Dorentina & Kathrin, August - September 2017

Wir, Deutsch und Geographie Studentinnen der kirchlich pädagogischen Hochschule Krems, besuchen zurzeit das 5. Semester und haben uns schon lange für Kenia und für die dortigen Lebensumstände interessiert, besonders der Alltag der Kinder hat es uns angetan. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden unsere Bachelorarbeit darüber zu verfassen und haben daher ein Projekt gewagt. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis in Malindi, mit zahlreichen traurigen, aber auch wunderschönen Momenten, welche wir Ihnen genauer schildern möchten…. Über die Organisation „Mylabadi-Praktikum in Afrika“ haben wir uns für das Kinderheim … in Malindi entschieden. In diesem Kinderheim wohnen 35 Kinder, welche von zwei Tanten betreut werden. Es gibt ein Haus mit zwei Eingängen, einen für die Jungen und einen für die Mädchen. In den Zimmern befinden sich Stockbetten, nur mit Matratzen ohne Leintüchern und Polstern und jeweils ein Bad. … Obwohl sich die kenianischen Verhältnisse zu unseren gewohnten Lebensumständen sehr unterscheiden, haben wir uns schnell daran gewöhnt und das Beste daraus gemacht. Zu essen gab es so gut wie jeden Tag Reis ohne Gewürze oder Ugali. Dies besteht aus Wasser und Maismehl und ist die Hauptmahlzeit der kenianischen Bevölkerung, da es zu einem langen Sättigungsgefühl führt. Da es oft Stromausfälle gab und außerdem keine Küche vorhanden ist, wurde vor dem Haus eine mit Wellblech überdachte Feuerstelle errichtet, für welche Feuerholz benötigt wurde und wir ihnen einen Vorrat gekauft haben. Um den Kindern mal etwas Gutes zu tun, haben wir ihnen einige Male etwas zum Essen gekauft, wie z.B: Fisch, Kartoffeln, Tomaten, Nudeln, Wassermelonen, Hühnchen, Zwiebeln, Kekse, … Gekocht wurde immer gemeinsam, aber das schönste Erlebnis sowohl für uns, als auch für die Kinder war, als wir 120 Pizzen gebacken haben. Des Weiteren gab es kein fließendes Wasser, was den Alltag ziemlich schwierig gestaltet hat. Das Trinkwasser mussten wir täglich kaufen. Wasser zum Kochen, Trinken für die Bewohner des Kinderheims und Duschen haben wir gemeinsam mit den Kindern aus einem Brunnen, welcher circa 2-3 km entfernt war, mit den Händen zum Kinderheim transportiert. Um den Kindern mal eine Abwechslung zu ermöglichen, haben wir ihnen Coca Cola, Fanta und Sprite gekauft, worüber sie sich sehr gefreut haben, da sie es zuvor nicht kannten. Eines unserer schlimmsten Erlebnisse war, als uns nach Wasser schreiende Kinder nachgelaufen sind und sich über jeden Tropfen Wasser gefreut haben. In solchen Momenten merkt man erst, was wirklich zählt und im Leben wichtig ist. Solche Erlebnisse haben uns wachgerüttelt und zum Nachdenken gebracht. Schockierend für uns war auch, dass Kinder, die krank oder verletzt waren, nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus konnten, da das Budget der Heimleiterin nicht ausreichend ist und sie auf Spenden angewiesen sind. … Als angehende Lehrerinnen hat uns das Thema Schule natürlich auch sehr interessiert. Die Kleinsten des Kinderheims brachten wir jeden Tag in den Kindergarten. Die älteren Kinder durften wir in der Schule besuchen und erhielten einen Einblick in das kenianische Schulsystem, welches sich von unserem unterscheidet, da die Kinder von 7.00-16.00 Unterricht haben und nur zu Mittag ins Kinderheim kommen. Ein weiterer großer Unterschied zu Österreich ist, dass nicht genügend Unterrichtsmittel vorhanden sind und wir ihnen deshalb Hefte und Stifte gekauft haben, welche sie gut gebrauchen konnten. Am Abend saßen wir mit den Kindern zusammen und unterstützten die Kinder bei den Hausaufgaben. Da die Kinder in den ersten zwei Wochen noch Ferien hatten, konnten wir mit ihnen einige Ausflüge, wie zum Beispiel Mida Greek (Brücke), Ruinen von Gede, Tierpark, Strand, Marktbesuche, .. unternehmen. Die Kinder konnten dadurch einige Zeit dem Alltag des Kinderheims entfliehen, welchen sie sonst Großteils selbst gestalten. Des Weiteren haben wir Tanz- und Singabende organisiert, welche den Kindern sehr viel Spaß bereitet haben und sie ihrer kindlichen Freiheit freien Lauf lassen konnten. Ebenfalls haben wir vier Koffer voller Spielsachen (Malbücher, Seifenblasen, Springseile, Karten, Bälle, Kreiden usw.), Kleidung, Stofftiere und Rasierer mitgebracht, wofür die Kinder sehr dankbar waren. Mit den mitgebrachten Rasierern durften wir den Kindern die Haare rasieren, da die meisten aus hygienischen Gründen eine Glatze tragen. Positiv aufgefallen ist uns, dass die Jungen und Mädchen viel Fantasie haben und aus scheinbar unbrauchbaren Gegenständen/Müll Spielsachen herstellen können. Ebenfalls aufgefallen ist uns, dass der Glaube stark im Vordergrund steht, egal welcher Religion man angehört, daher standen zahlreiche Kirchenbesuche am Programm. Neu für uns waren Besuche bei Bekannten der Kinder, wo wir das alltägliche Leben einer kenianischen Familie kennenlernen durften. Großfamilien leben in kleinen Häusern mit Gitterfenstern, um sich vor Schlangen, Mäusen usw. zu schützen, Schwarz-weiß Fernseher oder kein Fernseher und nur lebenswichtige Sachen zur Verfügung haben. Unsere Lieblinge des Kinderheimes sind von zuvor unbekannten Kindern zu Familie geworden, was den Abschied sehr schwierig gestaltet hat. Zahlreiche Tränen sind geflossen, Lieder wurden gesungen und bezaubernde Briefe wurden uns als Erinnerung überreicht.

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