioniert. Die Leute unten fragen auch, was willst du machen, was erwartest du dir von der Zeit hier. Also sowas sollte man sich spätestens kurz vor Reiseantritt auch selbst fragen, sonst wird man womöglich vor Ort enttäuscht, weil man einfach irgendwas zu tun bekommt. Habe beispielsweise drei Praktikantinnen an einer anderen Stelle kennen gelernt, die keine Vorstellung und Erwartung hatten und die waschen jetzt für drei Monaten einfach den halben Vormittag das Geschirr der Kinder. Hilft auch, aber ist wahrscheinlich nicht so bereichernd. Mir wurde also vorgeschlagen einfach mal jede Klasse zu besuchen und dort den Unterricht mitzuverfolgen. Jeden Tag hab ich dadurch immer zwei Klassen näher kennen gelernt (die Klassen gehen übrigens von 1-8) an der St. Mercy School in Diani wo ich war. Schule in Kenia ist ähnlich wie zu hause, aber manchmal auch ganz anders. Zum Beispiel sind die meisten Schüler (und Lehrer) ab 6 Uhr morgens an der Schule und machen Aufgaben, ab 8 Uhr beginnt der Unterricht, Vormittags gibt es dann eine halbe h Frühstückspause und dann zwischen 12 und 1 eine Stunde Mittagspause (ich durfte übrigens stets in der Schule mitessen) und am Nachmittag wieder Unterricht und am Ende, so gegen 16 Uhr, gibt es Spiele und manche bleiben (bzw. müssen bleiben) dann noch bis 18 Uhr oder vor Prüfungszeiten sogar bis 20 Uhr an der Schule um Revision zu machen. Bevor ihr euch jetzt schon für was anderes entscheidet, ich war natürlich nicht so lang an der Schule. Meine Zeiten waren ca. von 9 Uhr bis 13 Uhr. Das klingt sehr wenig, aber ihr werdet vor Ort sehen, dass ihr froh seid, wenn ihr nachmittags nach Hause gehen könnt. Das Klima, die ungewohnte Umgebung, die Kinder, die gern mal in Rudeln über euch herfallen nur um euch die Hand zu geben oder Jambo zu sagen, all das macht einen ziemlich schlapp. Und wenn ihr doch mehr arbeiten wollt, könnt ihr das natürlich jederzeit ändern.

 

Rome was not built in a day

 

Aber an der Stelle möchte ich euch den wahrscheinlich wichtigsten Rat geben: Überschätzt und übernehmt euch nicht! Natürlich wollt ihr helfen, jeder der nach Kenia geht, geht wahrscheinlich mit dem Grundgedanken “Ich möchte was Gutes tun und den Leuten vor Ort helfen!”, aber das kann schnell mal nach hinten losgehen. Man geht nicht nach Kenia und fängt am ersten Tag an die Welt dort zu verbessern. Im Nachhinein war eines der schwierigsten Dinge für mich persönlich zu akzeptieren, dass man einfach nicht jedem dort helfen kann. Aber das muss und soll man auch gar nicht. Man soll sehr klein anfangen, da wären wir wieder bei pole pole. Ich hab nach circa einer Woche rausgefunden wie ich sinnvoll helfen kann und hab mich dafür entschieden für alle Kinder vor Ort Schulmaterialien (ein Set von Bleistiften, Kugelschreibern, Heften, Radiergummi, Spitzer, Lineal) zu kaufen und diese dann zu verteilen (pro Tag hab ich dann jeweils 2 Klassen gemacht). Dafür hab ich per Facebook Leute zu Hause gefragt, ob sie etwas spenden wollen, wo sie wissen es kommt vor Ort auch wirklich an. Und ich hab den Leuten auch versprochen, ich schicke ihnen Bildern und Videos, damit sie wirklich sehen ihr Geld ist wirklich dort angekommen wo es gebraucht wird. Ich habe sogar so eine große Rückmeldung bekommen, dass ich den Leuten sagen musste: Sorry, aber stop, ich kann nicht mehr Spenden annehmen, weil ich weiß nicht wie das Geld sonst sinnvoll verwendet werden kann. Der Schule oder den Leuten direkt Geld zu geben, ist natürlich möglich, aber ich hab das abgelehnt, weil ich gerne nachvollziehen würde: Was passiert mit dem Geld? Wie wird es verwendet? Und das kann man eben nur zu 100 % sicherstellen, wenn man es selbst macht. Und da man die Welt alleine nun mal auch nicht retten kann, muss man sich auch eine Grenze setzen. Ich hab dann zusätzlich noch Fußbälle, Tormann-Handschuhe, Volleybälle, und Springseile gekauft damit die Kinder auch was für ihre Nicht-Lern-Zeit haben und für den Französisch Unterricht hab ich noch Bücher gekauft, weil es an der gesamten Schule kein einziges Schulbuch gab, aber das hab ich spontan gemacht, weil es sich ergeben hat, nicht weil ich unbedingt soviel Geld wie möglich dort lassen wollte. Alles in allem war es für mich eine kurze, aber sehr intensive Zeit und ich bin auch wieder froh zu hause zu sein. Kenia ist unglaublich spannend und die Leute sind extrem beeindruckend und prägend, aber man ist am Ende des Tages froh und unglaublich dankbar für den Lebensstandard den man zu Hause hat. Alleine deswegen ist Kenia eine Reise wert, man lernt die einfachen Dinge zu Hause wieder richtig schätzen und ist sogar nur mit dem vorletzten iPhone Modell schon zufrieden ;-)

