Thalia-Anna, September - November 2018

Unglaublich prägende drei Monate liegen nun hinter mir, von denen ich immer noch nicht

glauben kann, dass sie schon vorbei sind. Vorab habe ich mir viele Gedanken gemacht – wird

alles funktionieren? Wie ist es vor Ort? Schaffe ich das alles allein? Es war wirklich die beste

Entscheidung, diese Reise zu machen und ich würde jedem empfehlen, über diesen

Gedanken zu stehen und es einfach zu tun.

An meinem Anreisetag war es schon ziemlich spät, weshalb mir meine italienische

Mitpraktikantin erst am nächsten Tag alles gezeigt hat. Die Kinder waren sehr neugierig und

ich war begeistert von der Fröhlichkeit, die sie mir entgegenbrachten. Später habe ich dann

die Jugendlichen bis 19 Jahre kenngelernt. Auch mit ihnen habe ich mich sehr gut verstanden

und teilweise sogar ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Ich hatte sehr viele

Freiheiten, den Alltag mit den Kindern zusammen zu gestalten und habe mir vorab einige

kreative Projekte überlegt, die man nach der Schule und in den Ferien umsetzen konnte. Das

größte Projekt war eindeutig das Schreibprojekt. An einigen Tagen habe ich den Kindern

Schreibanlässe gegeben, zu denen sie Texte verfasst haben. Daraus wird in Zusammenarbeit

mit dem Geest-Verlag aus Vechta-Langförden ein Buch entstehen und jedes Kind bekommt

ein Belegexemplar zugeschickt. Wir hatten während der Schreibphasen wirklich viel Spaß

und haben intensiv an den Texten gearbeitet. Ähnlich war es mit dem Musikprojekt. Ich

hatte, dank einiger Spenden aus dem Bekanntenkreis, die Möglichkeit, einige Instrumente

für das Waisenhaus zu kaufen. Fast jeden Tag habe ich Gitarre, Keyboard und Trommeln in

den Gemeinschaftsraum gebracht und es wurde musiziert. Selbst die Aunties und die

Heimleiterin Jessica haben mitgemacht. Auch beim Ausdenken der Spiele musste man

kreativ sein, denn die Kinder erwarteten schon, dass man ihnen etwas präsentiert. Es

kommen oft neue Praktikanten mit vielen Ideen dorthin, weshalb die Kinder eine gewisse

Erwartungshaltung haben.

Neben der Arbeit im Waisenhaus habe ich die Möglichkeit gehabt, einiges vom Land zu

sehen. Mit meinen verschiedenen Mitpraktikantinnen habe ich zwei Safaris in den Tsavo-

East Nationalpark und in die Massai Mara gemacht. In diesem Rahmen waren wir auch in

Nairobi und am Lake Nakuru. Es war wirklich eine beeindruckende Erfahrung. Besonders gut

hat mir gefallen, dass man viele verschiedene Menschen trifft – Kenianer, aber auch Leute

aus aller Welt. So habe ich auch jetzt noch Kontakt zu den anderen Praktikantinnen aus dem

Waisenhaus.

Neben all diesen schönen Dingen muss man sich jedoch auch auf schwierige Situationen

gefasst machen. Natürlich ist es nicht immer einfach für die Kinder und Jugendlichen, ständig

neue Praktikanten vorgesetzt zu bekommen, die sie ins Herz schließen und dann wieder

gehen lassen müssen. Aus dem Grund ist es manchmal schwierig, besonders zu den älteren

Kindern komplett durchzudringen. ...

Trotz dieser kleinen Hürden bin ich sehr froh, diese Reise gemacht zu haben. Das Denken

und der Blick auf mein eigenes Leben haben sich wirklich stark verändert. Die Kinder sind mir

sehr ans Herz gewachsen und das Land geht mir nicht mehr aus dem Kopf.


Verena, Oktober - November 2018

Ich habe nur zwei Wochen im Waisenhaus verbracht. Trotz dieser kurzen Zeit habe ich sehr viel erlebt und gelernt. Ich bin sehr froh diese Reise in eine andere Welt gemacht zu haben, obwohl ich nur wenig Zeit hatte. Als ich im Waisenhaus ankam wurde ich vom Leiter des Waisenhauses und Mama Jessy herzlich willkommen geheißen. Auch die zwei anderen Voluntärinnen aus Deutschland haben mich herzlich aufgenommen. Da es schon sehr spät war, lernte ich die Kinder erst am nächsten Tag kennen. In den ersten beiden Tagen hat es sehr viel geregnet, deswegen haben wir mit den Kindern in den Zimmern Spiele gespielt oder TV geschaut. Die beiden Mädels aus Deutschland haben mir alles gezeigt und mir geholfen mich schnell in den Alltag im Waisenhaus einzufinden. Da die Kinder während meiner Zeit im Waisenhaus Ferien hatten, sind wir oft auch unter der Woche zum Strand gegangen. Da die Kinder während den Ferien immer TV schauen durften, waren gute Argumente und Ideen nötig, um die Kinder zum Spielen zu überreden. Da es im Waisenheim sehr oft dasselbe Essen gibt, freuen sich die Kinder sehr über Abwechslung am Speiseplan. Diese Freude hat uns veranlasst, zweimal für die Kinder zu kochen. Dafür waren wir den ganzen Tag beschäftigt, da wir zuerst in die Stadt mussten, um die Lebensmittel zu besorgen. Da ich nicht nur ein großes Herz für Kinder habe, sondern auch für Tiere, habe ich die drei Hunde besonders ins Herz geschlossen. Leider werden diese zum Teil nicht gut behandelt. So haben wir die Hunde gewaschen und ich habe für Tobi ein Lederhalsband plus Leine gekauft weil er an einer viel zu engen Eisenkette hing und am Hals schon offene Stellen davon hatte. Leider habe ich erfahren, dass nach meiner Abreise das Lederhalsband wieder gegen die Kette eingetauscht wurde, was mir sehr Leid tut für den lieben Tobi. Eines der Mädchen aus Deutschland hat mit Spendengeldern die sie in Deutschland gesammelt hatte eine Gitarre und ein Keyboard für die Kids gekauft und hat versucht ihnen das Musizieren beizubringen. Das gemeinsame singen und musizieren war sehr schön und die Kinder haben sich auch unheimlich darüber gefreut. Alles in allem hatte ich eine sehr schöne Zeit im Waisenheim und habe tolle Bekanntschaften und Erfahrungen machen dürfen, darüber bin ich dankbar.  