 

PS: Was ich nirgends gelesen habe, aber ich vor Ort sehr interessant gefunden habe, ist, dass neben Priscas Unterkunft ein Hotel ist (Blue Swallow Hotel), das ist nicht nur wichtig um den Tuk Tuk oder Boda Boda Fahrern (was das ist, werdet ihr vor Ort schon noch rausfinden :D ) zu sagen wo man wohnt, aber auch, weil das Hotel für unsere Verhältnisse günstige Getränke (Bier, Cocktails, Wasser, Softdrinks) und Essen anbietet, aber auch weil man den Pool für 1,50 € mitbenützen darf. So hat man ein wenig sportlichen Ausgleich und Entspannung zugleich und im Gegensatz zum Beach wird man hier nicht ständig angesprochen um etwas zu kaufen oder eine Bootstour zu machen. War öfters meine kleine Rückzugsoase, wo man die extremen Eindrücke der vergangenen Tage in Ruhe verarbeiten kann.

 

 

PPS: Entschuldigt meine informelle Schreibweise, ich komm aus Österreich, hab’s nicht so mit Deutsch ;-)


Micaela, Juli - August 2017

Ich hatte richtig Lust nach Afrika zu reisen. Aber als der Termin immer näher rückte, hatte ich so meine Bedenken. Als ich mich impfen musste oder die Koffer packte, mein Visum beantragen musste. Das alles war schon sehr komisch. Aber als ich in Mombasa ankam und mit der Fähre zu mein Zuhause fuhr war mir klar dass ist alles anders als bei uns. Ich fand es super andere Kulturen, Traditionen, Menschen usw kennenzulernen. Ich war auch bei der Gastmutter Prisca untergebracht. Sie war genial. Falls wir mal eine Frage hatten konnten wir Sie immer anrufen wenn wir irgendwo unterwegs waren.  Wir hatten viel Spass, vor allem mit den anderen Mädchen, die auch vor Ort waren. 
Ich arbeitete in einem Kinderheim. Dort erlebten wir viel Armut. Aber wir spielten mit den Kindern Fussball, machten unglaublich viel Aktivitäten mit ihnen. Wir gingen mit den Kids
sogar zum Strand. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass viele Kinder noch nie das Meer gesehen haben? Diese Erfahrung machen zu können, kann man sich nicht vorstellen.
Auch privat habe ich sehr viel unternommen. Die Einheimischen sind richtig nett und zuvorkommend. Ich habe an einer Safari teilgenommen, war regelmässig am Strand chillen und es gibt auch nette bars in denen man abhängen kann. 
Alles in einem: es war eine super Erfahrung, die mir keiner nehmen wird. Ich hätte auch gerne
verlängert. Auf jeden Fall werde ich wieder dort hinfliegen um zu sehen wie es meinen Kindern und Freunden dort geht.

Alina, August 2017

Hallo, hier ein kleiner Bericht von meinem vierwöchigen Praktikum im August 2017 bei der Stelle K24...
Mein Keniaaufenthalt war ein wunderbares  Erlebnis! 
Während der Planung habe ich mir viele Gedanken gemacht und mich selber verunsichert... 
jetzt, wo ich wieder zurück bin und auch währenddessen habe ich gemerkt das das nicht nötig ist ... Die Menschen sind unglaublich gastfreundlich und nett.. die Umgebung ist super und die Arbeit im Waisenheim mit den Kindern hat unglaublich Spaß gebracht.. auch die anderen Mädchen die mit mir dort waren waren super nett ...
Die Unterkunft bei der Gastmutter Prisca war angemessen und reicht völlig aus .. Auch Prisca ist sehr nett und das Essen schmeckt auch super.
Ich habe so viel erlebt, einheimische kennengelernt, mit den Kindern gespielt und gebastelt, einen Ausflug zum Strand geplant usw..
Negatives habe ich eigentlich garnicht erlebt ..
Die Stadt ist im Gegensatz zu Deutschland laut und man muss sich an die Umgebung gewöhnen.. aber das geht sehr schnell. Auch mit den Beachboys weiß man nach einiger Zeit umzugehen .
Alles in allem ein supertolles Erlebnis.
Ich bin traurig wieder in Deutschland zu sein.