Lena, Mai - Juli 2018

JAMBO liebes Mylabadi-Team, mittlerweile bin ich schon seit knapp 2 Monaten von meinem Abenteuer „viereinhalb Monate Afrika“ zurück. Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht, nicht nur hier in Deutschland, sondern auch während meiner Zeit im Kinderheim in Likoni (K17). Zuerst ein paar Infos zum Kinderheim: Die Kinder sind ca. zwischen 7 und 20 Jahren, die kleine Maria ist mittlerweile 2 Jahre alt und die Tochter eines Mädchens, die selbst im Heim lebt. Es gibt 3 Mädchen- und 2 Jungenzimmer. Das Grundstück ist insgesamt ziemlich groß, sodass die Kinder sich beim gemeinsamen Fußballspielen, Saltos machen, Volleyballspielen austoben können, sich aber auch ungestört zurückziehen können. Ich hatte eine unvergessliche und aufregende Zeit, die ich besonders den lieben, herzensoffenen Kindern und Aunties zu verdanken haben! Ich wurde ganz herzlich empfangen und von neugierigen Blicken und Fragen der Kinder durchlöchert. In den ersten Tagen nutzte ich die Zeit, alles langsam kennenzulernen, die Kinder und deren Tagesablauf und natürlich auch den der Aunties. Die haben jeden Tag ganz schön viel zu leisten, von Wäsche waschen mit der Hand, Fußböden putzen, Bohnen sortieren, zum Essen kochen bis hin zum täglichen putzen der Schuhe für die Schule. Schnell habe ich eine gute Bindung zu den Kindern aufgebaut sowie zu den Aunties und Mama Jessy. Vormittags war ich meistens mit in der Primary School. Da es sich um eine öffentliche Schule handelt, sind die Klassen wahnsinnig groß – rund 80 SchülerInnen in einer Klasse. Ich hatte verschiedene Aufgaben, entweder unterstütze ich die Lehrer in Hefte korrigieren, erledigte Aufgaben im Büro und stand plötzlich auch vier-/fünfmal alleine vor einer Klasse. In der Schule habe ich mich wohlgefühlt, da ich auch hier herzlichst von den Schülern und Lehrern aufgenommen wurde. Nach der Schule hatte ich Freizeit bis die ersten Kinder aus der Schule kamen – das war meisten gegen 16 Uhr. Dann haben wir nach Lust und Laune der Kinder zusammen gespielt, Lesen geübt, gemalt, TV geschaut,.. Auch im Haushalt habe ich die Aunties u.a. im Wäschewaschen, Schuheputzen, Bohnen sortieren, Mandazi fürs Frühstück vorzubereiten unterstützt. An den Wochenenden liebten es besonders die Jungs an den Strand zu gehen, um in die Wellen zu springen und Saltos und andere Kunststücke am Strand zu machen. Insgesamt habe ich die meiste Zeit mit den kleinsten Jungs verbracht, so entwickelte sich das Ritual, dass wir fast jeden Abend verstecken in deren Zimmer gespielt haben. Es war so schön zu sehen, wie viel Spaß sie dabei hatten. Nach knapp 3 Monaten musste ich Abschied nehmen und ein neues Kapitel fing an: 7 Wochen reisen – Kenia, Tansania und Sansibar. Bei Fragen könnt ihr gerne auf mich zu kommen. Ich bin dankbar für jeden einzelnen Moment, dass ich die afrikanische Kultur kennenlernen und leben durfte, so tolle und liebeswerte Menschen kennengelernt habe, die für mich eine Familie waren. Gerne denke ich an mein Abenteuer Afrika zurück und ich bin mir sicher, dass es nicht die letzte Reise dorthin war. Und zum Schluss noch ein riesen DANKESCHÖN an EUER Team! Es gab mir immer Sicherheit zu wissen, dass ich auf euch zurückkommen kann, wenn was gewesen wäre und danke für die super Empfehlungen von Unterkünften meiner anschließenden Reise!

P.S. Ich kann die Stelle K17 sehr empfehlen! Ihr könnt euch auf eine aufregende und unvergessliche Zeit freuen! 


Alicia, März 2018

Mein Monat in Kenia                                 

Ich habe so viel erlebt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Als ich im Kinderheim angekommen bin, hat mir eine zweite Voluntärin alles gezeigt und mich „eingearbeitet“. Darüber war ich sehr dankbar, da ich mich etwas ins kalte Wasser geworfen fühlte.

Anfangs haben wir tagsüber Ausflüge unternommen und abends mit den Kindern Hausaufgaben gemacht und gespielt.

Drei Tage waren wir auf Safari im Tsavo-Nationalpark. Die Landschaft und die Tiere sind einfach faszinierend.

Als ich dann alleine im Kinderheim war, bin ich vormittags meistens in der Schule gewesen. Dort wurde ich mehr als herzlich aufgenommen und arbeitete im Büro. Auch unterrichten wäre möglich gewesen, allerdings konnte ich meiner Meinung nach so mehr helfen.

Die Kinder sind unglaublich. Selten habe ich so selbstbewusste, interessierte und offene Menschen kennengelernt. Allerdings sollte man nie vergessen, dass sie genau wissen, wie man einen um den Finger wickelt.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich sehr viel gelernt habe. Nicht nur über das faszinierende Kenia, seine Kultur und die Menschen, sondern auch über mich selbst. Ich hätte nie gedacht, dass man in einem einzigen Monat so viel erleben kann. Ganz wichtig ist nur, dass man sich am Anfang genug Zeit lässt, um sich an alles zu gewöhnen. Natürlich wird jedem vorher gesagt, wie groß der „Kulturschock“ ist. Wie groß er aber wirklich ist, merkt man erst, wenn man selbst dort ist. Besonders wichtig ist, dass man sich am Anfang nicht unter Druck setzt und bei Unklarheiten einfach nachfragt. Jessy (die Heimleiterin) und die Aunties sind sehr nett und hilfsbereit, sie stehen dir bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Ich kann jedem nur ans Herz legen, die Zeit dort zu genießen und alle Möglichkeiten, die sich einem bieten, zu nutzen. Die Erfahrungen sind einfach unbezahlbar.

Liebe Grüße und viel Spaß,

Alicia


Lena, Februar - März 2018

Ich hab 6 Wochen bei Stelle K17 verbracht und dort so viele schöne Dinge erleben dürfen.

Vorerst muss ich sagen, dass Jessy, die "Mama" des Heims, eine wirklich tolle ind liebe Frau ist. Sie hilft dir wo sie kann und ermöglicht dir auch deine Freizeit so zu gestalten wie du willst. Für sie ist es überhaupt keine Problem, wenn man Kurztrips, die über mehrere Tage andauern, unternimmt.

Doch die Kinder dort haben meine Zeit erst so unvergesslich gemacht. Vom ersten Tag an wurde ich aufgenommen und jeder einzelne hat dazu viel beigetragen. Alle von ihnen sind so dankbar über die Zeit die man mit ihnen verbringt.

Zu meinen Tagesablauf, mein Tag hat um ca. 08:00 begonnen. Denn von 09:00-12:00 arbeitete ich in der primary school, in die auch einige Kinder von der orphanage gehen. Anschließend fuhr ich nach Hause und bekam dort essen. Bis 17:00 hatte ich dann Freizeit, denn um diese Zeit kamen die Kinder nsch Hause. Zuerst die Kleinen und später auch die älteren. Der Abend wurde dann genutzt un erstmal gemeinsam zu spielen. Teilweise sind wir auch Obst kaufen gefahren, was immer ein großes Highlight war. Um 19:00 gab es ca. Abendessen. Danach half ich ihnen mit der Hausübung. Um 22:00 gingen die jüngeren Kinder schlafen, dann erledigte ich noch lit den letzten die Hausaufgabe und um 23:00 ging es dann meistens für mich ins Bett.

Die Wochenende waren sehr besonders, weil das Heim nicht weit vom Strand entfernt war gingen wir Samstag und Sonntags fast immer schwimmen und unternahmen andere Ausflüge, in das naheliegende Schwimmbad zum Beispiel.

Alles in allem war die Zeit die ich in Kenia hat viel zu kurz, doch ich habe jede Sekunde mit den Kindern genossen.


Daphne, September 2017 - Februar 2018

Liebes Mylabadi-Team,

 

ich bin nun schon ca. 4 Wochen zurück aus Kenia. Ich habe in Afrika 6 Monate verbracht und in Kenia bei Stelle K17 gewohnt, gelebt und gearbeitet.

In dem Waisenhaus leben Kinder von 5-18 Jahren und Maria, die Tochter eines Mädchens im Heim. Maria ist momentan 1 1/2 Jahre alt.