Johanna, Juli 2017

Ich war von 02.07.2017 bis 02.08.2017 bei der Stelle K24 und kann eigentlich nur positives darüber berichten. Ich habe in einem kleinen Kindergarten in der Nähe meiner Unterkunft gearbeitet und die Arbeit mit den Kindern hat mir extrem gut gefallen. Es ist wirklich schön zu sehen wie einfach es ist ihnen eine Freude zu bereiten. Und ich habe hinsichtlich der Kinderbetreuung keine Ausbildung oder dergleichen und hatte trotzdem keine Probleme, ich bin sehr gut mit den Kindern klar gekommen, also man kann sich die Arbeit wirklich zutrauen. Ich habe 5 Tage in der Woche von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags gearbeitet und am Nachmittag bin ich meistens mit den anderen Praktikanten an den Strand gegangen. Am Wochenende haben wir immer sehr tolle Ausflüge unternommen und haben zum Beispiel eine Safari im Tsavo Nationalpark gemacht oder einen Schnorchelausflug auf Wasini Island. Unsere Hostmother war extrem nett und hat uns bei allem geholfen. Die Unterkunft war auch ganz Ordnung und das Essen war sehr gut, wir haben dort Frühstück und Abendessen bekommen.

Die Betreuung von Mylabadi war sehr gut, als es bei mir ein Problem mit dem Flug gab war Klemens sofort erreichbar und hat von zu Hause aus versucht alles zu regeln. Außerdem wird man sehr gut auf das gesamte Praktikum vorbereitet wodurch der Kulturschock bei mir ausgeblieben ist. Was ich noch wichtig finde, ist, dass man sich auf die andere Kultur einlässt und nicht versucht deren Lebensweise zu verändern auch wenn es für uns ungewohnt sein mag und wir vielleicht denken dass es anders besser wäre kann man in der Zeit in der man dort ist nicht die Welt verändern und das sollte einem im Vorhinein klar sein denn sonst ist man vielleicht enttäuscht.

Ich habe außerdem ein kleines Spendenprojekt organisiert und habe meine Freunde und Verwandten animiert von zu Hause aus zu spenden, dabei sind ganze 3.600€ zusammengekommen womit ich dann für Kinder deren Eltern sehr arm sind die Schulgebühren bezahlt habe. Dieses Projekt durchzuführen war wunderschön da man sieht wie man Menschen in Not helfen kann und die Dankbarkeit war riesig.  Falls jemand so ein Projekt durchführen möchte müsst ihr bitte bedenken, dass es nicht einfach ist das Geld direkt auf ein afrikanisches Konto zu überweisen, also müsst ihr das Geld von eurem Konto abheben und in Cash auf der Bank einzahlen. Jedoch ist das Tageslimit für die Abhebungen 40.000 Ksh, was nur ca. 360€ sind also lieber früh genug damit anfangen. Außerdem sind die Abhebungen mit der Visa Kreditkarte gratis im Gegensatz dazu musste ich mit der Maestro ca. 4€ pro Abhebung zahlen. Also lieber eine Visa mitnehmen.

Die Leute in Kenia sind extrem zuvorkommend und freundlich, ich war sehr positiv von der Lebensfreude und lieben Art der Einheimischen überrascht. Man darf sich anfangs nicht erschrecken wenn man auf der Straße auffällt und einem viele Leute irgendetwas zurufen. Ich war froh, dass schon Praktikanten an meiner Stelle waren als ich angekommen bin, da es so für mich einfacher war in die Lebensweise einzutauchen wenn einem erstmal alles von den anderen gezeigt wird. Man muss natürlich seeeeehr aufpassen, dass man nicht abgezockt wird am besten vorher Prisca (die hostmother) oder andere Einheimische nach den normalen Preisen fragen.

 

Alles in allem kann ich dieses Praktikum wirklich jedem empfehlen. Es war eine wunderschöne und unvergessliche Zeit in der ich sehr viele liebe Menschen kennen gelernt habe und ich würde es sofort wieder machen. 


Melissa, August-Dezember 2016

Hallo liebes Maylabadi Team,
ich bin gesund und glücklich wieder in Deutschland gelandet. Leider gab es einige Probleme mit meinem Rückflug wegen des Pilotenstreiks aber das betraf ja viele an dem Tag. Ich bin sehr traurig dass meine Zeit in Kenia schon vorbei ist. Es war wirklich die beste Zeit meines Lebens und ich bin dankbar über alle Erfahrungen die ich machen durfte. Mit meiner Stelle war ich total zufrieden und auch mit den anderen Praktikantinnen sind tiefe Freundschaften entstanden. ... Wir sind alle richtig gute Freundinnen geworden und der Abschied von ihnen viel mehr als schwer. Vielen Dank dass ihr mir das Praktikum ermöglicht habt. ...
Liebe Grüße
Melissa

Johanna & Katharina, August 2016

Im August waren meine Schwester und ich zusammen in einem Kinderheim in der Nähe von Mombasa in Diani Beach. Die Umgebung war perfekt, wir waren eine kurze Tuktuk-Fahrt vom Meer entfernt und konnten den unglaublichen Strand genießen. Aber Vorsicht mit den Affen, die hätten uns fast unsere Kekse geklaut…  An die Beach Boys gewöhnt man sich auch relativ schnell und merkt bald, wie man am besten damit umgeht. Unsere Unterkunft war einfach aber für afrikanische Verhältnisse sehr gut und unsere Gastmutter war sehr fürsorglich. Die Praktikumsstelle war sehr interessant. Dreimal am Tag wird gebetet, es ist aber nicht verpflichtend mit zu beten, denn das Beten dauert manchmal auch bis zu zwei Stunden. Allgemein sind in diesem Bereich sehr viele christliche Gläubige, wie auch unsere Gastmutter und ein Gottesdienst mitzuerleben ist auf jeden Fall auch eine Erfahrung. Die Kinder sind an Freiwillige schon sehr gewöhnt und sind sehr lieb und offen und haben Spaß an allen möglichen Spielen, die man vorschlägt. Unsere Aufgaben waren, neben dem Spielen mit den Kindern, die Wäsche zusammenlegen, was sich bei 60 Kindern schon anhäuft und das Geschirr spülen. Wir waren zur Ferienzeit da, ansonsten hätten wir noch bei Hausaufgaben helfen können. Einen Strandausflug haben wir auch gemacht, worüber sich die Kinder sehr gefreut haben. Es gibt immer Projekte, die das Kinderheim gerade am Laufen hat, das waren bei uns das Bauen eines weiteren Freiwilligenhauses sowie ein Hühnergehege. Mithelfen kann aber nur wer auch gleichzeitig die Materialkosten bezahlen kann, ansonsten hat das Kinderheim dafür kein Geld übrig. Insgesamt sind uns die Kinder und Mitarbeiter sehr ans Herz gewachsen und wir wären gerne noch länger dort geblieben, umso schwieriger war dann der Abschied.

Die Afrikaner sind meistens sehr freundlich, grüßen dich und plaudern sehr gerne eine bisschen mit dir. Auch sind sie nie in Eile. „Pole pole“ ist das Motto, was so viel wie „langsam, langsam“ bedeutet, also immer mit der Ruhe. Deshalb nehmen sie Zeiten auch nicht so genau. 

Zwischendurch oder an Wochenenden bleibt immer Zeit etwas auf Entdeckungstour zu gehen und eine Runde schnorcheln zu gehen oder Buschbabys zu füttern.

Im Anschluss unserer Praktikumszeit waren wir noch auf Safari und haben unglaubliche Erinnerungen gesammelt und tolle Einblicke in das afrikanische Leben bekommen. Zu den Big Five fehlt uns nur noch das Nashorn. Also wir werden mit Sicherheit noch einmal zurückkehren um zu sehen, was aus den Kindern geworden ist und natürlich um das letzte Big Five noch zu entdecken!


Pia, September 2014 - Februar 2015

Ich war für ein halbes Jahr in Ukunda, direkt am Indischen Ozean. Untergebracht war ich bei einer Gastfamilie und hatte ein kleines Zimmer mit Dusche und Toilette. Frühstück und Abendessen gab es dort, Mittagessen im Jojoanca Star Kindergarten and Academy, wo ich von Montag bis Freitag arbeitete. Ich wurde sehr gut aufgenommen und konnte bei vielen kenianischen Traditionen dabei sein. 

P., meine Gastmama, suchte aus in welchen Kindergarten ich gehe, da es verschiedene Einrichtungen in Ukunda gibt. Ich arbeitete also in einem Kindergarten mit "reichen" Eltern. Zu erst in KG1 und dann in der Baby Class und durfte so gut wie alles mitmachen und hatte viele Freiheiten. Dennoch fällt es einem nicht leicht zu sehen wie die Kinder mit Schlägen bestraft werden. Das gehört dort leider immer noch bei den meisten zum Alltag dazu.

In den Ferien durfte ich dann mit zu zwei Familien auf dem Land und war dort jeweils die erste Weiße im Dorf. Es war unglaublich toll an so verschiedene Lebensweisen teilzuhaben und die unterschiedlichen Regionen Kenias auf diese Weise kennenzulernen.

Auch wenn es nicht immer leicht ist und die kenianische Mentalität es einem nicht immer einfach macht sich dazugehörig zu fühlen, war es eine unfassbar erlebnisreiche und spannende Zeit. 

Liebe Grüße

Pia

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