Als ich im Heim ankam war es 2 Uhr in der Nacht, was zur Folge hatte, dass ich von einer Aunti zwar kurz begrüßt und in mein Zimmer gebracht wurde… Am nächsten Morgen ging ich einfach durch das Heim und da traf ich auch schon auf James, den Manager des Heims. Er telefonierte mit Jessy (Leitung des Heims) und Peter ihrem Mann, die dann kurz drauf auch kamen und mir die wichtigsten Informationen zum Heim gaben. Den Rest des Tages verbrachte ich, indem ich mir alles genau anschaute und mich dann zu den Aunties setzte und diesen ein wenig beim Bohnen sortieren und waschen half. Mein und deren nicht wirklich perfektes Englisch machte die Verständigung etwas komplizierter, doch mit Händen und Füßen geht es ja immer.

Da in der Woche bevor ich kam, das Baby von Jessy´s Schwester starb, erwartete mich dann am zweiten Tag leider schon die Beerdigung dieses Babys. Dies war heftig doch für mich selbst auch interessant mitzuerleben und zu sehen, wie eine Beerdigung in Kenia abläuft.

Schon am dritten Tag bekam ich gesagt, dass ich doch in die Schule gehen solle und unterrichten solle. Daraufhin setzte ich mich auf ein Pikipiki, ließ mich zur Schule fahren, stellte mich dem Direktor der Schule vor und mit ihm ging ich durch die Klassen um mich vorzustellen. Im Anschluss sollte ich in eine Klasse gehen und unterrichten. Da ich zuvor jedoch noch nie in einer Klasse unterrichtet hatte, fragte ich, ob es auch in Ordnung sei, dass ich am heutigen Tage einmal zusehe und dann erst die kommenden Tage unterrichte. Dies war kein Problem.

Alles in allem war es ein Start, den ich mir zunächst etwas anders vorgestellt hätte. Einarbeitung oder langsames Ankommen war bei mir irgendwie nicht wirklich möglich und ich wurde ein wenig ins kalte Wasser geworfen. Doch letzten Endes war es kein Problem und es ist auch kein Problem Fehler zu machen. Die Leute dort freuen sich, wenn man überhaupt etwas tut und sich engagiert.

Dies zu meinem Start in Kenia. Ca. 2 Wochen später kam dann auch schon Franzi, die ich zuvor nicht kannte, aus Deutschland und sie verbrachte die 6 Monate mit mir im Heim.

Wir arbeiteten immer von Mittwoch bis Sonntag und Montags und Dienstags hatten wir frei. Trotzdem ist es möglich die freien Tage zu verschieben und läge Ausflüge, nach Ankündigung, sind auch kein Problem.

In unserer Zeit war vor allem wichtig, gemeinsam mit den Kindern etwas zu unternehmen, ihnen die Möglichkeit zu geben in die Stadt nach Mombasa zu gehen, den Strand zu besuchen, mit den Kindern zu kochen, malen, Hausaufgaben zu machen und natürlich in der Schule zu unterrichten.

Eines unserer wichtigsten Aufgaben war es meiner Meinung nach, die Kinder zum Arzt zu bringen. Da das Heim nicht immer die Mittel hat, die Kinder zum Arzt zu bringen, übernahmen das in unserer Zeit vor allem wir und die anderen Freiwilligen. Die Arztrechnungen müssen bei diesem Arzt nicht immer direkt bezahlt werden (nur für die Kinder im Heim, alle anderen müssen jede Behandlung sofort bezahlen), doch wir haben die Rechnungen meist direkt aus eigener Tasche bezahlt. Dies sind keine hohen Beträge und für uns war es machbar. Wir waren teilweise wöchentlich 1-3 Mal beim Arzt. Teilweise war es heftig, doch die Entwicklung, dass nach einer gewissen Zeit, nachdem die Kinder verstanden hatten, dass wir mit ihnen zum Arzt gehen wenn ihnen etwas fehlt, kamen sie auf uns zu und teilten uns mit, wenn ihnen etwas weh tat, sie sich unwohl fühlten, sie Verletzungen hatten usw. Zuvor war das weniger der Fall.

Wir waren meist von 8 - 12 Uhr in der Schule und halfen den Lehrern dort und gingen dann zurück ins Heim, machten den Abwasch und hatten dann ein wenig Freizeit. Abends, wenn die Kinder heim kamen, spielten wir mit ihnen, machten gemeinsam Hausaufgaben, aßen gemeinsam, kochten oder backten Mandazi fürs Frühstück und verbrachten so unsere Abende.

Durch kenianische Freunde sahen wir natürlich auch andere Organisationen, Heime, den Moroto-Slum usw. Gemeinsam mit unseren Freunden und den anderen Freiwilligen starteten wir eine Food-Donation Aktion im Moroto Slum, worüber sich die Leute dort sehr freuten. Um dies jedoch wirklich sinnvoll zu machen, sollten hier kontinuierliche Spendenaktionen stattfinden, was natürlich schwieriger ist zu organisieren.

Im Laufe unserer Zeit dort, wurde uns bewusst, dass es sinnvoll gewesen wäre, im Voraus Spenden zu sammeln und mit diesen etwas mit den Kindern zu unternehmen, den Kindern Kleidung zu kaufen, die sie wirklich benötigen, gesunde Lebensmittel für die Kinder zu kaufen, Arztbesuche bezahlen zu können usw. Wir sammelten mithilfe von Kolleginnen, Freunden oder Familie Zuhause in Deutschland Spenden ein und hatten dadurch ein wenig Budget.

An den freien Tagen machten wir Ausflüge, schauten uns das Land an, trafen Freunde die wir kennengelernt haben. Sehr positiv war hierbei die Facebook-Gruppe der Mylabadi-Praktikanten, da wir dadruch in Kontakt mit den anderen Freiwilligen in Likoni kamen und so hatten wir gemeinsam mit ihnen und unseren kenianischen Freunden eine unbeschreiblich tolle, erlebnisreiche und unvergessliche Zeit.

Liebe Grüße


Franziska, September 2017 - Februar 2018

Ich habe fast 6 Monate im Waisenhaus ... in Likoni verbracht und ich muss sagen es war eine unglaubliche Zeit. Ich habe mich von Anfang an wohl und gut untergebracht gefühlt. Es ist aber wichtig, dass man Eigeninitiative und Offenheit mitbringt, da man sich überlegen muss, was man mit den Kindern in ihrer Freizeit macht. Wir sind jedes Wochenende mit den Kindern zum nur 10 Minuten entfernten Strand gegangen, haben zusammen gebacken und gekocht, in den Swimmingpool oder auf den Markt gefahren, und in der Schulzeit jeden Abend gelernt und Hausaufgaben gemacht.

Der Alltag bestand bei uns aus Unterrichten an der Primary School , in die auch viele der Kinder gehen, beim waschen, kochen und spülen helfen und natürlich Zeit mit den Kindern zu verbringen. Die Kinder kommen erst nachmittags nach Hause, weshalb wir nachmittags immer ein  bisschen Freizeit hatten, in der man nach Mombasa zum Essen oder an den wunderschönen Diani Beach fahren kann.

Die Volunteer-area im Heim ist total gut eingerichtet und fast schon luxuriös für den afrikanischen Standart. Es gibt eine europäische Toilette und Dusche, einen Balkon mit Hängematte, einen Kühlschrank und sogar einen Herd und Ofen, weshalb man sogar die Möglichkeit hat, sein eigenes Essen zu kochen. Das Essen im Heim besteht nämlich jeden Tag aus Reis oder Ugali mit Bohnen oder Erbsen.

Alle Kinder, die Angestellten und die Leitung sind alle super nett und man spürt, dass es eine richtige Familie ist, in die man mit der Zeit immer mehr rein wächst.

Man sollte aber auf alle Fälle mit etwas mehr Geld nach Kenia kommen (vielleicht vorher Spenden sammeln), da man einfach Geld braucht, um Aktionen mit den Kindern durchzuführen oder es schön ist, wenn man ab und zu mal etwas besonderes zu Essen für die Kinder kaufen kann, wie zum Beispiel Obst oder Huhn).

Ich kann die Stelle und generell ein Praktikum in Afrika von ganzem Herzen empfehlen, würde aber mindestens 3 Monate bleiben, da man Zeit braucht, bis man sich an das andere Leben gewöhnt und für sich selbst erkennt, was man machen kann und wo man gebraucht wird.


Eliza & Kristin, Juli - August 2017

Wir sind zu zweit nach Kenia und haben die Erfahrung sehr genossen. Es ist wahnsinnig aufregend, Kenia durch Zusammenleben mit den Menschen kennenzulernen und nicht nur touristisch umherzureisen. Für uns gab es keinen besseren Weg, uns mit der afrikanischen Kultur vertraut zu machen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich nicht über alles Gedanken zu machen und einfach mit den Händen zu essen, Barfuß herumzurennen und sich schmutzig zu machen.

Die Kinder sind sehr zutraulich und brav. Besonders waren wir fasziniert von der Selbstständigkeit der jüngeren Kindern. Sie wissen mit so vielen Dingen umzugehen und haben ein sehr großes Einfühlungsvermögen.

Wir haben den Mitarbeiterinnen sehr viel geholfen, wofür sie sehr dankbar waren. Wäsche mit der Hand waschen, Geschirr spülen, Essen vorbereiten usw.

Die Kinder liebten es, neue Spiele zu erfinden und mit mitgebrachten Spielen zu spielen. Man muss nur drauf achten, dass nichts verloren geht, was ziemlich schnell passiert. Außerdem liebten sie es, Seil zu hüpfen, Schach zu spielen, Haare zu flechten und an den Strand zu gehen. Sie wollten einen immer dabei haben und hatten keine Scheu, herumzualbern und zu lachen.

Wir sind in die nahegelegene Schule mitgegangen und durften die kleineren Klassen auch unterrichten. Besonders Interessant war es, mit Kindern in der gesamten Nachbarschaft in Kontakt zu kommen. Alle waren superglücklich, wollten uns ständig umarmen und liebten es, mit uns Zeit zu verbringen.

Das Kinderheim selbst empfinden wir als sehr lebenswert. Der große Hof um die Gebäude herum bieten zahlreiche Möglichkeiten, sich auszutoben und auch in den Gebäuden ist alles sehr sauber und ordentlich. In der Umgebung befinden sich einige kleinere Shops, in denen alles Nötige für den Alltag schnell besorgt werden kann.

Die Zeit war wunderbar und sehr prägend für uns.

 

Hakuna Matata


Sarah, Mai - Juli 2016

Hallo,
ich habe drei Monate bei Stelle K17 gelebt und dabei wunderschöne Erfahrungen gemacht.
Für mich war es meine erste Reise alleine und ich glaube, dass es mich in meiner Persönlichkeit sehr gestärkt und geprägt hat.
Anfangs hatte ich das Glück, dass weitere Praktikanten bereits einige Zeit hier waren und mir alles gezeigt und mich super unterstützt und inspiriert haben. 
Ich habe während meines Aufenthaltes einige Projekte gestaltet, diverse Spielgeräte für die Kinder gebaut, den Arbeitern viel im Haushalt und beim Kochen geholfen und war einige Male mit in der Schule. Außerdem konnte ich Spendengelder sammeln und das Kinderheim finanziell bei einem Wasserprojekt, sowie mit dem Kauf von neuen Schuhen für die Schule unterstützen. Am meisten habe ich die gemeinsamen Ausflüge zum Strand, am Wochenende, genossen.  
Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass ich direkt im Waisenhaus gelebt habe, und somit das tägliche Leben, die Kultur und die Lebensweise direkt miterleben konnte. Die Unterkunft ist super eingerichtet, es ist sogar Wlan, eine europäische Toilette und eine Küchennische vorhanden. 
Der Abschied ist mir sehr schwer gefallen, da ich alle sehr ins Herz geschlossen habe und sie für mich wie eine zweite Familie geworden sind. 

Ich habe dann noch zwei Wochen mit Reisen verbracht, bevor ich mich wieder auf den Heimweg gemacht habe und hierbei auch fantastische Erfahrungen gemacht.
Ich hoffe ich kann das Kinderheim eines Tages wieder besuchen und kann diese Stelle nur weiter empfehlen.
Liebe Grüße und vielen Dank an alle, die mir diese unvergessliche Zeit ermöglicht haben!

Vanessa, Februar - April 2016

Mein dreimonatiges Praktikum im COMOC war eine sehr prägende Erfahrung für mich. Ich möchte später in der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Projektplanung und -durchführung arbeiten und konnte durch meine Projekte im Waisenhaus einige Erfahrungen sammeln. Das beste daran war, dass ich Eigeninitiative und Kreativität im Praktikum einsetzen konnte, eigene Projektideen entwickeln und umsetzen konnte und dadurch die Lebensqualität der Kinder verbessern konnte. Wer nicht so lange Praktikum machen möchte oder generell noch unsicher hinsichtlich eigener Projekte ist, kann auch im Haushalt mithelfen und lustige Aktivitäten mit den Kindern machen! Meine Projektideen habe ich auch erst während des Aufenthalts entwickelt und ich habe nebenbei ebenfalls im Haushalt geholfen, mich mit den Kindern beschäftigt und in der nahe gelegenen Schule die Baby-Class/erste Klasse unterrichtet. Es war mein erster Auslandsaufenthalt und ich kann sagen, dass sich besonders diese Einrichtung gut für einen ersten Aufenthalt eignet. Die Kulturunterschiede sind nicht so groß, da so ziemlich alle gut Englisch verstehen, die Volunteer-Etage mit Kühlschrank, Herd und europäischen Toiletten ausgestattet ist und das Waisenhaus auch Wlan hat. Ein Tipp zum Schluss: Es ist sehr wichtig, dass man einen offenen Umgang mit Menschen hat und auf die Menschen vor Ort zugeht und nicht wartet, dass die Menschen kommen und Erwartungen aussprechen. Man kann prinzipiell arbeiten, wie man möchte und kann dadurch eigene Interessen gut mit einbeziehen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass man dort ist, um zu helfen und nicht um Urlaub zu machen.


Hannah, November - Dezember 2015

Also das Praktikum hat mir wirklich super gut gefallen, alle waren sehr nett zu mir und haben sich bemueht mir meinen Aufenthalt so angenehm wie moeglich zu machen, das hat mich sehr gefreut :) 
Mit den Kindern habe ich mich auch sehr gut verstanden, vermisse sie auch schon ganz arg. 
Die Arbeit im Waisenhaus hat mir auch ziemlich gut gefallen, es war wirklich interessant das Alltagsleben so nah miterleben zu duerfen. Dadurch dass die Kinder Ferien hatten als ich da war, konnte ich ausserdem noch mehr Zeit mit ihnen verbringen, was mir grossen Spass gemacht hat. 
Ich denke, dass ich unbedingt noch mal zurueck zu de Stelle gehen muss, um die Kinder und alle noch mal zu sehen. Vielleicht uebernaechstes Jahr, also 2018 :)
Alles in Allem bin ich echt froh, dass ich die Moeglichkeit hatte, diese Freiwilligenarbeit zu machen, und will mich auch an dieser Stelle ganz herzlich bei euch fuer eure Hilfe bedanken! 
Zwar habe ich mich nicht oft gemeldet (tut mir, wie gesagt, wirklich sehr leid!), aber mir ging es eigentlich den ganzen Aufenthalt lang sehr gut :) 
Vielen Dank fuer alles, ich finde eure Arbeit grossartig! 

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